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Kino & Filme

Florence Foster Jenkins

Manch einer mag sich noch an die französische Tragikomödie „Madame Marguerite oder die Kunst der schiefen Töne“ erinnern, wenn er Florence Foster Jenkins sieht. Erzählen doch beide Filme nahezu das gleiche, nämlich die wahre Geschichte einer legendären ebenso reichen wie exzentrischen und doch liebenswürdigen New Yorker Erbin. Geradezu zwanghaft verfolgt sie ihren Traum, eine umjubelte Opernsängerin zu werden. Die Stimme, die sie in ihrem Kopf hört, ist wunderschön – für alle anderen klingt sie einfach nur grauenhaft. Ihr Ehemann und Manager, St. Clair Bayfield, ein englischer Schauspieler von Adel, ist entschlossen, seine geliebte Florence vor der Wahrheit und Lächerlichkeit zu beschützen und engagiert zum Üben den Pianisten Cosmé McMoon (hinreißend gespielt von Simon Helberg, den meisten bekannt als kauziger Ingenieur Howard Wolowitz in der TV-Serie „The Big Bang Theory“). Als Florence aber beschließt, ein öffentliches Konzert in der Carnegie Hall zu geben, muss sich St. Clair seiner größten Herausforderung stellen. Hinreißend komisch, voll echtem Gefühl und hoch unterhaltsam erzählt Stephen Frears nicht nur die Geschichte einer unkonventionellen, sehr modern interpretierten Ehe sondern auch der Erfüllung eines Lebenstraums. Meryl Streep wurde in „Mamma Mia“ noch dafür gelobt, dass sie keinen einzigen falschen Ton getroffen hat. Die Art jedoch wie sie hier an den Tönen bewusst vorbei trällern muss, scheint fast die größere Herausforderung gewesen zu sein, aber auch diese meistert sie gewohnt bravourös.
USA, GB 2016 – Komödie, Drama, Biopic
Regie: Stephen Frears (Philomena)
Drehbuch: Nicholas Martin (Inspector Barnaby)
Darsteller: Meryl Streep (Die eiserne Lady), Hugh Grant (Notting Hill), Simon Helberg (The Big Bang Theory), Rebecca Ferguson (The Girl on the Train), Nina Arianda (Midnight in Paris), Christian McKay (Me & Orson Welles)
Länge: 111 Minuten
Kinostart: 24. November 2016
Läuft wo: Cinestar Saarbrücken
Wertung: 8 von 10

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