• Termine, News und Wissenswertes aus Saarbrücken, dem Saarland und der Welt:

Musik pur an jedem Wochenende auf dem Historischen Marktplatz

Der „Homburger Musiksommer“ ist eine beliebte Veranstaltungsreihe, die seit über zwanzig Jahren
durchgeführt wird. Vom ersten Wochenende im Juni bis zum zweiten Wochenende im September
finden dabei auf der Bühne des Historischen Marktplatzes zwei Veranstaltungsreihen statt.

Beim „Jazz-Frühschoppen“, jeden Samstag um 11:00 Uhr, sind namhafte Jazz-Formationen zu Gast.
Geboten wird von klassischem Jazz über Latin, Ethno-Jazz, Blues und Swing auch Big Band Musik.
Letzteres kann man bereits beim Start dieser Musikreihe am 01. Juni 2024 mit der „Big Band der
Polizei des Saarlandes“ erleben. Die zweite Veranstaltungsreihe, jeweils am Freitagabend ab 19:00
Uhr, bietet „Querbeat“ Musik aus allen Stilrichtungen der Popmusik. Eröffnet wird diese Reihe am
Freitag, 31. Mai 2024 mit dem Auftritt von „Radiosolid“, einer Powerband, die den Sound von
Künstlern wie Adele, Linkin’ Park, Lady Gaga oder Rammstein auf den Marktplatz bringt. Alle
Konzerte sind frei ohne Eintritt zugänglich. Nicht zuletzt trägt die vielfältige Außengastronomie zu
einem genüsslichen Open-Air Erlebnis bei. Alle Infos auf www.musiksommer-homburg.de
Homburger Musiksommer – vom 31.05 bis 07.09. auf dem Historischer Marktplatz in Homburg

Mels Mikrokrise

Hallo Mikrokosmonauten: Zwischenlandung auf dem Planeten Krise 40 Plus!

Es gibt Momente im Leben, da bedarf es einfach mehr, als Schokolade und Netflix. In meinem Falle ist das der Moment, in dem ich erkenne, dass ich nicht mehr weiß, über was ich eigentlich schreiben soll. Sämtliche Skandale und Eskapaden sind inzwischen auf Papier gebracht und es kommen irgendwie keine neuen mehr nach. Klar kann ich euch zum x-ten Mal erzählen, dass ich unzufrieden mit meiner Figur bin, mich mal wieder mit meinem Freund gestritten habe oder ein Problem mit Autoritäten habe. Aber das ist nichts Neues, das kennt man von mir. Dass ich eigentlich recht wenig von mir halte und Angst vorm Älterwerden habe, ist ebenfalls schon unzählige Male meinerseits thematisiert worden. Ich könnte natürlich über Nächstenliebe und Menschlichkeit schreiben, aber damit kenne ich mich nicht aus. Sorry! Ausgenommen ist hier natürlich die Tierliebe!

Ferner könnte es in meiner Kolumne aber auch mal um Neurosen gehen, aber ich meine mich zu erinnern, dass ihr bereits wisst, dass ich es hasse, wenn man mich anstarrt – also die sogenannte Gaffer-Neurose – oder wenn jemand in  meiner Nähe isst. Wenn ich mit jemandem esse, muss mindestens ein Radio als akustische Ablenkung laufen, sonst drehe ich durch. Phonophobie nennt man das übrigens. Also die Angst vor bestimmten Geräuschen. Dann fiel mir neulich ein, dass ich über das  „Restless-Legs-Syndrom“ schreiben könnte. Darunter leide ich seit Jahren. Unter dem Restless-Legs-Syndrom, kurz RLS, versteht man das Symptom der unruhigen Beine. Quasi wird man in Phasen dieser Nervenkrankheit gerade in Ruhephasen dazu genötigt, sich zu bewegen. Eine ziemlich anstrengende Krankheit, aber die Frage drängt sich mir gerade auf, ob es da draußen Menschen gibt, die sich für ein derartiges Syndrom überhaupt interessieren.

Also ich weiß manchmal wirklich nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Natürlich mache ich Brainstorming und alles. Aber ich schreibe seit über einem Jahrzehnt Kolumnen, ich habe scheinbar alles aufgedeckt, erforscht und erläutert. So wie es keine weißen Flecken mehr auf unseren Landkarten gibt, gibt es, so kommt es mir zumindest vor, keine Themen mehr, die ich aufgreifen könnte.

Aufhören ist keine Option!

Ich darf mir nichts vormachen: Ich befinde mich derzeit in einer Mikrokrise und  weniger in  einem  Mikrokosmos. Und wenngleich ich ganz selten die Flinte ins Korn werfe, denn dazu bin ich nicht der Typ, wurde mir neulich bewusst, woran meine kleine Flaute liegen könnte. Natürlich kann ich nur mutmaßen, aber ich befürchte, dass ich mich in der Prämenopause befinde. Mein Mikrokosmos fängt also allmählich an zu welken.

Ja, vielleicht übertreibe ich mal wieder maßlos, aber ganz so abwegig erscheint es nicht, dass mein Schiff allmählich Richtung Trockendock steuert.

Wirklich? Ernsthaft? Bin ich überhaupt schon bereit dazu?

Das Problem ist, dass die zu Beginn genannte Netflix und Schokoladen-Flucht ab 40 fatale Folgen haben könnte. Ihr könnt es mir ruhig glauben und an alle Frauen in ihren Zwanzigern oder Dreißigern die Info: Esst und chillt so hart ihr könnt, denn ab 40 bedarf es danach mindestens fünf Ausdauer-Sporteinheiten extra!

In einer Krise Lösungen finden und keinen Schuldigen!

Es ist immer noch ein weit verbreitetes Phänomen, dass viele in einer waschechten Lebens- oder Sinnkrise nach Schuldigen suchen. Macht euch bewusst: Das tun in der Regel nur Idioten! Eine Lebens- oder Sinnkrise kann jeden von uns treffen, sei es durch den Verlust eines geliebten Menschen oder des Jobs oder der generellen Veränderung des Lebens und des eigenen Ichs. Dabei macht man es sich oft ziemlich einfach, wenn man sagt, dass man eine schwere Kindheit hatte, die Eltern leider keine reichen Ölmagnaten waren, denn mit Geld wäre das alles ja nicht passiert, oder man wegen seiner großen Nase in der Schule gemobbt wurde. Vielmehr sollten wir einsehen, dass wir jeden verdammten Tag die Chance bekommen, das Beste aus unserem Leben zu machen.

