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Clubzone

Clubzone Februar 2018

Kaum zu glauben, aber wahr: 2018 hatte bis jetzt schon mehr zu bieten als irgendein Monat im Vorjahr. Leider gehört da nicht nur Positives dazu, wie einem sofort klar wird, wenn man mal überlegt, was denn so das meistdiskutierte Thema im Januar in Sachen Nachtleben und Partykultur war. Zweifelsohne dürfet das die ausverkaufte MALLORCA PARTY goes APRÉS SKI im E-WERK gewesen sein, beziehungsweise deren unrühmliches Ende. Zwei Dinge geraten bei aller berechtigter Kritik und dem ganze Wehklagen in den Hintergrund, die wir uns trotzdem vor Augen halten sollten. Zum Einen ist es wirklich lobenswert, wenn neue Veranstalter unter beträchtlichen Risiken solche Megaevents an den Start bringen. Klar hätten sie vieles anders machen können oder müssen, aber den Mut so was auf die Beine zu stellen, muss man erst mal haben. Zum Anderen sollte jetzt allen Besserwissern und Haarspaltern mal klar werden, wie hervorragend organisiert üblicherweise Riesenpartys in Saarbrücken sind. Zum Beispiel die 90ER LIVE in der Saarlandhalle, die jetzt schon ein paar Mal bei restlos ausverkaufter Saarlandhalle gezeigt hat, wie reibungslose Logistik auch bei Großveranstaltungen funktionieren kann. Bevor also das nächste Mal ausgiebig über Kleinigkeiten gemeckert wird, einfach mal dran denken, wie das so ist, ohne Jacke bei null Grad im Freien zu stehen.

Auch der zweite Gesprächsstoff war keine angenehmer, denn mit dem CANOSSA hat sich die mit Abstand dienstälteste Location aus dem Saarbrücker Nachtleben verabschiedet. Seit 1971, also noch fünf Jahre vor dem CLUB NUMBER ONE, wurde hier neben dem Tagesgeschäft als Café von Generationen von Studenten die Nacht zum Tage gemacht. Unvergessen vor allem der legendäre DJ Hirschmann, der hier noch mit über 70 Vollgas gab und die Disko im Basement der Mensa auf dem Campus über Jahre zu einem der angesagtesten Clubs in Saarbrücken gemacht hat. Noch bis in die 2000er wurde hier regelmäßig Party gemacht und erst in den letzten Jahren, mit oft wechselnden Besitzern, wurde es stiller, um den einstigen Kultladen. Zuletzt nur noch für seine leckeren Pizzas bekannt, standen auch die letzten Partys und Konzerte unter keinem glücklichen Stern mehr. Und irgendwo wundert es dann auch nicht, dass das Studentenwerk als Verpächter das Spielchen wohl nicht mehr mitmachen will und einen Schlussstrich zog. Schade ist es trotzdem!

Von der Gegenwart zurück in die Vergangenheit, wenn auch nicht ganz so weit, ging es mit der nächsten Sause. Wir begeben uns nämlich nach 2017 ins BLAU, wo zwei Tage vor Silvester unter dem Titel DEEP BLUE das große LUV REVIVAL stattfand, das in der Rückschau auf keinen Fall fehlen darf. Die Bombenstimmung war natürlich genau so erwartet worden und bei dem Vorbild konnte daran ja auch kein Zweifel herrschen. Unter der Regie von OberLUVer, ExKapitän und DJ Franky S. ging es mit Unmengen Rotem so richtig zur Sache. Da hat einfach alles gepasst, die Gäste, der Sound, gerade so wie dunnemals auf dem Schwimmschiff. Und dieses Mal wurde in den sozialen Netzwerken hinterher auch nicht gezankt, was zeigt welch’ Ausnahmestimmung von allen Beteilgten gefeiert wurde.

Aber in Sachen Revival bietet das BLAU im Februar gleich das nächste Sensatiönchen. Nach knapp neun Jahren „Abstinenz“ kehrt mit Kasimir für eine Nacht zu den BLAU CLASSICS der Schöpfer des BLAUen Donnerstags an seine, ehemalige Wirkungsstätte zurück. Wenn diese Nacht nur halbwegs der Aufregung gerecht wird, die seit bekannt werden, die Saarbrücker Partyszene kirre macht, gibt es hier nächsten Monat Einiges zu berichten. Das wird Amok!

