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Unsere Tipps

Project X

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USA 2012

Regie: Nima Nourizadeh (Debüt)

Drehbuch: Michael Bacall (Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt)

Darsteller: Thomas Mann (It’s Kind of a Funny Story), Jonathan Daniel Brown (Debüt), Oliver Cooper (Rick White), Dax Flame (Debüt)

Länge: 87 Minuten

Kinostart: 03. Mai 2012

Inhalt:

Als seine Eltern weg sind, will Thomas (Mann) zusammen mit zwei Highschool-Freunden eine kleine Geburtstagsparty im elterlichen Domizil schmeißen. Ziel ist es, etwas besser bei den Gleichaltrigen anzukommen und gleichzeitig auch endlich einmal in den Fokus des weiblichen Geschlechts zu geraten. Doch nach kurzer Zeit, wird aus der kleinen Party ein rauschendes Fest, inklusive zahlreicher mehr oder weniger geladener Gäste, Unmengen an Alkohol, einer guten Portion Sex, einiger Hunde und einem Auto im Pool. Jetzt müssen die drei Freunde schauen, wie sie wieder einigermaßen gut aus der Sache rauskommen ...

L!VE-Info:

„Project X" basiert lose auf dem Fall der jungen Australierin Corey Worthington, die ihre Adresse bei MySpace postete, woraufhin 500 „Gäste“ zu ihrer House Party erschienen. „It's a perfectly lame movie that speaks intriguingly to the way we live now” (The Globe and Mail - Toronto)

CD des Monats: Bademeister der Herzen

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Mal wieder zurück sind sie, das mit dem Uringeruch kann ich von hier aus nicht verifizieren.

Man könnte sich tatsächlich in den Diskurs einklinken, ob Ärzte oder Hosen, es geht natürlich beides und verfeindete Parteien wird man weder auf Seiten der Fans noch der Protagonisten selbst finden, natürlich. Kanonisch, zumindest bei Menschen ab einem gewissen Alter, gilt, dass die Ärzte nie besser waren als bis 1988, also der ersten Trennung, dem der berühmte Hiatus bis 93 folgte, nach dem sie ja eigentlich erst zu der Marke wurden, die sie heute sind. Sie waren die personifizierte Klassen- und Schüleraustauschfahrten-Beschallung einer nicht völlig verblödeten Jugend. Die wurde in den fünf Jahren Pause erwachsen und junges Publikum rückte wie selbstverständlich nach, die Ärzte hatten schließlich Charme und Witz, der hierzulande für drei bis vier andere Bands gereicht hätte. Sie besaßen Haltung und in Phase zwei auch ein explizites politisches Gewissen. Zumindest werden beide Bands dieses Jahr 30, die Berliner dürften vermutlich noch was von „25 Jahre netto“ witzeln, aber das ist schon ein ganz schöner Weg, der da beschritten wurde. Auch wenn Belafarinrod so ab 2000 grundsätzlich keine größeren Wagnisse oder Neuerungen mehr in ihrem Repertoire unterbrachten, wobei beides mit Vorsicht zu genießen ist, denn sie hatten ja so ziemlich sämtliche Genres irgendwann mal abgefrühstückt. Seit der monströsen B-Seite von „Mein Baby war beim Frisör“ war eigentlich kein stilistisches Feld mehr unbespielt, und der Rest würde auf dem überlangen „Geräusch“ von 2004 erledigt, das sie erst mal als zerstrittene Band zurückließ, die dann noch gemeinsam touren musste. Die Konzerte jener Jahre waren in meiner Erinnerung auch vergleichsweise schal. Das besserte sich wieder, kaum eine deutsche Band hat mit einer solchen Konsequenz so konsequent lange Shows gespielt wie die Ärzte. Ob sie Punk sind oder waren, darüber kann man mittlerweile die Feuilletons befragen, sie sind letzten Endes famose Entertainer und genießen den besonderen Luxus, drei Frontmänner zu vereinen, die auf einer normalen Ärzte-Platte auch gewisse Rollenmuster erfüllen. Das ist auf „Auch“ nicht anders, einem Album, das fünf Jahre Wartezeit in erster Linie damit befriedet, dass es die Band noch gibt - die Frage, ob es die letzte Tour, das letzte Album, das letzte Konzert gewesen sein dürfte zieht sich schon durch die ganze letzte Dekade, und sie kokettieren auch damit, gewisse Anzeichen kann man immer finden. Alleine durch Hinterfragen, wie lange sie diesen oberflächlich leicht infantilen, aber eben immer cleveren Witz behalten und weiterführen können, ohne sich zu sehr zu wiederholen oder irgendwann nicht mehr glaubwürdig zu sein. Die ersten Fans wenden sich ab, weil sie nicht mehr „ihre“ Ärzte vorzufinden glauben, denn die sind natürlich eine Projektionsfläche, und natürlich sind sie älter geworden, die Fünf vornedran steht bei zwei Kandidaten ja akut ins Haus. Aber sie sind eben auch länger jung geblieben oder haben sich länger und besser als jung verkauft als die Konkurrenz. Und dann ist da noch die Sache mit dem Talent. Es ist dieses Mal noch gut gegangen. Alles Gute zum Dreißigsten. Im nächsten Heft gibt’s dann die Hosen.