Hört sich gut an, oder? Im Grunde müsste ich all die positiven Lifehacks, die ich so verbreite nur mal an mir selbst anwenden, dann wäre mein hormoneller Ausnahmezustand auch erträglicher. Ich weiß ja nicht, wie es euch gerade geht, ob ihr glücklich seid oder nicht. Aber sofern ihr euch in einer Krise befindet, so wie ich, dann drücke ich euch jetzt ganz fest im Geiste. Mein Nervenkostüm hängt gerade in Fetzen, ich neige zu aggressivem Verhalten und möchte manchmal einfach nur ein Hotelzimmer demolieren.

Ähnliches passierte neulich im Wellnessurlaub mit meiner besseren Hälfte. Es war mein Geburtstag und an der gedeckten Frühstückstafel hatten wir neugierige Mithörer am Tisch neben uns. Ich mag es nicht nur überhaupt nicht, wenn man mich anstarrt, nein, ich hasse es auch, wenn Menschen in meiner Gegenwart einfach nur schweigen und dies gegebenenfalls tun, um meinen Gesprächen mit jeweils anderen Menschen zu lauschen. Ich finde das nicht nur dreist, ich kann es noch dazu überhaupt nicht begreifen. Hat man denn keine eigenen Themen, über die man sich beim Essen unterhalten kann? Noch dazu kamen diese unerträglichen Essgeräusche dieser impertinenten Personen, denn die musikalische Berieselung im Hotel war viel zu leise. Es war, denke ich, die Kombination aus allem, was mich schlussendlich dazu brachte, plötzlich einfach aufzustehen, meinen Freund sitzenzulassen und aufs Zimmer zu stürzen. Und dort brach alles aus mir heraus. Ich heulte, schrie und zerlegte die niedliche Rattan-Tasche, in denen sich noch niedlichere Bademäntelchen und Schlappen befanden. Da saß ich nun, verheult und innerlich brodelnd mit meinen 40 plus, mitten in der Prämenopause und dachte daran, dass Prämeno irgendwie nach Dinosaurier klingt.

Am Ende ist es doch so: Wenn ich schon nicht kochen kann, so sind wenigstens meine Krisen hausgemacht. Und somit bin ich dankbar, dass ich wenigstens über diese Krisen schreiben kann. Und Mels Mikrokosmos ist mein Krisenkochbuch! Hier gibt es Rezepte für alle Lebenslagen.

Ich habe es mir neuerdings während meiner Restless-Legs-Nächten zur Aufgabe gemacht, mir selbst Mut zuzusprechen. Das ist das Leben. Die Wehwehchen werden nicht weniger, das Leben ist endlich, der Aperol auch. Und deswegen genehmige ich mir jetzt auch einen. Auf das Leben! Auf die Krisen!

Prost!

Heiße Zeiten

Lernte man früher in der Schule oder zumindest von der Pizzakarte, dass es vier Jahreszeiten gibt, ist das Trennen von Frühling, Sommer, Herbst und Winter mittlerweile Schnee von gestern. Es ist zwar noch am Kalender, längst aber nicht mehr am Wetter zu erkennen, in welcher Zeit des Jahres man sich gerade befindet. So wie die Menschheit nicht mehr länger mit nur zwei Geschlechtern auskommt, kommt Mitteleuropa nicht mehr länger mit nur vier Jahreszeiten aus. War es früher nur der April, der machte was er will, tun es ihm inzwischen seine elf Geschwister gleich. So dass es mittlerweile einfacher ist, die Lottozahlen der Folgewoche vorauszusagen als das Wetter vom Folgetag…

Im hippen Heute ist nicht nur Vierzig das neue Dreißig und Dreißig das neue Zwanzig, sondern auch Winter der neue Sommer. Als wäre es nicht schon genug, dass Onkel Thomas im Herbst seines Lebens den zweiten Frühling auslebt und frische Knospen erwartet, wo eher welkes Laub passt, muss es ihm das Wetter doch nicht unbedingt gleich tun. Wer das ganze Jahr Lebkuchen, Erdbeeren und bunte Eier im Supermarkt erwartet, der sollte sich nicht beschweren, wenn auch Petrus sich unseren irdischen Gewohnheiten anpasst und das ganze Jahr alle Wetterlagen bereit hält. Selbst schuld, wer nicht flexibel genug ist, im Urlaub sein Snowboard als Surfbrett zu nutzen; oder eben umgekehrt...

Wegen des Klimawandels dürfen wir uns darauf einstellen, dass Grillgemüse zukünftig unmittelbar am Strauch wächst und gebrannte Mandeln direkt vom Baum gepflückt werden können. Eine schonende Kaffeeröstung ist zwar magenfreundlicher, muss jedoch nicht unbedingt direkt an der Pflanze erfolgen. Ebenso kann man darauf verzichten, dass sich Tee durch zu viel zu warme Niederschläge auf der Plantage gleich selbst aufbrüht. Es heißt also Ärmel umkrempeln, solange es noch Temperaturen gibt, die Ärmel zulassen! Denn wenn wir nicht etwas tun und weiter fast untätig warten, wird es bald mehr als nur ein Sprichwort sein, dass einem die gebratenen Tauben in den Mund fliegen…

Das hätte Opa damals vor Stalingrad auch nicht gedacht, dass man nur wenige Generationen später das deutsche Weltreich ebenso wie bibbernde Kälte und gemäßigte Sommer nur noch aus Geschichtsbüchern kennt. Dank der globalen Erwärmung sind die Zeiten vorbei, in denen man noch zu Silvester auf dem Gletscher hinterm Haus rodeln konnte. Wo früher an Ostern der Schneemann vor der Tür stand, wartet heute bereits der Eismann. Hatte man einst als Kind noch gehofft, irgendwann die Wäscheleine in Omas Garten zum Skilift umfunktionieren zu können, hat es heutzutage um den Jahreswechsel nicht mal mehr genug Frost, um solch eine Idee auf Eis zu legen...

Die Zeiten haben sich geändert. Stand in meiner Kindheit jemand Unförmiges nackt vorm Haus und grinste dümmlich durchs Fenster, war es nicht der exhibitionistische Nachbar von nebenan, sondern schlichtweg ein Schneemann, der sich dank jahreszeitengemäßen Wetters von November bis Februar wacker im Garten hielt. Und damit aus heutiger Sicht länger als die meisten Influencer-Beziehungen. Damals konnte man im Sommer gefühlt noch 14 Tage ohne Sonnenschutz am Strand liegen, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Heutzutage ist man bereits krebsrot, wenn man sich ohne Lichtschutzfaktor 50 im Gesicht nur bis zum Mulleimer vorm Haus traut...

