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Die Middle-Age-Krise

Hallo Mikrokosmonauten: Ab durch die Lebensmitte!

Ich liebe den frühen Morgen. Wenn man außer Vogelgezwitscher nichts hört und die Straßen noch menschenleer sind. Wenn die Sonne am Horizont langsam aus dem Schlaf erwacht und die Landschaft in dieses einzigartige Licht taucht, in dessen Glanz wir wie neu erstrahlen. Manchmal streifen wir mit Beginn des Tages aber auch die Sünden der Vergangenheit ab, wie ein schmutziges Kleid. Oder wir breiten den Schleier des Vergessens über unsere Fehler aus und hoffen, dass der neue Tag uns die Chance gibt, ein neues Kapitel zu beginnen. Früh morgens bin ich gerne in der Natur unterwegs und denke nach. Und nicht selten wird mir auf meinen Streifzügen bewusst, wie gut es mir eigentlich geht. Eine einfache Tatsache, die von solch großer Bedeutung ist. Ich mache mir total oft klar, dass ich eine zufriedene Frau bin. Ich bin gesund, fit, gutaussehend, habe kaum Schulden und keine Altlasten. Aber als ich  neulich ganz früh morgens so durch den Wald „spazierjoggte“ – das ist eine eigens kreierte Sportart zwischen spazieren und joggen – traf es mich wie ein Blitz: Ich hatte urplötzlich Todesängste. Ganz unvermittelt und ohne Vorwarnung. Und ich erschrak mich zutiefst darüber, weil ich zuerst gar nicht wusste, woher diese plötzliche Angst rührte. Und leider wurde mir in diesem Augenblick auch klar, dass ich diese Panikattacken schon häufiger hatte.

Warum liegen Lebenslust und Todesangst so nah beieinander?

Ich glaube, alles begann im Laufe des letzten Jahres. Vermehrt bekamen Freundinnen und Bekannte Kinder und heirateten. Es kam mir so vor, als wollten sie kurz vor Vierzig nochmal sämtliche konventionellen Raketen zünden, bevor es zu spät ist. Für mich war jeder Hochzeits- und Baby-Post bei Facebook ein Schlag ins Gesicht und ein bittersüßer indirekter Gruß an meine Person, dass mit mir etwas nicht stimmen kann, weil ich kinderlos und unverheiratet bin. Spätestens, wenn alle anderen Wege einschlagen, die dir selbst fremd erscheinen, hinterfragst du dein eigenes Dasein. Und mit dem Hinterfragen kamen die Panikattacken. Komischerweise immer gerade dann, wenn ich besonders enthusiastisch und gut drauf war. Wenn ich glaubte, alles liefe gerade besonders gut. Da kamen dann plötzlich Gedanken, dass mein Leben endlich ist und dass es nicht mehr vor, sondern hinter mir liegt. Und dass ich mich beeilen muss, wenn jetzt noch irgendwas auf meiner To-Do-Liste steht.  Es war eine Erkenntnis, die ich bisher nicht kannte. Es war, als stünde ich nach langem Wandern auf einem Hügel, um mich plötzlich umzudrehen und ins Tal zu schauen. Dorthin, wo sich mein Leben befunden hatte, das nun fast zu Ende gelebt war. Bis dahin hatte ich in dem Glauben gelebt, dass ich noch so viel Zeit habe! Andere, die mit dem Älterwerden nicht klarkamen und zu ihren Geburtstagen traurig wurden, habe ich nicht verstanden. Ich erwiderte denen immer nur: „Wir sind doch noch jung!“ Doch plötzlich war alles anders.

Midlife-Crisis?

Ich gebe zu, es sind  turbulente Gefühle, die mich gerade heimsuchen. Deshalb suche ich nach einem Wegweiser, einem Orientierungspunkt, der mir irgendwie Halt gibt in diesen doch sehr aufwühlenden Zeiten. Laut diversen Psychologen und Evolutionsbiologen sind wir Frauen Ende 30 ja auch bereits in unserer Lebensmitte angelangt. Wie sich das anhört! Allerdings weiß ich das auch schon, wenn ich den Spiegel schaue und Eins und Eins zusammenzähle. Der Psychologe C. G. Jung, der sich mit der zweiten Lebenshälfte intensiv beschäftigte, sagte über die Lebensmitte: „Dann, in der geheimen Stunde am Mittag des Lebens, wird der Tod geboren.“ Vielen Enddreißigern, so wie mir,  wird jetzt plötzlich bewusst, dass sie nicht ewig leben werden. Und mit dem Bewusstsein kommen die Fragen. Ich frage mich immer häufiger, was mir wirklich wichtig ist? Und ob ich meine Zeit damit vertrödeln will, Dinge zu tun, die ich nicht mag? Die Antwort lautet immer öfter: „Nein, dazu ist meine Zeit zu wertvoll!“ Die Lebensmitte ist der Höhepunkt unseres Daseins. Jetzt findet ein Wechsel, eine Veränderung statt. Und wir fangen an, vieles zu lassen, was uns überholt und unwichtig erscheint. „Herausfinden, was wirklich zählt“, heißt der zentrale Satz in diesem Lebensabschnitt.

