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König der Straße

Letztens stand ich im Stau. Wie so oft waren auch dieses Mal diejenigen Autofahrer der Grund dafür, die völlig davon überrascht worden waren, dass es im Winter schneien kann. Angepasste Fahrweise bei Glätte ist zwar durchaus angebracht, bedeutet jedoch nicht zwangsweise, dass man über die Autobahn schleichen muss als hätte man Nitroglycerin geladen. Dank Sommerreifen, Zigarette in der Linken und Smartphone in der Rechten sollte es auch dieses Mal nur eine Frage der Zeit sein, bis irgendein mit seiner Stirn an der vereisten Windschutzscheibe klebender Fahranfänger seinen uralten Gebrauchtwagen irgendwo in die Leitplanke setzt und damit den Berufsverkehr zum Erliegen bringt… Weiterlesen

Zyklusprobleme

Wer glaubt, mich inzwischen zu kennen, kennt nur einen Bruchteil meines wahren Ichs. Man kennt mich als neunmalkluge „Ratschlägerin“ – leider im Schaumschläger-Mantel. Denn entgegen meiner klugen Sprüche, mit denen ich jongliere wie ein Artist auf Ecstasy, sorge ich ansonsten in meinem Leben zuweilen für ziemlich unangenehme Kracher. Hier gebe ich Lebenstipps, wie man mit Liebeskummer umgeht oder wie man sich nochmal so richtig schön aus dem Leben schießen kann, bevor man das Löffelchen reicht, aber sobald ich mal wieder einen meiner „Nimm das Leben leicht“-Texte zum Besten gegeben habe, sacke ich regelmäßig in mich zusammen, verwerfe all meine Ratschläge, weil ich sie selbst plötzlich nicht mehr anwenden kann und möchte mich am liebsten in einem tiefen Erdloch verbuddeln. Das Ganze passiert einmal im Monat. Mal mehr, mal weniger intensiv.

Alle Tage wieder
Das, worüber ich sprechen möchte, ist ziemlich heikel. Einmal im Monat erlebe ich nämlich eine Art Metamorphose. Will heißen, dass ich in eine emotional sehr instabile Phase gerate. Unfreiwillig wohlgemerkt. Kennt ihr das Gefühl, euch jeden Moment in Hulk zu verwandeln, fast schon panisch dagegen anzukämpfen, aber ihr wisst, dass die Verwandlung unaufhaltsam ist und ihr letztendlich explodiert und völlig ausflippt? Nein? Nun, dann bin ich vielleicht die Einzige, die diese Ausraster so beschreibt, aber so ähnlich fühle ich mich regelmäßig. Okay, ich werde zwar nicht grün, aber das lässt mich nicht weniger furchteinflößend aussehen. Leider. Ich glaube mittlerweile sogar, dass Hulk eine Frau war, denn offen gestanden, traue ich ein solch ambivalentes Verhalten nur einem weiblichen Erdenbewohner zu. Und ich meine, mittlerweile rausgefunden zu haben, dass wir Frauen uns zyklusabhängig, irgendwie zu verwandeln scheinen. Und somit komme ich aufs Thema: Die unvermeidbare Werwolf-Interpretation! Ein gutes Theaterstück wäre es allemal, aber in Beziehungen ist so etwas ein absoluter Killer. Kein Mann will Bekanntschaft mit Frankensteins Braut machen. Aber machen wir uns nichts vor: Wenn in der Werbung so unverblümt über Tabu-Themen wie Blasenschwäche und Creme gegen Pilze in der Intimregion gesprochen wird, können wir auch über den weiblichen Zyklus gepaart mit der entsprechenden Launenhaftigkeit bis hin zum psychischen Exitus sprechen.

Achtung, bissig!
„Wann würde eine Frau am ehesten jemanden töten? A: in der Woche vor ihrer Menstruation, B: während ihrer Periode oder C: in der Woche danach?“, fragt das Partyspiel „Therapy“ überspitzt auf einer Quizkarte. Die richtige Antwort ist dem Spiel zufolge A: In den Tagen vor der Menstruation seien Frauen besonders launisch. Klischee oder Realität? PMS scheint jedenfalls keine Erfindung der modernen Medizin zu sein. Bereits Hippokrates berichtete von Frauen mit monatlichen Unruhezuständen, die sich vom Kopf in die Gebärmutter bewegen. Der Begriff umschreibt keine Erkrankung, sondern eher eine Sammlung von Beschwerden, die Frauen in den Tagen vor oder sogar während ihrer Menstruation erleben. Wir sind demnach niedergeschlagen, reizbar, klagen über Kopfschmerzen oder Schlafstörungen. Rund jede vierte Frau leidet laut Experten unter solchen Stimmungstiefs. Oder wie ich es liebevoll nenne: Dem Werwolf-Syndrom. Meine letzte Verwandlung liegt noch nicht lange zurück. Urplötzlich war ich getrieben von dem Gedanken, ich müsste meinem doch sehr friedliebenden Freund eine Art Denkzettel in Form von Gemeinheiten und Vorwürfen verpassen. Gekrönt wurde mein plötzlicher Sinneswandel damit, dass ich alles in Frage stellte. Die Beziehung und die ganze Welt. Und der Grund für mein Ausraster war geradezu lächerlich. Ich hatte üble Kopfschmerzen und wollte deshalb mit ihm nicht unter Leute gehen. Ausgeschmückt wie ein Kaminzimmer zur Weihnachtszeit kamen jedoch meine Argumente, warum ich denn nichts trinken gehen wolle. Statt einfach zu sagen, dass ich Kopfweh habe, stellte ich alles in Frage und warf mit den schillerndsten Brüll-Tiraden à la Kinski um mich. „Schrei‘ ich oder schrei‘ ich nicht?“ Urplötzlich fühlte ich mich vereinnahmt und meiner Freiheit beraubt. Und am Ende meiner Maschinengewehr-Salve fand ich mich in einem Geflecht aus zusammenhanglosen Unterstellungen wider, mit denen ich meinen Freund terrorisierte, wie das hysterische Kind die Eltern. Und ich verdammte vor allem lautstark die Liebe und Beziehungen. Ich bezeichnete alles als große Lüge. Und heulte dabei wie eine Hyäne. Und ehe ich wie ein Kind mit den Füßen aufstampfen konnte, setzte ich mich an jenem Abend an die frische Luft, ehe es mein Freund tun konnte, in der Hoffnung, wieder klar in der Birne zu werden. Und das wiederholte ich dann gleich zwei Mal, denn bei der ersten Rückkehr ging gerade wieder alles von vorne los. Heute weiß ich: Meine Hormone spielten völlig verrückt. Und das nicht zum ersten Mal. Ob PMS oder irgendwelche anderen hormonellen Störungen aufgrund des weiblichen Zyklus ist eigentlich egal, denn der Verlauf ist immer der gleiche. Aber was zum Teufel bringt es uns Frauen, uns selbst zu sabotieren? Unserem Glück in diesen Momenten so richtig eins auf die Fresse zu geben? Eigentlich nichts, oder?