Noch keine fünf Milliarden Jahre alt, scheint unser Planet in den Wechseljahren zu sein und an Hitzewallungen zu leiden. Mittelmeerklima zwischen Maas und Memel, Südseefeeling von der Etsch bis an den Belt. Längst sind in vielen Teilen Ostdeutschlands gemäßigte Verhältnisse den Extremen gewichen. Was nicht nur dort zu hitzigen Debatten führt. Schuld ist das Abschmelzen der Polkappen. Und welche Schwierigkeiten man mit Polen haben kann, weiß jeder seit dem letzten Weltkrieg. Jahr und Jahr verschiebt sich der Klimagürtel der Erde wie der eigene Hosengürtel nach dem Weihnachtsessen. Beides kann auf Dauer nicht gesund sein…

In einigen Jahren wird man selbst in der Arktis Eis nur noch in den Geschmacksrichtungen Schoko und Vanille kennen. Als Kind beschränkten sich für mich die wahrnehmbaren Treibhausfolgen noch auf Streitereien zwischen meiner Mutter und meinem Vater und eine ziemlich unterkühlte Stimmung danach. Heutzutage sind die Stimmungsschwankungen des Wetters größer als die einer Frau alle 28 Tage. Da kann es passieren, dass man bei 25 Grad und Sonne in den Aufzug ein- und bei 5 Grad und Graupel wieder aussteigt. Kein Wunder, dass niemand mehr weiß, wann er Sommer- gegen Wintersachen tauschen soll und irgendwann in Skijacke und Flipflops im Regen steht…

Klettern die Temperaturen so weiter, werden Pinguine ihren Frack bald gegen einen Badeanzug eintauschen und Eisbären sich beim Waxing vom Pelz befreien müssen. Prognosen zufolge wird es Winter bald nur noch in Schneekugeln und zwischen Russland und dem Rest der Welt geben. In einigen Jahrzehnten werden Kinder Schneegestöber lediglich noch aus Erzählungen kennen als etwas, das so ausgesehen haben muss wie das, was Onkel Ede aus den Haaren rieselt. Vielleicht werden wir unseren Urenkeln einmal von Schneeballschlachten erzählen wie unsere Urgroßväter uns von Panzerschlachten. Mit dem Unterschied, dass wir dann keine Splitternarben als Beweis haben…

Schneemänner werden die Dinosaurier von morgen, die nur noch in Schulbüchern, Stickeralben und als Monster in Hollywoodfilmen auftauchen. Generationen nach uns werden staunend in Museen vor Vitrinen mit Holzkohlenstücken, Karotten und Zylindern stehen wie wir heute vor Resten eines T-Rex. Werden die letzten Iglus in Grönland einmal Touristenmagneten wie die Pyramiden in Ägypten? Vielleicht wird ja die nächste Ausstellung im Praehistorium „Gondwana“ die authentische Nachbildung eines verschneiten Hunsrückdorfs der 1970er. Schon heute kennen viele unter Dreißig Schnee nur noch aus Nobeldiskotheken. Und dort haben sie von der weißen Pracht meist schnell die Nase voll...

Andererseits ist es vielleicht aber sogar ganz gut, dass die Temperaturen steigen. Biergartenzeit von Januar bis Dezember, Weihnachtsmenü vom Grill und endlich einmal Silvester in Unterhemd und Badelatschen ohne eine Unterkühlung zu bekommen. Keine nervigen Schals und Handschuhe, die man andauernd irgendwo liegen lässt. Kein Eiskratzen, kein Schneeschippen und kein Ärger über nicht gestreute Gehwege. Außerdem umgeht man, dank freien Oberkörpers, beim Silvesterfeuerwerk ärgerliche Brandflecken in der neuen Winterjacke. Und ob man nun den billigen Roten warm als Glühwein oder kalt als Bowle trinkt, ist für den Kater am nächsten Morgen auch egal…

Die kalte Jahreszeit hat jedoch auch viel für sich. Ohne strengen Frost steigen die Mengen an Stechmücken ins Unermessliche. Ebenso wie die Mengen an holländischen Wohnwägen. Außerdem ist Frost gut für die Augen. Nimmt bei Temperaturen unter Null doch die Zahl derer rapide ab, die ihren viel zu dicken Körper in viel zu dünne Kleidung pressen. Lasst uns also gemeinsam etwas gegen die Klimaerwärmung tun. Öffnen wir am nächsten Samstag alle für eine Stunde die Tiefkühltruhen. Das wird sicher cool. Heiße Zeiten… gruenetomaten@live-magazin.de.

Patrik Wolf

P.S. Desertifikation hat nichts mit Nachspeisen zu tun.

WAS FÜR EIN THEATER

Perspectives 2024 – ein ganz besonderer Jahrgang

Das Festival Perspectives gehört ohne jede Frage zu den interessantesten kulturellen Errungenschaften unserer Region. Das gilt selbstverständlich auch für die diesjährige Ausgabe, die unter denkbar widrigen Umständen an den Start gehen wird. Die frühere Festivalleiterin Sylvie Hamard trat vor schon vor rund einem Jahr zurück und im Herbst verließen mit Marion Touze und Martha Kaiser auch die beiden Stellvertreter die Perspektives. Die 45. Ausgabe muss daher erstmals ohne Leitung auskommen. Dass dennoch ein Event auf dem Niveau seiner Vorgänger realisiert werden konnte, ist vor allem zweierlei Umständen zu verdanken: dem Einsatz – und auch der Leidensfähigkeit – des aktuellen Rumpfteams und der ausgezeichneten Vorarbeit der alten Leitung bis zu deren Abgang. Das wirft einige Fragen auf, die wir der neuen Pressereferentin Frieda Maas stellen konnten.

L!VE: Hätten Sie sich träumen lassen, was in Ihrem ersten Jahr auf Sie zukommt?

