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Clubzone

Clubzone August 2017

In schöner Regelmäßigkeit finden sich ja bei Nachfragen bezüglich der „schönsten Nebensachen der Welt“ unter den Antworten fast ausschließlich Gemeinplätze wie: Fussball, Ficken, Fernsehen oder vielleicht noch die Kleingartenpflege nebst der Aufzucht possierlicher kleiner Nagetiere, die dann alsbald zum nächsten Familienfeste zu irgendwelche Traditionsspeisen umgemorpht werden, natürlich nicht ohne die tatsächlich tollste Nebensache der Welt, das Schwenken, zu vergessen. Aber spielt ja auch keine Rolle, außer vielleicht, dass so endlich mal ’ne Clubzone im LIVE nicht mit irgendwelchen Plattitüden über’s Wetter anfängt. Und dann kann’s ja mal losgehen….

Das SOHO zelebrierte in einer sohotastisch galaktischen Art und Weise den Sommermonat Juli ohnn Rücksicht auf Verluste. Freitags bei SOHO FRIDAYS, der wöchentlichen und studentenfreundlichen Party, wurden feierwütige Menschen auf Ananas-Luftmatratzen über die eskalierende Menge getragen, Tische waren den gesamten Abend durch „Dancing Queens and Kings“ belegt und natürlich regnete es Konfetti wieder in rauen Mengen! Auch das heiße Wetter konnte die Feiermeute nicht abschrecken, was vom SOHO mit eisgekühlter Ananas, Melone und Wassereis unterstützt wurde – komplettiert von kühlen Drinks zu unverschämt günstigen Preisen. Auch samstags kam jeder auf seine Kosten. Egal ob bei BEST OF SOHO, SONNENTANZ oder 90er Party – es wurde mal wieder in toller Atmosphäre mit tollen Menschen gefeiert, was das Zeug hält, angefeuert durch die Hits der 1990er über die 2000er bis hin zu den aktuellsten Songs aus 2017. Halt eine echte ZEITREISE!

Auch wenn das gute alte BLAU im Sommer ein bisschen kürzer tritt, herrscht hier dienstags und donnerstags nach wie vor Ausnahmezustand. Vor allem der FISH trotzte massiv der Sommerflaute und ging Woche für Woche richtig steil. Da mag angesichts der Schulferien auch die Tatsache eine klitzekleine Rolle sprechen, dass inzwischen auch Schüler in den Genuß des Studentenrabatts beim Eintritt kommen. Dazu gab es natürlich wie immer Wassereis und Fächer gratis für alle, doch wie man es aus dem BLAU schon seit fast zwei Jahrzehnten kennt, kann es trotzdem immer wieder sein, dass die Decke nachhaltig zu tropfen beginnt. Aber mit reichlich Berliner Luft im Kreislauf hat das niemand von heftigster Feierei abgehalten, erst recht nicht, wenn wie Mitte Juli passiert, Blaumacher Michael Kastel himself an die Decks tritt und mit Ober-Fish DJ Moh gemeinsam den Laden rockt. Da wundert es auch nicht weiter, dass der FISH mittlerweile regelmäßig Fans von weiter her begeistert, wie zum Beispiel eine Clique, die extra aus Sarrebourg angefahren kommt, um dann mit reichlich Schampus zur Sache zu kommen. Wenn man dann an den FISH XXL, ausnahmsweise an einem Montag (vor Mariä Himmelfahrt), denkt, kann einem schon auf das Positivste Angst und Bange werden.

Im hellen Tageslicht im Club dem ein oder anderen leckeren Getränk die Tanzfläche unsicher machen, kennt man ja eigentlich nur vom Ende der Nacht, beziehungsweise vom nächsten Morgen. Das man aber statt um sieben Uhr morgens noch zu feiern, schon um sieben Uhr abends – im hellen Tageslicht – richtig schön feiern kann, stellt zweimal im Monat die AFTERWORK PARTY im CLUB NUMBER ONE eindrucksvoll unter Beweis. Zugegeben, gerade jetzt im Sommer hat es sich auf den ersten Blick beim Reinkommen schon irgendwie lustig angefühlt, dass man durch die großen Fenster das geschäftige Einkaufstreiben im Sonnenschein beobachten kann. Aber schon nach den ersten Takten, war das vergessen und die Tanzfläche wurde gestürmt. Auch hier in Saarbrückens erster Adresse in Sachen Clubbing und NIghtlife, war bis jetzt noch nichts vom Sommerloch zu spüren – im Gegenteil. Aber Vorsicht, nur weil die Party früher als sonst im Nachtleben üblich startet, heißt das nicht, dass auch früher Schluss ist. Immer öfter ist hier im ersten Stock der Eindruck so ab elf, zwölf Uhr entstanden, dass nicht eben wenige Housefreunde die ja eintrittsfreie AFTER WORK PARTY und deren extrem schmackhafte Cocktails als Einstieg in die traditionelle Donnerstagnacht im BLAU nutzen. Aber warum auch nicht, Hauptsache es wird gefeiert!