Tanz auf dem Hormon-Vulkan
Bei diesem Hormon-Overflow, der gelegentlich in uns brodelt, ist es nicht verwunderlich, wenn der ganze Vulkan mit einem Mal zum Ausbruch kommt und die ganzen Hormone uns im Nu ins Höllenfeuer katapultieren. Aber um das mal kurz klarzustellen, liebe Männer: Ihr seid nicht zwingend der Grund für unsere Stimmungsschwankungen. Wir sind nicht einmal im Monat mies gelaunt, den Tränen nahe oder streitlustig, weil wir ein Problem mit euch oder der Welt haben: Wir quälen uns schlicht und einfach. Viele von uns würden einiges dafür geben, diese eine Woche im Monat überspringen zu können. Nicht mit permanenten Stimmungsschwankungen zu leben, die unsere Laune von einem Extrem ins nächste stürzen. Mal leiden wir unter leicht depressiver Stimmung, gepaart mit einem miesen Selbstwertgefühl, gelegentlichen Heulkrämpfen und Angstzuständen. Mal sind wir aggressiv und angriffslustig. Alles ist möglich, vieles unerträglich. Vor allem, für uns selbst. Forscher haben untersucht, ob und wie sich die Struktur des weiblichen Gehirns im Laufe des Zyklus verändert. Ihre Ergebnisse legen nahe, dass der schwankende Hormonspiegel während der Menstruation auch die Struktur des Hippocampus verändert und der spielt eine zentrale Rolle für unser Gedächtnis, unsere Stimmung und Emotionen.

Reden hilft
Nachdem ich zwei Tage im seelischen Ausnahmezustand taumelte, kämpfte und haushoch gegen jegliche Vernunft verlor, geschah erneut etwas Seltsames: Ich war wieder die Alte. So nach dem Motto „Herr Jesus, was ist passiert?“ wachte ich morgens zwar etwas verwirrt auf, konnte aber ebenso wenig wie mein Freund glauben, dass es Hulk jemals gegeben hatte. Und spätestens jetzt schaltete sich etwas ein, was mich noch fertiger machte, als alle Ausraster zusammen: Das schlechte Gewissen. Und die Last dieses schlechten Gewissens ist enorm muss man wissen. Es drückt dich zu Boden und du kannst kaum mehr atmen, wenn du darüber nachdenkst, was für eine Scheiße du gemacht hast. Am Ende ist es doch so: Das einzig probate Mittel ist Reden. Alternativ könnte man sich natürlich auch in einem Erdloch verbuddeln, aber reden erachte ich als sinnvoller. Darüber mit dem Partner reden, warum das passiert und dass man selbst darunter leidet, aber niemals weniger liebt. Und irgendwann – ja ich glaube daran – haben wir uns vielleicht doch soweit im Griff, dass die Werwolf-Herrschaft nicht mehr ganz so schlimm sein wird. Oder der Partner derweil eine Gummizelle für uns angefertigt hat.
– R. –

Clubzone Dezember 2017

Advent, Advent die Stimmung brennt und somit befinden wir uns in der alljährlichen Hochsaison der nächtlichen Feierei. Tatsächlich geht mit dem jetzt begonnenen Dezember ein Jahr in die letzte Runde, das wahrlich nicht arm an gehaltvollem Treiben war und natürlich machten auch die letzten Wochen keine Ausnahme. Das war ja wirklich eine wilde Fahrt durch einen gar nicht so grauen November. Wenn wir die Geschehnisse der letzten Wochen mal Revue passieren lassen und dann noch mit ins Kalkül nehmen, was die Gerüchteküche so in jüngster Zeit offenbarte, wird dieses Jahr wohl genauso ungebremst und mit eben so viel Partyschmackes zu Ende gehen, wie schon die letzen zwölf Monate befeuerten. Da war aber auch wirklich alles dabei: liebgewonne Locations, von denen wir uns trennen müssen, Bars, die ein paar Ecken weiter ziehen, und die geballte Vorfreude auf Feier-Hot-Spots, die ins Nachtleben unserer kleinen Metropole zurück finden. Aber genug des Vorgeplänkels, wir starten lieber gleich in unsere kleine Rundreise durch den Party-Herbst an der Saar.

Zu Beginn lassen wir es ausnahmsweise mal ganz ruhig angehen und wenden uns einer Location zu, die vor allem am frühen Abend als Startrampe in ausgediente Partynächte gedient hat, was nicht heissen soll, dass hier nicht auch schon auf den Tischen getanzt wurde. Die Rede ist natürlich vom OVID in der Kaltenbachstraße, das gleich für doppelten Gesprächsstoff sorgte. Einerseits hat sich das eigentliche Team um den beliebtesten Servicegott vom St. Johanner Markt, Marcus C. von der Ecke Gerberstraße verabschiedet und ist in das extrem gelungene SCHÖNECKER in der MODERNEN GALERIE umgezogen. Das hatte dann dort auch schon drei Wochen vor der Museumswiedereröffnung eine tolle Premiere hingelegt und bereichert seitdem die gastronomische Palette der Landeshauptstadt. Gleichzeitig ist auch das OVID selbst seit Oktober so richtig durch gestartet. Die Tradionslocation hat sich nämlich im wahrsten Sinne des Wortes eingereiht zu KALINSKI und BROT UND SEELE, den deren Betreiber haben jetzt auch an der Ecke das Sagen. Das ließ sich bis jetzt ganz ausgezeichnet an und wird künftig auch im Zusammenspiel mit den benachbarten Food-Läden noch weiter augebaut. Das bedeutet, dass hier auch bald gefrühstückt werden kam und Abends werden Tapas angeboten. Und ein wenig mehr soll auf Gemütlichkeit gesetzt werden, wobei wir und da bis jetzt nicht beklagen konnten. Wir behalten das auf jeden Fall wohlwollend im Auge.

Der Johannishof in der Mainzer Straße war über Jahrzehnte eine echte Feierhochburg, unter anderem als einstige Heimstatt des PREMABÜBA, der uns ja auch demnächst wieder, wenn auch an anderer Stelle, ins Haus steht. Die Zeiten sind lang vorbei und im großen Saal wird seit Jahren nur noch kletternd die Wände hoch gegangen. Einzige Ausnahme war der kleine Club im Kellergeschoß, wo im Juni 2003 das 6NULL3 eröffnete und gemensam mit BLAU, MAGNET und LUV zum festen Bestadtteil des goldenen House-Jahrzehnts in Saarbrücken wurde. Im folgten an gleicher Stelle, aber leider nachlassendem Publikumsinteresse AUDION, SECRET, VOGUE und PLAY nach – und seit über einem Jahr hatte der Spaß auch hier ein Ende. Doch jetzt eröffnete STUDIO 30 unter der Federführung von David L., der immerhin schon mal mit dem BARCODE in der Grünstraße eine Kultlocation auf die Beine gestellt hatte. Während es im Nauwieser allerdings noch um ausgesuchte Elektronik Leckerbissen ging, trumpft das STUDIO 30 an den Wochenenden mit handgemachter Live-Musik im Tonstudio auf. Genau die Nuance, die im Nachtleben unseres Städtchens bis dato ein bisschen unterrepräsentiert war, wie auch der Zuspruch bei den Konzerten im NILLES oder SAMS BISTRO zeigen. Da auch Booker Jörg M. wahrlich kein unbeschriebens Blatt in der Szene ist, wird es von hier wohl bald mehr zu berichten geben.

