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Titelstory

Eine Katze macht Fotos

Die preisgekrönten Arbeiten der angehenden Fotografiemeisterin Elena F. Barba sind immer mehr als nur Abbild der Realität – und ihre Bilder sagen wirklich mehr als tausend Worte. So auch diese ganz besondere Serie mit traumhafter Herbststimmung.

Elena F. Barba, auch bekannt als „die Katze“ ist Jahrgang 1993. Seit 2010 fotografiert sie „ernsthaft“ und absolvierte eine Ausbildung zur Fotografin, die sie 2015 als „Erste Landessiegerin“ abschließt. Aktuell in der Ausbildung zur Fotografenmeisterin macht sie sich im April 2017 als fotografisches. „Mädchen für alles“ mit ihrem eigenen Fotoatelier selbstständig. Auch wenn ihr Portraits besonders am Herzen liegen, beeindruckt sie ein ums andere Mal mit ihrer Vielseitigkeit. Aber am besten lassen wir die Künstlerin selbst zu Wort kommen:

Ich würde mich selbst als kreativen Wirrkopf betiteln. Manchmal habe ich so viele Dinge gleichzeitig im Kopf, dass ich auch gedanklich hin und herspringe. Dann sortiere ich mich kurz und danach geht es dafür umso fokussierter weiter. Mit viel Liebe zum Detail, arbeite ich besonders gerne mit Spiegelungen, Licht und Schatten. Da darf es gerne auch hart werden in den Kontrasten und Tiefen.

Wenn ich gefragt werde, was ich am liebsten fotografiere, muss ich gestehen, dass ich es liebe, wenn ich Hochzeiten fotografisch begleiten darf. Da gibt es so viele Motive und verschiedenen Situationen, die es einzufangen gilt und auch so viele Faktoren, die den gesamten Verlauf des Tages beeinflussen können. Da wird es nie langweilig, denn jedes Brautpaar ist individuell und anders. Hier gehört auch, abgesehen von der richtigen Kommunikation, eine dicke Portion Einfühlungsvermögen dazu, um dem Brautpaar das bestmögliche Ergebnis zuliefern, gerade während des Paarshootings. Dabei geht es mir weniger um das perfekte „instagramtaugliche“ Foto, als vielmehr um echte Emotionen und die kleinen, feinen Gesten und Blicke zwischen dem Paar. Das ist auch der Grund, weshalb ich meinen Paaren lieber kleine „Aufgaben“ gebe, anstelle ihnen irgendwelche Posen vorzugeben. Am liebsten mit etwas Bewegung, wenn es denn passt. Hier konzentrieren sich die Fotografierten auf ihr Gegenüber, anstatt auf mich, was es besonders kamerascheuen Personen einfacher macht, sich natürlich zu geben.

Bei einer Hochzeit bin ich gleich auf zwei Arten unterwegs. Einerseits versuche ich mich so gut es geht unsichtbar zu machen, sodass auch hier möglichst echte Bilder entstehen können und keiner meint posen zu müssen. Andererseits bin ich gerne mittendrin statt nur dabei. Gerade wenn es später wird und mehr und mehr die Partystimmung aufkommt, sieht man mich mit den Gästen auf der Tanzfläche. Was ich da mache, kann man zwar nicht tanzen nennen, denn ich wackele während des Fotografierens mehr von links nach rechts, aber die Gäste finden es ziemlich witzig, wenn die Fotografin nicht „nur“ Dienstleisterin ist. Wenn ich mich selbst nicht so ernst nehme und vielleicht sogar ein kleines bisschen zum Affen mache, entspannen sich auch die Gäste eher mir gegenüber und haben nicht mehr die oft erwähnte Angst vor dem Fotografen.

Außerdem mag ich auch Kinder besonders gerne. Wer mich kennt oder einmal mit Kindern gesehen hat, weiß, was ich meine. Egal wie klein oder groß, mit Kindern, Babys und Neugeborenen kann ich gut umgehen. Bei Kindern gefällt mir sowohl die natürliche, als auch die inszenierte Fotografie. Mit ein paar kleinen, auch persönlichen Accessoires kann man den Bildern eine ganz eigene Note verleihen. Egal ob im Atelier, beim Kunden zu Hause oder draußen. Hier gibt es so gut wie keine Grenzen.

In der Berufs- und in der Meisterausbildung war es mein Ziel, ein möglichst breites Spektrum an fotografischen Genres abzudecken. Für mich ist es auch der gewisse Reiz, den die Fotografie mit sich bringt. Da kann man sich selbst und den eigenen Bildstil stets neu erfinden. Mir wäre es auch zu langweilig, wenn ich mich nur auf ein oder zwei Genres spezialisieren würde. So bekomme ich immer neuen Input und Eindrücke aus verschiedenen Bereichen, die bei Bedarf kombiniert werden können. Ich lebe nach dem Motto „Stillstand bedeutet Rückschritt“, deshalb versuche ich mir Jahr für Jahr neue Aufgaben zu stellen, um immer wieder etwas dazu zu lernen und andere Perspektiven zu entdecken; sei es ein bestimmtes Thema umzusetzen, eine besondere Aufnahmetechnik oder neue Arbeitsweisen. Ob meine Fotografie Kunst ist, weiß ich nicht. Ich schätze mal es ist dann Kunst, wenn der Betrachter daran hängenbleibt und die Bilder etwas beim Betrachter auslösen oder eine Geschichte erzählen. Wenn man von den Bilder berührt wird oder überlegt, was die Intension hinter dem Bild war, dann ist es Kunst.

 

Web:   elenabarba.de

Insta:   elemabarba_photo

Facebook:   Fotoatelier Elena F. Barba

 

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