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Clubzone

Clubzone Dezember 2019

Advent, Advent die Stimmung brennt und somit befinden wir uns in der alljährlichen Hochsaison der nächtlichen Feierei. Tatsächlich geht mit dem jetzt begonnenen Dezember ein Jahr in die letzte Runde, dass wahrlich nicht arm an übertriebenem Party-Treiben war und natürlich machten auch die letzten Wochen keine Ausnahme. Das war ja wirklich eine wilde Fahrt durch einen doch recht grauen November. Wenn wir die Geschehnisse der letzten Wochen mal Revue passieren lassen und dann noch mit ins Kalkül nehmen, was die Gerüchteküche so in jüngster Zeit offenbarte, wird dieses Jahr wohl genauso ungebremst und mit eben so viel Partyschmackes zu Ende gehen, wie schon die letzen zwölf Monate befeuerten. Da war aber auch wirklich alles dabei: liebgewonne Locations, von denen wir uns trennen müssen, Bars, die ein paar Ecken weiter ziehen, und die geballte Vorfreude auf Feier-Hot-Spots, die ins Nachtleben unserer kleinen Metropole zurück finden. Aber genug des Vorgeplänkels, wir starten lieber gleich in unsere kleine Rundreise durch den Party-Herbst an der Saar.

Schon die geheimnisvolle Werbekampagne ließ erahnen, dass die Betreiber wissen, wo es lang geht. Die Rede ist von der großen Eröffnung des neuen EGO in der Trierer Straße in Saarbrücken. Beim Pre-Opening wurde der Laden erstmals einem geladenen Publikum vorgestellt. Walking Acts reichten leckere Häppchen und Crémant während es auf der Bühne einen Saxophon-Live-Act zu chilliger Housemusik gab. Während dessen konnte man sich schon davon überzeugen, dass hier etwas völlig neues in den Räumlichkeiten entstanden ist, dass mit den vielen Vorgänger nichts mehr zu tun hat. Gegen 22 Uhr wurde die Regler dann langsam höher gedreht, mehr Bass gegeben und schließlich ein Feuerwerk der gigantischen Musik- und LED-Anlage abgefeuert. 45 Quadratmeter LES sind einfach nur Hammer! Ab 22.11. hieß es dann Feuer frei zum großen Openening-Weekend. An beiden Tagen platzte der Laden quasi aus allen Fugen – und das wahrlich zurecht. Denn im Inneren wurde derart esklaliert, wie schon lange nicht mehr in einem Saarbrücker Club esklaiert und zwar ohne die üblichen Eröffnungsprobleme. Die Theker und Thekerinnen einfach super, der Service genial freundlich und absolute Party im ganzen Laden. Ein Neuzugang im saarländischen Clubgeschehen, der schon am Eröffnungswochenende eindrucksvoll unter Beweis stellte, wo das Saarbrücker Nachtleben zukünftig zu Hause sein wird. Der Laden hat das Zeug auch mal wieder Gäste von „Außerhalb“ in die Stadt zu locken. Top!

Nicht minder gut verspricht die ROSENBAR in der ehemaligen ROSENAPOTHEKE in der Dudweiler Straße zu werden. Leider konnten wir hier nur während der Baustellenphase einen Blick erhaschen. Doch dieser Blick genügte, um zu erkennen, dass hier Nägel mit Köpfen gemacht und dauerhaft eine einzigartige Location geschaffen wurde, die jetzt hoffendlicht endlich im Dezember – nach mehr als einem halben Jahr Renovierungsarbeiten – eröffnen wird. Die ROSENBAR versteht sich unter der Woche als eine Mischung aus Tagesbar mit Bistro und am Wochenende als Bar, die ihren Betrieb auch bin in die Nacht hinein verlängert und auch das ein oder andere Event an den Start bringen wird. Letzteres überrasscht nicht wirklich, schließlich dürfte das ein oder andere Gesicht aus dem ROSENBAR-Team dem Gast aus dem CLUB NUMBER ONE oder aus dem CLUB SEVEN durchaus auf das Angenehmste vertraut sein.

Doch es gibt nicht nur positive Neuigkeiten. Das MODUL in der Kaiserstraße wird nicht in die Reihe der Feierlocations zurückfinden. Auch nach einer monatelangem Auszeit, zeichnet sich leider kein Silberstreif am Partyhorizont ab. Das ist wirklich mehr als schade, denn die Location sorgte nicht nur in den 70ern und 80ern als OLDTIMER für Furore, sondern brauchte auch als MODUL exzellente Feiereien an den Start.

