• Termine News und Wissenswertes aus Saarbrücken, dem Saarland und der Welt:

Making of Spiegelpalais

In nicht mal ganz einem Monat verwandelt das Team vom Alexander Kunz Theatre einen unscheinbaren Brascheplatz im Deutschmühlental in den neuen, glamourösen Standort des Spiegelpalais. 37 Gewerke mit bis zu 100 Personen haben eine logistische Höchstleistung vollbracht, damit hier 83 Nächte lang die Dinnershow genossen werden kann. Weiterlesen

#wirsindbunt

Ein Saarbrücker Verein hilft Jugendlichen mit künstlerischen und kulturellen Mittel ohne sich dabei um Herkunft, Hautfarbe oder Religion zu kümmern. Hier wird Integration und Inklusion wirklich gelebt.

Die 2. Chance Saarland e.V. ist nicht zuletzt wegen der vielen tollen und publikumswirksamen Tanz- und Musikprojekte bekannt. Die Musicals „Heimat“ in der Congresshalle und „Was geht ab“ in der Feuerwache, das „Begegnung ohne Barrieren“ Open-Air auf dem Tblisser Platz, das „Unplugged“ Konzert in der Garage oder die „Dance Explosion“ in der Saarlandhalle sind nur ein paar Beispiele für den enormen Output des Vereins. Weiterlesen

Inspiration aus zwei welten

Paolo Cuffaro aus Saarlouis stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass man auch ganz am Anfang einer Karriere sehenswerte Fotos kreieren kann. Er ist Student an der HBK in Saarbrücken und fotografiert für sein Leben gern. Hierbei versucht er steht mit seiner Kunst und Fotografie ein bisschen Schwung ins Saarland zu bekommen. Beides ist für Paolo untrennbar miteinander verbunden und darauf basieren auch seine Arbeiten, wie er uns im Gespräch verdeutlichte.

Woher kommen die Ideen für Deine Bilder?
„Meine Inspirationen setzen sich eigentlich aus zwei Welten zusammen. Ich liebe die High Fashion Modewelt, wobei High Fashion Fotografie für mich nicht nur das Ablichten der Mode ist. Modefotografie nutze ich als ganz eigene Art des Fotografierens. Portraits zum Beispiel können für mich einen eigenen Anspruch an der Modefotografie haben. Sie setzen einen bestimmten Look und Ausdruck voraus, den ich für meine eigene Arbeit anstrebe. Eine weitere Inspiration ist für mich die Welt des Abnormalen und Seltsamen. Alles, was gut und vor allem schön ist, wird von der heutigen Gesellschaft geliebt und akzeptiert. Ich möchte mit meiner Arbeit auch das Gegenteil erreichen. Den Schmerz und das Abnormale, worüber meist nicht gesprochen wird, versuche ich mit meiner Arbeit hervorzuheben, um Themen und Motive zu behandeln, die meist nicht so üblich sind.“ Weiterlesen

Ab in den Garten

Urlaub vor der Haustür? Wer unbedingt am Straßenrand in Lärm und Dreck vorbeifahrender Autos sitzen will, kann das gerne tun. Wir aber verlassen das Haus durch die Hintertür, denn hier warten grüne Wunderwelten! Anhand von vier Beispielen zeigen wir, was 2018 so alles geht in Saarbrücker Gärten. Weiterlesen

RADLER, ROSTWURST, ROTE KARTEN

Die WM ist wieder da, wo sie hingehört: Im Biergarten!

Es ist soweit, ein neues Fußball-Sommermärchen steht an – und diesmal sogar ohne große Zeitverschiebungen. Gekickt wird praktischerweise zu optimalen Biergartenzeiten am Nachmittag oder frühen Abend. Da gilt es nur noch den richtigen Biergarten auszuwählen. Als kleine Entscheidungshilfe stellen wir hier – gewohnt subjektiv – unsere regionalen Favoriten vor. Unfassbar: da ist sogar ein Pfälzer dabei! Weiterlesen

THEE CHERYLINAS

Sie sind Frauen. Sie sind Kult. Sie sind zurück!

