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Kino & Filme

Heimatland

Über der Schweiz entsteht wie aus dem Nichts eine mächtige Sturmwolke, die sich bis an die Grenzen des Landes ausbreitet und zu zahlreichen Stromausfällen und Zusammenbrüchen der Wasserversorgung führt. Wie das genau geschieht, wird nicht erklärt, alles bleibt im Stand einer atmosphärischen Metapher. Hamsterkäufe, Plünderungen und Unruhen in der Bevölkerung sind die Folge. Und als die bedrohlichen Umweltsignale immer greifbarer werden und ein Gefühl bevorstehender Apokalypse hervorrufen, bilden sich panische Flüchtlingsströme von Schweizern, die ins benachbarte Ausland flüchten wollen. Doch das Horrorszenario nimmt kein Ende: Die Nachbarländer, unbehelligt von der Natur, schließen ihre Grenzen. »Heimatland« ist ein Gemeinschaftswerk: zehn verschiedene Regisseure haben diesen Film entwickelt, geschrieben, inszeniert und montiert. Er fußt auf einer formidablen Idee aus einem Roland-Emmerich-Film (lebensbedrohte Amerikaner flüchten an die mexikanische Grenze), schwingt sich zu zum Teil gelungen-düsteren Bildern auf und verfolgt eine politische Absicht, findet aber letztlich weder zu einer zündenden Botschaft, noch zu einer differenzierten Reflexion.
CH 2015
Regie & Drehbuch: Lisa Blatter, Gregor Frei, Benny Jaberg, Carmen Jaquier, Jonas Meier, Tobias Nölle, Lionel Rupp, Mike Scheiwiller, Jan Gassmann, Michael Krummenacher
Darsteller: Luna Arzoni, Nicolas bachmann, Egon Betschart, Morgane Ferru, Roberto Garieri
Länge: 99 Minuten
Kinostart: 28. Juli 2016
Läuft wo: Filmhaus Saarbrücken
Wertung: 7 von 10

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