• Termine News und Wissenswertes aus Saarbrücken, dem Saarland und der Welt:

Clubzone März 2020

Jubel, Trubel, Heiterkeit! Mit diesen drei vielsagenden Worte lässt sich die Partylandschaft an der Saar in den letzten Wochen am besten beschreiben. Denn wieder einmal ist es so, dass uns nicht nur die üblich verdächtigen Party-Hotspots mit reichlich Feiertreiben bespaßt haben, sondern immerhin war ja auch noch der Fastnachts-Wahnsinn zu bewältgen. Aber auch nach Aschermittwoch zeigte sich, dass das Partytreiben in unserer kleinen Metropole längst wieder so richtig an Fahrt aufgenommen hat. Auch ganz ohne Pappnasen und Kostümierungen verging kaum ein Tag ohne, dass in der Clubzone nächtliche Nägel mit Köpfen gemacht wurden. Das konnte ja nur heiter werden! Also kopfüber ins wilde Treiben der letzten Wochen und der Februar hatte so Einiges zu bieten. Weiterlesen

Handgemacht ist Trumpf

LIVE IS LIVE!

Saarbrücken und das Saarland haben so manches zu bieten, was man ob ihrer überschaubaren Größe so nicht unbedingt erwarten würde. Dazu gehört auch ein überraschend großes Angebot an Clubs, Diskotheken und Tanzlokalen, die ihre Gäste mit Konservenmusik bespaßen. Doch gerade in letzter Zeit bricht sich eine ungemein vitale und wiedererstarkte Live-Musik-Szene Bahn. Nicht nur immer mehr Cafés und Kneipen veranstalten immer mehr Konzerte, sondern es entstehen auch immer mehr Konzert-Locations. Was steckt hinter dem Hype um handgemachte Musik? Weiterlesen

Ich kann dich nicht riechen!

Hallo Mikrokosmonauten: Wo sind meine Taschentücher?

Als neulich eine meiner Katzen verschwand, war die Aufregung groß. Ich habe zwei Katzenbrüder, die enorm an sich hängen und bis zu diesem Tag noch nie voneinander getrennt waren. Nun vergingen geschlagene zwei Tage, ehe man ihn uns in einer Gemüsekiste zurückbrachte. Er hatte sich zwei Tage auf dem Bauernhof der Nachbarn im Hühnerstall verschanzt. Wir waren komplett aus dem Häuschen, als er wohlbehalten aus der Kiste sprang, allerdings war sein Bruder weniger erfreut. Offensichtlich roch der Ausreißer so dermaßen nach Hühnerkacke, dass der andere ihn nicht mehr ertragen konnte. Vielleicht hielt er ihn auch plötzlich für ein Huhn. Wir wissen es nicht. Jedenfalls lief er fauchend und mit zusammengekniffenen Augen um den ehemals geliebten Bruder herum und schlussendlich ging er ihm gänzlich aus dem Weg.

Ich muss gestehen, dass der Kater in der Tat nicht unbedingt nach Babypuder duftete. Und als wäre dies nicht schlimm genug, kam auch noch mein Freund mit neuer Bartwichse daher, obwohl ich immer gedacht habe, dass das kein Mensch benutzt. Weit gefehlt! Der Geruch dieser Mixtur ließ mich beinahe aus den Latschen kippen, wenngleich ich zuerst dachte, der Duft wehe von einer Senioren-Kaffeefahrt herbei. Aber da waren weit und breit keine Senioren. Nur seine Aufforderung: „Riech mal an meinem Bart!“. Schlimmster Tabak-Parfumgeruch ever! Kennt ihr Tabak? Also dieses Duftwässerchen, das vorzugsweise Männer um die Achtzig benutzen, wenn sie sich zur sonntäglichen Skat-Runde treffen? Mir wurde ganz anders… und angesichts dieser allgegenwärtigen und unfreiwilligen Aroma-Therapie fragte ich mich:

„Warum können wir uns manchmal nicht riechen?“

Riechen. Dieser Sinn hat auf uns den höchsten Einfluss wenn es um Gefühle geht. Wenngleich wir Menschen nicht unbedingt Supernasen sind, denn da hat das Tierreich uns einiges voraus! Dennoch habe ich das Gefühl, dass mein Gehirn die spannendste Parfümerie der Welt ist. Es speichert Gerüche ab wie am Fließband, und mit jedem einzelnen Geruch verbinde ich Erinnerungen. Und das kommt nicht von ungefähr. 20 Millionen Riechzellen auf zehn Quadratzentimetern Schleimhaut lässt uns tausende von Düften unterscheiden und in Kategorien einteilen. Und wir brauchen nur eine winzige Menge zur Identifizierung. Ohne dass wir etwas daran ändern können, wird jeder Duft in einer Art Duftregister abgespeichert. Wenn wir den Duft erneut wahrnehmen, verknüpft sich dieses Erkennen automatisch mit dem gespeicherten zurückliegenden Ereignis und wir erinnern uns. Leider assoziieren wir aber auch manche negative Erinnerung mit gewissen Düften. In meinem Fall ist das der Geruch des unliebsamen Bart-Parfums. Ich kann einfach nichts dagegen tun. Und die Wissenschaft gibt mir Recht. US-Psychologen der Northwestern University in Chicago haben herausgefunden, dass kleinste Duftspuren ausreichen, um zu beeinflussen, ob wir ein neutrales Gesicht eher als sympathisch oder als unsympathisch empfinden. Wenn wir also einen Menschen treffen, ganz egal, ob bekannt oder unbekannt, lassen wir ihn mit allen Sinnen auf uns wirken. Aussehen und Verhalten spielen natürlich eine große Rolle, aber auch sein Geruch prägt die Wahrnehmung. Ein unangenehmes Parfüm oder unangenehmen Körpergeruch empfinden wir als fast ebenso unerträglich wie muffige Klamotten.

Weihrauch und Himbeeren

In meiner Kindheit gab es diese Himbeerhecke im Garten. Sobald die ersten Beeren pflückreif waren, war ich von diesem Ort kaum mehr wegzudenken. Und dieser süße Duft verankerte sich ganz tief in meinen Erinnerungen, so dass ich mich noch heute gedanklich sofort in jenen Sommertagen wiederfinde, sobald ich mir eine Portion Himbeeren genehmige. Wenngleich sie heute eher aus diesen ekligen Plastikschalen kommen, als vom heimischen Kindheits-Himbeerstrauch. Dagegen weckt Weihrauch eher meinen Überlebenswillen. An meiner Kommunion wurde ich nämlich so dermaßen von diesem abstoßenden Geruch umhüllt, dass ich der Ohnmacht nahe war. Und so gibt es tausende Gerüche, die mich ohne Umschweife sofort mit Erinnerungen konfrontieren. Mein persönlicher Favorit ist natürlich Sonnenöl und Meeresluft. Es ist demnach der Parfümindustrie nicht zu verübeln, dass sie mittlerweile auf dieser Erinnerungs-Masche aufbaut. Maison Margiela zum Beispiel hat es sich zur Aufgabe gemacht, unser limbisches System so derart anzuregen, dass man bei  Parfumnamen wie „Beach walk“, „Springtime in a park“, oder „Lazy Sunday morning“ geruchsmäßig sofort im gedanklichen Duftregister blättert und sich eben wirklich fühlt, wie beim Strandspaziergang. Faszinierend!

Der Nase vertrauen

Duft ist immer und überall. Und Duft hat einen sehr großen Einfluss auf unser Handeln, unser Denken, unsere Entscheidungen. Das machen wir uns zu wenig klar. Wir sollten versuchen, wahrzunehmen, was wir riechen, wenn wir einen Raum betreten, einen Menschen treffen oder einfach nur draußen in der Natur sind. Wir sollten versuchen, zu identifizieren, was da riecht und das auch bewerten. Wenn wir  beispielsweise den Partner nicht mehr riechen können, ist die Beziehung eigentlich hinfällig. Oder man sollte sich einfach die Nase putzen. In meinem Falle genügte es aber schon, dass er dieses widerwärtige Bart-Pflegemittel entsorgte. Zum Glück!