Volle sieben Jahre sind vergangen seit die Cheylinas zuletzt als reine Girlband mit ihrem tanzbaren Sixties Groove, Soul & Psychedelic Rock die halbe Welt rockten. Zugegeben, “Big In Japan” war der größte Hit einer anderen Band, aber dieser Titel beschreibt durchaus zutreffend den Status, dessen sich Deutschlands Beat Ladies Nr. 1 Mitte der Neunziger erfreuen konnten.

Es war die Überraschung nicht nur in der Saarbrücker Musiker-Szene: Die mehr als europaweit bekannten Cherylinas verblüfften mit der Ankündigung ihres Comebacks. In neuer, generationen-übergreifender Besetzung und mit brandneuem Songmaterial mit ausschließlich deutschen Texten. Nichts ist den wilden Mädchen heilig und so haben sie die Cover-Klassiker aus den 60er Jahren frech ins Deutsche umgetextet und inhaltlich einfach mal modernisiert. Das ist echter Sixties Beat 2.0! Weiterlesen

BE.HERE.NOW. – Die vielen Seiten der Fotografin Julia Valentini

Die Bilder der gebürtigen Merzigerin mit dem zauberhaften italienischen Namen zeichnen sich durch das Spannungsfeld zwischen einerseits düsterer, inszenierter Fotografie und andererseits den lebendigen, dynamischen Bilder mit Blumen und hellen Farben aus. Diese Ambivalenz bringt Spannung und entspricht auch dem privaten, vielseitigen Naturell der 27ährigen mit wechselnden Frisuren und Hobbys. Ihr Kunststück ist es, ihr Spektrum stets zu erweitern und sich dabei selbst treu zu bleiben. Sie fotografiert alles! Portraits jeder Art, von dezent bis extravagant, Babys, Babybauch, Familien, Hochzeiten, Kommunion, Business, Gruppenbilder, Akt und Dessous und vieles mehr! Dabei ist sie auch immer in Bewegung und fotografiert draußen wie drinnen. Weiterlesen

WG 2.0

Wir rechneten mit Leergutbergen und ewigen Streit ums Badputzen. Aber bei unserem Abstecher in saarländische WGs sind wir stattdessen auf eine waschechte Miss Saarland, Maggi-Toast und ein begehbares Kleiderklo gestoßen. Ist die gute, alte Wohnkommune tatsächlich im 21. Jahrhundert angekommen?

Lebensgemeinschaften in Privathaushalten gab es bereits im 19. Jahrhundert. Das belegen die Romane von Arthur Conan Doyles, der den Beginn der Freundschaft zwischen Sherlock Holmes und Dr. Watson in der Zweck-WG beschreibt. Die WG aber, wie wir sie kennen, hat sich erst in den 60er Jahren vor allem unter Studenten entwickelt. In den letzten Jahren war sogar eine Zunahme der Anzahl von Menschen, die in Wohngemeinschaften leben, zu erkennen. Nach Erhebungen des Deutschen Studentenwerks leben heute etwa 20 Prozent aller Studierenden in Wohngemeinschaften. Damit lebten im vergangenen Jahr 4,92 Millionen Personen in Deutschland in einer WG. Wie es dort aussieht? Schaut selbst… Weiterlesen

Fastnacht für Fortgeschrittene

Normalerweise braucht der Saarländer an sich keinen besonderen Anlass zu ausgiebigen Feiern, aber die Faasenacht ist schon eine Angelegenheit höherer Vergnügungsordnung. Wie die fünfte Jahreszeit zum echten Feier- & Partyhighlight wird, dazu hätten wir ein paar Ideen. Mitmachen natürlich auf eigene Gefahr.

Worauf sich die meisten beim Thema Fastnacht am heftigsten freuen, sind ganz klar die vielen Sitzungen und Partys, vor allem zwischen Fettem Donnerstag und Aschermittwoch. Und genau so klar stehen hier „PreMaBüBa“ und „Weiberfastnacht“ mit verschiedenen Live-Bands und DJs auf mehreren Floors, ohne jeden Zweifel an erster Stelle. Diese zwei Events in der Congresshalle, dieses Jahr unter dem gemeinsamen Motto „Partystern Gaga-lactica“, gehören längst zu den größten Fastnachtsveranstaltungen im südwestdeutschen Raum und sind fraglos ein Pflichttermin.

