• Termine News und Wissenswertes aus Saarbrücken, dem Saarland und der Welt:

SAARLÄNDISCHE DREIFALTIGKEIT

Gott lenkt, der Mensch denkt, der Saarländer schwenkt: Schwenken – das ist saarländische Identität in Reinkultur. Und natürlich geht der Saarländer auch hier seinen eigenen Weg, anders als der Rest der Republik, der über das schnöde Grillen noch nicht hinaus ist. Es gilt: „Am Grill steh’n vill, am Schwenker nur die Denker!“ Weiterlesen

VARVARA KANDAUROVA

„Ich möchte morgen besser sein als ich heute war“

Den Bildern der gebürtigen St. Petersburgerin wohnt ein ganz besonderer Zauber inne. Das gilt gleichermaßen für ihr S/W Arbeiten wie für jene in Farbe. Dieser Magie konnte sich auch die italienische Vogue nicht verschließen, die im letzten Sommer gleich 19 Fotos der Wahl-Saarbrückerin veröffentlichte. Dabei ist die eigentlich gar keine Fotografin, viel eher bildende Künstlerin und gelernte Journalistin. Bevor sie vor zehn Jahren nach Deutschland kam, hatte sie in ihrer russischen Heimat bereits Dramatische Dichtung, Werbedesign und Bildende Künste studiert. Anschließend arbeitete sie freie Journalistin, war verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit des Theaters „Music Hall“ in St. Petersburg und Regieassistentin im Filmstudio „Mosfilm“ in Moskau. Weiterlesen

Schöne neue Arbeitswelt

Früher war alles besser oder zumindest anders und die Zukunft hat es in sich – auch im Saarland. Die zunehmende Digitalisierung der Produktionsprozesse wird längst unter dem Stichwort Industrie 4.0 zusammengefasst. Höchste Zeit, die möglichen Veränderungen und Chancen in der Berufswelt ins Auge zu fassen. Willkommen bei der Arbeit 4.0

Arbeiten 4.0  stellt sich natürlich digitaler und vernetzter dar. Die Ursachen hierfür sind modernste Technologien und daraus resultierende ungekannte Optionen der Kommunikation von Maschinen untereinander. So werden sich in den verschiedensten Branchen neue Wertschöpfungsketten etablieren, was schlussendlich den Arbeitsmarkt volatiler machen wird. Eine so neu definierte und optimierte Verknüpfung von Mensch und Maschine erfordert aber auch neue Qualifikationen der Arbeitnehmer.

Mit diesen technisch bedingten Umwälzungen gehen gesellschaftliche Neuerungen einher, die ein Überdenken der Bedeutung des Begriffs Arbeit nötig machen. Es manifestieren sich veränderte Ansprüche an Arbeit an sich und nach mehr Freiraum bei der Ausgestaltung der eigenen Arbeit. Das wird zu einer zumindest teilweisen Auflösung der althergebrachten Erwerbsformen führen. Beispielsweise wird die klare Unterscheidung in angestellt und selbstständig oder Teil- und Vollzeit immer weniger möglich und in der Arbeitswelt der Zukunft entsprechend auch keine Rolle mehr spielen. Diese Entwicklung zeichnet sich ja auch heute schon unübersehbar ab, beziehungsweise ist bereits Wirklichkeit.

 

Dienstleistung – die Industrie der Zukunft?

Mit einem Blick auf den Strukturwechsel hier am ehemaligen Schwerindustriestandort muss man sich fragen, haben die Saarländer da tatsächlich mal was richtig gemacht? Der saarländischen Wirtschaft geht es gar nicht so schlecht und der Strukturwandel weg von der Kohle hin zu IT scheint soweit gelungen. Nicht wenige Fachleute sehen im einstigen Kohle- und Stahlrevier die deutsche Nummer Eins in der Informatik. Die beruflichen Perspektiven in der hiesigen IT- und Forschungslandschaft, innovative Unternehmen und renommierte Forschungsinstitute (u.a. CISPA, Max-Planck Institute oder das DFKI) mit mehr als 6.000 Arbeitsplätzen machen unser schönstes Bundesland der Welt zum IT-Hotspot. Inzwischen haben die Unternehmen jedoch ebenfalls das Problem, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Viele junge, gut ausgebildete Saarländer verlassen die Region und gehen zum Arbeiten in die Metropolen, die Geburtenrate ist so niedrig wie in keinem anderen Bundesland. Bis Mitte 2020 wird der Anteil der erwerbsfähigen Bevölkerung im Saarland doppelt so stark zurückgehen wie im Bundesdurchschnitt.

