• Termine News und Wissenswertes aus Saarbrücken, dem Saarland und der Welt:

Clubzone Juli 2019

Also wir wissen ja nicht, was ihr gerade feiert, aber als diese Zeilen für die Druckerei fertig gemacht werden, gehen wir so richtig steil wegen des (allerhöchstwahrscheinlichen) Erreichen des Viertelfinales bei der Frauen-Fußball-WM. Bleibt an dieser Stelle nur zu hoffen, dass der weitere Verlauf des Turniers genauso zum Feiern taugt. Doch auch unabhängig von der Kickerei gab’s in den letzten Wochen reichlich Anlass amtlich Party zu machen. Die Hochsaison der unterschiedlichsten Festivitäten mit dem Altstadtfest als alljährlichem Höhepunkt taten ihr Übriges dazu, dass in den letzten Wochen garantiert keine Feierpausen entstanden sind. Hier war im Juni dann doch wieder mal so viel los, dass es einem Angst und Bange werden könnte. Aber zum Glück kommt die nächste Party so schnell daher, dass man gar nicht erst ins Grübeln kommen kann. Was auch daran liegt, dass kaum ein Laden jetzt im Hochsommer auf die Bremse tritt und von den früher üblichen Sommerpausen ist zum Glück längst keine Rede mehr. Einzig das BLAU zieht im Sommer eine Renovierung durch und erfindet sich mal wieder neu, was in den letzten Jahren ja immer überaus gelungen ist. Weiterlesen

Die dreizehnte Fee

Hallo Mikrokosmonauten: Ich wurde verstoßen!

Man behauptet, das Alter mache uns weniger aufbrausend und viel abgeklärter. Man sagt aber auch, im Alter wird einem bewusst, was im Leben wirklich zählt. Ob Freundschaften, Partner oder Familie. Man weiß einfach, was man will, wohin man will und mit wem man dorthin will. Umso schlimmer, wenn man dann vor den Kopf gestoßen wird, weil gewisse Menschen im näheren Umfeld mit dir eben nicht diesen Weg gehen wollen. Und dann kommen Gefühle hoch, die ganz altersunabhängig in jedem von uns hochkochen. Gefühle, die man schon im Teenager-Alter hatte. Wut, Enttäuschung, Frust und all die negativen Vibes, die man mittlerweile eigentlich nicht mehr haben dürfte, weil sie unschicklich sind und nicht mehr passend. Ab einem gewissen Alter muss man schließlich gesittet sein. Gefasst. Sich nicht mehr verhalten wie im Kindergarten. Ganz ehrlich, Leute, so was bekomme ich noch nicht mal hin, wenn ich zuvor eine Ladung Valium eingeworfen habe. Hitzköpfig wie ich bin, flippe ich gerne mal aus, schlage um mich und halte mich mit meinen Emotionen nicht zurück. Leider ist es wohl auch genau deshalb mein Schicksal, dass die Rolle der dreizehnten Fee im Dornröschen-Märchen perfekt auf mich zugeschnitten ist. Ich war leider nie angepasst, gesittet und abgeklärt. Ich war immer ein Paradiesvogel und deshalb entweder der Knaller auf jeder Party oder der Staatsfeind Nummer Eins. Weiterlesen

Kein Anhalter aus der Galaxis

Es gilt Menschen, die statt aufzuräumen oder Leergut wegzubringen, es in ihrer freien Zeit tatsächlich für erstrebenswerter halten, sich mit Teleskopen vor den Augen und Aluhüten auf dem Kopf die Frage zu stellen, ob es – wenn schon nicht hier bei uns auf der Erde – dann zumindest da draußen im endlosen Weltall irgendwo intelligentes Leben gibt. Als wäre es nicht schon nervenaufreibend genug, sich wegen des Klimawandels und der an Samstagen stets raren Parkplätze vor dem Supermarkt mit dem eigenen Planeten herumschlagen zu müssen, ist eine nicht geringe Zahl von uns Erdlingen der festen Überzeugung, dass es Außerirdische gibt und dass man sie kontaktieren müsse, um sich mit ihnen auszutauschen, von ihnen zu lernen oder zumindest Krieg gegen sie zu führen… Weiterlesen

Clubzone Juni 2019

Irgendwo zwischen Himmel und Hölle hat uns der Mai nicht nur temperaturmäßig von einem Extrem ins nächste taumeln lassen. Ausgelassenster Feierei, auch gerne unter freiem Himmel, standen hier und da nicht ganz so mörderprickelnde Abende gegenüber, wo die Leute anstatt zu feiern, einen auf super gechillt machen, den Laden zustehen und nur zugucken und darauf warten, dass schon irgendwie die Party losgeht. Zum Glück blieb dieses ärgerliche Verhalten auf einzelne Nächte beschränkt, denn im Großen und Ganzen gab’s wirklich keinen Grund sich zu beschweren. Außerdem haben sich mittlerweile die üblich verdächtigen, sommerlichen Locations von OSTHAFEN, ULANENHOF und MAUERPFEIFFER Garten bis zur Fensterbank des JULES VERNE zurück gemeldet. Weiterlesen