Es ist doch so: Stimmt die Chemie, können wir uns in der Partnerwahl also tatsächlich auf die Nase verlassen. Der individuelle Körperduft hat demnach einen bedeutenden Anteil. Übrigens spielen Pheromone hier eine entscheidende Rolle. Im Tierreich überlebenswichtig, sind diese Botenstoffe für uns Menschen auch ziemlich interessant, denn sie steuern sozusagen unsere Anziehung auf andere. Sobald unsere individuellen Pheromone die Nase eines anderen erreichen, werden sie direkt in dessen limbisches System weitergeleitet. Dieses System lenkt sämtliche instinktive Funktionen, darunter: Hunger, Müdigkeit und Sexualität. Pheromone haben also einen direkten Draht zu grundlegenden Körperfunktionen. Ich habe mir mal ein Parfum mit Pheromonen anreichern lassen, um zu testen, ob ich dadurch tatsächlich attraktiver fürs andere Geschlecht bin. Im Grunde passierte nicht viel, es zog sich zumindest kein Mann unvermittelt vor mir aus oder machte mir einen Heiratsantrag. Aber ich roch gut. Wenngleich ich mich selbst ja nicht riechen konnte. Ich kann ja nicht mal meine eigene Alkoholfahne riechen.

Meine beiden Katzen hingegen können sich wieder riechen. Wir haben den anderen Kater einfach auch in den Hühnerstall gesteckt. Danach war alles wieder gut. Das war natürlich ein Witz. Ein Kamillenshampoo tat es auch.

Mindesthaltbarkeit erreicht

„Wer älter wird, wird weiser“ meint ein Sprichwort. Nicht nur denjenigen, die gut in Rechtschreibung sind, wird mit zunehmendem Alter bewusst, dass damit wohl nicht das immer fahler werdende Gesicht gemeint ist, das einen morgens aus dem Spiegel entgegenblickt und das jeden über Vierzig von Tag zu Tag mehr an Opa oder Oma als an einen selbst erinnert. Zu realisieren, dass man älter wird, ist nicht einfach, lässt sich aber gerade bei Frauen in der Regel nicht vermeiden; und auch danach nicht. Zwar versprechen viele überteuere Kosmetika, Firnessgurus und Ernährungstipps ewige Jugend mit Traumgewicht, das einzige was durch diese in Form bleibt und leichter wird, ist jedoch der Geldbeutel. Wer effektiv etwas gegen das Altern tun will, dem bleibt nicht viel anderes übrig, als früh zu sterben…

Mit dem Älterwerden ist das eine verzwickte Sache. In jungen Jahren wünscht man sich sehnlichst, endlich erwachsen zu werden, um selbst entscheiden und tun zu können, was man möchte, da man es als Kind satt hat, machen zu müssen, was andere sagen. Kaum dass man dann erwachsen ist, wünscht man sich sehnlichst die Kindheit zurück, als man noch nicht selbst entscheiden musste und tun konnte, was man mochte, da man es als Erwachsener satt hat, machen zu müssen, was andere sagen. Irgendwie hatte man sich als Kleiner das Leben als Großer toller vorgestellt, als man mit dem Erwachsensein noch lange aufbleiben, nachts Fernsehen schauen und Eis essen so viel man mag in Verbindung brachte statt wie heute Alimente, Steuererklärung und Prostatavorsorgeuntersuchung…

Seit der Kindheit hetzt jeder von uns vermeintlich erstrebenswerten Zielen entgegen wie ein Esel der Karotte. Nur um nach ihrem Erreichen feststellen zu müssen, dass jedes Ziel bloß der Start für die nächste Etappe im Leben ist, an deren Ende eine größere Karotte wartet. Hinzu kommt die nüchterne Erkenntnis, dass es trotz größter Mühen stets jemanden gibt, der das gleiche Ziel schneller und besser erreicht und am Ende die größere Karotte hat. Das ist beim Sandburgenbau im Kindergarten bereits ebenso wie später bei Prüfungen oder beim Sex mit dem langjährigen eigenen Partner. Das Hinarbeiten auf ein Ziel ähnelt der Installation einer App: Ob 100 % erreicht werden, bleibt bis zum Ende spannend und setzt voraus, dass es zu keinem Absturz kommt und man genug Power hat…

