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Clubzone

Clubzone November 2021

   Fast hätte ja keiner mehr dran geglaubt, aber jetzt hieß es dann doch endlich: Willkommen zurück im Nachtleben, in Clubs und Diskotheken, auf Tanzflächen und vor Bühnen, kurz gesagt: in der Clubzone! Was sich da seit dem ersten Oktoberwochenende in Sachen Feierei und Party getan hat, hätte in dem Außmaß wohl so schnell niemand erwartet. Besonders zur Premiere erschien es mehr als nötig, dass die Stadtreinigung besonders im Epizentrum zwischen SOHO, BLAU und APARTMENT extra nächtliche Sonderschichten einlegen musste, um die Hinterlassenschaften der Feier-Massen zu beseitigen, die sich so manches Partyhighlight nochmal durch den Kopf gehen liessen. Nur allzu gerne würden wir hier jetzt noch über die zahlreichen Ausrutscher und Fehltritte lästern, doch leider gilt auch beim Neubeginn, wer sich erinnern kann, war nicht dabei. Von daher beginnen wir lieber mit Feiereien, die derart unvergesslich waren, dass sich trotzdem was ins Gedächtnis eingebrannt hat.

   Ganz besonders bitter wird unser Rückblick allerdings, wenn es um die Menschen geht, die aus unserer Mitte herausgerissen wurden. Gleich zwei Urgesteine mit Legendenstatus, können nicht mehr mit uns die Nacht zum Tage machen. Im Januar verstarb Michael „Micha“ Weber, der mit Sicherheit dienstälteste Wirt am St. Johanner Markt. Für viele Monate wurde die BRASS zur Andachtsstätte und es fanden sich immer wieder Bilder, Blumen und Kerzen davor. Nicht wirklich geringer war die Anteilnahme am unerwarteten Ende von Klaus „DJ Apex“ Radvanowsky. Selten schienen eine Szene, wenn nicht sogar einen ganze Stadt, derart mitgenommen von einem persönlichen Schicksal. Facebook und Insta versanken für Tage in einer Flut aus schwarzen Profilbildern. Bemerkenswert auch die Initiative der Saar-Linken für eine Umbenennung des Rondells im Bürgerpark, wo in den letzten Jahren Klaus‘ Kult-Party MOA – MAGNET OPEN AIR stattgefunden hatte, in „Klaus-Radvanowsky-Rondell“.

   Aber, die Show muss weitergehen, und wahrscheinlich hätten auch die, die uns verlassen mussten, es genau so gewollt. Also auf zu unserem üblichen Rundgang durch die Gemeinde und den starten wir just genau da, wo der legendäre „Micha“ seine Spuren hinterlassen hat. Denn die BRASSERIE in der Fröschengasse ist unter Neubetreiber Jürgen P. so richtig durchgestartet – und man glaubt es kaum, da wird jetzt auch getanzt! Die mittwöchliche HARD BRASS mit DJ Holgi ist nicht nur nachhaltigst wiederbelebt worden, sondern rockt jetzt zu ausgewählten Terminen die runderneute Kultlocation. Da soll noch mal einer sagen, in der einstigen Partymeile sei kein Leben mehr drin. Die Ecke sollte man echt im Auge behalten.

   Immer einen Abstecher wert ist auch THE LOFT am Fuße des Eschbergs. In erster Linie zwar als Schauplatz von Firmen-Events und größeren, privaten Feiern bekannt und geschätzt, werden da jetzt die Maßstäbe in Sachen Abfeiern zu Live-Musik ganz neu definiert. Schuldig, im positivsten Sinne, sind Elmar Federkeil und seine Loft Allstars Band, die monatlich einmal die LOFT SOULNIGHT in Brand setzen. Das Konzept ist nicht ganz neu, wurde so schon im KUNSTWERK und im HIRSCH gefeiert, konnte sich dort allerdings trotz – oder gerade wegen – großem Zuspruchs, nicht durchsetzen. Im THE LOFT gab es aber keine Hemmnisse und so wurde hier im Oktober, zu den Sounds der Gastkünstler Andrea Lopez und Klyive endlich wieder ohne Abstand und Masken auf den Tischen getanzt. Nicht nur für Freunde von handgemachter Msik ein echter Pflichtermin!   