Halb so wild

Hallo Mikrokosmonauten: Das wird schon wieder: Manchmal bekommt man vom Leben ganz schön eins auf die Fresse. Neulich schnürte ich meine Laufschuhe, quälte mich nach draußen, um Joggen zu gehen und war schon richtig stolz auf mich, weil ich endlich mal wieder aktiv wurde und dann geschah das Unfassbare: Ich stolperte und flog mit meinen ganzen – ach lassen wir das, Gewichtsangaben sind hier nicht relevant -, also ich flog so richtig brutal auf die Schnauze. Ein Sturz wie aus dem Bilderbuch; Aufprall auf die Knie, Schlittern über kalten Asphalt und Bremsen mit den Handinnenflächen. Ein Traum! Zuerst weiß man ja nach solchen Aktionen gar nicht, was passiert ist. Ich glaube, so ähnlich fühlt es sich an, wenn man erschossen wird. Peng! Einfach tot! Erst nach einigen Sekunden Bodenaufenthalt realisierte ich, dass ich noch lebte und wenig später kamen dann diese typischen Schmerzen, die ich zuletzt gespürt hatte, als ich noch ein Kind war. Es waren nostalgische Schmerzen und ich erinnerte mich an meinen legendären Fahrradsturz von 1988. Danach ähnelte mein Gesicht moderner Street-Art-Kunst. Wie dem auch sei: Schwer verletzt und obendrein in zerrissenen Lauf-Tights schleppte ich mich nach Hause und bemitleidete mich selbst. Dass mir am gleichen Tag auch noch der Geldbeutel samt Ausweispapieren gestohlen wird, daran dachte ich in diesem Moment noch nicht. Aber es kam so, denn als ich mich nachmittags mit ausgiebigem Shopping  belohnen wollte und humpelnd einen Laden nach dem anderen aufsuchte, entging mir wohl, dass ein Langfinger sich derweil an meiner Tasche zu schaffen machte. An der Kasse fiel es mir dann auf und ich verfiel augenblicklich in Schockstarre. Zu realisieren, dass man beklaut wurde, dauert seine Zeit. Besser gesagt, man weiß es insgeheim eigentlich recht schnell, weil da dieses mulmige Gefühl ist, aber hofft minutenlang, dass der Geldbeutel doch nur in die Tiefen der Handtasche gerutscht ist. Es wäre nichts ungewöhnliches, schließlich findet Frau in so mancher Handtasche Dinge, die sie jahrelang vermisste. Und dennoch trügt das Bauchgefühl am Ende nie. Und so wusste ich nach der ganzen Sucherei, dass ich also tatsächlich beklaut worden war. Weiterlesen

Kein Entkommen

Wer nach einer Partynacht morgens in den Spiegel schaut oder beim Öffnen der Haustür plötzlich Zeugen Jehovas gegenübersteht, dem wird bewusst, dass es Momente im Leben gibt, auf die man lieber verzichten würde, bei denen es jedoch kein Entkommen gibt. Niemand möchte im Swingerclub den eigenen Eltern begegnen oder nach ein paar Monaten Besuch von einer Tinder-Bekannten mit dickem Bauch bekommen. Keiner mag im Urlaub seine Exfreundin mit neuem Partner oder seinen Chef treffen, geschweige seine Exfreundin im Urlaub mit seinem Chef als neuem Partner… Weiterlesen

SAARLÄNDISCHE DREIFALTIGKEIT

Gott lenkt, der Mensch denkt, der Saarländer schwenkt: Schwenken – das ist saarländische Identität in Reinkultur. Und natürlich geht der Saarländer auch hier seinen eigenen Weg, anders als der Rest der Republik, der über das schnöde Grillen noch nicht hinaus ist. Es gilt: „Am Grill steh’n vill, am Schwenker nur die Denker!“ Weiterlesen

Clubzone Mai 2019

Jedes Jahr lebt sie in schöner Regelmäßigkeit wieder auf, die Diskussion um das Tanzverbot im Umfeld des Karfreitags. Ganz im Ernst, wir schreiben mittlerweile das Jahr 2017, und all jene, die sich in ihrer Religiosität eingeschränkt fühlen, nur weil andere anderswo in der Nacht an Karfreitag ein bisschen tanzen, sind mit Sicherheit kaum an solchen Orten, wie Clubs und Diskotheken anzutreffen. Und bis auf die wenigen Ausnahmen an Telepathen und Hellseher unter den streng gläubigen Katholiken, sollte es sie kaum betreffen was dort passiert, beziehungsweise welche Musik dort wie laut und wie lange gespielt wird. Gefragt ist hier wohl eher ein gerüttelt Maß an gesundem Menschenverstand und die Fähigkeit gerade an Ostern, im eigentlich christlichen Sinne mal beide Augen zu zudrücken – und das hat unsere Stadtverwaltung dankenswerter Weise auch dieses Jahr wieder hinbekommen. Dafür Daumen hoch, aber jetzt genug gemeckert und auf ins Nachtleben. Weiterlesen

Verbotene Liebe

Hallo Mikrokosmonauten: Ab jetzt ist alles erlaubt

In trostlosen Zeiten haben wir Menschen die Angewohnheit, nach neuen Kicks Ausschau zu halten. Angst, Hass und gemachte Brüste dominieren unlängst das Land und da ist es durchaus angebracht, sich  spannenden Abwechslungen zu widmen. Eine lustige Schamhaar-Frisur vielleicht oder Sex im Aufzug? Wobei ich mir letzteres echt nicht vorstellen kann. Die meisten Aufzüge sind doch eh versifft und die Spiegel dort lassen einen zehn Kilo dicker erscheinen. Darüber hinaus sind Aufzüge einfach zu schnell am Ziel. Also, ich kann mich zwar in Sekunden über ein Croissant hermachen, aber in einem Aufzug hab ich das noch nicht  geschafft. Dennoch streben wir Menschen danach, uns in den grauenhaftesten Zeiten ein bisschen Spaß und Nervenkitzel zu verschaffen. Wenn noch ein bisschen Sex dazu kommt, umso besser. Weiterlesen