Ebenfalls Riesentreiben und garantiert einen Besuch wert sind die „Wilde Faschingsnächte auf der Alten Schmelz“ in St. Ingbert. Nach den überaus erfolgreichen Veranstaltungen in den letzten beiden Jahren wird auch 2018 wieder im Event-Haus kräftig gefeiert. Die Besucher erwartet am fetten Donnerstag sowie am Faschingssamstag ein buntes und abwechslungsreiches Partytreiben mit Live-Musik, DJs, Männerstrip und weiteren Specials. Im Vergleich dazu eher klein und fein ist das „Hirsch Konfetti“ im Theater Blauer Hirsch. Die explosive Kombination der komödiantischen Urgesteine Helene Rauber, Willi Fries und Schorsch Seitz bietet ein Programm voller verrückter Ideen, verbaler Höhepunkte, menschlicher Abgründe und durchgeknallter Songs.

Sparkasse stürmen!

Auf keinen Fall zu kurz kommen dürfen bei der Faasenacht natürlich auch nicht die klassischen Prunksitzungen und Umzüge. Die größten und beliebtesten Sitzungen sind die der „M’r sin nit so“ am zweiten und dritten Februar in der Saarbrücker Saarlandhalle. Auf keinen Fall weniger spaßig ist die Prunksitzung der Burbacher „Mir sin do“ am neunten Februar im Bürgerhaus Burbach. In dem Zusammenhang darf man nicht unerwähnt lassen, dass die Burbacher Faasebooze mit ihren Traditionen sehr flexibel umgehen. Da es nämlich kein Burbacher Rathaus mehr gibt, wird hier jedes Jahr die Sparkasse gestürmt. Wenn das mal nicht einer falsch versteht.

Die zweite Säule der klassischen Faasenacht ist natürlich der Straßenkarneval mit seinen Umzügen. Diesbezüglich können wir gleich in Burbach bleiben, denn hier gibt es auch den größten Umzug im Lande, der am Rosenmontags vom Dammtor Luisenthal bis zum Burbacher Stern führt. Ein schönes Motto haben sie sich auch in St. Wendel einfallen lassen. „Die Straße lebt – St. Wendel bebt“ heißt es schon am Faschings-Sonntag beim großen Umzug in der Innenstadt. Ebenfalls am 11.02. startet auch der Fastnachtsumzugin der St. Nikolauser Straße in Naßweiler. Am Rosenmontag wird dann auch in Dorf im Warndt der Umzug gestartet, während Grossrosseln und Lebach erst am Faasend-Dienstag um die Häuser ziehen.

Der etwas andere Wahnsinn

Selbst für Fastnachtsverweiger und Anti-Faasebooze bietet das Faschings-Wochenende reichlich außergewöhnliche Veranstaltungen und Partys. Denn tatsächlich werden an diesen Tagen auch die Karnevalsgegner besonders kreativ und bieten außergewöhnliche Veranstaltung jenseits des Pappnasen-Mainstreams an.

So ist schon am Fetten Donnerstag mit Ausnahmezuständen im Apartment Number One zu rechnen, obwohl oder gerade weil hier kein extra Fastnachtsaufheben gemacht wird. Die Afterwork Party ist sowieso in schöner Regelmäßigkeit eine der besten Partys der Stadt. Am Faasend-Freitag schlägt die Stunde einer wirklich abgefahrenen Location, der Kastanie Night. Nicht wirklich als Tanzdiele bekannt, werden hier im eher skurrilen Ambiente die 80er Pop & Wave Hymnen der Waver, Popper, Punks und New Romantics zelebriert. Das wird mit Sicherheit ganz schön schräg. Ganz weit ab von saarländischer Fastnacht ist mit Sicherheit auch am Samstag dann die „The Noc“ Party im Gloria Stages positioniert. Hier wird eher zu polnischen Hits gefeiert, dafür aber garantiert schunkelfrei. Ganz was anders bietet, ebenfalls am 10.02. das „Lady*fest“ im Garellyhaus in der Eisenbahnstraße. Besonders interessant wird hier abends das DJ-Set von die DJ Kathrin, die normalweise als Bassistin und Sängerin der New Faces und Drummerin der Speedgirls von sich reden macht.

