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Livestreams: Mittendrin und nicht dabei

Zugegeben, so ein bisschen was vom Berg, der zum Propheten kommt, haben sie schon, die ungezählten Live-Streams von DJs verschiedenster Couleur. Aber in dieser anstrengende Zeit sind sie mehr als nur ein kleiner Lichtblick – und so manches Tanzbein setzt sich in der heimischen Quarantäne durch. Da ist wirklich alles dabei, vom angesagten DJ aus dem In-Club deiner Stadt bis hin zum Laptop-Unterhalter, der aus dem heimischen Schlafzimmer heraus seine Viertelstunde Ruhm sucht. Einen riesengroßen Vorteil haben alle gemein: anders als im Club im richtigen Leben, kann man dem Angebot in Nullkommanix den Rücken kehren, um nur Sekundenbruchteile später dem nächsten Kandidaten zu lauschen. Der Clubkontext ist dennoch gegeben, den die meisten der wirklich guten Streams kommen aus den wirklich hippen Locations, wobei Ausnahmen natürlich auch diese Regel bestätigen. Den unterhaltsamsten fast täglichen Live-Stream produziert der Pariser House-Gott Bob Sinclar. Seine „Funk Session“ beweist zudem, dass es keines technischen Overkills bedarf. Er streamt ganz einfach von zuhause aus nur mit seinen iPhone – und das Ganze geht richtig nach vorne. Massiv aufwendiger sind natürlich die regelmäßigen Ausgaben des Virtual Festivals des House Labels Defected, die freitags aus dem Londoner Kult-Club „Ministry“. Hier geben sich die Götter des HouseOlymps gleich im Dutzend vor die Kameras treten. Mehr Party geht via Live-Stream nicht! Aber auch im Saarland kann man Plattenlegern beim Mixen satter Beats via Twitch, Insta und Facebook zugucken und natürlich auch zuhören. Mit als Erstes am Start der Mauerpfeiffer mit seinem „Fuck Corona TV“, das die angesagtesten Techno-DJs der Region präsentiert. Gleichzeitig gibt es hier über die angeschlossene Crowdfunding-Kampagne die Möglichkeit den Club am Kreisel zu unterstützen. Aber natürlich lassen sich fast alle anderen Club von Apartment über Blau bis SoHo auch nicht lumpen. Einfach öfter mal das Internet befragen und gute Laune mit Musik in Clubqualität ist garantiert. Enjoy!

#Durchhalten

Das Leben mit Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverboten ist nicht immer einfach, davon kann mittlerweile jeder ein Lied singen. Der Schaden für Gastronomen, Kinobetreiber und Eventveranstalter, aber auch die Fitness- und Kosmetikbranche, ist noch nicht absehbar. Umso begrüßenswerter ist es, dass praktisch täglich neue Hilfsangebote das Leben mit der Coronakrise ein Stück weit erträglicher machen.

Wie ernst die Situation ist, zeigen die Pleiten von Vapiano oder dem Bowling Center in Güdingen – und die sind nur die Spitze des Eisbergs. Zwar habe die offiziellen Hilfszahlungen bereits viele Betriebe erreicht, aber die sind letztlich nur Kredite und aufgeschoben ist nun mal nicht aufgehoben! Erst recht nicht, wenn die Wiedereröffnungen der betroffenen Branchen noch in den Sternen stehen.

Also sind wir alle gefragt, zum Erhalt der liebgewonnener Läden – sei es Kneipe, Club oder Friseur  – beizutragen. Dass derlei direkte Hilfe für alle Beteiligten eine klassische Win/Win-Situation sein kann, zeigte beispielsweise die Bierversteigerung des Saarbrücker „Studio 30“. Dort konnte man online via Livestream die gesamten Vorräte des Clubs ersteigern. Spaß gemacht hat das Ganze auch noch, sogar abgesehen von den Schnäppchen, die da für den guten Zweck gemacht wurden.