Unser Leben ist zu einem All-you-can-eat-Buffet geworden, bei dem wir alles Schöne, was bereits auf dem eigenen Teller liegt, kaum mehr genießen können, da wir uns schon Gedanken machen, was wir uns als Nächstes aufladen. Jeder hastet und blickt neidisch auf den Teller des Nachbarn, um zu prüfen, ob dieser nicht vielleicht ein größeres oder schöneres Stück vom Kuchen abbekommen hat. Das ist beim Mittagessen in der Kantine nicht anders als beim Aushändigen irgendeines Zeugnisses oder beim Besichtigen des neuen Hauses von Freunden. Auch wenn es uns nicht bewusst ist, wir vergleichen uns immer und überall mit anderen und beneiden zumindest unterbewusst diejenigen, die mehr haben als wir selbst. Das wird jeder Mann bestätigten, der ab und an einmal in die Sauna geht…

Unser Leben ist ab dem Moment stressig, in dem sich vor uns der Muttermund öffnet, und bleibt dies so lange, bis sich über uns der Sargdeckel schließt. Dazwischen hetzen wir durch Kindheit, Jugend und Erwachsensein. Zwischen der Lebensphase, in der wir noch in Windeln machen, und der Lebensphase, in der wir wieder in Windeln machen, soll nichts dem Zufall überlassen sein. Mit Durchtrennen der Nabelschnur wird Neugeborenen der Fahrplan fürs Leben in die Hand gedrückt, in dem Einser-Abitur, Medizinstudium cum laude, fünf Sprachen und drei Musikinstrumente obligatorisch sind. Anfangs ist jeder motiviert, erst Kindergarten, dann Schule sowie Lehre oder Studium schnell zu durchlaufen, um frühestmöglich im Beruf zu landen und dort auf Rente oder Tod zu warten…

Gestern kaum gekannt, heute schon verheiratet, morgen bereits wieder geschieden. Irgendwann steht man als Erwachsener um die Vierzig mit seriösem Beruf und geregeltem Einkommen da, blickt zurück auf dreißig Jahre Stress und realisiert, dass vor einem weitere dreißig Jahre Stress liegen, an deren Ende man reicher an Erfahrung und vielleicht auch reicher an Vermögen sein wird; oder bereits tot. Um das eigene Leben umzukrempeln und nur noch das zu machen, auf was man Lust hat, ist man einerseits schon zu alt und andererseits noch zu jung. Auf der Flucht vor der Midlifecrisis kommen viele auf recht dumme Gedanken: Das endet bei den einen in Alkohol, Drogen und Verschuldung wegen Glückspiels, bei den anderen in Heirat, Kindern und Verschuldung wegen des Eigenheims…

Mit zunehmendem Alter wird einem bewusst, wie viel Zeit man früher in Ziele investiert hat, die es nicht wert waren: Die Mühe, die man in der Schule in die Verbindung von Estern im Chemiekurs steckte, für die es am Ende eine Sechs gab und die mit einem Puff endete. Oder die Mühe, die man nach der Schule in die Verbindung mit Esther aus dem Chemiekurs steckte, für die es am Ende keinen Sex gab und die in einem Puff endete. Bedenkt man, wie mühevoll es einst war, mit Vatis Kamera ein paar verwackelte Fotos der umschwärmten Banknachbarin im Freibad zu machen und wie mühelos heute zig hochauflösende Bikinifotos der umschwärmten Büronachbarin bei Twitter und Co. verfügbar sind, kommt man sich vor wie sein eigener Opa, der von der Zeit vor dem Krieg erzählt…

Irgendwann über Vierzig kommen wir Männer in ein Alter, in dem wir uns sonntags nicht mehr darüber ärgern, zu früh wach zu werden, sondern froh sind, überhaupt noch wach zu werden. War Mann einst glücklich, wenn er nicht aus dem Bett musste, reicht es irgendwann zum glücklich sein aus, wenn er noch aus dem Bett kommt. Wer früher stolz war, erst nach dem zehnten Bier Pinkeln zu müssen, ist irgendwann schon zufrieden, wenn das erste Bier nicht schon wieder unten raus will, bevor es oben ganz drin ist. Während es für Millennials wichtig ist, etwas auf dem Teller zu haben, was ihr Gewissen nicht belastet, ist es für uns, die wir unsere Pubertät in den 1990ern verbrachten, mehr und mehr wichtig, etwas auf dem Teller zu haben, was unsere Gebisse nicht belastet…