Kleider machen Leute

Auch wenn man durchaus an einem beliebigen Wochentag in jeder Fußgängerzone im Saarland, den Eindruck gewinnen könnte, die meisten Leute wären doch verkleidet, tatsächlich sind Kostüme und Maskierungen das Ding der Fastnacht. Mit einer gelungenen Verkleidung ist einem die Aufmerksamkeit, gerade auch des anderen Geschlechts sicher, aber umso mehr gilt hier die Maxime: Augen auf bei der Kostümwahl!

Eine gute Idee war auch schon 2017 das Einhorn, allerdings in der männlichen Version nur MIT Kostüm, und das Trend-Fabelwesen wird auch dieses Jahr ganz vorne mit dabei sein. Ganz generell werden Ganzkörperkostüme sehr angesagt sein und die helfen bei der Straßenfastnacht auch noch gegebenenfalls gegen die Kälte. Das gilt besonders für Fellkostüme und so wird wohl in dieser Session wieder allerlei Getier unterwegs sein. Angesagt sind außerdem sogenannte „Carry-Me“-Kostüme, bei denen es so aussieht, als würde man von einem Zwerg, Affen oder ähnlichem auf den Schultern getragen werden. Bei eher zurückhaltenden Verkleidungen steht ein Comeback der 1970er und 1980er zu befürchten mit Schulterpolstern, schrillen Farbe und wenn’s ganz dumm kommt auch mit Vokuhila. Muss also nicht unbedingt sein, ist aber alles immer noch besser als die zu befürchtende Masseninvasion von Donald Trump Doppelgängern. Der geht nun wirklich gar nicht, auch nicht als Kostüm.

Wer auf Nummer Sicher gehen will, wendet sich rechtzeitig an erfahrene Berater bei den Kostüm-Verkäugern und –Verleihern in unserer Region. Wir empfehlen Kostümverleih Schikofsky in Köllerbach (06806-952682), Kostüme & Co DIFA in Dillingen (06831-976897), Kostümverleih Hoffmann in St. Ingbert (06894-52126) und für ein gutes Kostüm kann man auch mal in die direkt benachbarte Pfalz zu den VABO Kostümprofis (06331-46061) nach Pirmasens fahren.

Was natürlich immer geht und vor allem auch die eigene Kreativität hervorhebt, ist so Papier-Einweg-Overall wie ihn Maler und Lackierer benutzen. Kostet nur ganz kleines Geld und ist im Handumdrehen mit Wasserfarbe oder Spraylack in ein buntes Irgendwas verwandelt. Damit sieht man dann auch nicht bekloppter aus als alle anderen Kostümierten, hat aber immerhin den großen Vorteil, dass man das Teil nach der Party ruckzuck entsorgen kann, zur Not mit einem Feuerzeug. Dass das Mitführen eines aktuellen L!VE Magazin selbstverständlich auch während der Faasenacht immer von Vorteil ist, erkennt man spätestens dann, wenn man mit seiner blonden Perücke doch lieber schnell nochmal nach den Nummern der Kostümverleiher gucken will.

Fluchtziel Fastnacht

Alles hat ein Ende, aber für gewitzte Fassebooze lässt sich die fünfte Jahreszeit durchaus fühlbar ausbauen. Nur ein paar Reisestunden entfernt wird andernorts auf Hochtouren gefeiert, während in unseren Gefilden der schnöde Alltag regiert. Traumziel ist ganz klar der Karneval in Rio de Janeiro, der wahrscheinlich der größte und zügelloseste Karneval der Welt. Der brasilianische Ausnahmezustand begann als sehr bürgerliche Veranstaltung, bei der es vor allem um Bälle und Maskerade ging und ist heute pure Lebens- und Sinnenfreude. Eine kostenlose Riesenparty mit unzähligen Partys, Shows und so viel Samba, dass man gar nicht hinterher kommt mit dem Tanzen. Doch heftige Festivitäten finden sich auch in Nordamerika. Der Mardi Gras in New Orleans geht sogar über zwei ganze Wochen und lockt in dieser Zeit mehr als eine Million zusätzliche Besucher in die Kapitale Louisianas. Täglich ziehen Paraden durch die Straßen, alles tanzt, singt und wirft mit Konfetti um sich. Besonders ansehnlich hierbei der Brauch der weiblichen Zuschauer, um ein paar billige Modeschmuckketten zugeworfen zu bekommen, „obenrum“ blank zu ziehen.

