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Januar ist Ophüls-Zeit Empfehlung

Januar ist Ophüls-Zeit

Das Max-Ophüls-Festival zählt seit 37 Jahre zur festen Institution in Saarbrücken. Umso erschreckender, dass bereits bei der Eröffnung gemunkelt wurde, es sei die letzte Ausgabe des Festivals. Das Gerücht verbreitete sich wie ein Lauffeuer und zur Wochenmitte berichteten bereits überregionalen Medien davon. Wenn sich bereits Focus und Bild um diese „News“ reißen, muss wohl ein bisschen Wahrheit dran sein. Sei es drum: Der Eröffnungsfilm „Das Wetter in geschlossenen Räumen“ sowie der Ehrenpreis an Regisseur Nico Hofmann legten den Grundstein für eine fulminante Woche.

Peinliche Moderation: Gabriella Bandel wird gebeten, zu „Proud Mary“ an ihrer Bühnenpräsenz zu arbeiten. 

 

Maria Furtwängler im schwarzen Jumpsuit mit Ehrenpreisträger Nico Hofmann..

 

Maria Furtwängler verliert während ihrer Laudatio an Nico Hofmann den Faden

 

Marcel Ophüls lauscht gespannt der Laudatio“

 

Schöne Aussicht: Gabriella Bandel und Maria Furtwängler in Richtung Kinosaal

 

Im Selfie-Wahn: Detlev Buck und Zick-Zack-Cilly 

Dass die künstlerische Leiterin Gabriella Bandel bereits zu Beginn der Eröffnung auf Wunsch des Moderators zu Tina Turners „Proud Mary“ an ihrer Bühnenpräsenz arbeiten sollte, sorgte zwar für höfliche Lacher, aber eigentlich fragte sich wohl jeder „Wer hat diesem Florian Silbereisen-Verschnitt als Moderator eigentlich eine solch blöde Idee eingeimpft?“ Ganz Profi spielte die zauberhafte Gabriella das Spielchen etwas irritiert mit. Hätte wohl jeder so gemacht! Etwas ins Straucheln kam dann auch Maria Furtwängler, die die Laudatio auf Regisseur Nico Hofmann halten sollte. Sie verlor schlicht und ergreifend den Faden und hatte einen üblen Black-Out. Zuerst glaubte man an eine Inszenierung, denn besonders in diesen Minuten betrachtete man sich Frau Furtwängler genauer und musste neidlos anerkennen: Die Frau hat mit Ende 40 eine Figur, dass einem als Frau vor Neid ganz schwindelig wird! In diesem schwarzen Einteiler erinnerte die Schauspielerin eher an Catwoman als an eine Humanmedizinerin, denn das hat die Tatort-Kommissarin erfolgreich studiert.

Studiert hat auch Marcel Ophüls, nämlich an der University of California sowie an der Sorbonne in Paris. Als Ehrengast und einziger Sohn von Regisseur Max Ophüls verriet der erfolgreiche Dokumentarfilmer, er schaue privat am liebsten Tierdokumentationen, da er Tiere viel lieber hätte, als Menschen. Mit diesem wunderbaren Statement berührte der 88jährige nicht nur mein Herz, sondern ließ für einen kurzen Moment alle großen Reden an jenem Abend erst mal in den Hintergrund treten.  

 

 

Christian Friedel (Woods of Birnam) und Melanie Hartmann

 

Lolas Bistro dieses Jahr im Gloria

 

Schauspieler unter sich: Michele Marotta und Sebastian Müller-Bech, Regisseur & Drehbuchautor des Kurzfilmes "Eingewandert". 