Ebenfalls schon seit Oktober wieder am Start ist die fabulöse 100 TAGE BAR neben der Johanniskirche, die uns ja leider nur im Winter die Nächte verkürzt. Dieses Jahr haben bereits Heroes wie Henk the Tank und Faissal die Extraklasse der Lokalität herausgestellt und auch DJ Greg Santana in seiner eigenen Reinkarnation als Swingkid Greg feierte mit großem Anklang Mitte November seinen Einstand für dieses Jahr. Allerdings ist es in der klitzekleinen Bar manchmal etwas drängelig und wenn man dann einen Sitzplatz anviisert hat, lässt sich mancheiner wenn’s blöd läuft mit etwas zu viel Schwung nieder. Genau das hat ein nicht unbekannter Saarbrücker Musikunterhalter getan, der bösen Zungen zufolge nur deswegen vorbeigekommen war, um sich mittels Shazam vom Program des Deejay-Meisters „inspireieren“ zu lassen. Das ist zwar nicht nett, aber heute leider immer wieder zu beobachten. Es ist halt zu ärgerlich, dass es nicht auch noch DJ-Software gibt, die guten Musikgeschmack ersetzt. Aber egal, im vorliegenden Fall, sorgte das Kharma sein für einen gewissen Augleich. Zwar traf er den anvisierten Sitzplatz mit etwas Ellenbogeneinsatz, nur lag der Fehler in der sträflichen Unterschätzung seines Abstandes zur rückwärtigen Wand. Kurz gesagt, er semmelte sein Haupt so richtig mit Schmackes gegen das Mauerwerk, was zwar schon beim Zusehen wehtat, aber sonst ohne Folgen blieb. Das dicke Ende kam dann aber als er sein Handy aus der Hosentasche heraus fingerte – und für seine aufmerksamen Sitznachbarn gut sichtbar feststellte, dass Shazam zwar noch geöffnet war, das Display aber in 1.000 Teile gesprungen war. Kharma is a bitch, aber manchmal triffts den Richtigen!

Bevor wir uns aber weiter den angenehmen Seiten unserer vielfältigen Nachtbespassungen widmen, kurz noch eine nicht ungeteilt postive Geschichte. Mit dem BOOTS, ebenfalls in der Mainzer Straße angesiedelt, hat uns eine der langjährigsten Locations verlassen. Wie die meisten von uns erst beim morgendlichen Abstecher zum JÉROME überrascht bemerkt haben, sind die über Jahrzehnte zugehangenen Fenster auf einmal offen und gewähren Einblick in ein Lokal, um das sich unzählige Gerüchte rankten. Das lag zu einem guten Teil daran, dass bei auf eine einzige Ausnahme, einem Konzert mit Tromla beim CSD 2015, in all den Jahren Frauen der Zutritt verwehrt blieb und in einem Raum genauso lang das Licht irgendwie kaputt war oder jedenfalls nicht angeschaltet wurde.

Aber auch hier gibt es eine gute Seite, denn mittlerweiel hat hier die TROPICAL BAR eröffnet und bringt Lateinamerika an die Saar! Der brandneue Latino-Hotspot in Saarbrücken bietet in den einst veruchten Räumlichkeite hochwertige Spezialitäten und Cocktails mit authentischem lateinamerikanischem Flair. Sei es der kubanische Mojito, der berühmte Caipirinha do Brasl oder doch was völlig anderes – mit Sicherheit ist hier nicht nur durch die neuerdings geöffneten Fenster ein ganz neuer Wind eingekehrt. An den ersten Wochenenden war die Stimmung herrlich ausgelassen und die DJs konnten überzeugen. Unser Höhepunkt war der angesprochene Mojito und das werden wir garantiert wiederholen.

Was ein Tanz war das wieder bei der „OB NACKISCH ODER MIT KLÄDER – JEDER KOMMT MIT HOSENTRÄGER!“ Party! Das Team vom TANZ IM HELLWIGSTADION ließ die Mauern des SOHO erneut erbeben. Dies ging einerseits auf die Kappe der grandiosen DJs Stereotonie, Enzo, Snow und Else, die jedes Kompliment verdienst haben. Andererseits kann man dafür aber auch das herrlich wütende Hellwigvolk verantwortlich machen, das wieder 110% in die Waagschale warf! Bitte jetzt schon rot im Kalender anstreichen: Im Dezember, wenn’s mit dem Hellwigwahnsinn weitergeht, wird’s endlich auch mal wieder leicht weihnachtlich beim Hellwigstadion. Da darf man jetzt schon gespannt sein.

22 Jahre hat der FISH auf dem Buckel, aber die kultigste Studenparty dieser Stadt hat nicht den Hauch Partyschmackes eingebüßt und gilt als Mekka für Studenten, Freunde, Gastrohasen und -häsinnen und alle die, die Dienstags nicht einfach gelangweilt vor der Glotze hängen wollen. Die Rückkehr ins angestammte BLAU vor 21 Monaten hat dem dienstäglichen Wahnsinn scheinbar einen anhaltenden Partyturbo verpasst, anders sind die seit einigen Wochen im blauen Schwitzekeller herrschenden Ausnahmezustände kaum zu erklären. Klar war der FISH schon immer eine Veranstaltung der höheren Vergnügungsordnung, dafür sorgte allein schon die Mucke von DJ Moh and Friends. Okay, die Kampfpreise am Tresen spielen natürlich auch eine Rolle, aber wer einmal beim FISH mitgefeiert hat, weiß, dass es einfach die Mischung macht. Das hat diese Partyreihe auch diesen November wieder auf das Eindruckvollste unter Beweis gestellt und wir sollten alle hoffen, dass uns dieser Dienstagsspaß noch mindestens weitere 22 Jahre erhalten bleibt.

Abgesehen von all den anderen Dingen, die letzten Monat im APARTMENT NUMBER ONE passiert sind, fällt es uns sehr schwer, das was im Apartment so abgegangen ist, in Worte zu fassen! Aber gut, wir probieren es mal: Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, Konfetti, …und ne Badewanne. APARTMENT halt!

Dass ausgelassenste Feierei nicht nur gerade der Pubertät entkommenenen Partyfrischlingen vorbehalten ist, zeigt immer wieder die TECHNO CLASSICS Ausgabe der Ü30 PARTY im ALTEN SCHMELZ ungemein schwungvoll. Dabei war die letzte Ausgabe vom Altersmix her vielleicht noch breiter gefächert als sonst, denn der reichte vom Studentischen bis hin zum ein oder anderen Silberrücken. Eben Erwachsenen jeden Alters, die einfach gemeinsam eine Vorliebe für stilvolles Feiern und gute Musik teilen und die genauso alte Trance-Hymnen wie Rave Knaller, serviert vom DJ Duo Foggy und Higheffekt, zu feiern wussen und sich bei dieser Ausgabe wieder auf beiden Floors so richtig auszutoben. Denn eines darf man bei der ALTEN SCHMELZ nie vergessen: gleich welches Motto auf dem Main Floor zelebriert wird, DJ Günni auf dem zweiten Floor ist einfach einen echte Partygrante, der zuverlässig immer für die richtige Stimmung sorgt. Das gilt übrigens auch für die zweite Auflage der Ü30 PARTY – NIGHT OF THE DJs, wo die Besucher auch diesmal wieder eine ganz besondere DJ-Konstellation erwartet, denn das musikalische Programm bestreiten in dieser Nacht neben DJ Foggy als Gastgeber, DJ Kasimir (APARTMENT NUMBER ONE) und DJ Senad (KUFA) und natürlich Disocfox-Maniac DJ Günni auf seinem Floor.

