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Musik aus Saarbrücken, dem Saarland und der Welt:

CD Kritiken

STL - At Disconnected Moments

(mk) Stephan Laubner aka STL hat sich mit Releases auf 'Perlon', 'Smallville' und seinem eigenen Label 'Something' zum Kultproduzenten und Geheimtipp der zeitgenössischen Techno/House-Szene gemausert. Auch sein neues Album "At Disconnected Moments" ist ein mystischer Mikrokosmos aus ultradeepem Dub-House und Echospaces voller wärmender Melodien, abspenstiger Sounds und versteckter Samples, der den Hörer verführt. Laubner interessiert gerade, welche Wirkung ein Sound nach zwei, fünf oder elf Minuten entwickelt. Das ist eine der Pointen seiner Musik: Man kann ein und denselben Sound nicht zweimal gleich hören, weil man dieselbe Erfahrung nicht zweimal machen kann. Smallville / Rough Trade Electronica / Ambient 4…
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Kylie Minogue: Kiss Me Once

(ra) Kylie Minoque ist zurück. Willkommen im Kaugummi-Land! Was hier zählt sind Love, Sun und Fun. Es wachsen große, bunte Seifenblasen an den Bäumen und auf der U18-Party shaken die adoleszenten Girls ihre Hot-Pant-Bootys zu Musik, die konsequent an das vor kurzem noch in Verwendung befindliche Barbie-Dreamhouse anknüpft. Bei dieser Platte sind alle organischen Töne so radikal wegretuschiert, dass es fast schon wieder beeindruckt. Es braucht schon ein gutes Stück Professionalität, um mit 45 Jahren eine Platte zu machen, die klingt wie von einer 16jährigen. Parlophone / Warner Pop 2 von 5 Sternen
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Foster: The People Supermodel

(bü) Drei Jahre nach dem großen Erfolg hier der zweite Longplayer von Foster the People. Rein musikalisch ist „Supermodel“ eine fröhliche und gradlinige Popplatte. Das Cover gibt indes schon erste Hinweise, dass es sich um einen trügerischen Frieden handelt, entledigt sich dort doch beim genaueren Hinsehen eine Dame ihres Mageninhalts. Textlich dreht sich auf „Supermodel“ dann auch alles um die Kritik am Konsum und Kapitalismus. Das ist angesichts der schmucken musikalischen Verpackung regelrecht hinterhältig – und darum eine große Freude. Columbia / Sony Music Indie 4 von 5 Sternen
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Messer: Die Unsichtbaren

(oj) Wenn sich jemand noch an die wunderbaren TempEau erinnert, die waren zumindest meine direkte Assoziation nach Einsetzen der Stimme. Marek Harloff fehlt leider entschuldigt, auch so ist Band wie Album faszinierend anzuhören. Graue Betonwüste, irgendwann um 1980, tripsiges Novemberwetter. Wer international vergleichen möchte, nennt Joy Division oder Bauhaus, hierzulande bleiben wir bei den Fehlfarben oder ganz frühen Extrabreit mit ein ganz klein wenig Hamburger Schule, rund in Form und Inhalt. This Charming Man Records Rock 4 Sterne
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Kid Simius: Wet Sounds EP

(mk) Als der junge Spanier Kid Simius 2009 nach Berlin auswandert, hat er nichts außer einer Gitarre und einem Serano-Schinken unterm Arm. Die neuen Tracks seiner „Wet Sounds“ EP umschreibt er jetzt selbst "Electronica versus Surf'n’Bass". Gewohnt sind wir von ihm Dubstep Sounds, geschickt kombiniert mit durchdringenden Bässen und einzigartigen Live-Elementen. Doch mit „Wet Sounds“ betritt er nun den Boden, pardon, die Wasseroberfläche des Surf’n’Bass. Kid Simius hat mit „Wet Sounds“ eine Platte gemacht, die den Surfern endlich ein adäquater Soundtrack sein wird. Jirafa Records / RTD Dubstep / Electronica 4 von 5 Sternen
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Mantar: Death By Burning

(oj) Ziemlich geiler Scheiß, was das Duo aus Norddeutschland hier zusammenzimmert. Als hätten die Melvins sich mit Neurosis im keltischen Frost verirrt, wobei das Gekoddere fast noch eher an Obituarys John Tardy erinnert. Alles Dinge, die eigentlich nichts auf diesen Seiten zu suchen haben, aber man darf und muss konstatieren, was für ein ehrfurchtgebietendes Brett aus dieser Zweierbesetzung Gitarre/Schlagzeug entstanden ist. Absolut empfohlen. Svart Records / Cargo Records Rock 4 von 5 Sternen
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Kitty Kat: Kattitude

(mk) Kitty Kat gilt als Deutschlands talentierteste Rapperin. Aber Kitty Kat ist schon immer auch Pop und ließ sich noch nie in Schubladen pressen. Ihr drittes Soloalbum „Kattitude“ erscheint auf ihrem eigenen Label Deinemama Records und markiert eindeutig den Schritt von einer bloßen Rapperin hin zu einer gewachsenen Künstlerin und gestandenen jungen Frau. Kitty Kat ist reifer und reflektierter geworden. So sind auf „Kattitude“ deutlich mehr Gesangsparts zu hören als noch auf ihren Vorgängeralben und die Platte kratzt nicht nur an der branchenüblichen Oberfläche, sondern geht unumwunden in die Tiefe. Deinemama Records / Tonpool Pop / Indiedisko 4 von 5…
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Annett Louisan: Zu viel Information

(oj) Ja, was hab ich die einst gehasst, aber solch extreme Gefühle behält man sich dann irgendwann doch für relevantere Geschichten vor. Sie war halt da, ist geblieben, seit mittlerweile zehn Jahren dabei und gönnt man sich einen mutigen Höreindruck, ist alles gar nicht mehr so schlimm. Die kulleräugige Lolita wird stimmlich immer noch strapaziert, aber mit ein bisschen Toleranz sind die verhuschten, gleichwohl geschmackvoll arrangierten Großstadt-Liebeleien allemal erträglich. SMD 105M / Sony Music Chanson / Pop 3 von 5 Sternen
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Moderat 2 – Tour Edition

(mk) Zeitgleich mit der Moderat-Album-Welttournee wird jetzt mit der Moderat "II – Tour Edition" für Fans und Sammler eine ganz besondere 'Limited 2xCD + DVD Tour Edition' veröffentlicht. CD 1 beinhaltet das Original-Album, sowie drei Versionen der neuen Single “Last Time”. Zusätzlich findet sich hier eine bisher unveröffentlichte Version von “Bad Kingdom” von Robag Wruhme. CD 2 featured das komplette Album als Instrumental-Version, sowie drei Bonus-Tracks: Die Instrumental-Version von “Last Time”, den Jon Hopkins Remix und eine bisher unveröffentlichte Instrumental-Version von Anstams Dustified Dance Edit von “Gita”. Monkeytown / Rough Trade Electronica / Techno 4 von 5 Sternen
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