Wenn ich ehrlich bin, spüre ich nichts von alldem, was in diesen schlauen Ratgebern steht, in denen es um die sogenannten „Middle Ager“ geht. In einem Buch des Wissenschaftsjournalist David Bainbridge steht beispielsweise, in seinem Mittel-Alter sei der Mensch dermaßen ausbalanciert zwischen Schöpfung und Zerstörung, Gefühl und Verstand, dass ich mich eigentlich glücklich schätzen müsste, endlich am kognitiven Höhepunkt im Leben angelangt zu sein. What? Also von Balance kann hier nicht die Rede sein. Eher ein Laufen über Glasscherben. Und ich komme nicht dran vorbei, mir die Frage zu stellen: „Wie bekomme ich die Kontrolle über mein Leben zurück?“. Irgendwann im Laufe des letzten Jahres dämmerte es mir: Ich konnte nicht komplett nachholen, was ich in der ersten Hälfte meines Lebens versäumt hatte.  Aber ich konnte dafür sorgen, zufriedener zu werden. Das mit der erfolgreichen Pianistin und Eiskunstläuferin konnte ich mir aus dem Kopf schlagen. Aber ein Keyboard kaufen und Schlittschuhlaufen konnte ich durchaus. Es gelang mir immerhin in kürzester Zeit, zweihändig zu spielen und auf dem Eis Pirouetten zu drehen. Mir wurde bewusst, dass es darum ging, sich angemessen um Defizite zu kümmern und herauszufinden, was ich für mich selbst tun kann. Und bis vor einigen Wochen wusste ich noch nicht mal, dass das Wort „Krisis“ eigentlich „Entscheidung“ bedeutet. Eine Midlife crisis ist demnach eine Transformation. Bis dato dachte ich immer, es sei einfach eine scharfzüngige Bemerkung für alternde Playboys in schnittigen Sportwagen. Aber wir dürfen die Krise weder belächeln, noch mittendrin abbrechen. Denn wir hängen alle mit drin. Nicht nur ich habe eine Krise, auch die anderen bekommen sie. Manchmal sogar wegen mir? Ich gebe zu, es ist nicht leicht mit mir. Und in dieser Zeit erst recht nicht. Freunde, Kollegen, Partner, Familie kommen gewiss manchmal an Grenzen, wenn es mir wieder stinkt. Wenn ich „Nein“ sage und meine Ruhe haben möchte. Mich selbst verwirklichen will. Ich befinde mich in einem Lernprozess. Ich möchte erfüllt leben. In diesem Buch „Wir Middle-Ager“ von Bainbridge steht übrigens auch, plötzliche Veränderungen seien typisch für diese Lebensphase. Plötzlich wird die Haut trocken, plötzlich nehme ich an den Hüften schneller zu, plötzlich bin ich mittel-alt. Und, wie er meint, auf dem Höhepunkt der mentalen Stabilität. Die mag kommen. Doch in jene Middle-Agerin muss ich mich erst noch verwandeln. Im Moment schwanke ich immer noch zwischen Panik und Begeisterung.

Was bleibt ist dieser unbändige Überlebensinstinkt, der sich Lebenslust nennt. Ich fordere mehr Selbstbewusstsein von mir selbst und belohne mich dafür immer häufiger mit gutem Essen, einem tollen Wein oder materiellen Dingen. Ich möchte unabhängig bleiben und dennoch lieben. Ich möchte frei sein in meinen Entscheidungen und noch so viel wie möglich von der Welt sehen. Ich möchte, dass es meiner Seele gut geht und will mich frei machen von sämtlichen Konventionen. Ich will einfach glücklich sein!

Letztendlich ist es doch so: Diese Panikattacken werden mir immer wieder passieren. Ich kann sie nicht eliminieren. Ebenso auch nicht dieses Hin- und Hergerissen sein, ob ich jetzt himmelhochjauchzend oder zu Tode betrübt sein soll. Aber ich sage es mal so: Das Alter, in dem ich jetzt bin, ist so ein bisschen wie die Pubertät. Unberechenbar, schräg, merkwürdig, aber auch verdammt spannend. Also Anker los und raus auf die hohe, tobende, stürmische See. Zur Lebenslust gehört nämlich auch ein bisschen Übermut.

