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Zwei ganz besondere Bands stehen im Kleinen Klub auf der Bühne. Echte Szenelieblinge und  die allerc...

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Musik aus Saarbrücken, dem Saarland und der Welt:

CD des Monats

Janelle Monáe – „The Electric Lady“

Replikantenschwüle: Den Eisberg des schwierigen zweiten Albums clever umschifft, immerhin. Mit einem so herausragenden, die meisten Veröffentlichungen desselben Zeitraums im Bereich R'n'B und der Black Music allgemein im Handstreich obsolet machenden Debüt, wie es Janelle Monáe 2010 mit „ArchAndroid“ gelungen ist – und das seinerzeit den gerechtfertigten Titel der Monats-CD knapp verpasst hat – ist der Erwartungsdruck zu so einem frühen Zeitpunkt der Karriere freilich immens. Kaum jemand, der so zeitig einen so perfekten, erstaunlichen Zenit erreicht hat, konnte so schnell oder überhaupt wieder vergleichbares nachlegen, man erinnere sich an die einst hinreißenden Interpol. Im besonderen Fall Monáe ging es…
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Savages – „Silence Yourself“

Frisches Mauergrau. Vier Kriegerseelchen stoßen beherzt in die zähe Warterei, dass vom Postpunk-Olymp mal wieder was verlautbar wird. Den Rock will ich sicherlich nicht groß retten, dazu fehlt mir die Befugnis und das Talent, das mit dem Retro ist eh so eine Sache, und dass dieses kleine allmonatliche süßsaure Bonbon mit „CD des Monats“ mittlerweile einigermaßen anachronistisch betitelt ist, war aus berufenem Munde und an prominenter Stelle im vergangenen Heft sicher kein unnötiger Hinweis. 'Download des Monats' klänge mir nun auch zu schlicht und kalt, einigen wir uns auf ein flapsig-joviales 'Platte des Monats'? Besitzt Historie, Inhalt, Umgangssprech und im…
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Ewig glitzert die Bourgeoisie.

Die komprimierte Trickkiste der ewigen Klugscheißer verpackt in eine Platte wie aus dem Ärmel geschüttelt. Sieht man auf einigermaßen beachtlich budgetierte oder zumindest beworbene Produktionen musikalischer oder filmischer Art, treten die Hochsommer-Monate grundsätzlich als eher Relevanz-feindlich in den Hintergrund. Schnelle, simple Impulsbefriedigung genügt meist, die Sommer-Blockbuster aus Hollywood sprechen da allein eine eindeutige Sprache (ich betone noch mal: '3-D' ist kein ausgewiesenes Qualitätskriterium) und auch auf Albumlänge regiert in der Freibadsaison gerne relative bis billig produzierte Gleichförmigkeit und die Schnellschüsse der Casting-Schmieden, mit einem neuen Produkt im Rücken tingelt es sich leichter über die Stadtfeste. Das soll kein pauschales Aburteilen…
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Black Sabbath – „13“

“Immer wieder Sabbats... ...kommt die Erinnerung.“ Die Symbol-schwangere Exkursion in die eigene Glorie funktioniert als das, was sie ist. Dann klammern wir uns doch gleich an den Begriff 'Symbolik' und hangeln uns an ihm durch das Album, beginnend mit dem Albumtitel. Die „13“ steht nicht für die Anzahl der Studio-Alben mit – und ohne – Ozzy (es sind runde 20 unter Berücksichtigung von „The Devil You Know“ unter dem Banner 'Heaven & Hell'), die Summe der Songs der 'Special Deluxe Edition' (der sicherlich dreistesten Erfindung in der Geschichte des Marketing) ergibt auch nur zwölf, nehmen wir es mal als reine…
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Medusenblues.

Wunderbar anachronistisches Powerwalking in und aus Memphis. Eine Dame mit dem Juni im Nachnamen zur Monatsplatte für den, yeah, Juni zu küren, das erscheint selbst mir als zu unsubtil, allerdings bin ich von mir noch weit weniger gewohnt und zweitens fiel es mir erst im allerletzten Moment auf, also jetzt, als ich sechs Tage über der Deadline mit einem letzten Rest an Inspirationsimitat über die gedachte Ziellinie krabbeln möchte und dringend einen Aufhänger suche, der sich bitte über fünf oder sechs Zeilen erstrecken und reichlich Nichts enthalten möge, aber bloß keinen Punkt. Solch eine reichlich fahrige und faserige Introduktion dürfte…
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Depeche Mode – „Delta Machine“

Auch der weltweit größte Dienstleister gestenreichen S/M-Wohlklangs bleibt ganz bei sich. Wenn man sich mal ansieht, wer und was von den großen, universalen, in den Kanon eingegangen Außenseiter-Kapellen noch übrig ist, kommt man schnell ins Stottern. Um den Begriff mal fest zu zurren, 'Außenseiter-Musik' ist kein Genre, das man so pauschalisiert im Lexikon findet, es klingt nach einsamen, maulfaulen Outlaws und Pistoleros zu Pferde, die nach getaner Arbeit und eigenhändig verbrannter Erde die Stadt in Richtung Sonnenuntergang verlassen, der Mundharmonika einen gequälten Abgesang entlockend, der Gaul findet schon den Weg. Einsame Reiter headlinen nicht „Rock am Ring“. Sie reproduzieren ihre…
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David Bowie – „The Next Day“

Mauer Power: Der einst ewig Morgige wühlt im Gestern und lädt zum Dia-Abend „Neukölln - Ende der Siebziger“. So ganz (freilich clever choreographiert) unkauzig schafft es Bowie auch mit 66 nicht, aus dem Ungewissen den Weg zurück ins kollektive Bewusstsein zu finden. Man hatte sich ja schon damit abgefunden, dass er nach dem mutmaßlichen und recht versöhnlichen Abschluss, das er vor schon wieder zehn Jahren seinem recht weit fortgeschrittenen Spätwerk anfügte, nicht mehr größer in Erscheinung treten würde. Da war „Bring Me The Disco King“ am Ende von „Reality“, eine reichlich kryptische Coda, die wie gelöst über die Ziellinie schlenderte,…
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Die Vergewisserer

Mit Zynismus sind die nicht zu fassen. Man möchte ihnen einfach immer wieder dafür danken. Ooouuuhh, schon wieder was von der Universal als Monatssieger, selbst ich bin da vorsichtig ginn, seitdem der nuttige Kirmesgangbangtrash von Cascada mutmaßlich zur Krommpreh-Teilnahme gemauschelt wurde, aber selbst darüber wollte sich so richtig auch keiner mehr beschweren, ich sag immer: Hauptsache, das Pferd schmeckt. Damit wäre die einzige veritable und schon zur Drucklegung völlig veraltete Bierzeltpointe, zu der ich mich allmonatlich müder werdend aufrappel, auch schon abgefrühstückt. Wenn ich denn nicht Selig immer noch als „Sony Music“ abgespeichert hätte, in ihrer ersten Blüte, wir reden…
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