Frieda Maas: Na ja, nicht ganz. Als gebürtige Saarbrückerin kannte ich das Festival natürlich. Ich habe auch schon in verschiedensten Funktionen gearbeitet, bin aber erst jetzt als vollwertige Referentin im Amt. Letztes Jahr war dieser große Umbruch, als mit Sylvie und dann Martha und Marion, praktisch alle Köpfe das Festival verlassen haben. Dass ich dann eingesprungen bin, war Zufall. Ich befinde mich eigentlich im Endspurt meines Studiums, mir fehlt praktisch nur noch die Abschlussarbeit, aber die habe ich jetzt kurzerhand in den Winter geschoben, einfach weil ich ein großer Fan des Festivals bin und mir dachte, tolles Angebot und noch mehr, eine super Chance!

L!VE: Abgesehen von den drei angesprochenen, wesentlichen Eckpfeilern, ist das Team unverändert geblieben?

FM: Das Team wechselt sowieso jedes Jahr ein bisschen durch. Es gab und gibt neben Marion und Martha nur ein paar Festangestellte, also zum Beispiel Célia Galiny, die jetzt für die Koordination zuständig ist und kommissarisch eben Marthas Stelle mit übernommen hat. Dann haben wir noch ein paar andere feste Köpfe in der Verwaltung und jedes Jahr viele Praktikanten in allen Bereichen. Dennoch insgesamt ein sehr kleines Team, auch wenn jedes Jahr ein, zwei neue Köpfe dazugekommen, wie jetzt beispielsweis Anna, die letztes Mal schon im Vorverkauf mitgearbeitet hat und den dieses Jahr leitet. Also, man findet sich immer wieder.

L!VE: Trotzdem war dieses Mal doch alles anders. Gab es da manchmal Zweifel, ob das unter diesen Umständen überhaupt zu stemmen ist?

FM: Viele der Produktionen, die wir einladen, muss man schon Jahre im Voraus anfragen und buchen. Das heißt, bis auf ein, zwei Programmpunkte und Teile des Musikprogramms war alles schon vorbereitet. Das geht auf Martha und die Leitung unter Sylvie zurück. Um ein paar kleinere Programmpunkte hat sich die Célia dann gekümmert. Das mit den Zweifeln ist dann immer so die Sache. Wir sind halt ein sehr kleines Team wie jedes Jahr. Das war ja auch das, was Martha und Marion zu Recht bemängelt und angemahnt hatten. Daran hat sich jetzt nach deren Weggang nicht viel verändert.

L!VE: Losgelöst von unglücklichen Bezeichnung „Interimsausgabe“ ist die Tatsache ohne echte Leitung agieren zu müssen, vielleicht auch eine Chance zu sagen, jetzt erst recht. Jetzt zeigen wir, was wir können?

FM: Anders wird es ab nächstem Jahr unter der neuen Leitung sowieso. Von daher haben wir dieses Jahr nichts zeigen müssen, da das Programm in wesentlichen Teilen nicht von uns gestemmt wurde, sondern wirklich auf das alte Team unter Martha und Sylvie zurückgeht.

L!VE: Zurück ins Theater. Auch dieses Jahr gibt es wieder neue, spannende Spielorte. Wie finden eigentlich Produktion und Location zueinander?

FM: Es kommt immer ganz darauf an, wie wie das Bühnenbild aussieht, welcher Platz benötigt wird und wie viel technisches Equipment. Das hängt von dem jeweiligen Stück ab, welcher Spielort sich am besten eignet. Zum Beispiel manche Stücke, wie das kleine Objekt-Theaterstück „Star Show“ der Compagnie Bakélite, das würde in einem großen Haus wie dem Staatstheater nie funktionieren, weil das Bühnenbild zu klein ist. Außerdem ist der Zeitpunkt mit entscheidend, also wie früh wir wissen, wann die Kompanien Zeit haben oder wann wir tatsächlich die Zusage von den Künstlergruppen bekommen? Und dann wiederum zählt die Frage, welche Spielorte sind überhaupt noch frei? Wir haben ja manche Kooperationspartner wie das Saarländische Staatstheater oder auch das Le Carreau in Forbach. Die haben ihre eigene Saison. Das bedeutet, wir müssen uns dann natürlich immer ein bisschen anpassen, was frei ist und eben auch, was das Stück hergibt. Das alles gilt natürlich auch für unsere drei neuen Spielorte, darunter die Kirche St. Jakob in Alt-Saarbrücken, die ein besonderes Highlight beherbergen wird.

L!VE: In jüngster Zeit kam immer wieder die Frage auf, ob die Perspectives 2024 zu unpolitisch seien…  

FM: Ja, das ist tatsächlich eine Kritik, die jetzt seit unserer Pressekonferenz des Öfteren kam, dass wir sehr zirkuslastig wären dieses Jahr, dass wir weniger Theater hätten. Ich habe mir das nochmal angesehen, weil ich der Meinung bin, das stimmt so nicht. Wir haben nämlich einmal das Eröffnungsstück. Das ist natürlich an sich Zirkusakrobatik, aber das hat auch sehr viele echte theatrale Elemente. Andererseits haben wir aber auch reines Sprechtheater, wie „Elles vivent“ das wir am letzten Tag zeigen. Dann haben wir noch „The Making of Berlin“ von Berlin, die ja schon mit „True Copy“ bei uns waren. Und schließlich noch „Hokuspokus“ das Masken-Theaterstück der Familie Flöz und das Objekt-Theaterstück „Star Show“ der Compagnie Bakélite, das ich gerade schon angesprochen habe. Das alles ergibt ein wie ich finde sehr ausgewogenes Programm. Es ist ja immer Auslegungssache, da viele von den Stücken ja sehr spartenübergreifend sind, sich nicht eindeutig kategorisieren lassen.

L!VE: Dass mit Berlin und der Familie Flöz gleich zwei Wiederholungstäter am Start sind, ist aber keine risikoscheue Entscheidung der Umstände halber?

FM: Nein, das würde ich so absolut nicht behaupten. Martha und Sylvie, haben immer so ein bisschen die Linie verfolgt, zu schauen, wie sich die Künstlergruppen mit den Jahren weiter verändern, um auch die natürliche Entwicklung, die diese Künstlergruppen mit ihren verschiedenen Werken durchleben, zu zeigen. Und gerade die Familie Flöz, die zugegebenermaßen schon sehr oft bei uns waren, hat das Publikum jedes Mal begeistert. Ja, wieso sollte man solche Publikumslieblinge also nicht mehr einladen?

L!VE: Für viele ist das Gastspiel von Meute das größte Ausrufezeichen im Programm. Diese Kooperation mit den Musikfestspielen Saar ist schon außergewöhnlich.