Überaus heftig gefeiert wurde natürlich auch am CSD SAAR-LOR-LUX 2017 Wochenende, was aber nun wirklich keine Überraschung darstellte. Höhepunkt neben der CSD Benefiz PRIDE PARTY in der GARAGE am Samstag war natürlich die CSD Parade am Sonntag, die neben vielen Zuschauern natürlich auch reichlich Partypeople anlockte, die sich die Chance auf ein flottes Tänzchen bei amtlicher Clublautstärke am helllichten Tag in der Innenstadt nicht entgehen lassen wollten. Insbesondere ein farbenfroh gekleideter junger Mann, der auch gut und gerne als Duracell-Häschen Ersatz durchgegangen wäre, fiel beim Umzug spätestens ab Höhe Betzenstraße auf. Mit ganz besonders schnellen Füßen hopste und shuffelte das Kerlchen, den Eingeweihte recht schnell als so eine Art Haustier aus dem Bereich des Osthafen wiedererkannten, so ausgelassen umher, als hätte er in der Nacht zuvor noch zwei Extralöffel „Gute Laune“ gefrühstückt. Immer mehr steigerte er sich so nachhaltig in eine Art Veitstanz, dass er zuerst gar nicht mitbekam, dass er in ein zerbrochenes auf dem Boden liegendes Glas gesprungen war und eine ansehnlich große Scherbe die Sohle seiner Sneaker eindrucksvoll durchbohrt hatte und nun in seinem Fuß steckte. Als nun aber größere Mengen Blutes, welches durch die Schuhsohle sickerte, auf der Straße sichtbar wurden, ging dann doch einer der Zuschauer zum dem tanzenden Derwisch und wies ihn auf sein Missgeschick hin. Doch der Verletzte allerdings erklärte heftig kopfschüttelnd, dass er praktisch gar nix spürte und dass er auf keinen Fall bereit sei, wegen so einer Lappalie die Parade ziehen zu lassen. Erst als sich weitere Umstehende dazu gesellten und ihm versicherten, dass die Verletzung doch derart heftig sei, dass eine sofortige Versorgung unumgänglich wäre, willigte der heftig Blutende schließlich ein und man machte sich stützend auf die Suche nach professionellen Ersthelfern. Die waren auch paradenbegleitender Weise recht schnell ausgemacht, aber dort angekommen allerdings verweigerte der Zappelspast dann doch wieder jede Behandlung, obwohl sein Blut mittlerweile richtig ansehnlich aus seinem Schuh suppte. Der junge Mann behauptet vollkommen und ganz offensichtlich realitätskollidierend ihm fehle gar nix und er würde jetzt unbedingt wieder zu seinem Lieblingswagen wollen – und hoppelte im selben Moment schon wieder davon. So schön ungebremste Feierei ja auch sein mag, aber so blöd kann man doch eigentlich gar nicht sein oder? Und ok, wir haben alle über diesen Deppen gelacht, aber zur Nachahmung ist das wirklich nicht angeraten. Also Kinder: Finger weg von guter Laune und nicht nachmachen!

Dachte bis vor einigen Jahren noch der ein oder andere, Techno und Techhouse gehören ins nächtliche Clubleben und in dunkel Kellergemäuer, dann ist man heute schon um einiges schlauer! Spätestens seit dem allseits beliebten MAGNET OPEN AIR – kurz MOA – ist klar: Techno und Sonne gehen bestens zusammen. Diese Harmonie konnte man auch im Juli wieder am eigenen Leib erfahren, als der Magnet (erstmals an einem Samstag) zum musikalischen Stelldichein mit Sven Sossong, Rod_a, Pin Mosten und aka _Joe ins Rondell im Bürgerpark rief. Aber auch der berühmt berüchtigte MAGNET@NAUWIESERFEST-Stand machte wie gewohnt eine äußerst partytaugliche Figur. Genauso laut – und sonnig – geht’s dann im August auch schon wieder weiter: Zum vierten Mal heißt es dann wieder „Leinen los!“ für die MAGNET BOOT PARTY, welche mit ordentlich Wumms im Rahmen des Saarspektakels in See sticht. Gegenüber letztem Jahr legt das Magnet-Team sogar noch eins oben drauf: Dank der größeren Queen Wilma gibt’s insgesamt zwei Floors, Techno und House, mit insgesamt acht DJs. Die Tickets gehen jetzt schon im HUMPTY RECORDS im Nauwieser Viertel weg wie sonst was. Wer dann letztens Endes als Erstes über Bord ging, nächsten Monat hier in dieser Kolumne.