Bei Frauen geht es in jungen Jahren vor allem darum, Sex zu haben und Kinder zu vermeiden. Diese Haltung wandelt sich mit der Zeit dahin, Kinder zu haben und Sex zu vermeiden. Verhüten Frauen unter Dreißig meist mit der Pille, tun sie es ab Dreißig meist mit Licht im Schlafzimmer. Das Gefallen, das Frauen an Handtaschen in allerlei Farben und Größen mit verschiedensten Verschlüssen haben, schwenkt ab Dreißig auf Tupperdosen in allerlei Farben und Größen mit verschiedensten Verschlüssen um, die wie einst die Handtaschen nach einmaliger Benutzung in einer Schublade verschwinden. Frauen Ü40 sind übrigens der Meinung, Mädels U20 würden es heutzutage mit dem Alkohol übertreiben. Mädels U20 denken über Frauen Ü40 genau das gleiche. Beide haben Recht…

Fest steht, dass auch der, der äußerlich älter wird, sich seine Jugend innerlich erhalten kann. Das wird jeder bestätigen, der schon einmal bei einem Klassentreffen alte Schulkameraden getroffen hat, die äußerlich zwar kahl und dick geworden sind wie ihr Vater, innerlich jedoch noch genau das gleiche Arschloch geblieben sind wie in der zehnten Klasse. Lernen wir beim Älterwerden denn gar nichts aus der Vergangenheit? Vielleicht nur so viel, dass besoffen Auto zu fahren dank Spurhalteassistent im Oberklassenfahrzeug mit Vierzig deutlich einfacher ist als im Kleinwagen mit Zwanzig. Das zu Beginn erwähnte Sprichwort stimmt also vielleicht gar nicht. Oder aber es enthält einen Rechtschreibfehler. Mindesthaltbarkeit erreicht… gruenetomaten@live-magazin.de.

 

Patrik Wolf

P.S. Wer früher stirbt, ist länger tot.

Clubzone Februar 2020

Herzlich willkommen liebe Zielgruppe! Auf geht’s mit Gebrüll ins pralle Nachtleben, um mal nachzuschauen, was der Januar so an Ausnahmezuständen bereit gehalten hat. So schnell kann’s gehen, schon ist ein Zwölftel des neuen Partyjahres schon wieder dahin. Aber das ist ja auch kein Wunder, dass hier die Zeit scheinbar fliegt, denn die gesamte Club- und Partyszene hat immerhin genau so flott weitergefeiert wie im letzten Jahr – von dem wir ja noch ein paar Silvesterbespassungen würdigen müssen. Wer da eine Pause braucht hat schon verloren, schließlich sind wir ja alle nicht zum Spaß hier, und die Zeiten in denen der Januar eher als Feiermonat mit angezogener Handbremse von sich reden machte, sind glücklicherweise längst vorbei. Weiterlesen

Zuschauerzahlen im Sinkflug: Stell dir vor es ist Fernsehen und keiner guckt hin!

Mal Hand aufs Herz: Schaut Ihr noch Fernsehen oder flimmert bei euch auch nur noch  Netflix und Co. über den Bildschirm?  

Die gute, alte Glotze war über Jahrzehnte zentraler Dreh- und Angelpunkt ganzer Generationen. Nichts bewegte die Nation so sehr wie Straßenfeger-Krimis, Samstagsabendshows und Lieblingsserien. Da kamen höchstens noch Musikstars und Sporthighlights mit, aber auch die fanden ja letztlich im Fernsehen statt. Ist dank Internet und Streaming-Diensten bald Schluss mit „Ich glotz TV“? Weiterlesen

In der zweiten Reihe sitzt man besser

Hallo Mikrokosmonauten: Second place is first loser, oder?

