• Termine News und Wissenswertes aus Saarbrücken, dem Saarland und der Welt:

Clubzone November 2019

Halli, Hallo, Hallöle in der alljährlichen Hochsaison der nächtlichen Feierei. Tatsächlich ging mit dem Oktober und dem jetzt begonenen letzten Quartal dieses Jahre in die letzte Runde, das wahrlich nicht arm an gehaltvollem Treiben war und natürlich machten auch die letzten Wochen keine Ausnahme. Fest zu halten bleibt in jedem Falle, dass auch dieses Jahr in Sichtweite seines Endes deutliche Anstrengungen unternahm, in Sachen unheiliger Feierei noch ‘ne Schippe drauf zu legen. Nur allzu gerne würden wir hier jetzt noch über die zahlreichen saarländischen Oktoberfeste lästern und ausschweifend der üblen Nachrede frönen, aber obwohl es mit Sicherheit jede Menge rufschädigendens und pikantes Material gäbe, müssen wir leider passen. Mit Müh’ und Not können wir uns gerade noch daran erinnern, dass das OKTOBERFEST in St. Ingbert vom ersten Moment wieder der absolute Hammer war, danach ist allerdings Fehlanzeige was das Partygedächtnis angeht. Von daher beginnen wir lieber mit Feiereien, die unvergesslich waren – zumindets soweit wir uns erinnern können. Weiterlesen

Schnell die Welt retten

Hallo Mikrokosmonauten: Wer keine große Leuchte ist, spart zumindest Strom

Ich kann es nicht mehr hören! Überall unterwirft man mich dem Diktat des Klimaschutzes. Ich soll die Heizung nicht aufdrehen, ich soll regional und saisonal essen, Plastiktüten sind tabu, ich soll mit Deckel auf dem Topf kochen, weil das energiesparender ist. Ich dachte immer, Topf und Deckel wären in einem anderen Zusammenhang wichtiger? Und Autofahren sollte ich auch nicht mehr so oft, sondern eher aufs Fahrrad umsteigen. Ist ja alles schön und gut, aber wenn ich mir die FFF-Generation so anschaue, frage ich mich, ob sie es besonders cool fände, wenn sie einen Beutel Laubbaumsamen geschenkt bekäme, statt einem neuen Handy. Machen wir uns nichts vor: Es gibt keinen Planeten B, aber ich frage mich angesichts der ganzen Weltrettungs-Bewegung: Weiterlesen

Mitten im Herbst

Irgendwann in grauer Vorzeit schuf das Universum, der liebe Gott oder eben der Zufall – je nachdem, wem man nun die Schuld an der Entstehung der Erde geben möchte – den Planeten, auf dem wir alle leben und Steuern zahlen dürfen. Mit ihm entstanden neben Ozeanen, Kontinenten und einer Ursuppe mit Einzellern, aus denen im Laufe der Evolution affenähnliche Lebewesen wurden, die intelligent genug sind, um Parkuhren zu erfinden und Tee in Beutel zu packen, auch Jahreszeiten. Seitdem darf sich jeder in unserem, wenn schon nicht politisch, dann zumindest klimatisch gemäßigten Land mit vierteljährlich wechselnden Jahreszeiten herumschlagen. Was wohl nur diejenigen wirklich freut, die ihr Geld mit Frühlings- und Herbstmode oder mit Sommer- und Winterreifen verdienen… Weiterlesen

Clubzone Oktober 2019

Was war das für ein grandioser Spätsommer in Sachen Feierei und Ringelpietz! Vollkommen egal, ob es an dem über weite Strecken fantastischen Wetterchen lag (das Septemberende lassen wir mal außen vor) oder ob einfach alle nur so mehr Spaß hatten, die letzten Wochen waren echt wieder granatenstark. Ohne Rücksicht auf Verluste wurde in den Clubs und Discotheken genau so heftig zu Werke gegangen wie in den Off-Locations im hippen Osten der Stadt. Doch jetzt heißt es: Sommer ade, scheiden tut weh! Verabschieden mussten wir uns auch vom SCHÖNECKER in der MODERNE GALERIE, das ja gerade letztens erst wieder mit durchtanzten Open Airs punktete. Obwohl es auch im täglichen Betrieb als Café und Cocktailbar vielen ans Herz gewachsen war, kam jetzt überraschend das Aus. Wieder ein Lokal, das schmerzlich vermisst werden wird. Da hilft es kaum, dass mit der EVENT ARENA die KUFA ein Stück weit wieder auferstanden ist. Aber der Reihe nach … Weiterlesen