FM: Ja sicher, aber ich finde, das passt sehr gut in unser Programm. Wir haben ja oft sehr viel alternative, junge französische Künstler zu unserem Musikprogramm eingeladen. Und bei Meute ist es wirklich ein bisschen zielgruppenübergreifend, denn die bedienen ja wirklich Leute von bis. Wir sind wirklich froh, dass wir mit den Musikfestspielen kooperieren können, da die Zielgruppen mit unseren in etwa übereinstimmen. Es war praktisch ein Perfect Match, da zusammenzuarbeiten.

L!VE: So turbulent wie die vergangenen Monate waren, setzt mit dem Start des Vorverkaufs jetzt eine gewisse Erleichterung ein?

FM: Ja klar. Mit der der Veröffentlichung des Programms ist uns der erste Stein vom Herzen gefallen. Allerdings ist es so, dass unser Vorverkauf dieses Jahr ein bisschen speziell ist. Wir hatten sonst immer am St. Johanner am Markt ein Ladenlokal für die die Festivalsaison angemietet, wo immer drei Personen an sechs Tagen die Woche vor Ort für die Leute da waren. Wir haben damit supergute Erfahrungen gemacht und hätten wir das gerne beibehalten, aber auch das geht dieses Jahr einfach aus Personalmangel nicht. Wir haben eine Telefonhotline und Infostände, also für die Programmberatung, unter anderem im Kulturpoint neben dem Kulturcafé, aber eben keine Verkaufsstelle mehr. Das muss jetzt der Webshop übernehmen.

L!VE: Ab nächstes Jahr leitet Kira Kirsch das Festival. Was hältst du davon?

FM: Im Endeffekt war es eine politische Entscheidung, mit der wir als Team ja nichts zu tun hatten. Sie hatte bei ihrer Bewerbung ein Konzept vorgelegt, dass was wir im Nachgang auch angucken konnten. Alles sehr ambitioniert und tolle Ideen, die sie da einbringen will. Natürlich auch mit ihrer eigenen Handschrift, aber wer würde das schon machen und so ein Festival einfach so lassen, wie es ist. Aber in welche Richtung sich das bewegt bleibt vorerst offen. Die Spekulationen sind ja auf jeden Fall da. Sie hat ja viel mit der freien Szene gearbeitet und ist es gewohnt, ohne festen Spielort ein Programm zu konstruieren und auf die Beine zu stellen. Sie wird mit ihren eigenen Visionen da ran gehen, was klar ein Umbruch sein wird, aber das kann ganz spannend werden.

L!VE: Abschließend nochmal zurück zum diesjährigen Programm: was sind denn Ihre ganz persönlichen Favoriten?

FM: Mein persönliches Highlights von den Gastspielen sind „Hokuspokus“ und „Making of Berlin“. Und vielleicht auch „Armour“, eins von den drei Stücken, die in der Kirche St. Jakob spielen, was von der Thematik vielleicht ein bisschen gewagt ist, das in einer Kirche zu spielen. Ein tolles Stück voller Selbstironie. Aber unterm Strich bleibe ich bei „Hokuspokus“

L!VE: Vielen Dank für das Gespräch und starke Nerven für die nächsten Wochen!

Clubzone Mai 2024

Tja, der April macht wirklich was er will! Und was das Saarbrücker Club- und Partytreiben angeht, wollte er in erster Linie eins: feiern, feiern, feiern. Wenn es künftig so weitergeht, dann muss man mit Verlaub für den kommende Sommer mit jeder Menge ungebremster Feiereien rechnen. Scheinbar wurden über die dunkle Jahreszeit Kräfte und Energien erzeugt, die jetzt das Nachtleben so richtig tieferlegen. Das galt für die ohnehin etablierten Locations in der City, genauso wie für noch recht frische Läden vom Schlage eines LOOSE CLUB. Aber alles der Reihe nach. Wir starten unsere Zeitreise in die letzten Wochen – jetzt!

Bleiben wir doch gleich beim bereits angesprochenen LOOSE CLUB. Es ist uns schon fast peinlich immer wieder ganz Ähnliches zu berichten, aber der immer noch recht frische Club in der Kaiserstraße hat auch in den letzten Wochen die absolute Eskalation geliefert. Mit HIPHOP MEETS TECHNO begann die Partyeskalation und auch die BLAULICHTPARTY war  letzten Monat wieder der absolute Wahnsinn, insbesondere bei den neuen Ausgaben von GIRLS CLUB und der Mediziner Party ging alles! Wir müssen ehrlich sagen, damit hätten wir selbst nicht gerechnet, denn es kam zu Ausnahmezustände, die mit Worten nicht wirklich zu beschreiben sind. Daher versuchen wir es erst gar nicht. Garant für die Partyexzesse waren wohl nicht das großartige DJ-Team, nein, die gesamte Crew war mit unglaublichem Zusammenhalt und toller Stimmung bei der „Arbeit“. Komplettiert wurde das Ganze von der MUCHO LATINO und der REPRESENT, aber ausgelassen gefeiert wurde auch im April eigentlich an jedem Samstag. Mit stets wechselnden Mottos wurde hier genau die Abwechslung geboten, die es für legendäre Partynächte braucht.

   Der Wald hat gerufen, und die Leute sind gekommen! Liebe Leute, was bei HEARTBEATS in the forest in der Scheune im Forsthaus Neuhaus abging, lässt sich auch jetzt mit ein paar Tagen Abstand noch kaum in Worte fassen. Da haben die HEARTBEATS -Jungs Splash&Snow aber mal richtig einen rausgehauen. Viele sprechen jetzt schon von der Party des Jahres. Mega Stimmung, Mega Publikum, überall nur feiernde und lachende Gesichter. Lena und ihr FORSTHAUS Team sowie Jonas mit seiner rollenden HEART BAR sorgten dafür, dass auch alle durstigen Kehlen stets schnell versorgt wurden. Die Scheune selbst glich dank der genialen Licht- und Tontechnik einem Berliner Techno-Tempel – und man muss sich fragen, warum dort erst jetzt solch eine große Party stattfand. Und die Jungs hinterm Pult waren auch wieder der Wahnsinn: Frank S, Yannick Maurer, Splash & Snow ließen der Party-Meute kaum Luft zum Atmen – das war schon großes Kino. Wer hier nicht dabei war, hat wirklich was verpaßt! Aber keine Sorge, am Abend vor Christi Himmelfahrt gehts glücklicherweise mit MUSIC SOUNDS BETTER WITH US im APARTMENT genauso weiter.  Da sorgen dann gleich fünf Deejays für den absoluten Abriss. Unbedingt im Kalender eintragen!

