• Termine News und Wissenswertes aus Saarbrücken, dem Saarland und der Welt:

Warum ich gern alleine bin

Hallo Mikrokosmonauten: Alleine ist nicht einsam!
Mein Freund findet es super, mit seinen Kumpels eine Woche segeln zu gehen. So ein Katamaran, ist winzig, besonders, wenn man in einer Gruppe dort hausen muss. Urlaub mit den Kumpels sieht dann so aus, dass man eine Woche lang zusammengepfercht auf einem Kahn sitzt, sich die Toilette und Dusche teilt und wenn es sein muss auch mal die Handtücher. Es bedeutet, dass man das Schnarchen aus den Nachbarkabinen hört, und dass man am besten keine Verdauungsprobleme haben sollte, denn so ein Boot ist wie gesagt sehr hellhörig. Es bedeutet auch, dass man nicht einfach mal sagen kann: „Ciao, ich mache den Abflug!“, es sei denn, man meint damit tatsächlich, dass man jetzt wieder nach Hause fliegt. Eine Woche an Bord: Zusammen essen, schlafen und sich gelegentlich betrinken. Für mich ein wahr gewordener Alptraum, für meinen Freund das schönste Männerabenteuer neben einem DTM-Besuch am Hockenheimring. Nicht dass ich ihn für seine Hobbys kritisiere, im Gegenteil! Ich finde es bemerkenswert, dass er Spaß an den Dingen hat, die er tut. Und dass er diese Dinge am allerliebsten mit Freunden oder mindestens zu zweit macht. Aber mir fällt dann immer wieder auf, wie anders ich zu ticken scheine. Zumindest in einer Sache: Dass ich gelegentlich das Alleinsein den Menschen vorziehe. Und ich stelle mir die unweigerliche Frage: Weiterlesen

Kein Morgen ohne Latte

Das gelegentliche Aufräumen der eigenen Wohnung hat den schönen Nebeneffekt, dass man neben Unmengen von Knabberresten in und unter dem Sofa auch Dinge wiederfindet, die man schon länger gesucht hatte. Gerade in der Küche stößt man jedoch auf Kram, von dem man völlig vergessen hatte, dass man ihn besitzt und vor allem auch warum: Spiegeleiförmchen, Bananenboxen, Pizzamesser und Sparschäler sind Plunder, den man vor Jahren als vermeintliche Wundererfindungen in einer schlaflosen Nacht beim TV-Shopping teuer erworben, aber nie benutzt, geschweige denn vor ihrem Wiederfinden je vermisst hat. Früher brauchte keiner solchen Kram und heute wohl auch nicht…

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Clubzone Oktober 2018

OMG, was war das für ein grandioser Spätsommer in Sachen Feierei und Ringelpietz! Vollkommen egal, ob es an dem über weite Strecken fantastischen Wetterchen lag (das Septemberende lassen wir mal außen vor) oder ob einfach alle nur mehr Spaß hatten, die letzten Wochen waren echt wieder granatenstark. Ohne Rücksicht auf Verluste ging es in den Clubs und Discotheken genau so heftig zu Werkem wie in den Off-Locations im hippen Osten der Stadt. So langsam hat das Partytreiben in unserer kleinen Metropole trotz nasskalter Witterung aber so richtig an Fahrt aufgenommen. Auch ganz ohne Festivals und andere sommerliche Zusatzbespaßungen verging kaum ein Tag ohne, dass in der Clubzone nächtliche Nägel mit Köpfen gemacht wurden. Dann wollen wir mal loslegen…

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Inspiration aus zwei welten

Paolo Cuffaro aus Saarlouis stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass man auch ganz am Anfang einer Karriere sehenswerte Fotos kreieren kann. Er ist Student an der HBK in Saarbrücken und fotografiert für sein Leben gern. Hierbei versucht er steht mit seiner Kunst und Fotografie ein bisschen Schwung ins Saarland zu bekommen. Beides ist für Paolo untrennbar miteinander verbunden und darauf basieren auch seine Arbeiten, wie er uns im Gespräch verdeutlichte.