Premiere

Hallo Mikrokosmonauten: Es gibt immer noch ein erstes Mal!

Als ich zum ersten Mal geflogen bin, fühlte ich mich wie eine Pionierin. In meiner Fantasie war ich Amelia Earhart, bekleidet mit einem zu großen Männer-Overall, Fliegerhaube und Pilotenbrille. Ich betrat das Rollfeld mit stolz geschwellter Brust und stieg ehrfürchtig in das Flugzeug. Mein Herz schlug wie wild und ich wusste, dass ich im Begriff war, etwas für mich Großartiges zu tun. In der Tat durfte ich damals ins Cockpit und war ganz nah dran an den Geräten und Knöpfen und den Männern, die das Ding steuerten, denn mein Vater hatte all seine militärischen Hebel in Bewegung gesetzt, um mich in eine Transall C-160 zu bekommen. „Das Kind muss in die Luft!“. Etwas übel war mir dann aber schon. Im Cockpit roch es muffig und es war viel zu heiß, jedoch vergaß ich dieses erste Mal nie. Weiterlesen

Einfach Blogger bleiben

Wer ist beim Kramen in einem nahezu vergessenen Schrank nicht auch schon einmal auf ein paar alte Schulbücher gestoßen, die man einst mit der festen Überzeugung behalten hat, sie sicher irgendwann wieder brauchen zu können. Leider war in der Zeit, als bei mir Deutsch- und Erdkundebücher zuerst in Kisten und Kommoden und danach aus Augen und Sinn verschwanden, nicht absehbar, dass sich kurze Zeit später sowohl Rechtschreibung als auch Atlaskarten derart verändern würden, dass ich all das mühsam erlernte Wissen, welche Wörter und Länder zusammengehören und welche getrennt werden, nie mehr nutzen konnte. Ganz zu schweigen von den Schulunterlagen, die bis heute schwarz auf weiß behaupten, S und T wären nie getrennt, Berlin dafür aber schon…

Wer hätte Ende des 20. Jahrhunderts, als die Anzeige des Radioweckers das einzig Digitale im Alltag war, gedacht, dass bloß eine Generation später zwei Minuten vor dem Computer mehr Informationen liefern als zwei Stunden in der Bibliothek. Auch wenn Bücher gegenüber digitalen Dokumenten nach wie vor Vorteile haben, wenn Tischbeine zu kurz sind, hat die Schnelllebigkeit dazu geführt, dass Neuigkeiten mittlerweile so rasch altern, dass sie es gar nicht mehr aktuell aufs Papier schaffen. Wen interessiert noch den stundenalten Wetterbericht aus der Zeitung, wenn das Smartphone die Vorhersage minütlich aktualisiert? Die Welt dreht sich heutzutage so schnell, dass die Morgenzeitung bereits am selben Abend nur noch so aktuell ist wie das Geschichtsbuch aus der achten Klasse…

Wer über 30 ist, stellt fest, dass außer der Anzahl an Kontinenten und Weltkriegen nicht mehr viel von dem stimmt, was man einmal gelernt hat. Es interessiert heute niemanden mehr, dass dass daß hieß und man früher Albträume nur in Schwaben hatte. „Bitte“ und „Danke“ stehen längst auf der Liste der Worte, die aus dem Duden gestrichen werden können, da sie niemand mehr nutzt. Selbst Rechnen hat sich verändert. Kaufte Oma Elfriede früher 10 Kilo Äpfel für einen Euro das Kilo, war 10 Euro die einzig richtige Antwort auf die Frage, was sie zahlen muss. Heutzutage sind 9 Euro ebenso korrekt, da selbst Oma nicht mehr auf dem Markt einkauft, sondern im Internet Preise vergleicht und bestellt, wo es Rabatt gibt und sie dank Versand das Obst nicht mehr selbst heim schleppen muss….