Rettet die Omas

Über Jahrzehnte hinweg waren diejenigen unter uns, die aufgrund ihrer späten Geburt irgendwann in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts nicht mehr das Glück hatten, einen Weltkrieg, die Straßenkämpfe der 68er-Bewegung oder die RAF miterleben zu dürfen, in einem ziemlichen Dilemma: Auf die Frage, von welchen prägenden Lebensereignissen sie später einmal ihren Enkeln berichten können und sollen, gab es keine valide Antwort. Was würde die eigenen Kindeskinder bloß einmal so fesseln können, wie einen selbst damals Omas Geschichten, als sie erzählte, wie Opa in den 1940ern seine Stiefel irgendwo in Stalingrad verlor und seine Füße gleich mit…

Wer wie ich als jemand in den Vierzigern nach Lebenserfahrungen sucht, die er seinen Nachfahren einmal mit auf den Weg geben möchte, ist unsicher, ob Erlebnisse wie Maradonas Tor mit der „Hand Gottes“ bei der Fußball-WM 1986 oder das dreitägige Warten auf ein iPhone 4 vor einem Apple-Shop 2010 ausreichend wichtig sind, um an die nächsten Generationen weitergegeben zu werden. Auch wenn es seiner Zeit für mich selbst unfassbar traurig und bedeutend war, als das Yps-Heft eingestellt wurde, war das Verschwinden der Urzeitkrebse vom Zeitschriftenmarkt historisch gesehen wohl doch nicht so bedeutend wie das Verschwinden der Dinosaurier von der Erde…

Seit einigen Wochen können sich jedoch nun alle, die Hitler, Dutschke, Ensslin oder Dragonat nur noch aus Büchern, einer Guido-Knopp-Reportage oder daher kennen, weil sie deren Namen gerade gegoogelt haben, glücklich schätzen: Dank SARS-CoV-2 haben auch wir Prä- und Post-Millennials endlich etwas, von dem wir im Rentenalter Spannendes berichten können. Vorausgesetzt wir haben das Virus bis dahin überstanden und liegen dann nicht gerade zur Beatmung auf einer Intensivstation. „Corona“ klingt nicht nur wie der Titel eines neuen Dan-Brown-Romans, die Story um das Virus aus Wuhan ist auch genauso spannend, was ihr noch unbekanntes Ende angeht: Wer steckt dahinter? Wie viele Tote wird es geben? Gibt es eine baldige Fortsetzung? Spoiler Fehlanzeige…

Der Mensch ist bekanntlich nicht das intelligenteste Lebewesen auf der Erde, auch wenn er das gerne von sich glaubt. Im Gegensatz zu Tieren ist er weder beim Fortbewegen an Land noch im Fliegen, Schwimmern oder Sex ohne technische Hilfsmittel besonders gut. Während tierischer Nachwuchs oft bereits nach Stunden auf eigenen Beinen steht, schafft menschlicher Nachwuchs das meist nicht einmal nach 25 Jahren und einem abgeschlossenen Studium. Bestes Beispiel für die Überlegenheit der Tiere ist die Meeresschildkröte, die ihre Eier nachts am Strand ablegt und danach für immer verschwindet. Etwas, was Menschen fremd ist, sieht man einmal von alleinerziehenden Müttern ab, die seiner Zeit nach einem One-Night-Stand schwanger aus dem Ibiza-Urlaub kamen…

Bislang war die Wissenschaft davon überzeugt, dass es die Evolution war, die dazu geführt hat, dass der Mensch die Bäume verließ und begann, aufrecht zu gehen. Mit blickt auf unser archaisches Verhalten in den letzten Wochen beschleicht sich die Vermutung, dass unsere Vorfahren eher aus Dummheit von den Bäumen fielen und danach nur deshalb auf zwei Beinen weiterliefen, damit ihre Fingernägel länger halten. Die Annahme, dass sich unsere Intelligenz und soziale Kompetenz seit dem Neandertal weiterentwickelt haben, muss jetzt, wo wir wissen, dass es zum Leben nicht nur Wasser und Nahrung, sondern insbesondere Toilettenpapier braucht, als falsch angesehen werden…

Wer hätte bis vor kurzem gedacht, dass es nicht nur ethnische Konflikte in Asien oder der Kampf um Bodenschätze in Afrika sein können, die zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen führen, sondern auch der Kampf um Nudeln und Mehl mitten in Deutschland. Und das in einer Zeit, in der eigentlich kaum jemand mehr selbst backt, da er Brötchen lieber beim Discounter kauft, und Pasta üblicherweise beim Lieferservice bestellt. Wer momentan glaubt, dass gemahlener Weizen, geformter Hartweizengries und aufgerollter Zellstoff derart lebenswichtig sind, dass sie Ringkämpfe vor Supermarktregalen erfordern, der sollte zum Schutz vor Covid-19 auch über einen Hut aus Alufolie nachdenken…

