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Titelstory

Inspiration aus zwei welten

Paolo Cuffaro aus Saarlouis stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass man auch ganz am Anfang einer Karriere sehenswerte Fotos kreieren kann. Er ist Student an der HBK in Saarbrücken und fotografiert für sein Leben gern. Hierbei versucht er steht mit seiner Kunst und Fotografie ein bisschen Schwung ins Saarland zu bekommen. Beides ist für Paolo untrennbar miteinander verbunden und darauf basieren auch seine Arbeiten, wie er uns im Gespräch verdeutlichte.

Woher kommen die Ideen für Deine Bilder?
„Meine Inspirationen setzen sich eigentlich aus zwei Welten zusammen. Ich liebe die High Fashion Modewelt, wobei High Fashion Fotografie für mich nicht nur das Ablichten der Mode ist. Modefotografie nutze ich als ganz eigene Art des Fotografierens. Portraits zum Beispiel können für mich einen eigenen Anspruch an der Modefotografie haben. Sie setzen einen bestimmten Look und Ausdruck voraus, den ich für meine eigene Arbeit anstrebe. Eine weitere Inspiration ist für mich die Welt des Abnormalen und Seltsamen. Alles, was gut und vor allem schön ist, wird von der heutigen Gesellschaft geliebt und akzeptiert. Ich möchte mit meiner Arbeit auch das Gegenteil erreichen. Den Schmerz und das Abnormale, worüber meist nicht gesprochen wird, versuche ich mit meiner Arbeit hervorzuheben, um Themen und Motive zu behandeln, die meist nicht so üblich sind.“

Gibt es irgendwelche Vorbilder und Einflüsse, die wichtig für Dein heutiges Arbeiten sind?
„Kristian Schuller ist einer meiner größten Vorbilder. Er verbindet Schmerz und Mode in seinen Bildern und überzeugt mit wunderschönen ästhetischen Arbeiten. Oder Matierefecales, das sind zwei Künstler, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, sich selbst zu Alien-Mode Kreaturen zu verwandeln und so auch auf die Straße zu gehen. Ich bin komplett hin und weg von den beiden, da die genau das tun, was sie wollen: Der Gesellschaft den Mittelfinger zeigen und 24/7 provozieren. Eine weitere Sache die meine Arbeit beeinflusst, ist die Drag Queen Aquaria. All das wonach ich strebe, Mode, Provokation, Geschichte und Ästhetik verbindet sie. Aber schließlich sind meine Familie und meine Freunde meine stärksten Einflüsse. Sie unterstützen mich in allem was ich tue und helfen mir somit, das zu tun was ich liebe.“

Welche Bedeutung hat Dein Studium an der HBK für Deine Fotografie?
„Bevor ich an die HBK kam, hatte ich meine Ideen und Vorstellungen, aber keine richtige Ahnung wie ich diese am besten umsetze. Ich studiere jetzt im dritten Semester Media Art & Design und das gibt mir die Möglichkeit mich im Filmischen und vor allem im fotografischen Bereich weiterbilden zu lassen. Mittlerweile bewegt sich meine Arbeit schon auf einer komplett anderen Ebene. Da das Studium an der HBK ist ziemlich breit gefächert ist, gibt es einem Einblicke in verschiedene Bereiche und man kann vieles ausprobieren und dies dann in seine eigene Arbeit mitnehmen. Zudem geht es an der HBK auch viel um Persönlichkeitsentwicklung. Durch diverse Atelierprojekte und Kurse wird uns die Möglichkeit geboten, uns selbst besser kennenzulernen und herauszufinden, wo wir als Mensch und Künstler hinwollen.“

Du fotografierst ausschließlich digital?
„Momentan fotografiere ich digital, am liebsten mit der Nikon D80 und mit der Instax Mini 8, mit der Ich super schöne Polaroid-Bilder hinbekomme. Analoge Fotografie ist ein Thema mit dem ich mich als nächstes auseinandersetzen möchte. Durch die Analogfotografie bekommen viele Bilder ihren eigenen Look und das analoge Arbeiten ist eine ganz andere Welt als die Digitalfotografie. Dieser neuen Herausforderung möchte ich mich bald stellen und schauen wie diese meine Arbeit beeinflussen kann.“

Nachbearbeitung und Verfremdung liegen Dir offensichtlich am Herzen. Welche Programme benutzt Du vorwiegend?
„Vorwiegend nutze ich nur Lightroom, und für die Hauptretusche dann eher Photoshop. Wenn es um die digitale Verfremdung geht, habe ich vor meiner Studienzeit oft die kostenlose App „Picsart“ genutzt, die sich super einfach nutzen. Mittlerweile baue ich mir die Verzerrungen und Verfremdungen etc. selbst in Photoshop zusammen. Alles was ich in der Nachbearbeitung weiß, habe ich mir selbst beigebracht. Ich habe viele Tutorials angeschaut und natürlich ab und zu auch mal Fachleute gefragt. An der HBK will ich aber auch noch an Kursen teilnehmen, die das optimale Nutzen von PS lehren.“

Wie wichtig ist Dir Instagram als Medium?
„Instagram ist ein sehr wichtiges Medium, welches leider zu oft unterschätzt wird. Ich persönlich bin ein Instagram Junkie, ich liebe es mein Leben in gewissen Zügen zu teilen und meine Arbeit so der Öffentlichkeit zu präsentieren. Heute repräsentiert Instagram das, was man als Künstler tut und wer man ist. Marken, Designer, Magazine etc. checken zuerst die Instagram Accounts, um zu schauen wie man sich selbst darstellt. Deshalb ist es sehr wichtig für mich, meine Arbeit bei Instagram zu präsentieren, um somit Magazine und Designer auf mich aufmerksam zu machen und hoffentlich auch viele Kontakte zu knüpfen.“

Paolo Cuffaro auf Instagram: @noxesno @calmthestormagain

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