Aus all dem kann man lernen, dass es zum einen nichts bringt, Schulsachen ewig aufzuheben, vor allem aber, dass man – wenn einem einmal Kram aus vergangenen Tagen in die Hände fällt – diesem keine allzu große Bedeutung mehr beimessen sollte. Das gilt für Opas Deutschlandkarte von 1935 ebenso wie für die Liebesbriefe aus der Mittelstufe. Vor allem aber gilt es für Notizen, in denen man während langweiliger sechster Stunden seinen Weltschmerz zu Papier brachte und sich darüber beklagte, dass die süße Sandra mit dem pickligen Thorsten zusammen ist. Seiner Zeit fand man es aus subjektiver Sicht eines Pubertierenden gut, Gefühle aufzuschreiben, heutzutage aus objektiver Sicht eines Erwachsenen allerdings besser, dass diese nie jemand zu lesen bekam…

Anders als früher, als man seine Gedanken einzig für sich selbst auf einen Block schrieb, schreibt man diese heute für die ganze Welt lesbar in einen Blog und philosophiert für die gesamte Menschheit einsehbar darüber, ob Rasenmähen Mord an Pflanzen und es moralisch noch vertretbar ist, einen Schokokuss wie früher Mohrenkopf zu nennen. War ein Tagebuch einst etwas Privates, was niemand lesen durfte, ist ein Weblog heutzutage etwas Öffentliches, was jeder lesen soll. Dieser Überzeugung sind zumindest Blogger, die glauben, die Welt besser zu machen, wenn sie über die Laune ihres Wellensittichs berichten, täglich den Bräunungsgrad ihres Frühstückstoasts posten oder zur Diskussion anregen, welcher Toilettenreinigersorte am besten riecht…

Eines der größten Probleme der digitalen Zeit ist die inflationäre Verbreitung für den Fortbestand der Menschheit völlig irrelevanter Meinungen im Internet, die dort auf ewig verbleiben wie ein Rotweinfleck auf einem weißen Hemd. Während in analoger Zeit peinliche Texte und Fotos irgendwann in Vergessenheit gerieten und in einem Schrank verschwanden, ist in digitaler Zeit an ein Vergessen und in einer Cloud verschwinden nicht zu denken. War man früher selbst Herr der Entscheidung, was im Papierkorb landet oder aus diesem wieder herausgeholt wird, hat man diese Kompetenz mittlerweile längst an Google und Co. abgegeben. Und die sind auch nicht besser als die eigene Mutter, die früher auch stets betonte, nichts mitzulesen, am Ende aber doch über alles Bescheid wusste…

Man gibt sich heute nicht mehr damit zufrieden, eine Meinung zu haben, man möchte auch, dass jeder diese Meinung kennt. Wer früher halbgare Parolen auf Toilettentüren schrieb, kommt heute nicht mehr ohne multimediales Massen-Stalking aus. War Influenza einst eine Krankheit, sind Influencer mittlerweile eine Plage. Beide sind lästig und verbreiten sich schneller als man etwas gegen sie tun kann. An die Stelle seriöser Textbeiträge sind Netzkolumnen und YouTube-Channels mit reißerischen Titeln getreten, die durch Clickbaiting Werbeeinnahmen generieren. So gibt es mittlerweile für alles Vorstellbare und noch viel mehr Unvorstellbares Blogs und Vlogs, bei denen um Likes gebettelt und sich multimedial prostituiert wird, um an Abonnenten zu kommen…