   Apropos APARTMENT, der Laden hat auch im April wieder eine Auswahl an exzellentem Partyspaß geboten, der die Tanzfläche zum Beben gebracht hat und für jeden Partygänger das perfekte Event parat hatte. Jeden Freitag war es Zeit für abwechslungsreichen Feieralarm von WE ARE 2000 & 2010 über FLAWLESS bis GREATEST TIME Hier konnten die Gäste zu Mixed Club Music die ganze Nacht lang feiern. Diese Partyreihen sind immer ein Garant für gute Stimmung und eine vielfältige Auswahl an Musikgenres. Egal ob House, Techno, Hip-Hop oder Pop - hier kam jeder auf seine Kosten. Samstags ging es nicht weniger heftig zu Werke. THE GREAT 8090 war ein weiteres Highlights im April. Diese Party zeichnete sich genau wie die FESTA ITALIANA durch ihre besondere Atmosphäre aus, bei der das Clubambiente und die Lichteffekte die Gäste in eine andere Welt entführten. Die Musik sorgte für eine elektrisierende Stimmung, und die Gäste konnten die Nacht in vollen Zügen genießen. Bei MEMORIES schließlich konnten die Gäste in Erinnerungen schwelgen und zu den größten Hits der Vergangenheit tanzen. Es war eine Reise durch die Zeit, bei der die besten Songs vergangener Jahrzehnte wieder zum Leben erweckt wurden. Unbedingt weiter zu tratschenm, ist allerdings ein ganz besonderes Detail der OUR HOUSE Party, denn da stand auf einmal und unangekündigt eine neuer DJ an den Decks. Im Handumdrehen hatte der die feiernde Meute im Griff und holte mit einer gekonnten Auswahl an mitreissenden Clubtracks das Letzte aus der Crowd heraus, die dann so richtig durch die Decke gingen. Der Kanller dabei: der DJ war kein Geringerer als FCS Torwart Tim Schreiber! Der war eigentlich mit Team im APARTMENT um die satte neun Punkte Ausbeute aus nur einer Woche zu feiern. Da kann man ja ausnahmsweise mal ein bisschen steilgehen, auch in der Saison. Dass die Molschder Nr. 1 dann allerdings gleich noch das Ruder übernahm, damit konnte keiner rechnen – und erst recht nicht damit, wie bravourös der Tim das hinbekam. Hoffentlich gibt es davon nach der Saison eine Fortsetzung!

   Freunde des gepflegten Ausnahmezustands kamen auch im EGO in Saarbrücken voll auf ihre Kosten. Nach den besonders saftigen Events im Monat März ging es bei allen bei Veranstaltungen wie der regelmäßigen EGO Saturdays oder den Knallerfestivitäten LEVEL und FINESAAR & CIRCUS MAX massivdurch die Decke! Außerdem war selbstredend auch die FREAKY genau wie dieNacht mit LOREDANA wieder der Knaller. Einfach von allem das Beste! Wahnsinn was hier abging. Nicht nur erprobte Stammgäste, sondern auch neue Freunde feierten, als gäbe es kein Morgen. Alle unterschiedlichen Konzepte sorgten Woche für Woche für eine ausgelassene Stimmung und das EGO DJ Team ließ die feiernde Meute auf der Tanzfläche richtig abgehen. Unbedingt selber vorbeikommen, denn es ist wirklich schwer, diese Eskalation in Worte zu fassen.

   Eskalation ist seit mittlerweile über 24 Jahren das Motto im BLAU. Der legendäre Schwitzekeller zwischen Bahnhofstraße und Berliner Promenade hat schon ungezählte Partynächte erlebt und dennoch werden die Macher nicht müde immer wieder eine Schippe draufzulegen. Was da regelmäßig von einer kaum zu bremsenden Partymeute veranstaltet wird, ist an Partypotential kaum zu überbieten. Das war jetzt auch so bei der funkelniegelnagelneuen UNITY, deren Premiere super angenommen wurde. Für die Gehörgänge gab’s Afrobeats, dancehall und Hiphop. Dies war ein neues Terrain fürs BLAU, aber Altmeister Daniel Sentinel, Hakimo und Racegate haben den Abend unvergesslich gemacht. Die allseits beliebte LEMONADE war wieder ein großer Publikums-Magnet. Die Schlange reichte bis in die Bahnhofstraße und zeigte mal wieder dass sich früh kommen lohnt, also jetzt beim Clubbesuch und nicht was ihr gerade denkt. Auch die DISKO RAPID war bei ihrer dritten Folge Ziel von Hypertechno und Trance im Mashupstyle. Diesmal war sogar ein Gast-DJ aus Kiel am Start, über den sich alle freuten.Nicht wegzudenken aus der Partylandschaft, ist selbstredend der legendäre MISCHMASCH CLUB. Volles Haus und eine extatische Stimmung nicht nur im Theater, sondern auch in der Lounge wo Hazoum alles gab und die Meute mit seinem House-Set zum kochen brauchte. Er bewies damit: House lebt – und wie!

   Das STUDIO 30 steht für Konzerte und Partys abseits des Mainstreams. Bei der 6NULL3 DOSENBIER Party Mitte April war für alle Fans von Indie und Rockmusik etwas geboten. Stilecht mit Dosenbier. Auch die fantsatischen LINDFY HOP Veranstaltungen setzten mit den Livebands Lennox Avenue und Gajos Tanzorchester neue Akzente und boten die Möglichkeit beim Social Dance zu Swingmusik zu tanzen.  Auch die kommenden Wochen sorgten jetzt schon für reichlich Gesprächstoff unter anderem mit der Premiere der neuen Partyreihe SALTARE. Das Beste aus Gothic, Mittelalter & Metal für Fans der Dark-Szene sorgte jetzt schon für gesteigerte Vorfreude.