Es müssen aber nicht immer Versteigerungen sein. Viele Locations bieten inzwischen Gutscheine an, mit deren Erwerb man später Eintritt oder Getränke begleichen kann, aber heute schon einen echten Beitrag zum Erhalt der Kulturszene leistet. Damit erhält der Betreiber eine Finanzspritze, die der Gast später abfrühstücken kann.

Ein doppelten Nutzen haben auch die vielen Angebote von Nähateliers, Boutiquen und Änderungsschneidereien, für ganz individuelle Schutz-Masken. So kommt jeder zu wiederverwendbarem Mund-Nase-Schutz, der mit den verteilten Wegwerfmodellen nicht zufrieden ist, und unterstützt die damit automatisch die gebeutelte Branche. Jede Menge Adressen finden sich im Handumdrehen im Internet. Genau dort lassen sich zur Zeit auch viele lokale Musiker unterstützen, denen in vielen Fällen durch Konzertabsagen von jetzt auf gleich alle Einnahmen weggefallen sind. Mit Live-Streams unterhalten sie weiterhin ihr Publikum und wer mag kann via PayPal auch gerne ein Trinkgeld da lassen. Quasi eine virtuelle Hutsammlung!

Aber es geht auch ohne Internet. Warum nicht mal die besonders leckere Pizza beim Lieblingsitaliener abholen oder liefern lassen. Denn genau diesen Service bieten immer mehr Pizzerien an. Beispiel gefällig? Angelos Via Napoli aus der Futterstraße in Saarbrücken liefert neuerdings aus nach Hause: Einfach anrufen: 0681-30 14 08 72 oder bei Pizza Per Tutti, die zwar bereits seit dem Jahr 2000 ihre riesige Pizza aus dem Steinbackofen liefern, aber auch keine Einnahmen mehr aus dem regulären Restaurantbetrieb verzeichnen können: 0681- 9 85 07 24. Wer lieber die amerikanische Variante hat, kann jetzt sogar bei Pizza Hut den neuen Delivery Service in Anspruch nehmen: 0681/ 373 111

Selbst Restaurants der gehobenen Güteklasse liefern im Zeichen der Pandemie jetzt auch vor die Haustür. Zum Beispiel das sonst gerne von Gourmets frequentierte Restaurant Quack in der Villa Weismüller bietet mit Quack’s Gourmet Food Box & Bag einen sehr leckeren Außer-Haus-Service (0681 52153 oder info@restaurant-quack.de), denn jetzt sollte man nicht auf alles verzichten, was einem Freude bereitet.

 

Das gilt auch für einige Caterer, die ihre freigewordenen Kapazitäten nutzen, um „mobil“ zu machen. Beispielsweise Jessica Palm mit ihren „Feine Speisen“, die jetzt Seelenfood für gleich zwei Wochen anbietet: 0172 677 1737. Dem stehen auch die Großen der Branche nicht nach, wie Grunder Gourmet (06841 972900) oder Christ Party & Catering in nichts nach.

Die neuen Abhol- und Lieferservice stellen eine wichtige Einnahmequelle für die stark gebeutelten Gastronomiebetriebe dar, die mit den kontaktfrei gelieferten Speien die weitere Verbreitung des Covid19-Viruses verhindern. Wer trotzdem nicht auf „Corona“ verzichten will, kann sich das mexikanische Bier übrigens auch nach Hause bringen lassen. Denn auch unser aller Lieblingsmexikaner „El Sombrero“ bietet neuerdings einen Home-Service an: 0681/ 5 84 69 62.

Tipps: Meine Quarantäne und ich

Das Saarland verhängte zusammen mit Bayern als erstes Bundesland eine Ausgangsbeschränkung, um die Verbreitung des Coranavirus zu verhindern. Egal, ob ihr nun in Quarantäne seid oder aufgrund der Beschränkung die Wohnung nicht verlassen dürft, daheim kann es ganz schön langweilig werden. Darum haben wir unsere ganz persönlichen Tipps zum Zeitvertreib für euch zusammengestellt. Stay healthy and get entertained! Weiterlesen