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Titelstory

Entscheidungen, Chancen und der Ernst des Lebens

Schwerpunkt Beruf und Ausbildung: Die Entscheidung über den künftigen Berufsweg gehört zu den entscheidenden Abschnitten im Leben, aber mit der Freude über den gerade vollbrachten Schulabschluss geht auch die Qual der Wahl einher. Wir geben nicht nur einen Einblick in die Gedanken dreier frischgebackener Abiturienten, stellen als Gesicht des Monats einen Start-Up Unternehmer vor, sondern bieten auch einen Überblick über nützliche Angebote der Agentur für Arbeit – natürlich zeitgemäß als App.

Abi geschafft – was nun?

Das Abitur ist endlich geschafft, der Abschlussball mehr oder weniger elegant über die Bühne gebracht und die Abifahrt nach Lloret de Mar oder nach Rimini hatte es mit langen Partynächten durchaus in sich. Und nun? Beginnt jetzt der „Ernst des Lebens“? Wir haben Lucia (19), Béla (18) und Chantal (17), nach ihren Träumen, Plänen und Wünschen für die Zukunft gefragt.

L!VE: Euch allen erst einmal herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Abitur! Die ersten Wochen nach den Prüfungen liegen jetzt hinter euch. Wie habt ihr sie verbracht und wie sieht euer Programm für die nächste Zukunft aus?

Lucia: Nach dem Abi habe ich mich erst mal ein bisschen entspannt und meine neu gewonnene Freiheit genossen. Ich war im Urlaub in Griechenland und auf ein paar Festivals und ich habe Zeit zuhause auf der Couch mit binge-watchen verbracht. Jetzt bin ich noch ein paar Wochen in Saarbrücken und fliege dann für einige Monate nach Vietnam für ein Praktikum. Ich arbeite bei einer deutschen Schuhfirma, die dort ihren Entwicklungsstandort hat. Da habe ich die Möglichkeit, eine komplette Entwicklungsphase zu erleben, von der Idee bis zum fertigen Musterexemplar. Die neue Kollektion wird dann im Januar in Deutschland präsentiert.

Béla: Ich hab erst mal richtig Party gemacht! Die Abifahrt ging nach Bulgarien an den Goldstrand, das war richtig cool. Jetzt arbeite ich für ungefähr drei Monate bei der ZF, um Geld für Reisen zu verdienen. Ich möchte nächstes Jahr gerne nach Australien und Bali und zum Abschluss vielleicht noch chillen auf einer griechischen Insel.

Chantal: Nach der Abifahrt nach Nîmes, die total Spaß gemacht hat, brauchte ich erstmal Urlaub. Ich bin mit meiner Familie in unser Ferienhaus gefahren, auch in Südfrankreich. Die Entspannung war dringend nötig. Dann bin ich durch Deutschland gereist und habe Internatsfreunde besucht. Im Oktober beginnt mein Praktikum in München bei einer Kosmetikfirma und nebenbei mache ich den Führerschein. Danach bin ich mir noch nicht sicher, was passiert. Vielleicht gehe ich ins Ausland oder mache ein Praktikum im sozialen Bereich.

 

L!VE: Und wie sieht´s mit der Karriere aus?

Lucia: Ich bleibe nach meiner Rückkehr aus Vietnam wahrscheinlich erst einmal in Saarbrücken und suche mir einen Job, um ein bisschen Geld zu verdienen. Im Herbst 2020 möchte ich dann Entwicklungs- oder Textilmanagement studieren, am besten dual.

Béla: Ich hoffe, dass ich einen Studienplatz für Psychologie bei der Bundeswehr bekomme. Am liebsten würde ich in München studieren. Die Ausbildung bei der Bundeswehr interessiert mich einerseits, weil der NC für Psychologie nicht so hoch ist und außerdem der Sport dort sehr gefördert wird. Außerdem interessiert mich der Umgang mit Waffen. Nicht dass ich Leute erschießen möchte! (lacht) Mich reizt aber die militärische Ausbildung und auch die Kameradschaft und der Zusammenhalt untereinander.

Chantal: Ich bin mir noch unschlüssig, aber wahrscheinlich werde ich Jura studieren, da mir dieser Studiengang nach dem Abschluss ein breites Spektrum an Arbeits- und Karrieremöglichkeiten bietet.

 

L!VE: Wo seht ihr euch in zehn Jahren?

Lucia: Wenn alles gut läuft, arbeite ich in einer guten, gerne auch internationalen Schuh- oder Modefirma, bei der ich hoffentlich nicht nur im Büro sitze, sondern auch die Welt sehen kann. Alles andere nehme ich, wie es kommt.

Béla: In zehn Jahren bin ich hoffentlich Offizier bei der Bundeswehr.

Chantal: Das finde ich sehr schwer zu beantworten. Wer weiß, wie sich die Welt in den nächsten zehn Jahren verändern wird? Ich hoffe, dass ich in einem Job bin, der mich glücklich macht und dann vielleicht auch Kinder bekomme.

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