• Termine News und Wissenswertes aus Saarbrücken, dem Saarland und der Welt:

Press Play!

In vielen Wohnzimmern wurden die Bildschirme eingeschaltet, der Video-Konferenz beigetreten und die Musik der Lieblingsband aufgedreht. Zurecht. Denn seit Beginn der innovativen Konzertreihe „Press Play – Livestream Konzerte!“ standen schon Acts wie Silvester, Rezet, Odeville und Lùisa auf der Livestream-Bühne. Die hochwertig produzierten Streams bieten nicht nur einem weltweiten Publikum eine Möglichkeit, endlich wieder Live-Konzerte zu erleben, sondern auch den Künstlern eine Auftrittsmöglichkeit.  Erweitert wird die Press Play Reihe mit drei neuen Konzerten: Pabst (Indie, Garagerock, Stoner Rock & Noise Pop) am 18.04., Mayberg & Herr D.K. (Liedermacher) am 09.05. und den krönenden Abschluss übernimmt die Hamburger Indie/Dreampop-Band Scotch & Water am 16.05. Guckst du: subsounds.com

Mein Lieblingsding: Melfor -Das Essigwürzmittel

Der saarländischen Lebensart kann sich keiner entziehen, was besonders für die schmackhaften Finessen des leckersten Bundeslandes der Welt gilt. Über kurz oder lang kriegen wir euch alle. Das gilt auch für den Exil-Bayern Ulrich Niederer, der allerdings schon seit fast 30 Jahren seinen Lebensmittelpunkt im schönen Bliesgau hat und dort längst seinem kulinarischen Lieblingsding erlegen ist: Melfor. Das „Essigwürzmittel“ wie es offiziell heißt ist zudem noch viel typischer für das Saarland als das schweizerische Maggi, denn das in St. Ingbert produzierte Melfor ist außerhalb der Landesgrenzen praktisch unbekannt und schlichtweg nicht erhältlich. „Als ich 1990 zum Studium ins Saarland kam, war ich recht schnell angetan von der Qualität der lokalen Küche, die eben nicht nur der Nähe zu Frankreich geschuldet schien, sondern durchaus ganz eigene Glanzlichter zu bieten hatte. Dazu gehört ohne jeden Zweifel für mich Melfor, das ich auf dem Höhepunkt das Balsamico-Wahns vor gut 20 Jahren entdeckte. Ich beschäftige mich damals ein bisschen intensiver mit Essig und wurde durch Freunde auf dieses ursaarländische Produkt aufmerksam gemacht. Als ich dann meine erste Flasche aus dem Regal im Supermarkt holte und las „verfeinert mit Bienenhonig und Kräutern“ war die Erwartungshaltung natürlich sehr hoch – und ich wurde nicht enttäuscht! Dafür lasse ich seitdem jeden gehypten Mode-Essig stehen und greife immer wieder zu meinem Melfor!“

Take me out!

Sobald ein Saarländer im bundesweiten TV auftritt, ist normalerweise sofort Fremdschämen angesagt. Die blitzgescheite und schlagfertige Dillingerin Olla Matusiewicz hat jetzt im RTL-Erfolgsformat „Take me out“ eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass das auch ganz anders geht. Weiterlesen

Unn…?

Hallo Mikrokosmonauten: Dialekt ist und bleibt die Sprache des Herzens!

Mein ehemaliger Chef kam aus dem Raum Lebach und hatte nicht nur die Angewohnheit, das „R“ zu rollen, sondern auch komische Fragen zu stellen, die ich, als gebürtige Saarbrückerin, die in einer völlig anderen Dialektzone aufwuchs, erst mal verarbeiten musste, um sie halbwegs  zu verstehen. Manchmal verstand ich sie allerdings gar nicht. Eines Morgens zum Beispiel saß ich etwas verschnupft und kränklich an meinem Computer. Ich hatte also schlicht und ergreifend die „Freck“. Als er ins Büro kam, musterte er mich mitleidig von oben bis unten und fragte: „Oh, Frau Hartmann,  angestoch‘ woar?“ Ich ließ die Frage sacken, ohne, dass sich mein Gehirn einen Reim auf den Sinn machen konnte. Und wenn ich keinen Sinn in Sätzen erkenne, steckt vermutlich etwas Schmutziges dahinter, oder? Weiterlesen

Wer hat Angst vorm bösen Wolf

Es ist schon einige Zeit her, dass unsere Vorfahren die Entdeckung machten, dass Fingernägel am einfachsten durch aufrechtes Gehen sauber zu halten sind und es zum Schutz der Geschlechtsteile wie auch zum Schutz der Augen und des Appetits besser ist, bestimmte Körperstellen mit Fell zu bedecken. Damals kam der Mensch auch zu der Erkenntnis, dass sich sein Kopf nicht nur als Ziel für Keulenhiebe, sondern auch zum Denken eignet. Während daraufhin einige Homo sapiens begannen, Werkzeuge und Tupperware zu erfinden, um sich das Leben zu erleichtern, nutzten andere ihre Intelligenz dazu, um Ausreden zu erfinden. Ebenfalls um sich das Leben zu erleichtern… Weiterlesen

Der Hardcore Fotograf

Eigentlich hatte Marco Schmidt ganz andere Pläne, aber dann tauschte er Sicherheit und Chef gegen seinen langjährigen Traum und seine Freiheit. Der Mann aus dem Rock’n’Roll Business hat seinen Platz hinter der Kamera gefunden und schießt seither beeindruckende Bilder.

