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Clubzone

Clubzone März 2019

Na, das kann ja wirklich lustig werden! Wenn wir die Geschehnisse der letzten Wochen mal Revue passieren lassen und dann noch mit ins Kalkül nehmen, was die Gerüchteküche so in jüngster Zeit offenbarte, wird es auch in diesem Frühjahr genauso ungebremst und mit ordentlich Partyschmackes weitergehen wie bisher. Da war aber auch wirklich alles dabei: eine lang erwartete Eröffnung, Hammerbookings in Sachen Hip-Hop und Electronica, und die geballte Vorfreude auf Open-Air-Feiereien, die erste vorsichtige Vorboten ins Nachtleben unserer kleinen Metropole entsanden. Aber genug des Vorspiels, wir starten lieber gleich in unsere kleine Party-Rundreise durch einen ziemlich abgefahrenen Februar in unserer kleinen Metropole.

Eine richtig große Rolle spielten in den letzten Wochen mal wieder alle möglichen Gerüchte. Dieses Mal jedoch war ein bischen was anders, denn vor allem zwei Geschichten hatten doch ein gewisses Sensationspotential. Die erste Megaüberraschung entsprach dem guten, alten Motto „Totgesagte leben länger“, denn das ehrwürdige, einstige N8WERK bzw. GLORIA STAGES sorgt auf einmal wieder für massive Gespräche. Hintergrund ist die mögliche Wiederauferstehung der HARD ‘N‘ HEAVY Party und das schon im April! Der ehemalige N8WERK Betreiber Mike H. hat auch schon entsprechende Postings bei Facebook abgesetzt und damit natürlich eine Lawine ins Rollen gebracht. Ist der Kultladen, der jetzt fast ein Jahr leer steht, etwa doch noch wiederzubeleben? Zumindest wenn sich wenigstens 300 Leute für die Party anmelden, dann soll dieser Kult der härteren Gangart tatsächlich reaktiviert werden. Schon wenige Stunden nachdem der Post online war, hatten sich schon mehr als 100 Leute angemeldet und so können wir uns wohl auf ein ganz unverhofftes Revival freuen, wenn das denn wirklich alles so Hand und Fuß hat. Wir entstauben auf jeden Fall schon mal die Luftgitarren.

Die zweite Story schlug echt ein wie eine Bombe. Auch hierbei ging es um eine legendäre Location, nämlich den CLUB NUMBER ONE, bzw. mittlerweile ja APARTMENT. Was mussten da die müden Party-Äuglein zahloser Konfetti-Abhängiger auf einmal Mitte Februar lesen: das letzte Abendmahl? Tatsächlich verkündeten APARTMENT  Macher auf allen Kanälen: „Seit zwei Jahren geben wir alles und wurden trotzdem immer nur ausgebremst. Dadurch konnten wir das eigentliche APARTMENT Konzept nie wirklich umsetzen. Darunter musstet zum Teil auch ihr leiden. Wir haben die Schnauze voll! Deswegen wird es einen klaren Cut geben und wir feiern diesen Freitag das letzte Mal Apartment!“ Was um Gottes Willen geht denn da ab, fragte sich bei einem solchen Statement natürlich sofort die gesamte Club- und Partyszene unserer kleinen Metropole. Etwa das Ende des überaus angesagten Ladens? Doch glücklicherweise stellte sich schnell heraus: ja, es wird eine massive Zäsur geben, aber Gott sei Dank geht es weiter mit DJ Thomas und seinem Team. Und das ab sofort unter geänderten Vorzeichen denn mit sofortiger Wirkung ist die APARTMENT Gang Alleinherrscher im ersten Stock und muss keine kompromisse mit Teilhabern und Geschäftspartnern mehr eingehen. Das bedeutet nichts Geringeres als Vollgas, ab sofort und keine halben Sachen mehr. Da können wir wirklich alle sehr gespannt sein, was sich der Thomas da ausgedacht hat, denn bei der Energie, die er jetzt freisetzt, gibt es vielleicht sogar wieder einen neuen Namen. Auf jeden Fall brichte eine neue Ära an, auf die sich unsere kleine Partygemeinde so richtig freuen kann …

Davon unbenommen hat auch das „alte“ APARTMENT wieder mal mit massiver Partyeskalation auch in den lezten Wochen beeindruckt. Roter Teppich, eine riesige Menschenmasse und eine Schlange, die bis zu den Taxiständen der Dudweilerstraße reichte – lange bevor die Türen zur ZULU NATION im APARTMENT sich öffneten. Die Hip-Hop Party hat sich mit der Februargausgabe mal wieder selbst übertroffen. Nachdem die beiden Veranstalterinnen gemeinsam mit ihrem Promo Team unglaublichen Traffic auf Social Media erzeugten und Karten für Nicki Minaj und Juice World verlosten, stand bereits fest: das kommende Event wird den Rahmen komplett sprengen. Und so zog sich der Einlassstop wirklich über mehrere Stunden. Jeder, der den Weg ins APARTMENT schaffte, wurde für sein Warten belohnt. Mit einer Mischung aus Hip Hop, RnB und Trap blieben DJ Kasir, DJ Dr.Bo und DJ Fresh Prince bis um siebn Uhr morgens ihrem Motto „Back to the Roots“ treu. Die beiden Veranstalterinnen Chiara G. und Martha B., beide am gleichen Tag Ende April geboren widmen die nächste ZULU NATION getreu des amerikanischen Konzepts ihrem gemeinsamen Geburtstag. Die Birthday Bash Party wird bereits um elf Uhr starten und das Team hat einige exklusive Specials für euch vorbereitet.