Dass Corona nur so mittelgeil ist und uns einmal ziemliche Kopfschmerzen bereiten wird, war mir bereits klar, als ich zum ersten Mal eine Kiste davon getrunken hatte. Man muss kein Epidemiologe oder besonders intelligent sein, um zu verstehen, dass bei Ansteckungskrankheiten Maßnahmen wie Abstand halten, zuhause bleiben und Hygiene viel dazu beitragen, Ausbreitungen zu verlangsamen. Alternativ könnte man auch wie im Mittelalter Erkrankte einfach aus der Stadt jagen und durchseuchte Ländereien mit einer Schutzmauer umziehen, damit sich das Problem von selbst löst. Zumindest Letzteres funktioniert heutzutage nicht mehr, wie die Erfahrungen mit der DDR gezeigt haben…

Herdenimmunität funktioniert bei Menschen wohl nur bei der Immunität gegen Fakten. Geschlossene Lokale haben dazu geführt, dass sich Verschwörungstherorien und zweifelhafte Neuigkeiten aus dem Internet nach dem zehnten Pils nun nicht länger nur in der Stammkneipe, sondern auch in sozialen Netzwerken verbreiten: Dass schon die Simpsons das Coronavirus vorausgesagt haben, Luftanhalten als Schnelltest geeignet ist oder Alkoholgenuss und Oralverkehr – gerne auch kombiniert – als Prophylaxe ungeeignet sind. Man sollte nicht alles glauben, was man hört! Elvis starb keineswegs an Covid-19, sondern an einem vergifteten Mettbrötchen 2013 in einer Jugendherberge bei Bottrop …

Auch wenn Jüngere es oft nicht wahrhaben möchten, haben die letzten Wochen doch gezeigt, dass es im Leben ab und an größere Herausforderungen gibt als bei FIFA 20. Manchmal sollte man gerade in jungen Jahren froh sein, dass es bindende Regeln gibt: Sowohl nach ungeschütztem Sex wie auch wenn es darum geht, einen Virus im Zaum zu halten. Um schweigend aufs Smartphone zu starren und Freunden Textnachrichten zu schicken, braucht man nicht neben ihnen im Park zu sitzen. Mein Großonkel fühlte sich damals mit zwanzig auch unsterblich, wurde an der Front dann aber eines besseren belehrt. Soll heißen: Zuhause wäre das nicht passiert. Bei Bombenwetter daheim bleiben…

Mit der ungewohnt vielen freien Zeit geht jeder anders um. Die einen räumen auf und trennen sich zuerst vom langweiligen Bettbezug und danach von der langweiligen Bettbeziehung, die anderen flüchten vor der Einsamkeit und kommen mit dem zusammen, mit dem sie zuvor nur zusammen kamen. Wer handwerklich begabt ist, frönt dem nun reichlich vorhandenen Toilettenpapier und dem Internetangebot für Erwachsene, um sich seelisch wie auch anderweit zu entspannen, oder bastelt aus seinen alten Unterhosen Gesichtsmasken, um sie für den Preis eines Kleinwagens zu verkaufen. Viele holen auch längst benötigten Schlaf nach und zwar morgens im Home-Office…

Aus „Wir lagen vor Madagaskar und hatten die Pest an Bord“ soll kein „Wir lagen auf der Parkwiese und hatten Corona für alle“ werden. Was sich letzten Sommer noch wie eine spaßige Freibierparty angehört hätte, ist derzeit alles anders als Spaß. Ob sich junge Dinosaurier damals auch gut gelaunt zu Meteoriteneinschlags-Partys auf kreidezeitlichen Grünflächen getroffen haben? Wir können sie leider nicht mehr fragen. – Wer nächstes Weihnachten mit Oma und Opa zuhause statt auf dem Friedhof feiern möchte, sollte daher schlau sein: Abstand halten, Hände waschen, Maske auf und wenn es geht, zuhause bleiben. Rettet die Omas… gruenetomaten@live-magazin.de.


Patrik Wolf

P.S. Keep calm and wash your hands.

Clubzone April 2020

Zugegben, ein bisschen makaber ist es schon angesichts von Kontaktverboten und Ausgehbeschränkungen das gesellige Treiben in unseren Clubs zu feiern. Aber einerseits ist das auch Ausdruck der Hoffnung, dass wir irgenwann im Nachtleben wieder zur Normalität zurückkehren können – und das Wort Ausnahmezustand wieder nur ungebremste Feiereien beschreibt. Und tatsächlich gab es die ja noch bis vor kurzen und so konnte Ende Februar und Anfang März noch gefeiert werden als ob es kein Morgen gäbe – was sich ja dann leider irgendwie bewahrheitet hat. Aber sei’s drum, Kopf in Nacken, Schluß mit Schnacken, jetzt geht’s in die Clubs. Weiterlesen

Stellt euch dem Leben!

Hallo Mikrokosmonauten: Wir werden heute nicht sterben!!