 

Auf so einem Festival unterwegs zu sein, erinnert an eine Mischung aus Zirkus und Messe. Überall, wo man steht und geht, befindet man sich in einer Art Manege und wenn man abends die Taschen ausleert, fallen erst mal an die dreißig Visitenkarten raus. Bis jetzt bin ich noch nicht dazu gekommen, mir die ganzen Karten genauer anzusehen. Aber wenn ich mich an all die Gespräche erinnere, müssen ein paar wichtige Persönlichkeiten darunter gewesen sein: Schauspieler am Broadway hier, Drehbuchautoren für wichtige Kassenschlager da. Wenn man es sich nicht zur Aufgabe gemacht hat, den ganzen Tag Filme zu gucken, trifft man auf den ganzen Partys abseits der Kinos schon eine Menge verrückter, aber auch interessanter Menschen. Ich traf einen Orgel-Professor, einen Fotografen, der gerne nackte Sportlerinnen fotografiert und ich traf Christian Friedel, Sänger und Schauspieler, der im Übrigen meine Liebe zu Fleetwood Mac teilt. Friedel ist Sänger der Band „Woods of Birnam“, die beim diesjährigen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest am Start sind. Außerdem spielte er schon an der Seite von Matthias Schweighöfer in „Russendisko“ und in Filmen wie „Das weiße Band“. Er meinte allerdings, die Musikbranche sei wesentlich härter als die Schauspielerei, weshalb er sich ganz einfach in beiden „Manegen“ einen Platz geschaffen hat. Apropos Platz: Lolas Bistro residierte dieses Jahr im Gloria-Palast (Ex-N8-Werk). Da die Gerüchteküche ohnehin schon die ganze Woche brodelte, mutmaßte man auch hier schnell: Angeblich sollen die Veranstalter sich zu spät für Lolas Bistro in der Garage angemeldet haben, so dass in der Kürze der Zeit eine Reservierung nicht mehr möglich war. Somit musste eine Ausweich-Location gefunden werden und diese fand sich schlussendlich im Gloria. 

 

Jury Kurzfilm: Max von Thun, Franzi Aigner, Hans W. Geißendörfer (v.l.n.r.)

 

Jury Spielfilm: Lothar Hellinger, Gustav Peter Wöhler, Désirée Nosbusch, Lisa Martinek, und Simon Jaquemet (v.l.n.r.)  

 

Gabriella Bandel sichtlich gerührt

 

Hans W. Geißendörfer und Max von Thun

 

Jonas Rothlaender gewinnt für FADO den Preis der saarländischen Ministerpräsidentin


Nachdem die Gerüchteküche ja bereits am Anfang der Woche zu brodeln begann, ähnelte diese zum Ende hin einem Vulkan kurz vorm Ausbruch. Da standen plötzlich Gespräche im Raum, man hätte Gabriella Bandel quasi zum Gehen gezwungen und es wäre bis zum heutigen Tage kein entsprechender Nachfolger gefunden. Traurig wäre es allemal, wenn man ein solch bedeutendes Festival einfach sterben ließe. Freitag ging es aber dann trotzdem gut gelaunt zum Empfang der Saarland Medien in der Wandelhalle der Basilika. Dort traf man dann auf alles, was Rang und Namen und vor allem irgendwas mit dem saarländischen Tatort zu tun hat. Devid Striesow mit Brille und Lässig-Look nebst einem etwas überfordert wirkendem Dr. Gerd Bauer, der uns beim „Feiern und Essen nicht unterbrechen wollte“, aber trotzdem beherzt an Mikrofon trat und seine Rede schwang. Darüber hinaus wurde der Film „Volt“ von Tarek Ehlail vorgestellt. Ein düsterer Streifen mit viel Geballer, aber Potenzial. Zum Abschluss des diesjährigen MOP wurde es dann richtig sentimental und ganz ehrlich: Auch ich finde es sehr schade, dass eine so tolle Frau wie Frau Bandel das Ophüls-Festival verlässt. Mein persönliches Highlight war übrigens der Preis an den Film „Fado“ von Jonas Rothlaender. Bleibt mir nur zu sagen, dass es mir wieder eine große Ehre war, auf dem diesjährigen MOP unterwegs zu sein und ich hoffe inständig, es wird auch im nächsten Jahr wieder blaue Herzen regnen.

 

Fotos: Melanie Hartmann, Sebastian Woithe, Oliver Dietze

Letzte Änderung amDienstag, 16 Februar 2016 04:29
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