   Die aktuelle Entwicklung in der wieder auferstandenen KUFA sorgte allerorten für große Freude und Begeisterung. Für die unterschiedlichsten Partys konnten in den letzten Wochen bestens beleumundete Local Heroes für die Arbeit an den Decks gewonnen werden. Den Anfang machte  in letzten Wochen die zweite Geburtstagsparty vom FUCHS am Sankt-Johanner-Markt. Der platzt ja auch schon an so manch einem normalen Wochenende aus allen Nähten und so war klar, dass für das Jubiläum eine größere Location her musste– und was eignete sich da besser als die niegelnagelneue KUFA. Die Musikunterhalter für diesen besonderen Abend waren auch schnell gefunden und mit Frank.S & Kastel, Fräulein Else, DJ Moh, DJ Pi, Schmidt & Schmitz und Yves waren auch gleich die üblichen Verdächtigen am Start und haben den für diesen Anlaß nur minimal verkleinerten Laden gleich mal richtig auf den Kopf gestellt. Doch auch die anderen Events, besonders die Live-Gastspiele von Rocco Hunt, Jason Darulo oder Gzuz & Mortel haben die extra Klasse der Kultlocation immer wieder aufs Neue unter Beweis gestellt. Da wollen wir doch mal hoffen, dass es im Mai so weiter geht!

In diesem Sinne - Take care!

Die Muschel rockt weiter!

Von Juni bis September findet die beliebte Konzertreihe im Deutsch-Französischen Garten statt. „Die
Muschel rockt!“ entstand 2019, ursprünglich als Ersatzveranstaltung zum Saarbrücker Altstadtfest,
welches pandemiebedingt abgesagt werden musste. Aufgrund der hohen Nachfrage startet in diesem
Jahr bereits die 5. Ausgabe. Bei „Die Muschel rockt!“ ist für jeden Geschmack etwas dabei:
Den Anfang macht am 01.06. ein Singer-Songwriter Festival bei dem saarländischen und
französischen Singer-Songwritern die Gelegenheit geboten wird, ihre eigene Musik vorzustellen. Das
Publikum kommt so in den Genuss eines vielfältigen Programms, bestehend aus verschiedenen
Stilrichtungen, Besetzungen und Sprachen. Bei einem Spaziergang durch die Anlange wird auch in
diesem Jahr der Songwalk an mehreren Stationen für musikalische Unterhaltung sorgen. 2023 fand
das Festival zum ersten Mal in Kooperation dem PopRat Saarland e.V. statt und wird in diesem Jahr
ein toller Auftakt der Muschel rockt sein.

Internationalen Besuch gibt es am 06.06., wenn die Band „Bantu“ aus Nigeria das Publikum mit
Afrofunk zum Tanzen bringen wird. Die 13-köpfige Band ist mehr als zwei Jahrzehnte nach ihrer
Gründung nach wie vor eine der führenden Live-Bands und Konzeptkünstler in Afrika, Europa und
weltweit. Angetrieben von einem starken Wunsch nach sozialer Gerechtigkeit haben Bantus Musik
und Texte von Anfang an Themen wie Korruption, Ungerechtigkeit, Migration, Fremdenfeindlichkeit
und urbane Entfremdung angesprochen - ob in Deutschland und Europa oder Nigeria und Afrika.
Neben dem Aufnehmen und Komponieren von Musik wird Bantu die jüngste Wiederbelebung der
Live-Musikszene in Nigeria durch Afropolitan Vibes zugeschrieben, eine monatliche Konzertreihe und
ein Musikfestival, das sie fast das ganze letzte Jahrzehnt in Lagos veranstaltet haben. Bei der Show
traten über 190 nigerianische und internationale Top-Acts auf, und sie wurde von The Village Voice zu
einem der derzeit besten Musik-Events der Welt gewählt. Im Gegensatz zu den meisten früheren und
heutigen Bands, bei denen der Star-Sänger eindeutig im Mittelpunkt steht, zeichnet sich Bantu durch
seinen unverkennbar kollektiven, kollaborativen Charakter aus. Wenn man eine so starke Band hat, in
der jeder glänzen kann, entsteht Magie.

Am 20.06. verspricht die Band „Incredible Pack“ ein garantiert packendes musikalisches Ereignis.
Eine Band wie keine andere, energiegeladen, spannend, mitreißend, fett mit Feeling! „Incredible Pack“
ist ein neues Rocktrio mit drei bekannten wie gestandenen Musikern der deutschen Musikszene:
Andreas Schmid-Martelle, Gitarre, Vocals, Komposition und Studioproduktion (Tommy Schneller,
Grenada Riddim, Fatman Productions, Chris Kramer, The Spacemen, Ron Williams, Popvirus,
Incredible Pack) sowie bis zum Jahr 2002 festes Mitglied der Jule Neigel Band. UFO Walter am Bass,
Mitglied der Randy Hansen Band und früher bei Embryo und Marla Glenn, aktuell mit Roter Kreis und
Studioproduktionen beschäftigt. Manni von Bohr am Drumset, der deutsche Drumpapst (Modern
Drummer Magazin USA), der ebenfalls bei Randy Hansen, Birth Control und Bröselmaschine für die
energetischen Grooves sorgt und in weiteren Projekten wie Martin Engelien’s GoMusic oder im Duo
mit dem Percussionisten Hakim Ludin (u.a. Peter Maffay) sich kaum eine musikalische
Herausforderung entgehen lässt. Die drei Musiker werden für ein energiegeladenes Konzert sorgen,
ohne Filigranes und vor allem Feeling zu vernachlässigen. Die Songs stammen sämtliche aus
Martelle’s Feder, sind eingängig (aber nie einfältig) und musikalisch spannend, den Hörer in den Bann
ziehend. Eine Band mit einem Sound, der in Europa seinesgleichen sucht.
Die junge Münsteraner Band „Current Street“ spielt am 25.07. eigene Lieder aus dem Pop und Rock
Genre. Die Newcomer Band aus Münster, entstanden aus einer Gruppe von Musikstudenten, gibt es
seit ca. zwei Jahren und hat dieses Jahr den ersten Song und Vorboten des Debut-Albums
veröffentlicht.

Am 01.08. werden Zuhörer das Gefühl haben von „Rody Reyes y Havanna con Klasse“ ins sonnige
Kuba versetzt worden zu sein. Rody Reyes und seine Band präsentieren pure kubanische
Lebensfreude mit dem Besten, was Salsa, Merengue, Bachata und traditionelle kubanische Musik zu
bieten haben. Die in Kuba ausgebildeten Musiker lieben und leben seit 20 Jahren Live-Konzerte.
Diese Begeisterung und Erfahrung hört man ihnen nicht nur an – man spürt sie. Rody Reyes ist ein
begnadeter Sänger, der sein Publikum liebt. Und das Publikum liebt ihn! Mit seiner ehemaligen Tour
Band "Sonoc de las Tunas" gewann er den Emiliano Salvador Award Cuba, den kubanischen
Grammy für das beste Arrangement kubanischer Musik. Und seine aufwändig ausgewählten Live-

Musiker von Havanna con Klasse ruhen sich auf diesem Erfolg nicht aus. Ihr Anspruch ist, jedes
Konzert zu einem einzigartigen Erlebnis zu machen, an das die Besucher auch noch nach Jahren mit
einem Lächeln zurückdenken.

