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Kino & Filme

Das Ende ist erst der Anfang

Gilou und Cochise fahren mit ihrem Pick-Up durch endlose Weiten. Sie sollen ein verlorenes Handy mit sensiblen Informationen orten und ihrem Auftraggeber aushändigen. Das Handy ist mittlerweile im Besitz von Esther und Willy, einem Paar, das nicht nur verliebt ist, sondern auch auf der Flucht. Und dann ist da noch ein merkwürdiger Mann, der sich Jesus nennt und seltsame Wundmale an den Händen trägt. So karg die Landschaften, so skurril sind die Leute und so lakonisch die Dialoge. Mord begegnet Moral, Zweifel trifft auf Hoffnung und Gewalt auf Glaube. Regisseur Bouli Lanners überrascht dabei immer wieder mit einem unerwarteten Blick auf seine Charaktere, die sich allesamt am Rande der Gesellschaft bewegen. Zwei sich liebende Außenseiter auf der Flucht. Zwei Auftragskiller auf ihren Fersen. Es fallen viele Schüsse. Und doch ist der Film vor allem eines: ein eindringliches Plädoyer für Mitmenschlichkeit. Mit großartigen Bildern weiter Landschaften und bevölkert mit liebenswert hoffnungsfrohen Charakteren, begibt sich dieser apokalyptische Neo-Western auf eine Reise, an deren Ende alle belohnt werden, denn wie bereits eine der Filmfiguren bekennt: „Das Leben besteht aus mehr als nur aus Atmen.“
OT: Les premiers, les derniers F, B 2016 – Komödie, Krimi
Regie: Bouli Lanners (Eldorado)
Drehbuch: Bouli Lanners (Kleine Riesen)
Darsteller: Albert Dupontel (Mathilde – Eine große Liebe), Bouli Lanners (Ich bin tot, macht was draus), Suzanne Clément (Mommy), Michael Lonsdale (James Bond 007 Moonraker), Max von Sydow (Der Exorzist)
Länge: 97 Minuten
Kinostart: 11. Mai 2017
Läuft wo: CameraZwo Saarbrücken
Wertung: 9 von 10

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