In Zeiten wie diesen, ist es für mich immer wieder wichtig, den Schornsteinfeger aus Marzipan zu betrachten, der auf meinem Schreibtisch steht. Er hält ein vierblättriges Kleeblatt vor seinem Bauch und ich weiß genau, dass er nicht schmecken würde, wenn ich ihn anbeißen würde. Aber er ist ja nicht auf dieser Welt, um gegessen zu werden, sondern damit er mich regelmäßig daran erinnern soll, wie optimistisch und voller Mut ich in dieses Jahr 2020 gestartet bin.

Wir starten doch alle immer zuversichtlich in ein neues Jahr, oder? Egal, wie gut oder schlecht das vorherige war. Wir schöpfen immer wieder neuen Mut, obwohl ihn viele in eine Mottenkiste gepackt und ganz hinten im Schrank verstaut haben. Der Mut ist ein alter Saufkumpan, der zusammen mit der Hoffnung immer mal wieder daher kommt, um uns auf andere Gedanken zu bringen. An Tagen wie diesen ist der Mut allerdings in Quarantäne oder hat Hausarrest. Und an Tagen wie diesen frage ich mich umso mehr: Weiterlesen

Tatort Saarbrücken: Auf ein Neues!

Wir Saarländer können alles – außer Tatort. Das Gegenteil sollen ab Ostermontag die neuen Saar-Kommissare mit ihrem ersten Fall „Das fleißige Lieschen“ beweisen. Eines steht schon jetzt fest: Kein anderes Ermittlerteam sieht besser aus! Doch nicht nur die Kriminalhauptkommissare Daniel Sträßer als Adam Schürk und Vladimir Burlakov als Leo Hölzer sind echte Hingucker, auch der Rest des Teams, Brigitte Urhausen als Hauptkommissarin Esther Baumann, Ines Marie Westernströer als Hauptkommissarin Pia Heinrich muss sich alles andere als verstecken. Kann auch das Drehbuch, Regie und der ganze Rest des neuen Saarbrücker Tatorts da mithalten?

Wirklich leicht hatten es die Saarbrücker Kriminalisten alle nicht. Der erste, Peter Liersdahl, wurde nach nur zwei Folgen ausgetauscht und sein Nachfolger Horst Schäfermann durfte auch nur vier Mal den Mörder suchen. Max Palü war dann vielen zu klischeehaft und nur seine Fahrrad-Irrfahrten sind heute noch legendär. Die Nachfolger Kappel und Deininger wurden bundesweit vom Publikum geschätzt, aber leider nicht von der eigenen Redaktion. Diese hoffte auf Devid Striesow als Quotenmacher, der jedoch nie mit uns Saarländern warm wurde und daher recht schnell wieder verschwand. Es kann also nur besser werden. Weiterlesen

Aprilwetter

Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind, sondern auch der April und mit ihm die Zeit, in der das Wetter unberechenbarer ist als eine angetrunkene Zwanzigjährige. Beschränkt der Mensch seine üblen Späße für gewöhnlich auf den ersten Apriltag, präsentiert das Wetter seine Aprilscherze oft den ganzen Monat über. Da ist es schon einmal möglich, dass man bei zwanzig Grad und blauem Himmel mit dem Auto in die Waschstraße fährt und diese nur Minuten später bei zwei Grad und Schneeregen wieder verlässt. Die lang ersehnte erste Cabriofahrt des Jahres kann einem im April durchaus schon einmal vermiest werden, wenn man blauäugig dem Wetterbericht vertraut und Sonne erwartet, mit offenem Verdeck auf der Autobahn dann jedoch eines Besseren belehrt wird und bis zur nächsten Ausfahrt das Wasser bereits knöchelhoch im Fußraum hat…

Früher machte Petrus das Wetter, später dann Jörg Kachelmann. Mittlerweile präsentieren unzählige Internetseiten und Smartphone-Apps für den gleichen Ort zur gleichen Zeit völlig unterschiedliche Wetterprognosen, die alle nur darin übereinstimmen, dass keine von ihnen richtig ist. Darüber sehen viele Nutzer jedoch großzügig hinweg, solange zumindest die neben den bunten Wettersymbolen eingeblendeten noch bunteren Werbeanzeigen zu günstigen Schuhangeboten oder Viagra der Wahrheit entsprechen. Früher hielten sich die Wettervorhersagen gerade im April mit klaren Aussagen bewusst zurück und kündigten stets nur „heiter bis wolkig, zeitweise Regen“ an. Keiner traute sich damals mehr Verbindlichkeit zu. Heute liefern Internet und Apps bereits Monate im Voraus zielsicher Temperatur- und Luftdruckangaben auf die zweite Nachkommastelle genau für jede Hausnummer…

