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Saarländer im Portrait

Gesicht des Monats: „Freaky“ Jörn Dreßler

Freaky Jörn“ gehört mit Sicherheit zu den schillerndsten Figuren, die das Saarland zu bieten hat. Gleich ob als Musiker, Texter & Komponist, als Coach für Solokünstler, Bands, Tonstudios & Musikschulen oder als freier Journalist, Moderator und Reporter für den SR, macht er seit gut 20 Jahren von sich reden. Unverkennbares Markenzeichen dabei vor allem die prächtigen Dreadlocks, doch jetzt die Sensation: die Haare sind ab! Das wirft Fragen auf:

Mal ehrlich, das ist doch jetzt im Herbst ganz schön kalt auf’m Kopf oder?

„Naja, sagen wir mal so: die Dreads waren schon auch nützlich. Mit ihnen hätte ich garantiert nicht so oft zurück zum Auto laufen müssen, um einen Mund/Nasen-Schutz zu holen.“

 

Wie kam es denn überhaupt zu dem Entschluss zur Schere zu greifen?

„Das war in der Tat ein eher schleichender Prozess. Aber ein paar Dinger haben mich schon hart gestresst und angetrieben. Zum Beispiel die derben Kopf- und Nackenschmerzen, der immer dünner werdende Haaransatz, die ewig nassen Zöpfe und natürlich die immer wiederkehrende Frage: Sah mo, wie gried ma dann so Zepp do?“

 

Wie lang hat es gedauert, bis Du Dich an das Gefühl gewöhnt hattest, dass da nix mehr ist?

„An dem Abend des Musikvideodrehs, in welchem mir Frauenhände meine Zöpfe abschneiden, musste ich noch auf eine Geburtstagsfeier. Als ich am nächsten Tag um 6 Uhr 30 nachhause kam, war meine Metamorphose komplett abgeschlossen und angenommen worden. Zumindest von mir.“

 

Hat, sich von dem Zusatzgewicht befreit, irgendwas an Deiner Körperhaltung geändert oder gar an Deiner Bühnen-Performance?

„Die Dinger hatten echt Gewicht, vor allem im Schwimmbad. Dadurch habe ich mir eine Nackenmuskulatur antrainiert, mit welcher ich garantiert bei einem Kopfballeinsatz auf‘m Platz auffallen würde – wenn ich kicken würde. Zur Bühnenperformance kann ich leider Gottes nichts sagen, ich stand dieses Jahr noch auf keiner Bühne. Und ich stand noch nie, so lange nicht auf einer Bühne – Das Gefühl bereitet mir wirklich schlaflose Nächte…“

 

Steht zu befürchten, dass Du Dich jetzt auch noch von Chucks und Tubesocks trennst?

Genau, ab jetzt nur noch Nadelstreifenanzug, Mokassins ohne Socken und Gel-Kopp. Auf keinen Fall! Denn meine Tattoos, das Tragen von Chucks, Vans, Tubesocks und sonstiges, ist ja kein Festhalten an vergangene Skaterzeiten oder gar ein Aushängeschild meiner Nu-Metal-Zugehörigkeit. Es ist für mich eher der Ausdruck meiner lebensbejahenden, positiven Grundeinstellung. Und die bleibt!“

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