• Termine News und Wissenswertes aus Saarbrücken, dem Saarland und der Welt:

Ungeschminkte Wahrheit

Neulich machte ich beim Firmenlauf in Dillingen mit und lief einige Zeit hinter einem DRK-Krankenhaus-Team her, weil mich der Spruch auf deren T-Shirts ziemlich amüsierte. Er lautete: „Überholen Sie ruhig, wir reanimieren sie!“ Und ich dachte dabei an all die hochmotivierten Läufer, die mir allsamstäglich auf dem Leinpfad in Saarbrücken entgegenkommen. Oder die mich in einer leichtfertigen Arroganz regelmäßig zu überholen versuchen. Und es gelingt ihnen sogar, denn entgegen hoch gesteckter Ziele und jahrlanger Plackerei in Laufschuhen komme ich zu der weitreichenden Erkenntnis, dass meine Jogging-Qualitäten nach Jahren voller Blut, Schweiß und Tränen immer noch auf dem Niveau einer Schnecke sind. Einer flinken Schnecke wohlgemerkt, aber eben einer Schnecke. Was mich aber wirklich frustriert und nahezu rasend macht (rasend in emotionaler Form wohlgemerkt, weniger in körperlicher) sind diese ganzen „Ich bin soooo unsportlich!“-Leute! Diese eine Sorte Mensch, die ihren Fitnesslevel ständig runterspielt mit tiefstapelnden Facebook-Posts à la „Heute wieder nur im Schneckentempo unterwegs“ oder „Kleiner Abendlauf an der Saar“, deren vermeintliches „Schneckentempo“ für mich jedoch Sprint-Niveau bedeutet und „kleiner Abendlauf“ einfach nur übersetzt heißt: „13 Kilometer-Runde“! Weiterlesen

Herdentrieb

Wenn man einmal erkannt hat, dass alle Menschen Aliens sind, man selber aber offensichtlich ganz anders tickt, fängt es an, kompliziert zu werden. Spätestens dann nämlich katapultiert man sich in eine mehr als schwierige Position. Ungewollt meistens. Alles andere wäre nämlich mehr als befremdlich. Es würde Anpassung bedeuten, und Anpassung an eine Spezies, die wie die Lemminge immer in eine Richtung rennt, vor Feiertagen in die Supermärkte einfällt, als gäbe es demnächst eine atomare Katastrophe und Lotto spielt, obwohl die Chance auf den großen Jackpot unmöglich erscheint, erscheint mir dann doch etwas weit hergeholt. Oder doch nicht? Denn so oft ich auch die Dinge und die Menschen gerne über einen Kamm schere oder in Schubladen stecke, so stelle ich mir mindestens genauso oft die Frage: In welcher dieser Schubladen stecke ich eigentlich?
Der Mensch – ein Herdentier. Zumindest zeigen Studien, dass sich in der Tat rund 95 Prozent von uns wie Schafe verhalten, das heißt unabsichtlich der Menge folgen, gerade so, als könnten sie nicht für sich selbst denken. Na ja, viel Hoffnung für die Menschheit erweckt das ja nicht gerade. Und was bedeutet das jetzt für mich? Will ich nicht immer so individuell, so besonders sein? So ganz anders, als andere, weil alle anderen ja zu weltfremd und zu gewöhnlich sind? Wollen wir das nicht alle irgendwie? Weiterlesen

Ein Hoch auf Mich!

Heirate dich selbst“ – auf der Bestseller-Liste derzeit auf Platz 1 – von Veit Lindau beschreibt wohl gerade exakt jenes Lebensgefühl, das die meisten Menschen nicht haben. Nämlich die Fähigkeit, sich selbst zu lieben. Radikale Selbstliebe ist offensichtlich auch nur was für ganz glorreichen Idealisten unter uns. Wenn es nämlich einen Menschen gibt, den wir regelmäßig zu unserem Feindbild Nummer 1 machen, dann fällt die Wahl – oh Wunder – gerne mal auf uns selbst! Es ist geradezu abartig, wie massiv wir uns im Laufe unseres Lebens zu einem selbst ernannten Nichtsnutz degradieren. Und ja, wir sind es selbst, die an uns rumnörgeln, uns klein machen und uns kritisieren, wann immer es geht. Ich kenne genug Menschen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis, die zerfressen sind von Selbstzweifeln und von negativen Gedanken, die sie sich so lange einreden, bis sie sie selbst glauben. Und mehr noch: Bereits als Kinder wird uns eingetrichtert, dass wir so, wie wir sind, offensichtlich nicht richtig ticken, nicht gut genug sind und es nicht ausreicht, wie wir gestrickt sind. Unser Wille wird demnach schon relativ früh gebrochen und wir fangen bereits in jungen Jahren an, Selbstzweifel zu hegen und uns zu fragen, warum wir für die eine Sache gelobt und für eine andere getadelt werden. Nicht umsonst frage ich mich an dieser Stelle: Weiterlesen

Was für ein Mann!

