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Clubzone

Clubzone Dezember 2017

Advent, Advent die Stimmung brennt und somit befinden wir uns in der alljährlichen Hochsaison der nächtlichen Feierei. Tatsächlich geht mit dem jetzt begonnenen Dezember ein Jahr in die letzte Runde, das wahrlich nicht arm an gehaltvollem Treiben war und natürlich machten auch die letzten Wochen keine Ausnahme. Das war ja wirklich eine wilde Fahrt durch einen gar nicht so grauen November. Wenn wir die Geschehnisse der letzten Wochen mal Revue passieren lassen und dann noch mit ins Kalkül nehmen, was die Gerüchteküche so in jüngster Zeit offenbarte, wird dieses Jahr wohl genauso ungebremst und mit eben so viel Partyschmackes zu Ende gehen, wie schon die letzen zwölf Monate befeuerten. Da war aber auch wirklich alles dabei: liebgewonne Locations, von denen wir uns trennen müssen, Bars, die ein paar Ecken weiter ziehen, und die geballte Vorfreude auf Feier-Hot-Spots, die ins Nachtleben unserer kleinen Metropole zurück finden. Aber genug des Vorgeplänkels, wir starten lieber gleich in unsere kleine Rundreise durch den Party-Herbst an der Saar.

Zu Beginn lassen wir es ausnahmsweise mal ganz ruhig angehen und wenden uns einer Location zu, die vor allem am frühen Abend als Startrampe in ausgediente Partynächte gedient hat, was nicht heissen soll, dass hier nicht auch schon auf den Tischen getanzt wurde. Die Rede ist natürlich vom OVID in der Kaltenbachstraße, das gleich für doppelten Gesprächsstoff sorgte. Einerseits hat sich das eigentliche Team um den beliebtesten Servicegott vom St. Johanner Markt, Marcus C. von der Ecke Gerberstraße verabschiedet und ist in das extrem gelungene SCHÖNECKER in der MODERNEN GALERIE umgezogen. Das hatte dann dort auch schon drei Wochen vor der Museumswiedereröffnung eine tolle Premiere hingelegt und bereichert seitdem die gastronomische Palette der Landeshauptstadt. Gleichzeitig ist auch das OVID selbst seit Oktober so richtig durch gestartet. Die Tradionslocation hat sich nämlich im wahrsten Sinne des Wortes eingereiht zu KALINSKI und BROT UND SEELE, den deren Betreiber haben jetzt auch an der Ecke das Sagen. Das ließ sich bis jetzt ganz ausgezeichnet an und wird künftig auch im Zusammenspiel mit den benachbarten Food-Läden noch weiter augebaut. Das bedeutet, dass hier auch bald gefrühstückt werden kam und Abends werden Tapas angeboten. Und ein wenig mehr soll auf Gemütlichkeit gesetzt werden, wobei wir und da bis jetzt nicht beklagen konnten. Wir behalten das auf jeden Fall wohlwollend im Auge.

Der Johannishof in der Mainzer Straße war über Jahrzehnte eine echte Feierhochburg, unter anderem als einstige Heimstatt des PREMABÜBA, der uns ja auch demnächst wieder, wenn auch an anderer Stelle, ins Haus steht. Die Zeiten sind lang vorbei und im großen Saal wird seit Jahren nur noch kletternd die Wände hoch gegangen. Einzige Ausnahme war der kleine Club im Kellergeschoß, wo im Juni 2003 das 6NULL3 eröffnete und gemensam mit BLAU, MAGNET und LUV zum festen Bestadtteil des goldenen House-Jahrzehnts in Saarbrücken wurde. Im folgten an gleicher Stelle, aber leider nachlassendem Publikumsinteresse AUDION, SECRET, VOGUE und PLAY nach – und seit über einem Jahr hatte der Spaß auch hier ein Ende. Doch jetzt eröffnete STUDIO 30 unter der Federführung von David L., der immerhin schon mal mit dem BARCODE in der Grünstraße eine Kultlocation auf die Beine gestellt hatte. Während es im Nauwieser allerdings noch um ausgesuchte Elektronik Leckerbissen ging, trumpft das STUDIO 30 an den Wochenenden mit handgemachter Live-Musik im Tonstudio auf. Genau die Nuance, die im Nachtleben unseres Städtchens bis dato ein bisschen unterrepräsentiert war, wie auch der Zuspruch bei den Konzerten im NILLES oder SAMS BISTRO zeigen. Da auch Booker Jörg M. wahrlich kein unbeschriebens Blatt in der Szene ist, wird es von hier wohl bald mehr zu berichten geben.