Woher kommen die Ideen für Deine Bilder?
„Meine Inspirationen setzen sich eigentlich aus zwei Welten zusammen. Ich liebe die High Fashion Modewelt, wobei High Fashion Fotografie für mich nicht nur das Ablichten der Mode ist. Modefotografie nutze ich als ganz eigene Art des Fotografierens. Portraits zum Beispiel können für mich einen eigenen Anspruch an der Modefotografie haben. Sie setzen einen bestimmten Look und Ausdruck voraus, den ich für meine eigene Arbeit anstrebe. Eine weitere Inspiration ist für mich die Welt des Abnormalen und Seltsamen. Alles, was gut und vor allem schön ist, wird von der heutigen Gesellschaft geliebt und akzeptiert. Ich möchte mit meiner Arbeit auch das Gegenteil erreichen. Den Schmerz und das Abnormale, worüber meist nicht gesprochen wird, versuche ich mit meiner Arbeit hervorzuheben, um Themen und Motive zu behandeln, die meist nicht so üblich sind.“ Weiterlesen

Urlaub in Konserven

Hallo Mikrokosmonauten: So hält die Erholung länger: Wenn die Blätter allmählich ihre Farbe von sattem Grün ins gold-braune wechseln, wechselt auch langsam aber sicher wieder unsere Stimmung. Zwar sprechen wir in solchen Zeiten immer noch vom „Indian Summer“ oder goldenem Herbst, jedoch braucht es nachts jetzt wieder eine etwas dickere Decke. Und auch die letzten unter uns kehren aus ihrem Sommerurlaub zurück und setzen langsam aber sicher ein – zumindest kleines – Häkchen hinter diesen „endless summer 2018“. Er wollte irgendwie nicht so ganz gehen, jedoch sagt man spätestens im August, dass sich jener Monat wie Sonntag anfühlt. Und ja, allmählich geht er dann doch oder zieht sich zumindest etwas zurück. Der Sommer. Ein netter Kumpel, mit dem man gerne einen über den Durst getrunken hat. Mit dem man sich unerschütterlich in die Wellen stürzte und mit dem man schweißtreibende Nächte inklusive zerwühlten Laken erlebte. Alles in allem aber war er derjenige, der uns so viel Spaß und Liebe und Erholung schenkte. Darum stelle ich mir jedes in dieser Zeit die alles entscheidende Frage: „Wie verdammt noch mal kann man genau jene sommerlichen und gechillten Gefühle irgendwie mit in den Herbst nehmen?“ Weiterlesen

Clubzone September 2018

Sommer ade, scheiden tut weh! Umso mehr als besonders die letzten Wochen für richtig viel Geselligkeit, allerdings manchmal nicht zur Freude der Anwohner, für uns in petto hatte. Aber das sogenannte BERMUDADREIECK im Nauwieser Viertel gibt es ja nicht erst seit diesem Sommer und das Ganze wird sich einstweilen mit den sinkenden Temperaturen auch wieder deutlich entschärft haben. So wirklich beschweren darf sich also niemand, denn genau so herrlich wurde in den üblich verdächtigen Orten des Nachtlebens dieser Bilderbuchsommer begangen. Die Unsitte der Sommerpausen hat sich glücklicherweise auch erledigt, zumal es doch vollkommen wurscht ist, ob es draußen 20 oder 30 Grad hat, wenn im BLAU (und anderen Clubs) sowieso immer 40 Grad herrschen. Lediglich der Freitag wurde eingestampft und hier und da das Programm etwas zurück gefahren. Unterm Strich also genug Feierei um auch diesen Monat jene Kolumne hier mit reichlich Material zu versorgen. Und beginnen tun wir mit einem Klassiker abseits der Tanzflächen … Weiterlesen