Die Ärzte – „Auch“

Label: Hot Action Records / Universal

3 Sterne

Metallica – „Beyond Magnetic“ (EP)

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Widda äähnisch.

Wohr was?!? Naja, ganz offensichtlich

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Restwelt vom Theo. Beim MMW gibt es mal fast nichts zu meckern. Hat ja nur 20 Jahre gedauert.

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Paar Dinge zum Einstieg: „Freiheit“ ist hier nicht drauf, wer das hören möchte, muss sich eben doch noch mal die klassische „Westernhagen Live“ von, natürlich, 1990 vornehmen, das so ziemlich letzte Zeugnis Westernhagenscher Klasse, bevor er in Plattheiten abdriftete und sich in einem überdimensionierten Ego verlor, das er aber auf der anderen Seite irgendwie doch verstanden wissen wollte. Wer sich an die filmische Masturbation namens „Keine Zeit“ erinnert, ahnt vielleicht, was ich meine, für die Nachgeborenen könnte man es in etwa so plausibel machen, dass ein jugendlicher Narziss sich für Facebook andauernd selbst ablichtet und seine eigenen Portraits mit Daumen versieht. Also, seine, man möchte sagen, clever platzierte Einheits-Hymne, die da auch schon drei Jahre rumbuckelte, fehlt, sie passt auch überhaupt nicht zum furztrockenen Bluesrock, den MMW bereits seit einer Weile schon wiederentdeckt hat, aber der nun endlich auch mal wieder komprimiert zur Entfaltung kommt. Von Vorteil dürfte dabei sein, dass es sich über weite Strecken um gut abgehangenes aber eben nicht völlig abgenagtes Material handelt, die Untiefen, denen sich der Mann ab und an einfach nicht entziehen konnte, sind relativ übersichtlich vertreten, zum Beispiel durch „Willenlos“, das ein geistig gesunder Mensch im Besitz eines Radios nach 1995 eher nicht mehr hören wollte. Ja, selbst Material der an und für sich unsäglichen „In den Wahnsinn“ kommt auf einmal auch untenrum frisch geduscht die Tür rein. Und von den Perlen brauchen wir gar nicht zu reden, man müsste den brotblöden Mutterfickern, die ihre implizite Angst vor Frauen hinter ordinärem Gepose verstecken müssen, einfach mal die Lakonie von „Fertig“ entgegen halten und sagen, so geht das. Sie nervt, diese bestimmte dumme Sau, für die Kiste würde es zwar langen, aber sie hat „leider ´ne Tendenz zum Leiden“, das ist großartig, das hat Stil und Charakter und nichts mit dummer Schablonisierung und Pauschalisierung zu tun. Ich würde es nicht ein „Comeback“ nennen, ein „überraschendes“ sowieso nicht, dafür ist mir der Gute eben zu clever und zu strategisch. Als er 1989 schon einmal wie Phönix aus der Asche stieg, hatte er ebenfalls ein paar Jahre ziellosen Wirkens verschwendet, ich wurde heute explizit noch einmal auf die umstrittenen Synthie-Eskapaden von „Die Sonne so rot“ gestupst, nach denen er sich doch lieber wieder der Stones-Schule besann. Kein Comeback, er war vielleicht abgeschrieben, aber nie richtig weg. Er biegt bloß gerade endgültig in ein Spätwerk ein, das noch einmal interessant werden könnte.

Marius Müller Westernhagen – „Hottentottenmusik“

Label: Kunstflug /Sony Music

4 Sterne

Scarface

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scarface-„Diese Stadt ist wie ´ne schöne, große, weiche Muschi, die nur darauf wartet gefickt zu werden." (Tony Montana) Brian De Palma verlegte genialerweise sein barockes Remake des gleichnamigen 30ies-Gangsterklassikers von Chicago in die damalige US-Drogen-Hauptstadt Nr. 1, Miami. Die ausladend episch angelegte Gangstersaga vom Aufstieg und Fall des kubanischen Einwanderers Tony Montana (Al Pacino), der seinen Tellerwäscher-zum-Millionär-Traum skrupellos in blutige Taten umsetzt, kommt dabei atmosphärisch und stilistisch beinahe so hysterisch und brutal daher wie ihr Titelheld. Das ist ungewöhnlich für den sonst so unterkühlten De Palma und eher das Verdienst des over-the-top-Drehbuchs von Witzbold Oliver Stone, der nebenbei die multiple Verwendung des F-Worts im Mainstream-Kino etablierte und Al Pacino Sätze sagen lässt, die heute noch von Gangsta-Rappern zitiert werden. „Scarface“ bleibt De Palmas bester Film – jetzt uncut und in seiner ganzen pastellenen Pracht auf Blu-ray.

 

USA 1982, 169 Minuten (uncut), Blu-ray (Limited Steelbook Edition), Extras: Booklet, Notizblock, Fake-Greencard, 5 Motivkarten, Onsert mit Infos, U-Control, Pocket BLU, Featurettes, Entfallene Szenen, Making of, TV-Version, bereits im Verkauf, Univsal Pictures Germany

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