Was war das denn schon wieder für ein Abriss in der TANTE MAJA? Dass die Jungs von HEARTBEATS feiern können, ist ja mittlerweile bekannt. Aber im Februar ist es erneut eskaliert. Die MAJA stand Kopf und wurde von den knapp 300 Party-People komplett auseinander genommen. Obwohl auf 2 Etagen gefeiert wurde, war der Laden voll bis unters Dach und glich einem Tollhaus. Das Thekenpersonal war definitiv am Ende seiner Kapazität, hat aber immer alle Wünsche prompt erfüllen können Besonders wild war es auf dem oberen Floor mit DJ Lieutenant Mauser und PhilGood, die wieder alles spielten, was die 80er/90er/2000er zu bieten hatten! Und der Cremant floss natürlich auch mal wieder in Strömen. Im unteren Bereich brannten die Heartbeats-Macher und Gute-Laune DJs Splash&Snow ein wahres House-Feuerwerk ab. Die Beiden hatten aber auch einen fantastischen Tag an den Turntables und hielten das stadtbekannte Publikum bis in die frühen Morgenstunden auf der Tanzfläche. Da konnte aber auch wirklich keiner stehen, geschweige denn ruhig sitzen bleiben. Wahnsinn! Wer von der nächsten Heartbeats-Party nicht immer nur lesen möchte, sollte sich jetzt schon den Apriltermin fett im Kalender eintragen. Denn dann wird der 4.Geburtstag gefeiert und zwar so richtig: Als Party-Location wurde hierfür extra das ehemalige 6NULL3 in der Mainzer Straße ausgewählt – heute nennt sich der Club allerdings STUDIO 30. Doch damit nicht genug: Auf dem unteren Floor wird es an diesem Tag ein Linie6-Revival mit Dr. DJ geben. Das lassen wir uns nicht entgehen!

Und bleiben wir doch noch einen Moment im STUDIO 30. Wieder mal richtig Leben ist hier im ehemaligen 6NULL3 / SECRET im Basement des Johannishofs eingekehrt. Mit der Geburtstagssause von Cherrylinas Sängerin Nicky Beat ist im STUDIO 30 im Februar eine hochinteressante Mischung aus Studio und Livemusik-Party durch die Decke gegangen. Vor allem die beiden Live-Gigs von den Cherrylinas und The Apemen brachten für alle Gäste und Musiker richtig viel Spaß. Bei so viel positiven Resonanz wurde offensichtlich, dass es für die Macher um David L. sehr viel zu tun gibt, die so hoch gelegte Feierlatte in Zukunft immer zu erreichen Kurz gesagt, es sollte immer das geliefert werden, was Gäste wie Musiker verdient haben, dann müssen wir uns um die wirklich tolle Location keine Gedanken machen.

Auch im SOHO lief der Februar genau so kunterbunt ab, wie alle anderen Monate bisher. Einen schönen Start legte die Mash-Up Party und Studentenparty SOHO FRIDAYS hin, welche in Studienkreisen auch als Erholungsprogramm in der Klausurenphase bekannt ist. Die Woche drauf hieß es BACK TO THE ROOTS und das SOHO feierte Oldschool Hip Hop und House Beats – all night long natürlich. Am Tag darauf war es endlich soweit, der Club wurde zum Stadion verwandelt und es hieß 10 JAHRE HELLWIGSTADION. Hinblickend auf das Ende des Monats packte das SOHO selbst auch nochmal zwei Knaller aus: Mit der ZEITREISE startet man im Jahr 1990 und fliegt bis 2019! Wem das Ganze eine zu lange Reise war, der wurde dann mit der legendären SOHO 90ER PARTY glücklich. Man kann definitiv sagen, der Laden hatte wieder für jeden etwas zu bieten!

