• Termine News und Wissenswertes aus Saarbrücken, dem Saarland und der Welt:

Ma Folie

Hanna (Dwyer), eine junge Psychotherapeutin in Wien, lernt auf einer Urlaubsreise den attraktiven Yann (Tambrea) kennen. Beide verfallen einander leidenschaftlich, und als Hanna nach Wien zurückkehrt, taucht bald auch Yann dort auf, für ein paar Tage – und dann bleibt er ganz. Weiterlesen

Wiener Dog

Ein Dackel blickt mit seinen treuen, weisen Augen auf die Schicksale seiner Herrchen: Da ist der krebskranke Junge, der erdrückt wird von der Liebe seiner bourgeoisen Eltern (u.a. Julie Delpy). Die unscheinbare Tierarztassistentin Dawn Wiener (eine Figur, die Solondz aus seinem Film Weiterlesen

Streetdance: New York

In New York begegnet die junge Tänzerin Ruby (Keenan Kampa) dem britischen Violinisten Johnnie (Nicholas Galitzine), der einer Hip-Hop-Crew angehört. Als Team nehmen sie an einem Tanzwettbewerb teil, um Johnnie doch noch doch die sehnlichst erhoffte Greencard und somit ein Bleiberecht in der Stadt seiner Träume zu ermöglichen. Weiterlesen

Ferien

Vivian Baumann (Britta Hammelstein) weiß nicht recht, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Sie steht auf dem Sprung zu einem erfolgreichen Staatsanwältinnen-Dasein, doch nichts deutet darauf hin, dass sie in diesen Beruf passt. Es deutet eigentlich auch nichts darauf hin, dass sie in das Leben passt, dass sie führt. Auch nicht in die Beziehung mit ihrem Freund, die ihre besten Tage gesehen zu haben scheint. Auch nicht mehr in den Schutz der Familie, wie diese klar durchblicken lässt. Ferien auf Borkum, rät der Vater (Detlev Buck), seien jetzt genau das Richtige, außerdem will er sowieso selbst dorthin. Und so gerät Vivian auf diese Insel, lässt sich auf ihr treiben, macht Bekanntschaften wie den kauzigen Ladenbesitzer Otto (Ferdinand von Schirach) und nimmt schließlich Quartier bei der alleinerziehenden »Biene«, in deren Konflikte sie halb und halb mit hineingerät. Bernadette Knollers minimalistischer, häufig improvisiert wirkender Film »Ferien« vertraut auf das Erzählpotential einer jungen Frau in der Lebenskrise, schlägt aus dem Thema aber keine Funken. Zeitweise entwickelt der Film einen Charme der Unbedarftheit, des Unvollkommenen und der Entschleunigung, der angenehm unterhält, aber in der Summe greift er sowohl in der Handlung wie in der Inszenierung zu kurz.
D 2016 – Komödie, Drama
Regie: Bernadette Knoller (Mein Mallorca)
Drehbuch: Paula Cvjetkovic (Debüt)
Darsteller: Britta Hammelstein (Freier Fall), Golo Euler (Fado), Detlev Buck (Sonnenallee), Inga Busch (Palermo Shooting)
Länge: 89 Minuten
Kinostart: 7. Juli 2016
Läuft wo: Camera Zwo Saarbrücken
Wertung: 6 von 10

Liebe Halal

Anhand von verschiedenen Beispielen wirft diese leichte Gesellschaftskomödie einen heiteren Blick auf die Irrungen und Wirrungen des libanesischen Liebeslebens. Loubna ist gerade frisch geschieden und träumt von einem Neuanfang mit ihrer Jugendliebe, der jedoch bereits verheiratet ist und sich mit ihr nur zum Vergnügen einlassen möchte. Awatef wiederum ist überfordert mit ihren beiden aufgeweckten Töchtern und ihrem sexsüchtigen Mann. Sie drängt ihn eine Zweitfrau zur Entlastung zu nehmen. Ihre Nachbarin Batoul – frisch vermählt – hingegen kämpft mit der permanenten Eifersucht ihres temperamentvollen Mannes, der sie nach handfesten Krächen mehrfach verstößt, und dann erschrocken feststellt, dass er sie doch zurück will, was aber nur geht, wenn er sie zuerst mit einem anderen Mann verheiratet. Diese deutsch-libanesische Produktion hat bereits das Publikum zahlreicher int. Festivals verzaubert mit seinem augenzwinkernden Porträt des Konflikts junger Liebender zwischen Tradition und Moderne, Religion und Emotion.
D / Libanon 2016 – AOT: Halal Love – Komödie / Romanze
Regie & Drehbuch: Assad Fouladkar (Ragel Wa Sitt Settat)
Darsteller: Darine Hamze, Rodrigue Sleiman, Zeinab Hind Khadra, Hussein Mokadem
Länge: 94 Minuten
Kinostart: 7. Juli 2016
Läuft wo: Camera Zwo Saarbrücken
Wertung: 7 von 10

StadtLandLiebe

Was passiert, wenn hippe Yuppies aus der Großstadt – hier in Gestalt von Jessica Schwarz und Tom Beck – in die dörfliche Idylle ziehen und mit den dortigen Ureinwohnern – u.a. Uwe Ochsenknecht, zusammenstoßen? Schweinezucht und Gesangsverein meets Werbefuzzi und Oberärztin. Gags, die aus einem ARD-Vorabendserien-Script als zu schwach herausgeschnitten wurden, geben sich hier die Klinke in die Hand. Im Englischen gibt es für den Fall, dass der Regisseur mit dem fertigen Film nicht mehr zufrieden ist, die Möglichkeit, den Namen zurück zu ziehen und sich stattdessen das rufschonende Pseudonym Alan Smithee zuzulegen. Wie bitter nötig ein solches deutsches Äquivalent ist, stellt der ansonsten für niveauvollere Kinokost bekannte Marco Kreuzpaintner mit dieser grottenschlechten „Komödie“ (DAFÜR wurden Anführungszeichen erfunden!) eindrucksvoll unter Beweis.
Deutschland 2016 – Komödie
Regie: Marco Kreuzpaintner (Krabat)
Drehbuch: Conni Lubek (Einfach Rosa)
Darsteller: Jessica Schwartz (Das Lied in mir), Tom Beck (Vaterfreuden), Uwe Ochsenknecht (Winnetous Sohn), Vladimir Burlakov (Nachthelle)
Länge: 92 Minuten
Kinostart: 7. Juli 2016
Läuft wo: City Kinos Saarbrücken
Wertung: 2 von 10 Sternen