Demgegenüber gibt es im SOHO nebenan jeden Freitag animalische Eskalationen, die ihres Gleichen suchen. Studentische Getränke und Eintrittsspecials sorgten dafür, dass man für wenig Geld viel bekam, egal ob der Untertitel MÄDCHEN MÄDCHEN, BLACKLIST VERRÜCKT oder POP CLUB war. Das SOHO DJ -Team reißt hier regelmäßig die Hütte ab und spielte auf dem ersten Floor Mixed Music, sodass für jeden etwas dabei ist. Auf dem zweiten Floor kamen dann im Wechsel Techno bzw. Hip Hop Liebhaber auf ihre Kosten. Zusammenfassend ist zu sagen, dass hier alles im Übermaß abgeliefert wurde, was eine fette Studentensause ausmacht.

Auch im APARTMENT war in den letzten Wochen wieder Ausnahmezustand angesagt. Beim massiv befeierten studentische Freitag wurde die Latte noch ein bisschen höher gelegt. Bei viel Konfetti und immer wieder neuen Dekoideen, trafen zahllose APARTMENT-Stammgäste auf immer mehr neue Freunde. Ein besomderes Highlight im November war die dritte Ausgabe der Party für Fußballer und Freunde: PLAYERS NIGHT. Die besten DJs rissen das Apartment komplett außeinander und ließen die Gäste mal so richtig ausrasten zu den fettesten Hit’s der letzten Jahre. Abgesehen von diesen Special Events haben die APARTMENT-Jungs nicht vergessen, wo sie herkommen: Mit der Partyreihe APARTMENT erschufen sie das Konzept des gepflegt studentischen Feiertums neu. Dort durfte passend zum Semesterbeginn zu studentischen Preisen getrunken werden und an der Tür musste man als Student auch nur die Hälfte des üblichen Kurses berappen! Bei DJ Thomas‘ APARTMENT Freitags-Feiereien. gab‘sTequila für alle und beste Beats von der ersten Riege Saarbrücker Tonkünstler. Jeden Freitag wurden auch im November die schönen Seiten des Studentenlebens zelebriert. Die DJs sorgten mit einer Mischung aus allerlei Tanzbarem für die richtige Stimmung. Damit hat das APARTMENT seinen  festen Platz ganz vorne am Freitag im Saarbrücker Partykalender erobert. Das gilt aber auch für den Donnerstag mit der AFTER WORK PARTY mit den DJ Legenden Tomas und Kasimir, die aufgrund der steigenden Nachfrage ab sofort jeden Donnerstag stattfinden wird. Doch das APARTMENT Team schlägt auch außerhalb des angestammten Clubs zu: im Dezember bringen sie mit PREMIERE eine Party auf drei Floors an den Start und verwandelt das UT-KINO in einen Party-Palast. Mehr davon in der nächsten Ausgabe – falls wir uns danach noch an Details erinnern können.

Seit unfassbaren 34 Jahren ist die GARAGE in der Bleichstraße ein ganz besonderer Fixpunkt im nächtlichen Treiben unserer kleinen Gemeinde. Das bedeutet auch 34 Jahre Konzerte, Partys, Lesungen, Comedy und viele andere Events. Die GARAGE ist aus dem Saarbrücker Kultur- und Nachtleben nicht mehr wegzudenken. Neben den gut 1.200 Konzerten, die in dieser Zeit über die Bühne gingen, sind es ungezählte Partynächte, die für den Ausnahmestatus der ehemaligen FORD HALLE gesorgt haben. Es ist schon keine Selbstverständlichkeit, dass eine Veranstaltungshalle so lange auf so einem hohen Niveau überlebt, aber das so beeindruckend hinzubekommen, wie es SAAREVENT besonders in den letzten 15 Jahren gelungen ist, hat echten Seltenheitswert. Entsprechen hysterisch wurde der Geburtstag auch mit einer Riesenparty feuchtfröhlich begangen. Die GARAGE DJs verpassten diesem Partymonster den perfekten Soundtrack und plünderten dabei querbeet durch die Geschichte und alle Geschmacksrichtungen. Dazu gab’s eine ganz massive Megadeko und super Lightshow, jede Menge echter Hingucker-Gogos und natürlich Konfetti und CO2 Jets bis zum Abwinken. Aber das gehört in der GARAGE ja ohnehin dank der FINALLY Reihe mittlerweile auch zum guten Ton. Aber bei aller Geburtstagsfeierei war diese Feierei auch so ein Stück weit der Startschuss zu einer neuen Partyära, denn hier will man künftig weg vom Standard der ausgelatschten Pfade und noch mehr neue Konzepte mit mehr Abswechslung an den Start bringen. Das kann ja heiter werden!