In diesem Sinne, take care…..

J.K.T.

Clubzone November 2017

Herzlich willkommen im Partytreiben deiner Wahl! Dieser Satz hätte durchaus als Motto für das Feiergeschehen hierzulande in den letzten Wochen gelten können. Die ganze Palette an Feiermöglichleiten war im Angebot und gleich ob angestammte Locations oder neuerlich „eroberte“ Territorien, gefeiert wurde an allen Ecken und Enden und zwar so, dass es nur so eine Freude war. Drinnen, draußen, auf der Erde auf dem Wasser und … okay, in die Luft ging es in den letzte Wochen noch nicht, aber bei der Kreativität unserer Partyveranstalter und Konzeptmacher kann das ja nur eine Frage der Zeit sein. Neben dieser ausgelassen Feierei gab’s auch reichlich lustige Nachreden und Tratschgeschichten und ein, zwei Skandälchen. Alles in allem also perfekte Voraussetzungen für eine prall gefüllte Klatschspalte. Also, auf geht’s mit Gebrüll ins pralle Nachtleben! Mal schauen, was die letzten Wochen so an Ausnahmezuständen bereit gehalten haben.

Los geht’s mit einem neuen Wochentag, dem Freu, freu, Freutag? Um die Freitage im APARTMENT NUMBER ONE zu Beschreiben, fehlten lange die Worte. Man hat es versucht mit: „Eskalation, Freude, Spaß, Abgehen…“ doch das war nicht genug. Da das APARTMENT-Team jedoch nicht auf den Kopf gefallen ist und einen super schnellen Workflow hat, kam dem Team nach nur zwei Jahren (Ironie:On) endlich die Lösung: Freutag. Was das genau bedeutet? Im APARTMENT NUMBER ONE ging’s auch in den letzten Wochen wieder komplett verrückt zu. Kennt ihr zum Beispiel den Hit „Turn down for what“ von Dj Snake und Lil Jon? Ja? Dann erinnert euch an die infernalische Stelle des Songs, in dem sich der alles zerstörende Drop aufbaut, und zum ersten mal der Refrain kommt. Die Menge bereitete sich auf die totale Eskalation vor und dann… Ruhe. Die Lichter gingen aus. Die Leute blickten verwirrt um sich, bis schließlich das ganze APARTMENT in ein Pastell-Rosa getaucht wurde. Plötzlich hörte man die seicht romantischen Klänge der Titelmusik des Aesthetic Hypes – „Vaporwave“ (Kennste nicht? Googeln!) Das Spannende? Die eigentlich erwartete Enttäuschung, weil der Drop von „Turn down for what“, nicht kam, bleib komplett aus, denn alle Tanzenden Menschen wussten die Aktion genau einzuordnen, niemand hat sich aufgeregt. Alle fingen an mit dem Gegenüber zu tanzen und zu lachen. Das ist Apartment! Allerlei weitere Verrücktheiten, wie 4-Gewinnt mit Lippenstift auf dem Spiegel in der Toilette, Feuerspucker zum Aufwärmen für die Menschen in der Schlange oder Batman, der mit Joker auf den Boxen um die Herrschaft übers Partyvolk kämpft, gehören hier zum Normalzustand. Glaubste nich’? Musste selber vorbeikommen!

Und zweimal im Monat lohnt sich das sogar schon donnerstags, denn die AFTER WORK PARTY im APARTMENT NUMBER ONE hat sich längst vom Geheimtipp zu einer festen Größe im Nachtleben unserer kleinen Gemeinde entwickelt. Was auch sonst, immerhin sind die zwei monatlichen PARTYS ja ohnehin kaum zu toppen. Auch im September traf sich am zweiten und letzten Donnerstag des Monats schon ab 19.00 Uhr ein bunt gemischtes und bestens gelauntes Völkchen in den ersten Stock an der Ecke Bahnhof- und Dudweilerstraße. Die ausgelassene Feierstimmung war auch gleich da, denn bei freiem Eintritt lockte nicht nur ausgesprochen schmackhafte Cocktails zum Spezialpreis, sondern auch genau die richtige Musik um einen stressigen Arbeitstag hinter sich zu lassen. Da war es dann kein Wunder, dass die Angelegenheit auch mit fortschreitender Zeit nicht nachließ, sondern eher noch einen draufsetzte. Da hat man manchmal schon den Eindruck gewinne können, dass die Massen, die ab 23.00 Uhr im BLAU den Donnerstag eskalieren lassen, sich jetzt vorher im APARTMENT NUMBER ONE ordentlich warmfeierten. So macht Networking richtig Spaß und nicht wenige Gäste bedauerten, dass die nächste Party erst am zweiten Donnerstag im November über die Bühne geht.

Apropos BLAU, da beginnt die Partywoche ja traditionsgemäß schon dienstags mit dem FISH Studeneten-Halligalli. Pünktlich zum Beginn der Hauptsaison ist der fischige Wahnsinn, der mittlerweile seit über 20 Jahren sein Unwesen treibt, wieder in den großen Floor umgesiedelt. Da ist es jetzt wieder nicht nur gemütlicher, sondern hier findet sich auch die wesentlich fettere Anlage. Als Resident-DJ Zuwachs hat sich Ryan Leroy an der Seite von Oberfischer DJ Moh etabliert, gewohnt hysterischen Feiersounds stand also nichts im Wege. Und aufgemerkt, im Oktober warten gleich zwei ganz besonders FISH Specials: gleich beim ersten Oktober-FISH trumpfen Michael Kastel & Enzo als musikalische Gäste auf – und der letzte FISH des Monats bietet ausnahmsweise an einem Monat ein Halloween-Special. Wir haben jetzt schon Angst!

Zum Glück liegen in unserer schnuckligen Partymetropole die Clubs ja praktischerweise alle nur ein paar Schritte von einander entfernt. Also mal flugs von der Bahnhofstraße rüber zur Kaiserstraße. Der Monat September ging im SOHO unglaublichichweise genauso hemmungslos weiter wie der August aufgehört hatte. Samstags machte die legendäre Veranstaltung TANZ IM HELLWIGSTAION den Beginn und sorgte für gewohnte Eskalation. Nach gefühlt 78 MInuten Nachspielzeit endete ein farbenfrohes, völlig verrücktes Party-Feuerwerk mit vielen schönen, strahlenden Menschen, die sich wie immer von ihrer allerbesten Feierseite zeigten. Eine Woche später wurde dann genauso heftig weitergefeiert bei FABOLOUS. Die allseits bekannte Partyreihe ging diesmal mit einer CANDYLAND EDITION an den Start und versüßte vielen Feierwütigen den Abend. Candyland-Torte, Unmengen an Süßigkeiten und gewohnt ausgelassene Stimmung mit bester Musik – das war unverkennbar FABOLOUS-Style. Den darauffolgenden Samstag ging es weiter mit der Nacht für das schöne Geschlecht und MÄDCHEN MÄDCHEN dem Abend nur mit deinen Mädels. Ungehemmt durfte mal wieder gelästert, gelacht und geschwärmt werden. Tolle Getränkespecials, eine Candy-Bar und Mädels-Musik sorgten für eine sagenhafte Stimmung. Mädels, ihr ward spitze! Ein mega Extrapunkt geht an DJ Anthony Mejeh, der im Keller absolute Ausnahmequalitäten an den Decks bewies und trotz seiner noch frischen DJ-Karriere die Crowd so richtig steil gehen ließ. Der Nach diesem unglaublich grandiosen Abend herrscht jetzt schon allgemein riesige Vorfreude auf eine weitere Ausgabe dieser tollen Partyreihe. Das Vorspiel dieser Partyeskalationen ging natürlich immer schon am Freitag an den Start. SOHO FRIDAYS – die Studentenparty Hier feierten auch im September jeden Freitag die Studenten #sohogeil ab. Studentische Preise sowohl beim Eintritt als auch bei den Getränken. Einzigartige Menschen sorgten für haltlosen Partyspaß. Da schaut man doch gerne vorbei.

