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Konzerte & Co

Hallo Faber. Guten Tag!

Auf seinem Debütalbum „Sei ein Faber im Wind“ verwandelt der Zürcher Songschreiber Faber vermeintlich Profanes in Wahrhaftigkeit. Faber ist keiner für Leute, die bei Faber an Sekt denken und Max Frisch nie gelesen haben. Faber ist mit den alten sizilianischen Volksliedern aufgewachsen, er liebt Truba, die coolen Chanson-Franzosen, Polka, aber auch Folk und Nuancen aus den alten amerikanischen Stilen. Bevor Faber in der Garage in Saarbrücken gastieren wird, gab es für unseren Musik-Chef Jörn Mundanjohl die Möglichkeit, mit dem Künstler Vorab zu sprechen:

L!VE: Hallo Faber. Guten Tag! Du hast gerade Dein Debüt-Album „Sei ein Faber im Wind“ veröffentlicht und startest nun ab Ende Oktober eine Tournee durch Deutschland, bei der bereits viele Termine ausverkauft sind.
Faber: Genau. Wir starten am 23.10.2017 mit einem bereits ausverkauften Konzert in Berlin und kommen dann Anfang November auch zu euch nach Saarbrücken in die Garage.

L!VE: Du warst erst vor Kurzem im Saarland.
Ja, genau. Ich bin in diesem Jahr auf eurem großen Festival in Püttlingen, dem Rocco Del Schlacco aufgetreten. Dort war nur ein kürzere Gig bei einer geplanten Spiel-Dauer von ca. 60 Minuten möglich. Meine richtigen Konzerte dauern natürlich länger!

L!VE: Hast Du für Deine Konzerte eine feste Set-Liste vorbereitet oder agierst Du da spontan?
Da bin ich spontan. Als ich hier in Zürich meine ersten Live-Konzerte gegeben habe, bin ich oft in Restaurants bei Familienfeiern wie Geburtstagen oder Hochzeiten aufgetreten. Das war für mich eine sehr gute Schule, um ein Gefühl für mein Publikum zu bekommen.

L!VE: Hattest Du bei diesen Auftritten bereits eigene Stücke gespielt?
Ich habe überwiegend die großen, italienischen Klassiker von Adriano Celentano, Eros Ramazotti oder Umberto Tozzi (am 14.11.2017 live in der Saarlandhalle Saarbrücken – Anm. d. Red.) gecovert. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich war eigentlich der einzige Musiker im Raum Zürich, der mit einem solchen Programm aufgetreten ist. Da war ich oft gebucht und ich konnte vor vielen Menschen live auftreten. Die Musik bei den Feierlichkeiten diente den Gästen ja der Unterhaltung. Dort in den Restaurants musste ich mir die Aufmerksamkeit des Publikums erkämpfen. Wenn ich dann gemerkt habe, dass das Publikum auch offen für ein von mir selbst komponiertes Stück ist, dann habe ich natürlich die Gelegenheit genutzt und dieses mit entsprechender Vorankündigung auch live gespielt.

L!VE: Textest du auch auf Italienisch?
Ich stamme zwar aus einer italienischen Musiker-Familie, bin aber in Zürich aufgewachsen und habe meine Texte in deutscher Sprache verfasst. Vor der Veröffentlichung meines Debüt-Albums „Sei ein Faber im Wind“ habe ich ja bereits zwei E.P.´s veröffentlicht. Dass es überhaupt einen Markt für deutsche Texte gibt, habe ich erst gemerkt, als ich Sophie Hunger einige meiner Stücke vorspielen konnte und sie davon so begeistert war, dass sie mich als Support für Ihre Tournee durch Deutschland ausgewählt hat und ich somit zum ersten Mal vor einem großen Publikum auftreten konnte. In der Schweiz interessiert sich kaum jemand für Musik mit deutschen Texten.

L!VE: Dein Album wurde in den legendären Hansa-Studios in Berlin, in denen auch David Bowie, Iggy Pop, Falco, Depeche Mode, U2 oder Nick Cave ihre Alben aufgenommen haben, eingespielt. Produziert wurde es von Tim Tautorat, den viele Musik-Fans von seinen Arbeiten für Pharrell Williams, The Kooks, Ryan Leslie, Manic Street Preachers, Grönemeyer, Olli Schulz, AnnenMayKantereit kennen.
Das Album wurde nicht wegen David Bowie oder U2 in den Hansa Studios aufgenommen und produziert, sondern weil Tim Tautorat, der bereits auf der letzten E.P. mit mir und meiner Band zusammen gearbeitet hatte, dort ohnehin sein Studio unterhält. Viele der Stücke für das neue Album waren ja bereits fertig gestellt. Mein Ziel bei den Aufnahmen in Berlin war, den Spirit der ausgefeilteren ersten mit dem der ziemlich roh produzierten zweiten EP zusammen-zuführen. Meine eingespielte Band um Tillman Ostendarp (Posaune & Schlagzeug), Janos Mijnssen (Bass), Silvan Koch (Piano) und Max Kämmerling (Gitarre), die mich auch bei meinen jetzt anstehenden Live-Konzerten begleiten wird, hat sich als die perfekte Besetzung für den typischen Fabersound, den ihr natürlich auch bei unserem Konzert in Saarbrücken live zu hören bekommt, herausgestellt.

L!VE: Wir sind sehr gespannt und freuen uns sehr auf euren Auftritt in Saarbrücken.

Faber war live am 04.11. in der Garage in Saarbrücken, Einlass: 19.00 h, Beginn: 20.00 h

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