Wenn eine Party aufgrund massiven Platzmangels bei der letzten Ausgabe, in einen wesentlich größere Location umziehen muss, dann ist das immer ein sehr gutes Zeichen. So geschehen bei der NIGHT OF THE PROFS die in diesem Jahr extra ins AUDIMAX Gebäude umgezogen ist. Hier konnten sich fast 1.400 Partywütige zu den DJ-Sets der sechs Professoren nach Lust und Laune austoben. Die Profs hatten unter der sachkundigen Anleitung von DJ Moh jeweils 45 Minuten abgeliefert und damit den Laden in Brand gesteckt. Eine Woche vorher hatte der FISH Resident mittels eines Crashkurses die notwendigen Grundkenntnisse zur Bedienung von CD-Playern und Mixer vermittelt und dann während der Party ein waches Auge auf seine Novizen gehabt. Die Studenten haben das Gebotene wieder brutal gut angenommen und ihre Profs wie Stars gefeiert, inklusive unzähliger Selfies mit denen usw. DJ Moh hatte dann immer die Überleitungen zwischen den Dozenten übernommen und schließlich die Party in den umjubelten Feierabend geritten. Fazit: absolute Spitzenklasse und mit der Vorfreude auf nächstes Jahr kann jetzt schon begonnen werden.

Endlich wieder Leben ist im ehemaligen 6NULL3 / SECRET im Basement des Johannishofs eingekehrt. Mit dem STUDIO 30 ist im Dezember eine hochinteressante Mischung aus Studio und Livemusik-Club an den Start gegangen. Die Eröffnung war ein geiles Wochenende und brachte für alle Muisker und Gäste viel Spaß. Ein Stück weit war das allerdings noch eher eine Baustellenparty, aber bei aller psoitiven Resonanz war offensichtlich, dass es für die Macher um David L. noch sehr viel zu tun gibt. Leider gab es zusätzlich zur ohnehin schon knappen Zeit unvorhergesehene Komplikationen, die sich nicht innerhalb von ein paar Tagen lösen ließen. Da aber eine wirklich verbesserte Infrastruktur geboten werden soll, musste gastronomisch noch draufgepackt und die Technik für das Live-Recording vervollständigt werden. Kurz gesagt, es sollte das geliefert werden, was Gäste wie Musiker verdient haben. Deshalb musste das Studio 30 erstmal wieder für kurze Zeit schließen. Aber keine Angst, es wird weiter gehen, aber es tut uns leid, wir brauchen noch etwas Zeit. – die angekündigten Konzerte werden natürlich nachgeholt. Wann genau das Studio 30 wieder öffnet, geben wir sobald wie möglich bekannt.

Etwas gesitteter, aber nicht den Hauch weniger schwungvoll präsentierten sich die ersten Wochen des neuen Jahres AFTER WORK PARTY im APARTMENT NUMBER ONE. Im Dezember wurde ja sogar an jedem Donnerstag der Feierabend gefeiert. Und so wurde jetzt in der ersten Etage an der Ecke Bahnhof- und Dudweilerstraße, um den zweiten Geburtstag der kein extra Aufhebens gemacht. Wie auch, denn die zwei monatlichen Partys sind ja ohnehin kaum zu toppen. So hat also auch nach 24 Monaten zu den beiden Januarausgaben tatsächlich wieder schon ab 19.00 Uhr ein bunt gemischtes und bestens gelauntes Völkchen in den ersten Stock an der Ecke Bahnhof- und Dudweilerstraße. War ja auch keine Wunder, denn bei freiem Eintritt lockte nicht nur ausgesprochen schmackhafte Cocktails zum Spezialpreis, sondern auch genau die richtige Musik um einen stressigen Arbeitstag hinter sich zu lassen. Da war es dann auch kein Wunder, dass sich die Angelegenheit sich mit fortschreitender Zeit zu einer herrlich stimmungsvollem Party. So macht Networking richtig Spaß und viele Gäste blickten schon aufgeregt auf die nächste AFTERWORK Party, denn die geht ausgerechnet an WEIBERFASTNACHT an den Start. Das kann ja heiter werden.