Vom eher kleineren Club jetzt mal schnell in eine Nummer größer, nämlich die GARAGE in der Bleichstraße, die erfreute in den letzten Wiochen wieder mehr und mehr Feierwillige mit der freitäglichen BEST OF GARAGE Partyreihe. Echt richtig fett, was da im September geboten wurde, da steckte jede Menge Eskalationspotential drinne und nicht wenige glauben, dass hier eine ganz neue Arä an den Start gegangen ist. Musikalisch haben die Deejays DJ Moh, Torsten Looschke und Matze ein ums andere Mal richtig satt abgeliefert und dafür gesorgt, dass Freitag für Freitag die Berliner Luft in Strömen floss. Den passenden Rahmen steuerte die ebenfalls niegelnagelneue Deko zu den Special Nights bei und spätestens zum 32. Geburtstag der GARAGE wird der Laden endgültig tiefergelegt, mit Gogos und allem Drum&Dran. Aber dazu kommen wir erst in der nächsten Ausgabe.

Richtig viel zu sehen, natürlich auchin der GARAGE, bot auch wieder einmal die FINALLY, die im September auch mal ohne besonderes Partymotto auskam, was der guten Laune nicht den geringsten Abbruch tat. Wie keine Party zuvor beeindruckte diese Ausnahmefeierlichkeit nach wie vor mit unglaublicher Dekoration und jeder Menge Special Effects aus dem Fundus von Partymacher Oli H.. Was da auch dieses Mal an Aufwand betrieben wurde, ist absolut sehenswert und verdient jeden Respekt. Praktisch ohne Unterlass wurden Co2-Jets, Konfettikanonen und Nebelmaschinen gezündet und die DJ-Bühne begeistert mit ihren Effekten. Das Sound-Zepter hielten wieder Michael Kastel, Löwe & Zahn und die Houseboys gewohnt mitreißend in ihren Händen. Als Alternative zum gemischten Angebot auf dem großen Mainfloor gab es auch dieses Mal im kleinen Klub feinste House Perlen, die auch dort die Tanzfläche in Brand setzten und so war manchmal kaum ein freies Plätzchen auf diesem zweiten Floor zu ergattern. Noch geselligere Ausnahmezustände soll es übrigens auch bei der Club Edition der FINALLY im BLAU gegeben haben, aber auch dazu erst im nächsten Heft Genaueres.

Fast vergessen hätten wir den Farbspaß im Bürgerpark vor ein paar Wochen. Auf dem Gelände des ehemaligen Saarbrücker Hafens stieg im August das FARBGEFÜHLE-Festival, das dieses Jahr eindrucksvoll unter Beweis stellte, dass die Saarbrücker Feiergemeinde auch durchaus ohne die vermeintlich großen Namen richtig zur Sache gehen kann. Mit Ausnahme von 2 Elements. bestand das Line-Up nämlich nur aus Abgesandten der saarländischen Internet-DJ Gemeinde – und das sorgte für einen in dieser Form noch nicht gekannten musikalischen Stilmix. Während man ja üblicherweise auf diesen Farbbeutel Events mit eher elektronischen Klängen bei lustig gesteigerten BPM rechnet, die natürlich auch hier reichlich vertreten waren, überraschte der ein oder andere DJ dann doch mit eher Unerwartetem. Die Bandbreite der gebotenen Musik reichte von EDM-Kommerz und Kirmes-Techno bis Eurodance-Revival und, was noch überraschender war, den meisten Leuten gefiel es!. Also wenn das mal kein Beleg für die saarländische Frohnatur ist, dann wissen wir auch nicht weiter und wem das nicht gefällt, der kann ja zuhause bleiben!

Wechseln wir nun noch schnell von einem ehemaligen Hafen in den anderen. Das SILODOM hat mit zahllosen Veranstaltungen den ganzen Sommer über bewiesen, dass zu den absoluten Top-Locations in Saarbrücken gehört. Das reichte vom einfachen Abhängen bei gutem Wetter in gechillter Atmosphäre bis hin zu reichlich durchgetanzten Nächten, meistenteils bei exzellenter Mucke elektronischer Machart. Denn wenn die Sonne untergegangen war, blieb das ehemalige Getreide-Silo auch im vergangenen September ein echter Hot-Spot, der Bass wurde ein bisschen lauter, die Arme gingen in die Höhe und im SILODOM wurde munter weiter gefeiert. Hightlights der letzten Wochen waren die neue Ausgabe der L’INCREDIBLE Reihe emit Stargast Ron Flatter genauso wie das GERMAN TAKEOVER der Junglekidz. Ein ganz besonderes Schmankerl der etwas anderen Art, aber gerade deswegen extraklasse, war die SUPER JAZZ SUNDAY SESSION mit The Latin Project Und mit dem SUPER DOM #1 Event wartet im Oktober schon der nächste schwungvolle Sause um das Hafenflair am SILODOM auf ein weiteres Level zu heben. Auf einen heißen Herbst!

In diesem Sinne, take care….. J.K.T.