   Jetzt aber ab in die Clubs – und nicht nur aphabetisch kommt da das APARTMENT ganz vorne. Mit dem REOPENING gleich am ersten Oktoberwochenende wurde das Spasslevel hier im ehemaligen CLUB NUMBER ONE auf ein neues Level gehoben! Altbekannte Apartment-Gänger und viele neugierige Studies sorgten für eine Schlange in absoluter Rekordlänge – und das die ganze Nacht lang. Trotzdem gingen alle mit unendlich Bock zu Werke, gleich ob bei bekannten Partykonzepten wie der TRAPSOUL oder bei brandheissen neuen Events wie MEMORIES und MODUS. Die DJs rissen das Apartment komplett außeinander und ließen die Gäste mal so richtig ausrasten zu den fettesten Beats. Die Club stand jede Nacht Kopf und man darf bezweifeln, ob dieses Partylevel überhaupt noch zu toppen ist. Da kann dann höchstens die AFTER WORK PARTY gelingen, die jetzt massiv aufgehübscht an den Start geht. Ab sofort gibt es die Ausnahmefeierei nämlich jeden Donnertsag und das auch schon ab 18.00 Uhr. Zu den bisgerigen DJ-Helden Gastgeber DJ Thomas und Kasimir werden sich noch Yannick Maurer, DJ Yves und DJ IceLow sowie in der neuen Electro-Lounge Ben Feld und die Wonderboys gesellen. Also, wir freuen uns auf den November im APARTMENT.

   Apropos Feierei auf höchstem Niveau: Freunde des gepflegten Ausnahmezustands kamen natürlich auch im SOHO im Oktober bei Veranstaltungen wie der regelmäßigen SOHO LOVES FRIDAYS oder den Knallerfestivitäten ZEITREISE, BLACKLIST und DAS BESTER DER 90er auf ihre Kosten! Außerdem war die standestgäße BEST OF SOHO wieder der Knaller. Einfach von allem das Beste! Wahnsinn was hier abging. Nicht nur erprobte Stammgäste, sondern auch neue Freunde und natürlich die SOHO Frischlinge feierten als gäbe es kein Morgen. Studentische Getränke und Eintrittspreise sorgten Woche für Woche für eine ausgelassene Stimmung und das SOHO DJ Team ließ die feiernde Meute auf der Tanzfläche richtig abgehen. Unbedingt selber vorbeikommen, denn es ist wirklich schwer, diese Eskalation in Worte zu fassen.

      Einen brutalen Kickstart hat auch das BLAU hingelegt. Das gilt natürlich auch für das neue CAFÉ BLEU, das schon seit August die nächste Ausbaustufe des einstigen Schwitzekellers eingeleitet hatte. Auch hier ist die ersten Wochen nach dem Neustart wieder mit bekannten Konzepten wie STUDINIGHT, DER UTOPISCHE DEUTSCHRAP TURNUP, JOURNEY und nicht zuetzt DER DONNERSTAG IST BLAU das Spasspedal wieder richtig durchgetreten worden. Keine Frage, auch die neu installierten Feierein wie LEMONADE und CULTURE hoben den Clubdino aus seinen Angeln. Wenn jetzt noch der FISH wiederbelebt wird, wissen wir ab sofort auch, wo Dienstags der place-to-be ist!

   Eines der bemerkenswertesten Ereignisse kam vom Ludwigskreisel. Unter dem Eindruck der tragischen Geschehnisse um Klaus „DJ Apex“ Radvanowsky hatte sich der MAUERPFEIFFER dazu entschlossen, alle Veranstaltungen abzusagen und ein ganzes Wochenende geschlossen zu bleiben. Eine Geste, die neben der eigenen Fassungslosigkeit, insbesondere Respekt und Achtung ausdrückt. Eine Aktion, die aller Ehren wert ist und die Verbundenheit der ganzen Szene mit einem ganz außergewöhnlichen Urgestein der elektronischen Musik zum Ausdruck bringt! Chapeau, MAUERPFEIFFER!

   Ganz zum Schluss noch ein Abstecher in die Gerüchteküche. Gerade eben noch vor Redaktionsschluß wurde aus, wie heisst es immer so schön, üblich gut unterrichteten Kreisen durchgesteckt, dass die KUFA auch im November durch eine RADIO SALÜ Ü30 Party, mit keinem Geringeren als DJ Kasimir an den Decks, wiederbelebt werden wird. Klingt nach einer super Idee und wir sind auf jeden Fall gespannt!

Take care!

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