Ebenfalls schon seit Oktober wieder am Start ist die fabulöse 100 TAGE BAR neben der Johanniskirche, die uns ja leider nur im Winter die Nächte verkürzt. Dieses Jahr haben bereits Heroes wie Henk the Tank und Faissal die Extraklasse der Lokalität herausgestellt und auch DJ Greg Santana in seiner eigenen Reinkarnation als Swingkid Greg feierte mit großem Anklang Mitte November seinen Einstand für dieses Jahr. Allerdings ist es in der klitzekleinen Bar manchmal etwas drängelig und wenn man dann einen Sitzplatz anviisert hat, lässt sich mancheiner wenn’s blöd läuft mit etwas zu viel Schwung nieder. Genau das hat ein nicht unbekannter Saarbrücker Musikunterhalter getan, der bösen Zungen zufolge nur deswegen vorbeigekommen war, um sich mittels Shazam vom Program des Deejay-Meisters „inspireieren“ zu lassen. Das ist zwar nicht nett, aber heute leider immer wieder zu beobachten. Es ist halt zu ärgerlich, dass es nicht auch noch DJ-Software gibt, die guten Musikgeschmack ersetzt. Aber egal, im vorliegenden Fall, sorgte das Kharma sein für einen gewissen Augleich. Zwar traf er den anvisierten Sitzplatz mit etwas Ellenbogeneinsatz, nur lag der Fehler in der sträflichen Unterschätzung seines Abstandes zur rückwärtigen Wand. Kurz gesagt, er semmelte sein Haupt so richtig mit Schmackes gegen das Mauerwerk, was zwar schon beim Zusehen wehtat, aber sonst ohne Folgen blieb. Das dicke Ende kam dann aber als er sein Handy aus der Hosentasche heraus fingerte – und für seine aufmerksamen Sitznachbarn gut sichtbar feststellte, dass Shazam zwar noch geöffnet war, das Display aber in 1.000 Teile gesprungen war. Kharma is a bitch, aber manchmal triffts den Richtigen!

Bevor wir uns aber weiter den angenehmen Seiten unserer vielfältigen Nachtbespassungen widmen, kurz noch eine nicht ungeteilt postive Geschichte. Mit dem BOOTS, ebenfalls in der Mainzer Straße angesiedelt, hat uns eine der langjährigsten Locations verlassen. Wie die meisten von uns erst beim morgendlichen Abstecher zum JÉROME überrascht bemerkt haben, sind die über Jahrzehnte zugehangenen Fenster auf einmal offen und gewähren Einblick in ein Lokal, um das sich unzählige Gerüchte rankten. Das lag zu einem guten Teil daran, dass bei auf eine einzige Ausnahme, einem Konzert mit Tromla beim CSD 2015, in all den Jahren Frauen der Zutritt verwehrt blieb und in einem Raum genauso lang das Licht irgendwie kaputt war oder jedenfalls nicht angeschaltet wurde.

Aber auch hier gibt es eine gute Seite, denn mittlerweiel hat hier die TROPICAL BAR eröffnet und bringt Lateinamerika an die Saar! Der brandneue Latino-Hotspot in Saarbrücken bietet in den einst veruchten Räumlichkeite hochwertige Spezialitäten und Cocktails mit authentischem lateinamerikanischem Flair. Sei es der kubanische Mojito, der berühmte Caipirinha do Brasl oder doch was völlig anderes – mit Sicherheit ist hier nicht nur durch die neuerdings geöffneten Fenster ein ganz neuer Wind eingekehrt. An den ersten Wochenenden war die Stimmung herrlich ausgelassen und die DJs konnten überzeugen. Unser Höhepunkt war der angesprochene Mojito und das werden wir garantiert wiederholen.