Oldie but goldie

Älterwerden ist echt scheiße. Aber man arrangiert sich. Diese Worte gingen mir durch den Kopf, als ich neulich Mick Jagger und seine Bandkollegen auf der Bühne stehen sah. Im Grunde genommen hat sich nichts zu ihren Auftritten von früher verändert, bis auf ein gravierendes Detail: Sie haben sich in der Tat in Opas verwandelt. Und dennoch stellte ich mir die ganze Zeit vor, ob ich mit Anfang Siebzig noch im Glitzerfummel so über eine Bühne fegen könnte. Gewiss könnte ich auf einer solchen noch problemlos stehen und mich zumindest zeigen, aber zweieinhalb Stunden rumhüpfen wie eine Zwanzigjährige wäre wahrscheinlich nur mit einer Menge aufputschender Medikamente möglich. Und einem Herzschrittmacher. Und einem ganzen Stab an Ärzten, die reanimieren können, wenn es ganz übel wird. Darüber hinaus würde ich mitnichten ein ganzes Stadion in Verzückung versetzen, sondern eher in Massenpanik. Ich weiß nicht, ob die Rolling Stones mit medizinischem Equipment reisen oder einfach nur Glück haben, in ihrem Alter noch so fit zu sein, aber das Konzert und der Anblick dieser erstaunlichen Künstler machten mich nachdenklich. Auf dem Nachhauseweg stellte ich mir unweigerlich die Frage, warum wir verdammt nochmal älter werden? Und ich meine das unverblümte, nicht aufhaltende Älter werden in Form von Falten und körperlichen sowie geistigem Verfall! Und dann drängte sich mir eine weitere Frage auf: Können wir über unser Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus irgendwie noch halbwegs existieren? Und wenn ja, wie? Mick Jagger, der noch bis in die 2000er hinein den Drogen und dem Alkohol zugetan war, pflegte bis dato zu sagen: „Das Leben ist wie eine Cocktailparty auf der Straße!“. Heute allerdings hat er die Drogen durch gesundes Essen und Sport ersetzt. Und vor allem viel Schlaf. Darüber hinaus legt er bei einer einzigen Bühnenshow bis zu 20 Kilometer zurück. Kein Wunder also, dass er am „Tag danach“ nicht vor 10 Uhr aufsteht. Für uns Nicht-Jaggers hieße das also, dass wir durchaus nicht direkt sterben, wenn wir uns gelegentlich gepflegt aus dem Leben schießen, solange wir uns danach viel Schlaf gönnen und mit einem gesunden Frühstück die Regeneration wieder ankurbeln. Juhu, lasst uns feiern! Laut Stones-Frontmann ist es übrigens auch nichts Ungewöhnliches, mit über Siebzig noch auf einer Bühne rum zu hüpfen. Laut Jagger ist es übrigens nie zu spät, sich eine gewisse Fitness anzutrainieren. Fängt man also erst mit Dreißig an, Sport zu treiben, dann ist das völlig okay. Aber ganz ehrlich:

Muss man Glück haben, um alt zu werden?

Irgendwie schon, denn wir wissen alle, dass das Leben schneller vorbei sein kann, als uns lieb ist. Das Schicksal hat manchmal nämlich ganz andere Pläne für uns vorgesehen, als wir es uns vielleicht erhoffen. Und am Ende beißen wir dann womöglich statt in einen saftigen Burger einfach nur ins Gras. Und das vielleicht schon mit Vierzig, Fünfzig oder Sechzig. Aber Schluss damit, vorerst sind wir ja noch am Leben und haben einfach nur das klitzekleine Problem mit dem Älterwerden, dem Einrosten, dem Alter, das kleinlaut an die Tür klopft und um Einlass bittet und sich schlussendlich einfach Zutritt verschafft. Mit Pauken und Trompeten wenn es sein muss. Denn Verweigern können wir uns diesem unliebsamen Zeitgenossen nicht. Das Alter wird kommen und da nutzt uns kein Botox und keine Pillen. Irgendwann schauen wir in den Spiegel und fragen uns: Bin das wirklich ich?
Ich vergleiche mich ja gerne mit einem Oldtimer. So glänzend er da auf der Straße fährt und die Menschen sich nach ihm umdrehen, so hart war auch der Weg von einem in die Jahre gekommenen Gefährt, an dem der Lack allmählich abblättert und die Reifen quietschen zu einem Straßenfeger. Wenn du in die Jahre kommst und hier und da eine Schraube locker wird, brauchst du Zeit und Arbeit, um diese wieder festzudrehen. Und je älter du wirst, desto mehr Zeit wird benötigt, um zu glänzen, zu begeistern und zu bestehen. Mitunter ist es demnach nicht ungewöhnlich, wenn Väterchen Rost Einzug hält, aber Alt werden macht erfinderisch:

Wer rostet und quietscht, braucht einfach mehr Öl und Farbe.

Zugegeben, das Konzert der Stones hat mich nicht nur nachdenklich gemacht. Nein, es versetzte mich zeitweilig in einen transzendenten Zustand. Plötzlich verlor ich jegliches Gefühl für Zeit und Raum. Ich befand mich urplötzlich nicht mehr in diesem riesigen Stadion, sondern war mit der Band alleine. Und plötzlich spielte das ganze Alters-Bla-Bla keine Rolle mehr. Ob jung oder alt, es war völlig egal. Heute kann ich sagen, das war ein magischer Moment. Und Magie kann bekanntlich nur dann entstehen, wenn man der Situation vollends vertraut und keine Zweifel hegt. Dass Männer es mit 70 Jahren schaffen, dass man wieder weiß, warum man auf der Welt ist, ist schon ziemlich beeindruckend. Nämlich um zu leben und jeden verdammten Moment auszukosten. Aus den Vollen zu schöpfen und keine Angst vorm Alter zu haben. Oder gar vorm Tod. Ich meine, irgendwann werden wir uns vielleicht mal wehmütig sagen hören, dass unser Hintern einst so prall war, dass man ein Cent-Stück darauf hätte hüpfen lassen können, aber dafür ist uns dann hoffentlich der Humor geblieben, darüber lachen zu können.

Ein Sargdeckel kann auch ein Sprungbrett sein

Offen gestanden ist das mit dem Alter eigentlich gar nicht so schlimm, vorausgesetzt, man lässt einfach los von dem Druck, immer jung und schön sein zu müssen. Klar kommen irgendwann irgendwelche Wehwehchen und Gebrechen und natürlich wissen wir heute noch nicht, was morgen ist. Wir können lange ignorieren, was auf uns zukommt und doch kommt das Alter unweigerlich auf uns zu. Irgendwann hilft da auch kein Botox mehr. Irgendwann können wir froh sein, wenn wir noch ein paar Stufen gehen können, wo wir heute noch Marathon laufen. Aber hey, andererseits hatten wir ja unsere Zeit und die war zweifelsohne grandios. Ich rede zwar gerade so, als müsste ich morgen ins Gras beißen. Aber ganz ehrlich: ich resümiere manchmal schon, als wäre ich kurz davor, in den Sarg zu springen. Und dann frage ich mich immerzu: „Hab ich alle Chancen genutzt? Hab ich alles mitgenommen, was geht?“. Und verdammt nochmal: Ja! Das habe ich. Zwar ist aus mir nicht unbedingt etwas geworden, aber letztendlich messe ich mich nicht an meinen Erfolgen sondern am Spaß, den ich hatte und immer noch habe.
Machen wir uns nichts vor: Das Alter ist leider unheilbar. Es ereilt uns alle irgendwann. Wichtig ist nur, wie wir es nehmen. Am besten mit viel Humor und einer Prise Sarkasmus. Auch wenn manche durch das Altern eher weiß als weise werden und die Überholspur im Alter immer frei ist, sollten wir jetzt noch schnell das wagen, was irgendwann vielleicht nicht mehr möglich ist: In der eigenen Stadt im Hotel einchecken, Freitagabend einfach in irgendeinen Zug steigen, einen Sonnenaufgang anschauen, sich mittags schon betrinken, die Nacht durchtanzen, irgendwo einen Hügel runterrollen wie ein Kind, eine Kneipenrunde schmeißen, obwohl man fast pleite ist. Oder im Taxi „I can’t get no satisfaction“ trällern. Im Übrigen stand das Publikum erst bei diesem letzten Song endlich mal von ihren Stühlen auf, auf denen sie zweieinhalb Stunden wie fest getackert saßen. Na ja, liegt wohl am Alter.