Weiterhin eine echte Ausnahme im bunten Reigen des Nachtlebens der Landeshauptstadt ist seit ein paar Jahren das BORSALINO an der Ecke Gerber- und Bleichstraße. Fast schon wie in einer ganz anderen Welt scheint hier die Zeit stehen geblieben zu sein. Gerade jetzt zum Fastnachts-Auftakt wurde hier zu verschiedenen Mottos die Nacht zum Tage gemacht und in den frühen Morgenstunden schon mal der ein oder andere Twist auf das Parkett gelegt wurde. Besonderen Anteil am Erfolg des Tanzcafés haben die beiden erfahrenen Chefinnen, die sich jedes Wochenende höchstpersönlich um das Wohl der Kundschaft kümmern und sei es auch nur indem sie immer wieder mit Raritäten aus dem Plattenschrank beeindrucken. In dem charmanten Tanztreff mitten in der Stadt wird nach wie vor allem auf ein zeitloses Musikprogramm mit den Eckpfeilern Chanson, Schlager und Oldies gesetzt. Das soll aber nicht bedeuten, dass nun gar keine aktuellen Hits zu Gehör gebracht werden – was die Gäste wünschen und was zur angenehmen Atmosphäre passt, wird auch gespielt. Und die Wünsche sind genauso bunt gemischt wie das Publikum, das sich aus Erwachsenen jeden Alters zusammensetzt. Bleibt also nur zu hoffen, dass sich die Dinger hier weiterhin so erfreulich entwickeln und dieser Treffpunkt abseits der Mainstream-Diskotheken weiter viele neue Freunde findet.

Sich immer wieder neu erfinden hat im BLAU ja durchaus Tradition. Kaum ein anderer Laden in Saarbrücken bringt dankenswerterweise so oft neue Konzepte und Ideen an den Start wie der blaue Schwitzekeller. Jetzt wurde Ende Februar der dienstägliche FISH einmal auf links gedreht und sehr clever generalüberholt. Herausgekommen ist dabei die FISHBAR, die ab sofort die blaue Woche eröffnet. Und das zudem an neuer Stelle, denn die FISHBAR hat die Lounge im BLAU zu ihrem Partyrevier gemacht. Hier geht es jetzt jeden Dienstag zur Sache, natürlich unter der bewährten Federführung von DJ Moh und seinem Team. Ach so, das Wichtigste dabei fast vergessen: der ganze Spaß zukünftig ohne Eintritt! Schon in den Semesterferien jetzt im März darf mit ersten Ausnahmezuständen gerechnet werden – und das ist auch gut so.

Ende Februar brach die geballte Fastnachts-Feier-Eskalation aus. Der absolute Höhepunkt am Faschingsdonnerstag war, wie nicht anders zu erwarten war, die WEIBERFAASENACHT in der CONGRESSHALLE unter dem Motto DIE GOLDENEN ZWANZIGER Himmel und Menschen stapelten sich bei bester Laune bei, gemeinsam mit dem PREMABÜBA, Saarlands größter Faschingssause, dieses Jahr unter dem gemeinsamen Motto der Roaring Twenties. Kippen ohne umzukippen war hier gar kein Problem, denn die Halle platzte aus allen Nähten und so war vielerorts umfallen schlicht gar nicht möglich. Aber das wollte ja auch gar keiner, denn es war wieder ein absolutes Highlight und vielleicht sogar der mit Abstand amüsanteste Weg in die Hallen-Faasenacht in Saarbrücken zu starten. Die WEIBERFAASENACHT ist ja längst aus dem Schatten des PREMABÜBA herausgetreten und steht dem weder in Sachen Besucherzahlen und erst recht nicht was die Stimmung angeht in nichts nach. Der Schuldige hierfür war auch schnell gefunden: sämtliche DJs und Livebands gaben ihr Bestes und das bunt kostümierte Publikum hielt locker mit. Kein Wunder also, dass der Faasend-Donnerstag in der Congresshalle mittlerweile als absolute Pflichtveranstaltung gilt. Ob der PREMABÜBA am ersten Märzsamstag da noch einen draufsetzen konnte, können wir erst in der nächsten Ausgabe berichten.

Ganz zum Schluß noch eine Meldung aus der Rubrik „Was macht eigentlich …?“. Wie der Phoenix aus der Asche hat sich jetzt kein Geringerer als Roland B. wieder am Tresen zurück gemeldet. Der Mann hat ja in der Vergangenheit mit GARAGE, SYNOP, NUMBER ONE, HOME und und und schon reichlich Beiträge zur Saarbrücker Spaßgesellschaft geliefert. Jetzt hat er sich allerdings ein klein wenig Abstand zum Zentrum der Eskalationen gegönnt und in Jägersfreude den HOLZHAUSER übernommen. Das Traditionsgasthaus hat allerdings mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick vermuten würde, aber bei Roland dürfte da ja niemanden ernsthaft überraschen. Neben sehr leckerer Küche wäre da auch noch die hauseigene Kegelbahn, die für reichlich Zeitvertreib sorgen dürfte. Der Knaller aber ist der große Ballsaal nach hinten raus, der durchaus auch für Konzerte und größere Festivitäten geeignet scheint. Wäre kein Wunder, wenn Roland da nicht auf Ideen käme …

In diesem Sinne, und take care

J.K.T

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