Nicht genug herausstellen kannn man das Engagement, dass die KUFA in den letzten Wochen an den Tag gelegt hat, denn wurde auch in den letzten Wochen wieder praktisch ein Partymonster nach dem anderen ausgepackt. Der BLACK SATURDAY legt ja sowieso jede Woche die Latte richtig hoch, aber was beispielsweise die BUMAYE da mittlerweile in Serie abliefert, ist ganz großes Feierkino. Mit dem Summer Clubbing hat die KUFA ein Level erreicht, dass in dieser Qualität und Dichte in unserem Städtchen bisher unbekannt war. Jetzt mögen die typischen Nörgler einwenden, dass sie die guten alten Zeiten mit House und Techno Events in der Kultlocation in der Dudweiler Landstraße, vermissen. Aber zum Einen sprechen die riesigen Schlangen vorm Eingang bei Black Veranstaltungen eine ganz eigene und deutliche Sprache und zum andern gibt’s heir ja auch nach wie vor elektronische Köstlichkeiten auf die Ohren, zum Beispiel bei den legendären TECHNO CLASSIX Mitte August. Also gilt auch hier: aufhören mit rummosern, vorbei kommen und selber feiern.

Nicht die Ersten, sondern die Letzten waren bezeichnend für die Feierkondition im MAUERPFEIFFER am Saarbrücker Ludwigskreisel. Okay, bei einem Namen wie NO SLEEP hätte man sich denken können, dass die Sause etwas länger geht. Was dann aber passierte war genauso unerwartet wie es doch perfekt die Zustände in unserem Lieblings-Technoclub beschreibt. Wobei der Mauerpfeiffer länsgt viel mehr ist als nur das, aber dazu später. Zurück zur NO SLEEP, die ohnehin schon sehr lange geplant war. Aber das dann ab 16.00 Uhr (des nächsten Tages!) nochmal Leute ohne Ende aufliefen, war schon extraspeziell. Die Pfeiffermacher mutmassten, dass sich da wohl etliche MAGNETIC FESTIVAL-Gänger nur kurz hingelegt hatten und dann doch leiber weiterfeiern wollten. Und dafür gibt es eben in der elektronischen welt keinen besseren Ort als der Laden mit dem Ultrabass. Die Party ging dann Tatsache noch bis 22 Uhr am nächsten Abend und fand schließlich in Garten und Keller ein Ende. Das war echt ‘ne krasse Party, was in dieser Lokalität einiges heißen will. Von Sommerflaute ist da sowieso nix zu merken. Erst recht nicht, wenn die Partys, ohnehin als Open-Air Feiereien im Garten angelegt sind. Das galt zum Beispiel für das PopRat SommerPop Fest mit Emily Jane White (US), Mélanie Pain (FR), Frau Wolf (Saarlouis). Ein tolles Konzert, das schon ab 18 Uhr mit handgemachter Livemusik richtig Laune machte, was auch an dem feilgebotenen Grillgut gelegen haben mag. Auf jeden Fall wieder mal eine gelungenes Event, das die Bandbreite des Programms im MAUERPFEIFFER unter Beweis gestellt hat.

Wie wir weiter oben schon erwähnt haben, zog es die örtliche Partycrowd gerade zum Altstadtfest auf Wasser unseres Flüßchens hinaus. Ganz weit vorne im wogenden Wellenwahnsinn war das CHUCKS & CHAMPAGNE meets NIGHT VISION EVENTS Partyschiff, das den Altstadtfest-Sonntag wieder mal zum absoluten Wahnsinn machte. Wie man nachmittags schon so abgehen kann, war auch DJ Moh erneut ein Rätsel, obwohl er höchst selbst gemeinsam mit DJ Chico de Luxe für den Sound verantwortlich war. Ein kurzes Gastspiel von Schotti Karotti und Michael Kastel gab’s als Cocktailkirsche auf dem Sahnehäubchen noch obendrauf.

Welcome to the Beach: Im APARTMENT fand unter der HEARTBEATS-Flagge jetzt die erste Beachparty statt – dabei wurde der ganze Club in einen wahren Traumstrand vewandelt! Überall Palmen, Liegestühle, Wassereis…. und alles was sonst noch so dazugehört! Da durften natürlich die Rettungsschwimmer nicht fehlen: Das DJ-Team um Splash, Snow, Mokanix und PhilGood präsentierte sich komplett im Baywatch-Outfit inkl. Surfbrett und sorgte für mächtig Strömung auf der Tanzfläche! Die Party-Meute ging wie immer voll mit und bei „Vamos a la Playa“ und „Club Tropicana“ bebte dann der ganze Laden! Wahsinn! Man munkelt allerdings, dass an der übertriebenen Feierei auch die mit Berliner Luft gefüllte Wasserpistole Schuld gewesen ist. Mit der hochexplosiven Waffe wurde nämlich gezielt auf durstige Kehlen geschossen, was teilweise zu komatösen Zuständen führte. Alle, die nicht dabei waren, haben definitiv was verpasst. Ein kleiner Trost: Ende August gibt’s schon die nächste Ausgabe von Heartbeats – natürlich wieder im APARTMENT!

Na dann bis September, take care….. J.K.T.

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