Punktsieg fürs Nauwieser Viertel

Alexander Karle ist vielleicht nicht der bekannteste Saarbrücker Künstler, dafür aber seit seinen Liegestützen in der Basilika mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der umstrittenste. Sein neuestes Projekt allerdings kommt ganz ohne Provokation aus und bringt dafür reichlich Farbe und positive Energien ins Nauwieser Viertel.

Er malt, sprüht, fotografiert, schafft Skulpturen und entwirft Stadtpläne, aber der Stadtforscher sucht auch immer wieder die Kunst im öffentlichen Raum. Manche Saarbrücker haben den Namen Alexander Karle vielleicht schon im Zusammenhang mit seinem Eintopfkochen auf dem Landwehrplatz oder seiner preisgekrönten Skulptur „Karli“ vor der Europa-Galerie gehört. Der Durchbruch in Sachen Bekanntheit war aber zweifellos die Liegestütze-Performance in der St. Johanner Basilika nebst rechtlichem Nachspiel. Seitdem hat er unter anderem Schuh-Installationen im Stadtwald gemacht, einer Trinkhalle im sozialen Brennpunkt neues Leben eingehaucht, die Toiletten seiner Lieblingskneipe zum Kunstwerk gemacht.

Aktuell bemalte er eine Fläche von 100 Quadratmeter mit bunten Punkten und machte die Wand im Nauwieser Viertel damit zu einem echten Hingucker. Bei dem Projekt ging es Karli um Farbharmonien und warme Ausstrahlung, um ein positiv Signal in einer zunehmend verrohenden Gesellschaft zu sehen. Damit die Sprayer-Szene, die dort zuhauf ihre Tags hinterlassen hatte, nicht zu verstimmen, entschuldigte er sich vorab über eine saarländische Graffiti-Seite für das anstehende Übermalen. Mit dem Okay des Hausbesitzers und allen behördlichen Genehmigungen versehen, verbrachte er Ende September auf eigene Kosten sechs Tage zumeist auf Leitern und verschönte in fast 50 Arbeitsstunden eine Wand an der Ecke Grün- und Försterstraße mit geschätzten 5.000 Punkten. Irgendwann hat er das Mitzählen aufgegeben, aber wer will kann ja jederzeit nachzählen. Bemerkenswert ist, dass es dem Künstler gelang, durch ein riesiges Graffiti, genau das Gegenteil jener Provokation zu erreichen, die das Besprayen von Hauswänden sonst für die meisten Hausbesitzer darstellt.

Gemessen an deinen Liegestützen in Basilika ist die Punktewand ziemlich harmlos. Ein Zeichen der Reue?

Seit der Sache mit den Liegestützen, habe ich vier oder fünf sehr zeitaufwendige und intensive Sachen gemacht habe, die auch in der Presse wahrgenommen wurden. Klar ist es etwas Anderes, wenn auf einmal in der Süddeutschen von dir zu lesen ist. Seitdem arbeite ich viel mehr und auch präzise, weil die Aufmerksamkeit einfach da ist. Trotzdem wird das alles nicht so wahrgenommen, wie die Liegestütze, die immer noch über allem stehen. Man könnte also sagen, ich hab’ meine Buße getan. Das war halt alles sehr verkopft und da wollte ich jetzt mal ein Gegenstück machen, das ganz einfach zu verstehen ist.

Wie kam der Gedanke mit den Punkten zustande?

Im Grunde ist die Idee entstanden, weil ich seit zwei Jahren immer wieder Workshops mit Kindern und Jugendlichen mache, an Schulen oder an sozialen Einrichtungen, wo ich denen über einen gewissen Zeitraum vermittle, wie man mit der Dose malt. Da merkt man schon, dass es wahnsinnig schwer ist mit der Dose umzugehen oder auch ein Gefühl für Farben zu entwickeln, und entsprechend oft stößt man da an Grenzen, wo ich mich frage, ob das für die Kids wirklich Spaß bringt. Aber so eine einfache, runde Bewegung, die es für einen Kreis braucht, wenn man die nur ein bisschen übt, klappt das ziemlich schnell. Dann merkt man auch, dass wenn man Farben kombiniert, dass es Kontraste oder Harmonien ergibt und dass man nur mit Kreisen und Punkten etwas schaffen kann. Besonders spannend wurde es immer dann, wenn die sich auf der ja begrenzten Fläche in die Quere kamen und dann Lösungen finden mussten, sich zu arrangieren um gemeinsam ein Ganzes zu kreieren.

Der Hauseigentümer wusste diesmal also, was da mit seiner Wand passiert?

Ja natürlich. Ich hatte im Humpty gelesen, dass jemand gesucht wird, der diese Wand gestaltet. Allerdings hatte der Eigentümer die Vorstellung, dass Künstler in ihrer Arbeit derart aufgehen, dass sich schon jemand finden wird, der sich dort verwirklichen will, ohne jede Form der Entlohnung oder wenigstens Kostenerstattung zu erhalten. Deswegen passierte erstmal nix. Aber ich sitze oft vorm Schrill, bin oft da vorbeigegangen und finde diese sehr alte Kopfsteinpflastergasse an sich schön. Unheimlich ruhig mit einer sehr friedlichen Atmosphäre, die aber durch die Ästhetik dieser Wand sehr zerstört wurde, die eine sehr negative Aura verbreitet hat. Ich dachte mir schließlich, diese Ecke liegt im Herzen des Viertels und wir haben genug Probleme in der Gesellschaft im Moment, was Konflikte zwischen Menschen und Volksgruppen angeht, so dass es mir wahnsinnig wichtig war, dass dort eher positive Energie entsteht. Dann hab’ ich meine Gedanken geordnet, zwei Monate dran gebastelt, wie ich das vermittle und den Hausbesitzer angerufen und gefragt, ob ich darf.

Haben bei der Gestaltung auch Kinder oder Jugendlichen mitgemacht?

Nee, bei meinem letzten Workshop dachte ich mir schon, so was würde ich sehr gerne mal mit Erwachsenen machen. Es ging mir ja auch darum, so ein bisschen das eigene Ego zu überwinden, also nicht seinen Namen darunter zu schreiben oder seinen Tag, sondern in Absprache mit anderen ein Muster zu erzeugen, das eine gewisse Wirkung hat und jeden der daran beteiligt ist, froh macht und noch die drum herum außerdem. Tatsächlich haben dann in der Grünstraße ein paar Kinder mitgemacht, aber nur einfach so, nicht organisiert.

Also warst du bei der Realisierung auf dich alleine gestellt?