Allen Wetterdiensten und Wetterregeln zum Trotz ist zu Beginn des Frühjahrs niemand wirklich in der Lage, verlässlich vorherzusagen, was sich in der Atmosphäre tut. Selbst Siri und Alexa wissen morgens noch nicht, ob man mittags besser Flipflops oder Gummistiefel bestellen sollte. Das Wetter im April verhält sich wie ein Teenager mit Frühlingsgefühlen, dessen Stimmungsschwankungen einem den Tag verhageln können. Auch wenn es kein Wetterfrosch zugeben würde, übersteigt die Prognosegenauigkeit der Wettermodelle zu Anfang des Frühlings kaum die Trefferquote einer Jahrmarktswahrsagerin. Eher findet man die richtigen Lottozahlen in einer Buchstabensuppe als die richtigen Temperaturen für den Folgetag in einem Wetterbericht. Irgendwie passen die Vorhersagen nicht zum Wetter oder – wie der Meteorologe sagen würde – das Wetter nicht zu den Vorhersagen…

Meist wird von Wetterexperten, nachdem zur Eröffnung der Grillsaison bei angekündigten frühsommerlichen Temperaturen erst einmal der Grill vom Schnee befreit werden musste, die Schuld auf ein Tief geschoben, das irgendwie nicht hoch kam und sich lange nicht entscheiden konnte, ob es nun über Island schlummern oder sich bei uns austoben will. Man muss sich ja auch nicht wundern, dass das Wetter nie zur angekündigten Zeit am angekündigten Ort ist: Bei dem Gewirr aus Linien, Zahlen und Farben, das sich auf Wetterkarten findet, ist es nicht anders als mit den Autofaltkarten von früher, die auch nie dabei halfen, ans richtige Ziel zu kommen und mehr als nur den einen Familienurlaub ins Wasser fielen ließen, als Vati erst nach Stunden auffiel, dass Mutti die Karte falsch herum gehalten hatte und man deshalb den Alpenurlaub an der Nordsee verbringen durfte…

Im Wetterbericht der 1980er war stets noch der Golf von Biskaya Ursprung allen Übels. Als Kind lernte man, dass schlechte Menschen aus Russland, schlechte Angewohnheiten vom vielen Fernsehen und schlechtes Wetter aus dem Golf kommt, von dem niemand wusste, wo er eigentlich liegt. Irgendwann hat es sich die Biskaya dann wohl mit dem Deutschen Wetterdienst verscherzt. Stattdessen hört man heutzutage von Funtensee, dem deutschen Kältepol bei Berchtesgaden. Ankündigungen von Fronten und Stürmen aus Berchtesgaden sind dem deutschen Volk ja vertraut. Dort wusste man schließlich schon vor achtzig Jahren am besten, ob man Bombenwetter oder Blitz kriegt. Hätte man damals zeitig erkannt, dass die angekündigten Hochs eigentlich Tiefs waren, man hätte sich viel Heizen sparen und für den Ausflug nach Stalingrad statt Sonnencreme noch ein Paar Socken mehr einpacken können…

Wer Wetterberichte im Fernsehen verfolgt, dem stellen sich unweigerlich Fragen: 1.) Nach welchem Prinzip werden eigentlich die Städte ausgewählt, die auf den Wetterkarten abgebildet sind? 2.) Sind die Ratiopharm-Zwillinge und der Grippostad-Pinguin überhaupt daran interessiert, dass es gutes Wetter gibt? Und 3.) Woher kommen die vermeintlich seriösen Wetterfeen, die keine Schwierigkeiten hätten, bei Heidi Klum einen Vertrag zu bekommen, es aber vorziehen, im Nachmittagsprogramm über Kaltluft im Hunsrück zu berichten? Geht man von der üblichen Meteorologie-Studentin aus, die selbst nackt aussieht, als würde sie einen Norwegerpulli tragen, vollbringt Fernsehschminke entweder wahre Wunder oder aber die Modelmiezen, die tief dekolletiert über das Wetter am Jadebusen berichten, haben keine Ahnung von dem, was sie ablesen und halten einen Zyklon für eine einäugige Sagengestalt und Graupel für den Körnerkram in Omas Suppe…

Und so harre ich in diesen Tagen wieder einmal jeden Abend aufs Neue gespannt vor dem Fernseher in zweifelhafter Erwartung auf eine neue Wettermärchenstunde, während ich mich mit Wolldecke und Tee vom angekündigten „ersten herrlichen Frühlingstag“ erhole, der mich mittags beinahe weggeblasen hätte, wäre ich nicht vorher schon weggespült geworden. Während sie im Fernsehen etwas von einer gestern noch nicht absehbaren Verzögerung des Hochs und garantiert blauem Himmel für morgen berichten, beginnen meine Terrassenmöbel über den regenüberfluteten Balkon zu treiben, während seltsam weißes Zeug vom Himmel fällt. Aber was will man auch schon von einem Hoch erwarten, das Kevin heißt? Aprilwetter… gruenetomaten@live-magazin.de.

 

Patrik Wolf

P.S. Satte 299 Euro plus Mehrwertsteuer kostet die Namenspatenschaft für ein Hochdruckgebiet. Dafür kann man nun wirklich gutes Wetter erwarten.