Die Gefahr der Meinungsbildung durch gefährliches Halbwissen ist dank des Internets heute größer als früher, als Blödsinn nur unter denen verbreitet wurde, die in der Schule voneinander abschrieben. Resultat sind immer mehr „urbane Legenden“, also Unwahrheiten, von denen viele glauben, sie seien wahr. Zum Beispiel dass Kühe innerlich ertrinken, wenn sie im seichten Wasser stehen, da sie keinen Schließmuskel besitzen und von hinten volllaufen. Oder dass Ostdeutschland kein Nazi-Problem hat. Verwerflich ist nicht, solche Fakes im Netz zu verfolgen, sondern, diese unbedacht weiterzuverbreiten. Wer im Internet bei der Suche nach dem 45. Präsidenten der USA neben Donald Trump auch Homer Simpson genannt bekommt, sollte zumindest skeptisch sein. Am besten bei beiden Antworten…

Die Hoffnung, bei Fragen von der vermeintlich allwissenden Internetgemeinde die richtigen Antworten zu bekommen, wird meist enttäuscht. Wie Religionen und Bedienungsanleitungen liefert auch das Internet kaum wirklich brauchbare Ratschläge fürs Leben. Anders als in der Schule, als sich nur derjenige meldete, der die Antwort auch wusste, ist es im weltweiten Netz üblich, zu kommentieren, dass das „eine gute Frage“ sei, die man sich „auch schon immer gestellt hat“, deren Antwort man aber „leider auch nicht weiß“. Es mangelt im Internet grundsätzlich nicht an Antworten, jedoch an Fragen, die zu den Antworten passen! Früher waren diejenigen still, die Antworten nicht kannten, um nicht aufzufallen. Heute kommentieren diejenigen, die Antworten nicht kennen, um aufzufallen…

 

Letztens suchte ich bei einem Problem mit dem Web-Browser Hilfe in einem Blog. „Bibi Blogsberg“ ließ mich wissen, dass sie lieber badet statt zu brausen und kein Patentrezept für die richtige Software, dafür aber für das richtige Softeis hat. „Sun Blogger“ fragte mich, ob ich nicht doch weiblich bin und Lust auf ein Treffen hätte und „Jenny from the Blog“ bot mir günstige Markensonnenbrillen an. Die Antwort von „Blogflöte“ war da noch am hilfreichsten, die vorschlug, ich solle mal googeln. Irgendwie ist das Internet nicht viel anders als meine alten Schulhefte: Voll mit Rechtschreibfehlern und Texten, die einem im Leben nicht weiterhelfen. Das muss man wohl akzeptieren und dabei einfach Blogger bleiben… gruenetomaten@live-magazin.de.

 

Patrik Wolf

P.S. Gibt es im Internet eigentlich ein Schwangerschaftsverhütungsforum mit Namen „Spiralblog“?

Nicht ohne meine Haustiere

Hallo Mikrokosmonauten:  Ob Tiere uns auch vertierlichen?

Derzeit hat der Partner an meiner Seite es ziemlich schwer. Nicht, dass es ansonsten einfach mit mir wäre, aber seit ich Besitzer zweier wundervoller Kinder äh Kater bin, bin ich öfter – nennen wir es mal – verhindert. Die lieben Kleinen brauchen schließlich meine vollste Aufmerksamkeit. Und sie sind ja auch sooo süß. Seit sie in mein Leben getreten sind, ist nichts mehr, wie es war. Und das merkt vor allem der liebe Mann, der seit einem knappen Jahr den Kürzeren zieht. Weiterlesen

Entscheidungen, Chancen und der Ernst des Lebens

Schwerpunkt Beruf und Ausbildung: Die Entscheidung über den künftigen Berufsweg gehört zu den entscheidenden Abschnitten im Leben, aber mit der Freude über den gerade vollbrachten Schulabschluss geht auch die Qual der Wahl einher. Wir geben nicht nur einen Einblick in die Gedanken dreier frischgebackener Abiturienten, stellen als Gesicht des Monats einen Start-Up Unternehmer vor, sondern bieten auch einen Überblick über nützliche Angebote der Agentur für Arbeit – natürlich zeitgemäß als App.

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