Ich hätte schon gerne gehabt, dass beispielsweise die Initiative Nauwieser Viertel ein bisschen mehr Teil des Ganzen wird und natürlich hätte ich mir gewünscht, dass die Stadt Saarbrücken etwas dazugibt. Deswegen hatte ich diesen „persönlichen Topf“ von Oberbürgermeisterin Charlotte Britz angefragt wegen 300 Euro Sachkostenbeteiligung, für meine Arbeit wollte ich keinen Lohn. Die haben nach zwei Tagen abgesagt, weil sie das im Moment nicht stemmen könnten. Ich hab’ in den sauren Apfel gebissen und privat alles zusammengekratzt was ging. Außerdem hab’ ich über Social Media und die Innitiative Nauwieser Viertel kommuniziert, dass jeder vorbeikommen, mich unterstützen und mitmachen kann oder im Humptys Geld für Dosen einzahlen kann oder gleich welche vorbeibringen, in Farben, die ihnen gefallen. Letztlich kamen dadurch 120 Euro zusammen und ich hab’ halt die 180 draufgelegt. Aber es sind auch Leute da gewesen, die beispielsweise Leitern vorbeigebracht oder mich auf andere Art unterstützt haben. Leider ist dann in der Berichterstattung etwas schiefgelaufen und als viele Leute vorbeigekommen sind, um an einer noch „unbepunkteten“ Wand mitzumalen, war die schon dreiviertel fertig, was schon für Enttäuschung gesorgt hat. Unterm Strich habe ich 98 % der Punkte selbst gemalt und bis zuletzt Kinder mitmachen lassen, auch wenn ich dann hier und da hinter einiges noch mal ausbessern musste, weil das Ganze ja auch eine Wirkung haben sollte.

Bei diesem Projekt war dir Harmonie wichtig. Eine verfrühte Form von Altersmilde?

Ich versuche generell in meiner Arbeit immer eine Balance zu finden. Ich mache ja sehr verschiedene Sachen, die alle zusammen eine Verbindung ergeben, aber man kann ja auch mal was ganz anderes machen. Bürger zu motivieren, ihre eigene Stadt anzumalen, ist glaub’ ich auch nicht ganz so konservativ (lacht). Und es kann ja auch noch weitergehen. Der Idee war ja, der Hausbesitzer und die Stadt geben ihr okay, das Ganze spricht sich rum, in Saarbrücken, in Deutschland, in der Graffiti- und Kunstszene, dass da ein Muster ist, das sich ständig weiterentwickelt werden kann. Also irgendwelche Leute kommen dahin, gucken sich das an, gehen ins Humpty direkt nebenan, kaufen sich ein paar Dosen und fangen an. Machen hier drei Punkte und da zwei und gehen wieder. Dann kommt ein vielleicht ein anderer und denkt sich, das könnt man so und so machen – und so weiter halt.

Aber die kleine Spitze mit dem Namen konntest Du Dir nicht verkneifen?

Selbstverständlich bezieht sich der Name Nauwieser Artwalk 3.0 auf den Urban Artwalk, aber das soll keine Kritik sein. Ich stehe ja auch in Kontakt mit den Leuten die das organisiert haben und bin ja eh’ für Synergien zu haben. Das Einzige was mir vielleicht ein bisschen fehlt beim Artwalk, ist die fehlende Interaktion mit den Bürgern der Stadt. Ich finde es super, dass weltberühmte Leute hierhergebracht worden sind, die unter besten Bedingungen arbeiten konnten, aber bis auf zwei Sprayer ist die Region nicht vertreten. Das wollte ich einfach ein bisschen ergänzen. Und außerdem geht die Wand an der Stelle ja auch noch acht Meter hoch, da ist noch sehr viel freie Fläche. Da wäre also mehr als genug Platz weiter zu machen, zum Beispiel mit einer großen Figur, die dann irgendwann mit den Beinen in den Punkten steht. Nur das müsste man dann in einem anderen Rahmen realisieren.

Was glaubst Du wie lange die Punkte zu bewundern sein werden?

Was mich wundert ist, dass nach mittlerweile drei Wochen noch keiner rein getagt hat, was wirklich was Besonderes ist. Aber irgendwann wird das natürlich passieren. Es gibt da ein, zwei Jungs, die mich auf dem Kieker haben. Da werden auch ständig meine Bilder auf der Wall an der Saar übermalt. Oder es kommt ein Auswärtiger, der weder mich noch das Projekt kennt, der nur denkt, wow, was ein toller Hintergrund und loslegt. Aber das ist okay, das ist öffentlicher Raum und das gehört dazu. Es geht halt immer weiter.

Willst du noch was loswerden?

Ich danke allen Unterstützern, egal ob fürs Leihen von Kamera oder Leitern, fürs Mitmalen, Kaufen von Farbe, nächtliches Unterstellen meines Krams, Kritik und Resonanz – und die Schüssel voll Geheiradeter. Und natürlich der Graffiti-Szene für ihre Nerven!

Endstation Ehe

Letztens zauberte die Presse wieder eine obskure Sekte aus dem Hut, die zum Jahresende den Weltuntergang prophezeit. Als wäre das nicht Anlass genug, sich Gedanken über das Leben, das Universum und den ganzen Rest zu machen, flatterte mir zur gleichen Zeit auch noch eine Hochzeitseinladung ins Haus. Heiraten, das ist wie das Geschlecht wechseln und Veganer werden, eine Entscheidung, nach der das Leben nie mehr sein wird, wie es war. Es mag Zufall sein, dass mich beide Nachrichten gleichzeitig erreichten, aber ich glaube nun einmal zufällig nicht an Zufälle… Weiterlesen

Clubzone Oktober 2017

Herzlich willkommen im Partytreiben deiner Wahl! Dieser Satz hätte durchaus als Motto für das Feiergeschehen hierzulande in den letzten Wochen gelten können. Die ganze Palette an Feiermöglichleiten war im Angebot und gleich ob angestammte Locations oder neuerlich „eroberte“ Territorien, gefeiert wurde an allen Ecken und Enden und zwar so, dass es nur so eine Freude war. Drinnen, draußen, auf der Erde auf dem Wasser und … okay, in die Luft ging es in den letzte Wochen noch nicht, aber bei der Kreativität unserer Partyveranstalter und Konzeptmacher kann das ja nur eine Frage der Zeit sein. Neben dieser ausgelassen Feierei gab’s auch reichlich lustige Nachreden und Tratschgeschichten und ein, zwei Skandälchen. Alles in allem also perfekte Voraussetzungen für eine prall gefüllte Klatschspalte. Also, auf geht’s mit Gebrüll ins pralle Nachtleben! Mal schauen, was die letzten Wochen so an Ausnahmezuständen bereit gehalten haben. Weiterlesen

Zeitreise

Hallo Mikrokosmonauten! Ab in die Zeitmaschine!

Während ich diese Zeilen schreibe, steht die Bundestagswahl noch bevor. Ich bin mir ja fast schon in wahrsagerischer Weisheit sicher: Es bleibt alles, wie es ist. Merkel bleibt Kanzlerin und es gibt wohl wie immer unzählige motzende Menschen in der Social-Media-Welt und vor den Haustüren der Republik, die sich darüber beklagen. Dass wir aber auch immer wieder an einen Punkt kommen, an dem wir bereits gestanden haben, wie der Trauernde an der Klagemauer. Und klagen können wir wahrlich gut. Zetern und toben übrigens auch. Aber die Fähigkeit und Muße zum Ändern haben augenscheinlich die wenigsten. Entweder verstummen die irgendwann oder sie toben so lange, bis sie im Sarg liegen. Und zetern im Jenseits wahrscheinlich noch weiter. Zwischen Akzeptanz und Aggression liegt jedenfalls ein breites Spektrum aus Frust, Wut und Zeitverschwendung. Aber im Endeffekt komme ich am Ende immer zum selben Schluss: Das hat es alles schon immer gegeben. Weiterlesen