Als Booking Agent plant und begleitet Marco Schmidt alle denkbaren Veranstaltungen, am liebsten im Hardcore-Bereich. So war letzten Januar auch bei der Persistence Tour dabei, dem größten Event in Sachen HC und Metal. Da der Mann aber auch leidenschaftlich Musik macht, weiß er, wie dankbar man für das Einfangen bestimmter Momente und Emotionen auf der Bühne, hinter den Kulissen und auf den Fahrten im Tourbus ist. Dazu hat er als frischgebackener Papa im letzten Jahr erlebt, wie wichtig es ist, die vielen schönen Momente in der Familie zu verewigen. So kam Marco zu seinem zweiten Hobby, der Fotografie, das er dann gleich zu seinem zweiten Beruf machte. Seine Fotografien zeigen immer eine außergewöhnliche Bandbreite an Motiven und so durfte er jüngst auch das Duo „Glasperlenspiel“ fotografieren. Weiterlesen

Strike a pose!

Hallo Mikrokosmonauten: „…denn wir haben immer noch das Recht, zu glänzen!“

Schon als Kind trichtert man uns ein, dass es nur eine einzige akzeptable Lebensform gibt, sobald wir erwachsen sind. Nämlich heiraten und eine Familie gründen. Im Idealfall natürlich mit einer Person des anderen Geschlechts. Nur so ist es richtig. Und nicht anders. Mutter, Vater, Kind. So zeigt man es uns im Fernsehen, so machen es alle, so wollen es alle, so wünschen es sich alle. Und Barbie gibt es ohnehin nur mit Ken. Ich kann mir vorstellen, dass sich jeder, der sich damit nicht identifizieren kann und dessen größter Wunsch es nun mal nicht ist, zu heiraten und eine Familie zu gründen, einen Kampf zu kämpfen hat, der bis ans Lebensende kräftezehrend und schmerzhaft ist und bei dem man Opfer bringen muss. Weiterlesen

1 x 6 = 2

Eltern und Kinder verbindet bekanntlich einiges. Anfangs ist es die Nabelschnur, später dann das Kindergeld und am Ende schließlich das Erbe. In der Zeit dazwischen teilen Vater und Sohn oft die Liebe zum gleichen Sportler und Mutter und Tochter die Liebe zum gleichen Sportlehrer. Außerdem – so sagt man zumindest – würde eine Familie durch Liebe zusammengehalten. Wer schon einmal eine Reportage über Hyänen gesehen hat, die als Jungen gemeinsam herumtollen und sich als Erwachsene gegenseitig die Kehle durchbeißen, weiß, dass das mit Familie und Liebe aber so eine Sache ist. Der Grat zwischen dem Besten, was einem im Leben passiert ist, und dem, was einem im Leben am besten nicht passiert wäre, ist gerade in Sachen Nachwuchs manchmal wirklich schmal… Weiterlesen

Gesicht des Monats: Gabriel Clemens

Der internationale Dart-Sport hatte seit dem Ausstieg von Rekordweltmeister Phil Taylor vor zwei Jahren vielleicht den ein oder anderen Zuschauer eingebüßt. Aber das gilt mit Sicherheit nicht für das Saarland! Denn spätestens seit der WM zum Jahreswechsel kennt die Beliebtheit des Saarwellingers Gabriel „Gaga“ Clemens keine Grenzen und hat das professionelle Pfeilewerfen im schönsten Bundesland der Welt auf ein ganz neues Leven gehoben. Erst seit zwei Jahren ist der „German Giant“ bei der PDC Tour mit dabei und hat es jetzt sogar in die Runde der letzten 16 der Weltmeisterschaft geschafft und dabei sogar den amtierenden Weltmeister Peter Wright aus dem Turnier geworfen. Erst nach einem hochdramatischen und megaspannenden Match gegen favorisierten polnischen Routinier Krzysztof Ratajski war für ihn Schluss. Trotz dieses dramatischen Achtelfinal-Aus kann Clemens auf eine erfolgreiche WM zurückblicken. Mit seinen Siegen hat er für eine bis dahin noch nie dagewesene Darts-Euphorie in Deutschland und vor allem im Saarland gesorgt. Keine Frage, unser Gesicht des Monats!