Clubzone März 2020

Jubel, Trubel, Heiterkeit! Mit diesen drei vielsagenden Worte lässt sich die Partylandschaft an der Saar in den letzten Wochen am besten beschreiben. Denn wieder einmal ist es so, dass uns nicht nur die üblich verdächtigen Party-Hotspots mit reichlich Feiertreiben bespaßt haben, sondern immerhin war ja auch noch der Fastnachts-Wahnsinn zu bewältgen. Aber auch nach Aschermittwoch zeigte sich, dass das Partytreiben in unserer kleinen Metropole längst wieder so richtig an Fahrt aufgenommen hat. Auch ganz ohne Pappnasen und Kostümierungen verging kaum ein Tag ohne, dass in der Clubzone nächtliche Nägel mit Köpfen gemacht wurden. Das konnte ja nur heiter werden! Also kopfüber ins wilde Treiben der letzten Wochen und der Februar hatte so Einiges zu bieten. Weiterlesen

Handgemacht ist Trumpf

LIVE IS LIVE!

Saarbrücken und das Saarland haben so manches zu bieten, was man ob ihrer überschaubaren Größe so nicht unbedingt erwarten würde. Dazu gehört auch ein überraschend großes Angebot an Clubs, Diskotheken und Tanzlokalen, die ihre Gäste mit Konservenmusik bespaßen. Doch gerade in letzter Zeit bricht sich eine ungemein vitale und wiedererstarkte Live-Musik-Szene Bahn. Nicht nur immer mehr Cafés und Kneipen veranstalten immer mehr Konzerte, sondern es entstehen auch immer mehr Konzert-Locations. Was steckt hinter dem Hype um handgemachte Musik? Weiterlesen

Ich kann dich nicht riechen!

Hallo Mikrokosmonauten: Wo sind meine Taschentücher?

Als neulich eine meiner Katzen verschwand, war die Aufregung groß. Ich habe zwei Katzenbrüder, die enorm an sich hängen und bis zu diesem Tag noch nie voneinander getrennt waren. Nun vergingen geschlagene zwei Tage, ehe man ihn uns in einer Gemüsekiste zurückbrachte. Er hatte sich zwei Tage auf dem Bauernhof der Nachbarn im Hühnerstall verschanzt. Wir waren komplett aus dem Häuschen, als er wohlbehalten aus der Kiste sprang, allerdings war sein Bruder weniger erfreut. Offensichtlich roch der Ausreißer so dermaßen nach Hühnerkacke, dass der andere ihn nicht mehr ertragen konnte. Vielleicht hielt er ihn auch plötzlich für ein Huhn. Wir wissen es nicht. Jedenfalls lief er fauchend und mit zusammengekniffenen Augen um den ehemals geliebten Bruder herum und schlussendlich ging er ihm gänzlich aus dem Weg.

Ich muss gestehen, dass der Kater in der Tat nicht unbedingt nach Babypuder duftete. Und als wäre dies nicht schlimm genug, kam auch noch mein Freund mit neuer Bartwichse daher, obwohl ich immer gedacht habe, dass das kein Mensch benutzt. Weit gefehlt! Der Geruch dieser Mixtur ließ mich beinahe aus den Latschen kippen, wenngleich ich zuerst dachte, der Duft wehe von einer Senioren-Kaffeefahrt herbei. Aber da waren weit und breit keine Senioren. Nur seine Aufforderung: „Riech mal an meinem Bart!“. Schlimmster Tabak-Parfumgeruch ever! Kennt ihr Tabak? Also dieses Duftwässerchen, das vorzugsweise Männer um die Achtzig benutzen, wenn sie sich zur sonntäglichen Skat-Runde treffen? Mir wurde ganz anders… und angesichts dieser allgegenwärtigen und unfreiwilligen Aroma-Therapie fragte ich mich:

„Warum können wir uns manchmal nicht riechen?“

Riechen. Dieser Sinn hat auf uns den höchsten Einfluss wenn es um Gefühle geht. Wenngleich wir Menschen nicht unbedingt Supernasen sind, denn da hat das Tierreich uns einiges voraus! Dennoch habe ich das Gefühl, dass mein Gehirn die spannendste Parfümerie der Welt ist. Es speichert Gerüche ab wie am Fließband, und mit jedem einzelnen Geruch verbinde ich Erinnerungen. Und das kommt nicht von ungefähr. 20 Millionen Riechzellen auf zehn Quadratzentimetern Schleimhaut lässt uns tausende von Düften unterscheiden und in Kategorien einteilen. Und wir brauchen nur eine winzige Menge zur Identifizierung. Ohne dass wir etwas daran ändern können, wird jeder Duft in einer Art Duftregister abgespeichert. Wenn wir den Duft erneut wahrnehmen, verknüpft sich dieses Erkennen automatisch mit dem gespeicherten zurückliegenden Ereignis und wir erinnern uns. Leider assoziieren wir aber auch manche negative Erinnerung mit gewissen Düften. In meinem Fall ist das der Geruch des unliebsamen Bart-Parfums. Ich kann einfach nichts dagegen tun. Und die Wissenschaft gibt mir Recht. US-Psychologen der Northwestern University in Chicago haben herausgefunden, dass kleinste Duftspuren ausreichen, um zu beeinflussen, ob wir ein neutrales Gesicht eher als sympathisch oder als unsympathisch empfinden. Wenn wir also einen Menschen treffen, ganz egal, ob bekannt oder unbekannt, lassen wir ihn mit allen Sinnen auf uns wirken. Aussehen und Verhalten spielen natürlich eine große Rolle, aber auch sein Geruch prägt die Wahrnehmung. Ein unangenehmes Parfüm oder unangenehmen Körpergeruch empfinden wir als fast ebenso unerträglich wie muffige Klamotten.

Weihrauch und Himbeeren

In meiner Kindheit gab es diese Himbeerhecke im Garten. Sobald die ersten Beeren pflückreif waren, war ich von diesem Ort kaum mehr wegzudenken. Und dieser süße Duft verankerte sich ganz tief in meinen Erinnerungen, so dass ich mich noch heute gedanklich sofort in jenen Sommertagen wiederfinde, sobald ich mir eine Portion Himbeeren genehmige. Wenngleich sie heute eher aus diesen ekligen Plastikschalen kommen, als vom heimischen Kindheits-Himbeerstrauch. Dagegen weckt Weihrauch eher meinen Überlebenswillen. An meiner Kommunion wurde ich nämlich so dermaßen von diesem abstoßenden Geruch umhüllt, dass ich der Ohnmacht nahe war. Und so gibt es tausende Gerüche, die mich ohne Umschweife sofort mit Erinnerungen konfrontieren. Mein persönlicher Favorit ist natürlich Sonnenöl und Meeresluft. Es ist demnach der Parfümindustrie nicht zu verübeln, dass sie mittlerweile auf dieser Erinnerungs-Masche aufbaut. Maison Margiela zum Beispiel hat es sich zur Aufgabe gemacht, unser limbisches System so derart anzuregen, dass man bei  Parfumnamen wie „Beach walk“, „Springtime in a park“, oder „Lazy Sunday morning“ geruchsmäßig sofort im gedanklichen Duftregister blättert und sich eben wirklich fühlt, wie beim Strandspaziergang. Faszinierend!

Der Nase vertrauen

Duft ist immer und überall. Und Duft hat einen sehr großen Einfluss auf unser Handeln, unser Denken, unsere Entscheidungen. Das machen wir uns zu wenig klar. Wir sollten versuchen, wahrzunehmen, was wir riechen, wenn wir einen Raum betreten, einen Menschen treffen oder einfach nur draußen in der Natur sind. Wir sollten versuchen, zu identifizieren, was da riecht und das auch bewerten. Wenn wir  beispielsweise den Partner nicht mehr riechen können, ist die Beziehung eigentlich hinfällig. Oder man sollte sich einfach die Nase putzen. In meinem Falle genügte es aber schon, dass er dieses widerwärtige Bart-Pflegemittel entsorgte. Zum Glück!

Es ist doch so: Stimmt die Chemie, können wir uns in der Partnerwahl also tatsächlich auf die Nase verlassen. Der individuelle Körperduft hat demnach einen bedeutenden Anteil. Übrigens spielen Pheromone hier eine entscheidende Rolle. Im Tierreich überlebenswichtig, sind diese Botenstoffe für uns Menschen auch ziemlich interessant, denn sie steuern sozusagen unsere Anziehung auf andere. Sobald unsere individuellen Pheromone die Nase eines anderen erreichen, werden sie direkt in dessen limbisches System weitergeleitet. Dieses System lenkt sämtliche instinktive Funktionen, darunter: Hunger, Müdigkeit und Sexualität. Pheromone haben also einen direkten Draht zu grundlegenden Körperfunktionen. Ich habe mir mal ein Parfum mit Pheromonen anreichern lassen, um zu testen, ob ich dadurch tatsächlich attraktiver fürs andere Geschlecht bin. Im Grunde passierte nicht viel, es zog sich zumindest kein Mann unvermittelt vor mir aus oder machte mir einen Heiratsantrag. Aber ich roch gut. Wenngleich ich mich selbst ja nicht riechen konnte. Ich kann ja nicht mal meine eigene Alkoholfahne riechen.

Meine beiden Katzen hingegen können sich wieder riechen. Wir haben den anderen Kater einfach auch in den Hühnerstall gesteckt. Danach war alles wieder gut. Das war natürlich ein Witz. Ein Kamillenshampoo tat es auch.