Kaum hat das STUDIO 30 in der Mainzer Straße zwei Jahr auf dem Buckel, schon tauchen in den üblich verdächtigen sozialen Netzwerken sehr „aussagekräftige“ Filmchen von der Vorgänger Location PLAY auf. Wahrscheinlich, weil der Laden dafür bekannt war, dass hier auch mit Vehemenz bis in den Morgengrauen ein gewisser Ausnahmezustand herrschte. Wie sollte man sonst glaubhaft beschreiben, dass selbst die höchst zeigefreudigen Handlungen eines Mitarbeiters (Codename „Puschkin“) einer saarländischen Großdisse komplett im Getümmel untergingen und jetzt erst „posthum“ ans Tageslicht kamen. Schade nur, dass dort nicht jedes Wochenende so eslkaliert wurde, sonst könnten wir bei derartigen „Schweinereien“ gleich mitmachen, statt uns die bewegten Bildchen anschauen. Denn gegen echtes Treiben in der Club- und Partyszene hat in unserem Städtchen bekanntlich niemand was einzuwenden.

Ein völlig anderes Phänomen im Saarbücker Nachtleben ist, dass es in unserer Stadt nicht nur in Clubs, sondern auch in den Kneipen am St. Johanner Markt tanztauglichen Ohrenbespaßung gibt. Der Laden mit der mit Abstand konsequentesten und besten Beschallung ist natürlich das SANKT J. Während die einst, nicht ganz zu Unrecht, als reinem Jeunesse dorée Tummelplatz verschriehene, Bar jahrelang durch eher charttaugliche Mainstream- und Stimmungsmucke von sich hören machte, so kommt wohl keiner drum herum mittlerweile respektvoll einzugestehen, dass die Uhren hier anders gehen. Zwar ist das Publikum durch irgendeinen Zaubertrick beständig gleich jung und attraktiv geblieben, gleichwohl liegen musikalischerweise Welten zwischem dem SANKT J. von heute und dem vor noch wenigen Jahren. Auch durchaus clubtaugliche Mucke hatte hier ja schon vor einiger Zeit Einzug in die gefühlten 12 qm gehalten, wenn auch durch eher massenkompatible Kommerzgrooves, aber mittlerweile gibt’s hier in ausgezeichneter Klangqualität und mehr als ausreichender Lautstärke derart exzellente Minimal- und Avantgardertracks auf die erstaunten Ohren, dass sich so manch ein Club ruhig mal ‘ne Scheibe von abschneiden sollte.  Wenn man jetzt noch bedenkt, dass die Kneipe nicht nur eine der am stilvollsten eingerichtete, sondern praktisch auch der einzige authentisch verbliebene original Saarbrücker Laden am Markt ist, dann wundert’s nun wirklich keinen mehr, dass hier nicht nur in den letzten Monaten ganz klar der Ort war, wo man in die Nacht startete, sondern eben auch der Ort wo etliche Nächte zum Glück kein Ende finden wollten.

Aber in der neuen EVENT ARENA finden die Nächte kein Ende. Entgegen der üblichen Unkenrufe, hat sich die Event-Halle schon bestenst vorgestellt. Bereits beim Söhne Mannheim Konzert konnte man sich davon überzeugen, dass der Laden nichts mehr mit der früheren KUFA gemein hat. Die komplette alte Einrichtung gibt´s nicht mehr und der Laden wurde – nomen est omen – als Eventhalle so mit mobilen Theken ausgestattet, dass hier eine der besten Veranstaltungshallen der Stadt entstanden ist. Neben Live-Konzerten werden aber Partys abgefeiert, wie die Helloween-Party am 31.10. zeigte, die von der Concresshalle in die EVENT ARENA abwanderte. Diesen Monat gibt es am 25.12. die Techno-Classix und am 31.12. die große SR1-Ü30-Silvester Gala! Unbedingt mal ausdprobieren!

Die Party, die auch dieses Jahr wieder für den vielleicht meisten Gesprächsstoff im November geliefert hat, geht allerdings erst im Dezember an den Start. Unfassbar für welche Wellen das SR1 GLORIA REVIVAL in der BEL ETAGE schon im Vorfeld gesorgt hat. Kaum stand der Termin fest, ging der Vorverkauf durch die Decke – und dass ohne jede Werbung! Von solch einer megapositiven Resonanz überrascht, musste dann auch schon Mitte des Monats nach nur wenigen Tagen die Anzahl der Karten im Vorverkauf aufgestockt werden. Zum Glück hatte man, ob der erwarteten Besuchermassen, die Veranstaltung in der BEL ETAGE angelegt, denn alleine das „kleine“ GLORIA REVIVAL im Frühling hatte gezeigt, dass das APARTMENT wohl als Location an seine Grenzen kommen dürfte. Das Gloria Revival ist eben absoluter Kult. Nicht so ganz unschuldig daran ist der Mainfloor, denn der bleibt beim GLORIA REVIVAL auch dieses Jahr mit DJ Kasimir dem Original GLORIA DJ vorbehalten. Und zum Glück hat die BEL ETAGE ja genug Kapazitäten, denn wenn das so weitergeht, ist hier wohl erneut die absolute 80er Eskalation angesagt.

In diesem Sinne, take care – und GUTEN RUTSCH!

J.K.T.

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