In jungen Jahren nahm ich an einer TV-Show teil. Das Thema lautete: „Wir suchen das Partygirl des Jahres!“. Ich wurde damals Dritte. Ein eher undankbarer Platz. Einer, der schnell vergessen wird. Die ersten beiden bekamen wenigstens noch VIP-Tickets für die Bambi-Verleihung. Ich bekam einen Blumenstrauß und das Rückflugticket nach Saarbrücken bezahlt. Es hätte mich natürlich schlimmer treffen können, obwohl ich mich heute manchmal frage, ob es denn etwas Schlimmeres gibt, als mit oberkörperfreien Tänzern im Bikini zu posieren. Ich hatte damals extra meinen Job hingeschmissen. Für ein bisschen Fame. Und ich wurde nur Dritte. Aber so war das schon immer bei mir. Irgendwie bin ich kein geborener Gewinner. Und auch Übung machte bei mir noch nie den Meister. Weiterlesen

Die Sache ist gegessen

Menschen und Pflanzen haben mehr gemeinsam als man zunächst vielleicht denken mag. Von beiden gibt es groß wie auch klein gewachsene, weiche wie auch harte Exemplare, von denen mache hübsch, andere eher hässlich sind. Einige von ihnen sind glatt, andere stachelig und wiederum andere beschnitten. Die einen wirken reizend, auf andere reagiert man allergisch oder sogar mit Ausschlag. Manche erweisen sich als nützlich und auch in der Küche zu gebrauchen, während andere zwar gut aussehen, sonst jedoch nur herumstehen und sich vollgießen lassen. Bei beiden Gruppen gibt es solche, die man sich aussuchen kann, und solche, die von Freunden bei Partys mitgebracht werden. Manche duften und machen sich auch im Schlafzimmer gut, während andere so unangenehm riechen, dass man sie am liebsten vor die Tür setzen würde. Bei den einen geht es daher darum, sich fortzupflanzen, bei den anderen darum, sie fort zu pflanzen… Weiterlesen

Alles super!

Hallo Mikrokosmonauten: Ich bin schon wieder genervt!

Jeder kennt es: Man ist verabredet. Man ist zu spät dran. Man findet zu allem Übel keinen Parkplatz. Die Anspannung steigt. Die Ampeln springen aus unerklärlichen Gründen alle auf Rot. Das Smartphone piepst. Eine Whats App-Nachricht: „Schon da?“. Keine Zeit zum Antworten, denn die Ampel springt genau jetzt auf Grün. Verzweifeltes Rumgurken durch die Stadt auf der Suche nach ner Parklücke. Ruhig bleiben völlig ausgeschlossen. Rumschreien hinterm Steuer, da die nächste Ampel wieder auf rot springt. Wut auf sich selbst, dass man nicht einfach zehn Minuten früher losgefahren ist. Letztendlich widerrechtliches Parken auf Privatgrundstück. Hetzen zum Treffpunkt. Warten am Treffpunkt, da Verabredung trotz eigener Verspätung noch nicht da ist. Brodelnde Stimmung. Schweißausbrüche. Blödes Gefühl, weil Angst, dass Auto eher abgeschleppt wird als man selbst. Aufkeimende Aggressionen. Und schließlich taucht die Verabredung seelenruhig lächelnd auf und fragt total entspannt: „Na, alles gut?“, und insgeheim tut man plötzlich nichts anderes, als die Messer zu wetzen angesichts dieses provokant gutgelaunten Verhaltens. So eine Frechheit auch! Weiterlesen

Die Rocker unter den Rappern

Ehrensache, dass die Heimspiele von Rapper Lucy und Multi-Instrumentalist / Producer Deon in Saarbrücken sofort ausverkauft waren und ein Zusatzkonzert her musste: Dienstag in der ausverkauften Camerazwo ein Unplugged-Konzert, Mittwoch vor rasender Menge im Kleinen Klub, Donnerstag ein kurzer Abstecher zum Gig nach Münster und Freitag wieder sold out in der Garage – that’s rock’n roll! Hamburg, Berlin, Hannover, Leipzig, Köln, Stuttgart, Wien, Frankfurt, Zürich, München, keine Frage sowas schlaucht: 270 Euro hat Sänger Lucy allein in Apotheken gelassen um sich mit Medis auf dieser Tour einigermaßen fit zu halten. Weiterlesen