Die TANTE MAJA ist ohne jeden Zweifel eines der Lokale am St. Johanner Markt, die die Saarbrücker Nacht bunter machen. Zum zehnjährigen Jubiläum der TANTE MAJA waren endlich mal wieder die HEARTBEATS ON TOUR zu Gast. Was allerdings ursprünglich als kleine Party gedacht war, entwickelte sich plötzlich zu einem wahren Feuerwerk! Obwohl auf zwei Etagen gefeiert wurde, war der Laden voll bis unters Dach und glich einem Tollhaus. Das Thekenpersonal war definitiv am Ende seiner Kapazität! Und der Crémant floss natürlich auch mal wieder in Strömen. Die Gute-Laune-Deejays Splash & Snow hatten aber auch einen fantastischen Tag an den Turntables und hielt das stadtbekannte Publikum bis in die frühen Morgenstunden auf der Tanzfläche. Da ging nicht nur die Chefin Catalina K. völlig erschöpft, aber glücklich nach Hause. Schon jetzt darf man sich auf eine Fortsetzung Anfang April freuen. Vorher gibts die HEARTBEATS aber erst noch am März im APARTMENT. Da bleibt kaum Zeit zum Verschnaufen – und das ist ja auch gut so!

Eine echte Berg- und Talfahrt hat das GLORIA STAGES in den letzten Wochen abgeliefert und auch die Gerüchteküche hat da nicht mit übler Nachrede gespart. Tatsächlich aber gab es in der jüngsten Vergangenheit immer wieder Partys, bei denen der Laden richtig durch die Decke gegangen ist. Ober das massivste GLORIA PALAST Revival im Dezember hatten wir ja schon berichtet, doch jetzt Mitte Januar war das einstige Kino erneut zum Platzen voll. Der BIZZI CLUB aus Frankfurt/Main war zu Gast und die Jungs haben ihre Arbeit richtig gut gemacht. Mega-Publikum und Mega-Stimmung Hütte was aber auch daran lag, dass mit Dhurata Dora und Ermal Feizullahu eine Rapperin und ein Sänger mit Millionen YouTube Klicks am Start waren. Da hat man aber auch schon im Vorfeld gemerkt, dass das GLORIA STAGES einen neuen Marketing Menschen verpflichtet hat, der seine Arbeit versteht und mit einer gradlinigen Partykonzeption auch endlich eine gerade Linie in den Laden bringt.

Einen ganz entscheidenden Anteil am Erfolg der Partys hat aber auch GLORIA Urgstein Guidon M., der jedes Mal seine soundgewaltigen PA-Anlage extra auf und abbaut und so erheblichen Anteil am Gelingen der Partys hat. So stellt der Mann immer wieder unter Beweis, dass er mehr kann als nur erstklassige Star Wars Kostüme zu fertigen, aber das HISTORISCHE MUSEUM ist nun wirklich eine andere Baustelle.

Eine ganz besondere Party darf hier schließlich auch nicht unberücksichtigt bleiben, denn aus hocherfreulichem Anlass wurde das KUNSTWERK in der Scheidter Straße Mitte Januar in Grund und Boden gefeiert. Natürlich ist die Rede vom neunten Geburtstag der SOULNACHT mit der MALZEIT CLUB BAND um Bandleader Markus Federkeil. Die SOULNACHT, immerhin die einzige monatliche Livemusik Show im Saarland, die schon so lange läuft zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass hier mitnichten Konservenmusik zu Gehör gebracht wird, sondern die ganz formidable MALZEIT CLUB BAND live für den handgemachten Sound verantwortlich ist. Diese Band aus exzellenten Musikern, immer wieder verstärkt von tollen Gastkünstlern, ist für den Kultstatus der SOULNACHT verantwortlich. Bandleader Uwe Federkeil verfügt eben über allerbeste Beziehungen zu internationalen Sängern und Sängerinnen von denen jetzt zur Geburtstagsfestivität gleich eine erlesene Auswahl ihr Bestes beisteuerte. Mit u.a. Klyive, Noreda Graves,
Lorenza Maluku, Donniele Graves, KB, Nadine Demetrio und Menoosha konnte sich die Liste der Gastkünstler mehr als sehen lassen. So blieben bei dieser Ausnahmefeierlichkeit wirklich keine Wünsche offen und das KUNSTWERK bestätigte wieder mal seinen Ruf als exzellente Live-Music Location. Das nächste Mal zu erleben am Faschingsfreitag.

In diesem Sinne, Allez Hopp und take care J.K.T

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