Aber so weit reisen müssen Fastnachtssüchtige gar nicht, denn auch beim Fasching im belgischen Binge wird geworfen. Auch Paraden ziehen eine nach der anderen durch die Straßen, die gepackt sind mit aufwändig verkleideten Einwohnern. Nur auf eines sollte man aufpassen: die sogenannten „Gilles“ suchen sich unschuldige Zuschauer aus der Menge heraus und bewerfen sie in unbeobachteten Momenten mit Blutorangen. Das kann dann durchaus sogar auch mal schmerzhaft werden. Da empfiehlt sich dann doch eher ein Abstecher nach Ecuador. Hier wird schlechte Laune stellvertretend in Form von farbenfrohen Figuren auf riesigen Scheiterhaufen verbrannt. Dann allerdings läuft man auch hier Gefahr zum Ziel von Wurfgeschossen zu werden, glücklicherweise aber nicht mit Südfrüchten, sondern mit prall gefüllten Wasserbomben. Da zahlt sich dann auch wieder die etwas längere Anreise in die Tropen aus, weil hier dann alles in der Sonne trocknen kann.

Wer den Schaden hat …

Zum Abschluss noch ein paar Tipps, für den Fall, dass bei geballter Feierlaune mal was kaputtgeht und was man im Umgang mit Chefs beachten sollte. Wenn bei Karnevalsumzügen oder Sitzungen massenweise Kamelle und Schokoladentafeln in die Mengen geworfen werden, sind Platz- und Schürfwunden keine Seltenheit. Wer von einer Pralinenschachtel getroffen wird und eine Verletzung davonträgt, hat jedoch keinen Anspruch auf Schmerzensgeld. Das ist der Faschingstradition geschuldet, denn das Werfen von Süßwaren gehört eben dazu und Besucher müssen sich entsprechend darauf einstellen. Gleiches gilt auch, wenn bei Bällen und Partys viele Menschen dichtgedrängt auf begrenztem Raum zusammenkommen. Schnell geht beim Hardcore-Schunkeln an Kleidung oder Ausstattung was kaputt oder ein Faasebooze gießt dem anderen Bier über das teure Kostüm. Aber wenigstens greift, zumindest solange der Schaden nicht vorsätzlich verursacht wurde, die Privat-Haftpflichtversicherung des Verursachers.

Etwas vorsichtiger sollte man dann schon im Umgang mit Vorgesetzten während der tollen Tage sein, auch wenn die größtenteils eigentlich ganz normale Werktage sind. Das Krawatte-Abschneiden am fetten Donnerstag ist ein gutes Beispiel. Hier kommt es darauf an, ob man in einer Region arbeitet, wo dieser Brauch üblich ist und natürlich auf die Frohnatur des Chefs an sich. Wer als Mainzer oder Kölner an Weiberfastnacht mit Binder ins Büro geht, muss damit rechnen, dass dies als stillschweigende Einwilligung angesehen wird. Dann muss auch der humorloseste Vorgesetzte davon ausgehen, dass einer der Lohnabhängigen zur Schere greift. Aber Vorsicht in weniger karnevalistisch geprägten Regionen: in Essen wurde eine Arbeitnehmerin dazu verurteilt, für eine abgeschnittene Krawatte Schadenersatz zu zahlen.

Was nun, wenn man sich wegen ausufernder Feiertätigkeit am Aschermittwoch krankmelden muss? Wirklich ideal ist das verständlicherweise nicht. Arbeitsrechtlich sind Faasebooze aber tatsächlich geschützt. Erkältungskrankheiten sind auch nach Feiern in luftiger Verkleidung bei kalten Temperaturen als unverschuldete Arbeitsunfähigkeit anerkannt. Wenn man bei einem durch Wurfmaterial verletzt wird oder sich als Tanzmariechen den Fuß verstaucht, liegt ebenfalls kein Verschulden vor. Eigentlich gibt es kaum Fälle, in denen man bei einem fastnachtsbedingten Ausfall wirklich mit Ärger rechnen muss. Außer vielleicht man hat sich schon vorher krankgemeldet und wurde dann trotzdem beim Feiern erwischt. Abers selbst dann gibt es Tipps, nur die schreiben wir hier garantiert nicht hin, solange unsere Chefs mitlesen. In diesem Sinne: Allez Hopp!