Im gleichen Zeitraum unterstreicht der fortlaufende Wandel mehr und mehr die Bedeutung des Dienstleistungsbereich, während die Industriearbeit für das deutsche exportorientierte Wirtschaftsmodell immer noch unabdingbar scheint. Aktuell arbeiten 75 Prozent aller Erwerbstätigen im Dienstleistungssektor. Damit hat sich Zahl der Dienstaleister in den letzten 50 Jahren verdoppelt. Die Industriearbeit in den produzierenden Gewerben ging hingegen um 3,5 Millionen Arbeitsplätze zurück. Dieser Rückgang fußt größtenteils auf Auslagerungen von Diensten, die früher in den Produktionsunternehmen direkt angesiedelt waren und in den letzten Jahren outgesourced wurden. Die Wertschöpfung im Industriebereich ist zunehmend an Dienstleistungen der Information und Kommunikation gebunden und aufgrund dessen sehr IT – und arbeitsintensiv. Jene Kommunikations- und Informationstechnologien sind ortsungebunden, weltweit verfügbar. Das bedeutet, dass Mobilität was Arbeits- und/oder Wohnort angeht kein Kriterium mehr sein wird und beispielsweise Umzüge wegen Arbeitsplatzwechsel der Vergangenheit angehören werden.

Die Art und Weise, wie wir in Zukunft arbeiten, wird sich grundlegend ändern. Darin sind sich Politik, Wirtschaft, Medien und Wissenschaft überraschend einig. Wie schnell sich dieser digital verursachte Wandel vollzieht, was er für den Menschen bedeutet und vor allem, wie man ihn sinnvoll gestaltet, darüber gehen die Ansichten allerdings weit auseinander. Schnell wird jedoch klar, dass in der Arbeit der Zukunft dank Automatisierung, künstlicher Intelligenz, Smart Data und Co. viele Aufgabenfelder, die heute noch menschliche Arbeitskraft benötigen, zukünftig von Maschinen übernommen werden. Die Arbeitswelt von Morgen steht also mitnichten für Mitarbeiter, die weitergebildet werden müssen und digitales Know-how benötigen, denn der digitale Wandel verlagert die Anforderungen an den Menschen weg von technischem Können und reinem Wissen, hin zum Schöpferischen und Kreativen.

 

Kinder an die Macht

Außerdem wird das Streben nach mehr Transparenz, Flexibilität und nach einer optimaleren Verbindung von Familie und Beruf und vor allem nach Sinnhaftigkeit maßgeblich durch die junge Generation der Arbeitnehmer, die Generation Y oder die zwischen 1980 und 2000 geborenen „Millenials“ geprägt. Sie als hauptsächlich Betroffene schaffen sich längst selbst die Arbeitswelt von Morgen. Aber auch ganz allgemeine, gesellschaftliche Trends, von der steigenden Individualisierung über Globalisierung und Mobilität bis hin zur immer bedeutenderen Rolle von Nachhaltigkeit haben einen massiven Einfluss auf das Verständnis der „Jungen“ von moderner Arbeit. Und dies alles vor dem Hintergrund, dass nach einer Studie des Weltwirtschaftsforum (WEF) schon 2025 Maschinen mehr Arbeitsstunden leisten als Menschen. Dabei entstehen zwar Millionen neue Jobs, für die aber kaum jemand qualifiziert ist. Nicht weil zu wenig gewusst wird, sondern weil schlichtweg das falsche erlernt wurde. Fähigkeiten, die heute als „Soft Skills“ eingeordnet werden, sind die „Hard Skills“ der Arbeitswelt der Zukunft – und die entscheidenden.

Eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) kommt zu dem Schluss: „Die zunehmende Digitalisierung wird mit einer merklichen Umgestaltung der Arbeitswelt einhergehen, und in diesem Prozess werden Bildung und Weiterbildung der Beschäftigten eine zentrale Rolle übernehmen“. Ohne eine aktive Schulungsstrategie werden ganze Wirtschaftszweige und die dort beschäftigten Arbeitnehmer bei der vierten industriellen Revolution, also der umfassenden Digitalisierung der Wirtschaft, den Kürzeren ziehen. Unterm Strich wird fast jeder zweite Beschäftigte in Deutschland in den nächsten Jahren für mehr als drei Monate weitergebildet werden müssen, um seine Fähigkeiten auf die Arbeit der Zukunft anzupassen. Zehn Prozent sogar länger als ein Jahr, während nur 46 Prozent der Menschen kurz- und mittelfristig keiner Schulung bedürfen werden.

Tatsächlich achten heute schon signifikant viele Unternehmen bei der Suche nach neuen Mitarbeitern auf Fähigkeiten und Qualifikationen rund um künstliche Intelligenz und Big Data auskennen. Dabei kommen immer öfter Freiberufler, Zeitarbeiter und externe Partner ins Spiel, was mittelbar dazu führt, dass die lebenslangen Job der Nachkriegsgeneration bei einem Arbeitgeber praktisch aussterben wird. Wer sich auf die neuen Bedingungen der Arbeitswelt nicht einzustellen vermag, wird eher früher als später seine Arbeitsstelle verlieren.

 

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es

Wer also im Job ist, sollte sich klar werden, wie seine berufliche Zukunft aussehen soll – und insbesondere, ob und welche Aus- oder Weiterbildungsmaßnahmen Sinn machen oder sogar nötig werden könnten. Ebenso ist es Arbeitssuchenden dringend angeraten, zwar ihre Richtung zu kennen, aber bei Schulungsmaßnahmen darauf zu achten, nicht zu fachspezifisch zu werden. Neue Berufsfelder immer mit zu denken, die bisher noch gar nicht im Fokus der Zukunftsüberlegungen standen kann genauso wenig schaden, wie die Möglichkeiten einer grundlegenden Neupositionierung. In vielen Unternehmen werden in naher Zukunft die bisherigen Soft-Skills rund um Themen wie Projektmanagement, digitale Kommunikation, Prozess- oder Qualitätsmanagement von größerer Bedeutung sein als reines Fach- und Faktenwissen eines einstmals klar umschriebenen Tätigkeitsfelds. Umso einfacher wird entsprechend auch der Wechsel von einer Arbeitsumgebung in eine andere.

Wenn es einen Segen der Arbeitslosigkeit gibt, dann ist es der, dass es in dieser Zeit die besten Förderungsmöglichkeiten für Weiterbildung gibt. Von den Lehrgangskosten, über Prüfungsgebühren bis hin zu Fahrtkosten. Es ist die beste Zeit nach Ausbildung oder Studium, um konzentriert an der eigenen Bildung zu arbeiten. Eigentlich sollte es nicht Arbeitslosigkeit, sondern Bildungszeit heißen, zumal hier die Möglichkeit besteht, Bildung zu 100 Prozent durch die Arbeitsagentur für Arbeit finanzieren zu lassen. Für Berufstätige gibt es diese Möglichkeiten – bis auf kurzfristige Seminare – in diesem Umfang eher nicht. Es gibt den Bildungsscheck, der in der Regel bei 500 Euro der Weiterbildungskosten gedeckelt ist. Wer eine Fortbildung absolviert, die über mehrere Jahre geht, wie etwa der klassische IHK-Meister, dann gibt es das sogenannte Aufstiegs-Bafög, mit dem ein Großteil der Weiterbildungskosten gefördert wird. Ob arbeitssuchend oder angestellt, die Zeit der Jobsuche ist immer auch die Chance, sich neu aufzustellen und sich weiter zu entwickeln. Zeit, um die eigenen Themen im Leben und Beruf auf einen aktuellen Stand zu bringen sowie solche Themen durch Recherche und Gespräche anzugehen, die für die eigene Zukunft im Arbeitsmarkt von morgen wichtig sein werden.