Sommer am See

Wer wie ich mit einem Körper gesegnet ist, der bereits beim bloßen Anblick von Eiscreme zunimmt, der steht dem Sommer mit einem lachenden und einem weinenden Auge gegenüber. Die Freude über gutes Wetter währt nur bis zu dem Moment, in dem man die Badesachen hervorkramt und schockiert feststellt, dass diese über den Winter schon wieder von irgendwelchen Wichteln enger genäht wurden. Die Hoffnung, dass das ausgiebige Naschen ohne Folgen geblieben ist, wird beim Blick in den Spiegel zerstört, wenn einen der eigene speckige Zwilling gegenüber in der zu knappen Badehose wissen lässt, dass man noch nie so weit vom Surferkörper entfernt war wie in diesem Jahr… Weiterlesen

Ab in den Garten

Urlaub vor der Haustür? Wer unbedingt am Straßenrand in Lärm und Dreck vorbeifahrender Autos sitzen will, kann das gerne tun. Wir aber verlassen das Haus durch die Hintertür, denn hier warten grüne Wunderwelten! Anhand von vier Beispielen zeigen wir, was 2018 so alles geht in Saarbrücker Gärten. Weiterlesen

Clubzone August 2018

Eigentlich hätte auch diese Kolumne wieder mit einer hymnischen Belobigung des Wettergottes für das prima Klima anfangen sollen, doch dann begannen die ersten Berufsnörgler an zu jammern. Zu heiß wäre es, zu schwül. Was ein Quatsch, denn jeder weiß, dass es genau drei Dinge bei einer echt guten Party nicht gibt: zu voll, zu laut, zu heiß. Also aufhören mit Mimimi und einfach weiter eskalieren. Doch von der bangen Frage, ob es jetzt vielleicht auch mal etwas kühler werden könnte oder warum kaum Clubs über richtige Klimaanlagen verfügen, ließen sich Gott sei Dank größte Teile der Saarbrücker Club- und Partyszene nicht beeindrucken und es wurde einfach ungebremst weiter geschwitzt. Da war aber auch wirklich alles dabei: jede Menge Freiluft-Bespaßlichkeiten, ungezählte Festival-Afterhours, und die geballte Freude auf Feier-Hot-Spots, die ins Nachtleben unserer kleinen Metropole zurück gefunden haben. So muss das sein. Und jetzt auf ins wilde Treiben …   Weiterlesen

Sehnsucht nach früher

„Der Mensch will immer, dass alles anders wird und gleichzeitig will er, dass alles beim Alten bleibt.“ Paulo Coelhos Zitat ist recht treffend, wenn man bedenkt, wie oft und gerne wir uns an die „guten, alten Zeiten“ erinnern oder in bestimmten Situationen sogar fast schon erleichtert aufatmen und uns sagen hören „Wie in alten Zeiten!“. Als ich neulich in London war, fühlte ich mich unzählige Male an meine Klassenfahrt zurück erinnert und mit den Erinnerungen kamen spezielle Gefühle in mir hoch, die seit fast zwanzig Jahren irgendwo in mir drin geschlummert hatten. Aber jetzt, in dieser Stadt, erwachten sie plötzlich wieder zum Leben und ich war zurück im Jahre 1997 auf meiner Klassenfahrt. Wie in „alten Zeiten“ ließ ich mich vor dem Buckingham-Palace fotografieren und bei Marble Arch versuchte ich mich daran zu erinnern, ob mir irgendwas bekannt vorkam. Alles in allem reiste ich auf diesem London-Trip ständig in die Vergangenheit, während sich aber schon wieder aktuelle Eindrücke in meinen Kopf einbrannten und in meinem exklusiven Erinnerungskatalog verschwanden. Und ich kam nicht daran vorbei, mich zu fragen: „Warum sehnen wir uns eigentlich so sehr nach vergangenen Tagen?“. Natürlich weiß ich inzwischen, dass die Vergangenheit meist mit goldenem Pinsel malt, also quasi vieles schöner, gigantischer und toller im Kopf abgespeichert ist, als es zu jener Zeit wirklich war, aber im Herzen wohnen immer noch diese konservierten Gefühle, die man damals hatte und die sorgen dafür, dass man sich mit einem Male wieder in diese Zeit zurück wünscht, In diesem Zusammenhang wünsche ich mir übrigens immer ganz stark, dass Zeitreisen endlich Wirklichkeit werden. Weiterlesen