Letztendlich habe ich mich dann wohl umorientiert.“ So lautet der Satz, den ich derzeit im Kopf habe, wann immer ich mich darauf besinne, welche Art Männer mein Herz tatsächlich zum Schmelzen bringen. Mit Mitte Dreißig habe ich endlich begriffen, wie ein Mann sein muss, wenn er mich wirklich catchen will! Und ich hätte es niemals für möglich gehalten! Ich stehe nämlich auf Romantiker! Weiterlesen

The Circle of Leid

Ich glaube nicht an die große Liebe, die alle zwei Monate durchs Fenster herein gesegelt kommt. Ebenso wenig glaube ich daran, dass es Liebe ist, wenn man den anderen daran hindert, sich innerhalb einer Beziehung selbst zu entfalten. Leider scheinen viele Menschen heutzutage genau dieses Verhalten an den Tag zu legen und denken dann, so geht Beziehung. Nein, es ist lediglich eine Art Abhängigkeit, eine Ego-Tour, deren Hochphasen man nur dann erreicht, wenn man den anderen so gut es geht emotional ausbeuten kann. Und dann ist es nicht verwunderlich, wenn das Vögelchen plötzlich mit Sack und Pack reiß-aus nimmt. Weiterlesen

Nerv nicht, Schatz!

Beziehungen: Ein leidiges Thema, mit dem ich mich schon sehr lange beschäftige. Irgendwann kommt man in Beziehungen immer an einen Punkt, wo es knallt! Absolute Harmonie gefolgt von Streit und der unausweichlichen Frage, warum der andere sich nicht einfach in Luft auflöst?! Löst er sich tatsächlich in Luft auf, wäre die Panik zwar groß, aber es wirft dennoch die Frage auf: Weiterlesen

Schein und Sein

Ich mag Statistiken nicht. Ich frage mich jedes Mal, wer sie gemacht hat, wie sie gemacht wurden und auf welche Quellen sie sich eigentlich berufen. Wenn ich mir überlege, dass die ersten Statistiken bereits 2000 v. Chr. gemacht wurden, wird mir ganz komisch zumute. Ich meine, wir berufen uns im Leben doch ständig auf irgendwelche Zahlen. „Laut Statistik ist jede vierte Frau glücklich“ oder „Laut Statistik sind 60 % der Deutschen in einer festen Beziehung“. Ich möchte nicht an die etwaige Dunkelziffer denken, also das Verhältnis zwischen der Zahl der Befragten und derer, die schlichtweg nichts davon wussten. Hier sind doch lediglich Schätzer am Werk,- Altkluge, die über den Daumen peilen, wie viele Menschen in festen Beziehungen zu sein scheinen.
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Detox your life

Ein müder Teint, gut zwei Kilo über dem Wohlfühlgewicht und insgesamt nicht so fit, wie wir es gern wären. Das alles sind deutliche Zeichen dafür, dass unser Körper nach Entlastung ruft. Detox lautet da die Zauberformel. Und alleine in meinem Umfeld gibt es genug Leute, die zu Beginn eines neuen Jahres regelmäßig auf Entgiftung setzen, sei es durch Ayurveda-Kuren, Heilfasten oder diverse Diäten. Jede Methode dient dabei der Regeneration des Körpers. Quasi ein kompletter Neustart. Physisch wie psychisch. Weiterlesen

Stay strong

Als ich noch ein Kind war, hatte ich eine Freundin, mit der ich mich zuweilen heftig in die Haare bekam. Unsere Streitereien entstanden meist aus Nichtigkeiten: Ein verlorenes Spiel, Neid darüber, dass die andere eine schönere Barbie-Puppe hatte oder kleinere Machtspielchen, wer denn nun schneller Radfahren konnte. Eines Tages verlor ich gegen sie im Federball, denn Ballsportarten, egal in welcher Form lagen mir nie sonderlich. Aus lauter Wut über meine Niederlage hatte ich keine bessere Lösung, als ihr mit dem Federball-Schläger eins überzubraten. Und sie? Verzog keine Miene und schlug nicht mal zurück. Stattdessen nahm sie wortlos ihren Schläger und den Federball und stolzierte mit erhobenem Haupt an mir vorbei. Weiterlesen

Vernebelt, verwirrt, verliebt

Wenn im Terminkalender nur noch ein einziger Name auftaucht, das Schlafdefizit gewaltig in den Keller rutscht während die Selbstüberschätzung in die Höhe schnellt, ein Hungergefühl zwar vorhanden ist, aber nicht mehr unbedingt gestillt werden muss, das Leben rosarot statt grau ist und man alles andere vernachlässigt und hinten anstellt, was unwesentlich erscheint, ist man entweder Junkie oder schlicht und ergreifend völlig verknallt. Weiterlesen