STILLE NACHT oder die Ruhe nach dem Sturm.

Das Nauwieser Viertel ist für viele der spannendste Stadtteil Saarbrückens. Dabei spielt natürlich die vielfältige Gastronomie zwischen Großherzog-Friedrich-, Richard-Wagner- und Dudweiler-Straße eine entscheidende Rolle. Doch gerade an der Gastroszene, und ihrer überbordenden Beliebtheit, schieden sich diesen Sommer die Geister und wirklich Ruhe ist erst jetzt mit den einstelligen Temperaturen eingekehrt. Fragt sich nur, ist das die Ruhe nach oder vor dem Sturm. Weiterlesen

Making of Spiegelpalais

In nicht mal ganz einem Monat verwandelt das Team vom Alexander Kunz Theatre einen unscheinbaren Brascheplatz im Deutschmühlental in den neuen, glamourösen Standort des Spiegelpalais. 37 Gewerke mit bis zu 100 Personen haben eine logistische Höchstleistung vollbracht, damit hier 83 Nächte lang die Dinnershow genossen werden kann. Weiterlesen

#wirsindbunt

Ein Saarbrücker Verein hilft Jugendlichen mit künstlerischen und kulturellen Mittel ohne sich dabei um Herkunft, Hautfarbe oder Religion zu kümmern. Hier wird Integration und Inklusion wirklich gelebt.

Die 2. Chance Saarland e.V. ist nicht zuletzt wegen der vielen tollen und publikumswirksamen Tanz- und Musikprojekte bekannt. Die Musicals „Heimat“ in der Congresshalle und „Was geht ab“ in der Feuerwache, das „Begegnung ohne Barrieren“ Open-Air auf dem Tblisser Platz, das „Unplugged“ Konzert in der Garage oder die „Dance Explosion“ in der Saarlandhalle sind nur ein paar Beispiele für den enormen Output des Vereins. Weiterlesen

Inspiration aus zwei welten

Paolo Cuffaro aus Saarlouis stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass man auch ganz am Anfang einer Karriere sehenswerte Fotos kreieren kann. Er ist Student an der HBK in Saarbrücken und fotografiert für sein Leben gern. Hierbei versucht er steht mit seiner Kunst und Fotografie ein bisschen Schwung ins Saarland zu bekommen. Beides ist für Paolo untrennbar miteinander verbunden und darauf basieren auch seine Arbeiten, wie er uns im Gespräch verdeutlichte.

Woher kommen die Ideen für Deine Bilder?
„Meine Inspirationen setzen sich eigentlich aus zwei Welten zusammen. Ich liebe die High Fashion Modewelt, wobei High Fashion Fotografie für mich nicht nur das Ablichten der Mode ist. Modefotografie nutze ich als ganz eigene Art des Fotografierens. Portraits zum Beispiel können für mich einen eigenen Anspruch an der Modefotografie haben. Sie setzen einen bestimmten Look und Ausdruck voraus, den ich für meine eigene Arbeit anstrebe. Eine weitere Inspiration ist für mich die Welt des Abnormalen und Seltsamen. Alles, was gut und vor allem schön ist, wird von der heutigen Gesellschaft geliebt und akzeptiert. Ich möchte mit meiner Arbeit auch das Gegenteil erreichen. Den Schmerz und das Abnormale, worüber meist nicht gesprochen wird, versuche ich mit meiner Arbeit hervorzuheben, um Themen und Motive zu behandeln, die meist nicht so üblich sind.“ Weiterlesen