Was ein Tanz war das wieder bei der „OB NACKISCH ODER MIT KLÄDER – JEDER KOMMT MIT HOSENTRÄGER!“ Party! Das Team vom TANZ IM HELLWIGSTADION ließ die Mauern des SOHO erneut erbeben. Dies ging einerseits auf die Kappe der grandiosen DJs Stereotonie, Enzo, Snow und Else, die jedes Kompliment verdienst haben. Andererseits kann man dafür aber auch das herrlich wütende Hellwigvolk verantwortlich machen, das wieder 110% in die Waagschale warf! Bitte jetzt schon rot im Kalender anstreichen: Im Dezember, wenn’s mit dem Hellwigwahnsinn weitergeht, wird’s endlich auch mal wieder leicht weihnachtlich beim Hellwigstadion. Da darf man jetzt schon gespannt sein.

22 Jahre hat der FISH auf dem Buckel, aber die kultigste Studenparty dieser Stadt hat nicht den Hauch Partyschmackes eingebüßt und gilt als Mekka für Studenten, Freunde, Gastrohasen und -häsinnen und alle die, die Dienstags nicht einfach gelangweilt vor der Glotze hängen wollen. Die Rückkehr ins angestammte BLAU vor 21 Monaten hat dem dienstäglichen Wahnsinn scheinbar einen anhaltenden Partyturbo verpasst, anders sind die seit einigen Wochen im blauen Schwitzekeller herrschenden Ausnahmezustände kaum zu erklären. Klar war der FISH schon immer eine Veranstaltung der höheren Vergnügungsordnung, dafür sorgte allein schon die Mucke von DJ Moh and Friends. Okay, die Kampfpreise am Tresen spielen natürlich auch eine Rolle, aber wer einmal beim FISH mitgefeiert hat, weiß, dass es einfach die Mischung macht. Das hat diese Partyreihe auch diesen November wieder auf das Eindruckvollste unter Beweis gestellt und wir sollten alle hoffen, dass uns dieser Dienstagsspaß noch mindestens weitere 22 Jahre erhalten bleibt.

Abgesehen von all den anderen Dingen, die letzten Monat im APARTMENT NUMBER ONE passiert sind, fällt es uns sehr schwer, das was im Apartment so abgegangen ist, in Worte zu fassen! Aber gut, wir probieren es mal: Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, …und ne Badewanne. APARTMENT halt!

Dass ausgelassenste Feierei nicht nur gerade der Pubertät entkommenenen Partyfrischlingen vorbehalten ist, zeigt immer wieder die TECHNO CLASSICS Ausgabe der Ü30 PARTY im ALTEN SCHMELZ ungemein schwungvoll. Dabei war die letzte Ausgabe vom Altersmix her vielleicht noch breiter gefächert als sonst, denn der reichte vom Studentischen bis hin zum ein oder anderen Silberrücken. Eben Erwachsenen jeden Alters, die einfach gemeinsam eine Vorliebe für stilvolles Feiern und gute Musik teilen und die genauso alte Trance-Hymnen wie Rave Knaller, serviert vom DJ Duo Foggy und Higheffekt, zu feiern wussen und sich bei dieser Ausgabe wieder auf beiden Floors so richtig auszutoben. Denn eines darf man bei der ALTEN SCHMELZ nie vergessen: gleich welches Motto auf dem Main Floor zelebriert wird, DJ Günni auf dem zweiten Floor ist einfach einen echte Partygrante, der zuverlässig immer für die richtige Stimmung sorgt. Das gilt übrigens auch für die zweite Auflage der Ü30 PARTY – NIGHT OF THE DJs, wo die Besucher auch diesmal wieder eine ganz besondere DJ-Konstellation erwartet, denn das musikalische Programm bestreiten in dieser Nacht neben DJ Foggy als Gastgeber, DJ Kasimir (APARTMENT NUMBER ONE) und DJ Senad (KUFA) und natürlich Disocfox-Maniac DJ Günni auf seinem Floor.

In diesem Sinne, take care…..

J.K.T.

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