Richtiges Summer-Feeling verbreiten am 22.08. „Sun Smash Palace“, eine Indie Rock/Indie Surf Band
aus Luxemburg. Sie wurde 2019 in Seoul, Südkorea, gegründet. Seit 2021 präsentieren sie ihren
sonnigen Indie-Surf-Sound in Luxemburg und ganz Europa. Nach ihrem Debütalbum veröffentlichten
sie 2022 die EP „An Answer to a Question That I Didn’t Even Know I Had”. Die Veröffentlichung ihres
neuesten und ambitioniertesten Albums ist für den Sommer 2024 geplant. Sun Smash Palace setzt
sich aus Mitgliedern aus Deutschland (Eric), Frankreich (Axel), Italien (Vita & Michele) und Luxemburg
(Raoul) zusammen.

Das Abschlusskonzert der Reihe am 05.09. wird von der Stadtkapelle Saarbrücken gestaltet. Hier darf
sich das Publikum auf eine mitreißende Mischung aus Swing und Pop freuen. Gute Stimmung ist also
garantiert! Für ein hohes musikalisches Niveau ist bei den Auftritten der Stadtkapelle Saarbrücken
stets gesorgt. Schließlich fungiert die 1959 gegründete Stadtkapelle als musikalische Repräsentantin
der saarländischen Landeshauptstadt und tritt bei Konzerten und offiziellen Anlässen regelmäßig mit
einem vielseitigen Repertoire auf, das von traditioneller und moderner Blasmusik bis zu
symphonischen Werken reicht.

Besucherinnen und Besucher können alle Konzerte im wunderschönen Deutsch-Französischen
Garten ab 19.00 Uhr kostenlos genießen. Nur das Singer-Songwriter Festival beginnt bereits um
14.00 Uhr.

Alle Infos auf saarbruecken.de/muschelrockt

27. Jazztage Idar-Oberstein 2024

3 Tage, 4 Bühnen, mehr als 20 Bands! Idar-Oberstein I Stadtteil Idar I Eintritt frei und draußen
Jazz auf vier Bühnen, ein spannendes und abwechslungsreiches Programm – das sind die Jazztage in Idar-Oberstein. Zurecht gehören sie zu den Highlights in Rheinland-Pfalz.

Schwerpunkt in diesem Jahr sind südeuropäische Jazzformationen: Antonio Lizana mit seinem Quintett ist einer der zurzeit begehrtesten und erfolgreichsten „Exportartikel“ der spanischen Jazzszene.

Die Art, wie er die Klangtradition seiner andalusischen Heimat mit Harmonik und Solokunst moderner Improvisationsmusik verbindet, sucht ihresgleichen. Die Gruppe „Mother“ um die griechisch-stämmige Bassistin Athina Kontou fusioniert, was unvereinbar scheint, griechische Musik und Jazz. Júlio Resende spielt mit seinem Trio ein neues Genre, den Fado Jazz. Ein Feuerwerk des modernen afrokubanischen Jazz präsentiert Harold López-Nussa feat. Grégoire Maret. Außerdem zu hören die Mama Shakers aus Paris, sie bringen neuen frischen Sound in alten Jazz und Blues. Auch die deutsche Jazzszene ist vertreten u.a. mit: Jazzrausch Bigband, die zu den erfolgreichsten Bigbands der Welt gehört mit ihrem Jubiläumsprogramm „Bangers only“, Conic Rose mit urbanem Jazz, der das Publikum vom ersten Moment an mit Experimentierfreude, anmutigen Klanglandschaften und Melodien in den Bann zieht, die Modern-Jazz-Rock-Formation Jin Jim, Armstrong ́s Ambassadors, die Bluesanovas und weitere großartige Formationen.

Eintrittsfrei mit mehr als 20 Bands!

Ich freue mich sehr, den Leserinnen und Lesern des LIVE-Magazins unser Line-up der diesjährigen Jazztage Idar-Oberstein vorstellen zu dürfen. Unser renommiertes dreitägiges Jazzfestival ist fester Bestandteil unseres Kulturprogramms in Idar-Oberstein und bietet ein facettenreiches Programm auf insgesamt vier Bühnen. Bei uns werden nationale und internationale Jazzgrößen mit ihren unterschiedlichen faszinierenden Spielarten präsentiert und das sogar eintrittsfrei! Gerne können Sie uns mit dem Kauf eines Förderbuttons unterstützen. Kommen Sie vorbei und erleben Sie mit uns gemeinsam die Jazzmetropole in Idar-Oberstein.

(Annette Strohm, Kulturreferentin der Stadt Idar-Oberstein)

Freitag
19:30h Holler My Dear (Funk-Rock-Folk-Jazz)

20:00h Federkeil Music Electro Swing feat. Silke Hauck (Lindy Hop dancable)

20:15h Harold López-Nussa feat. Grégoire Maret (Latin/ Piano Jazz)

20:15h Boogie Royale feat. Frank Rihm (Blues & Boogie Woogie)

21:30h Antonio Lizana y Grupo (Flamenco Fusion Jazz)

22:15h Jin Jim (Modern-Jazz-Rock)

22:30h Jazzrausch Bigband (Techno-Jazz)

Samstag

19:30h Golden Swing Big Band feat. Julia Oschewsky (Swing & Jazzrock)

20:00h Mother (Greek Folk Songs/ Jazz)

20:00h Sophia Brandt Jazz Trio (Modern Jazz)

20:15h Mrs. King & her Jewels (Blues-Soul-RocknRoll)

21:50h The Bluesanovas (21st Century Blues)

22:00h Conic Rose (Jazz, Ambient, Electronica)

22:15h Mama Shakers (Jazz & Blues)

22:30h Federkeil Music Allstar Band (Funk/Soul/RnB)

Sonntag (verkaufsoffen!)

11:00h The Gospel Soul Notes (Ökumenischer Gospelgottesdienst)

12:45h JAZZconVoice (Jazzchor in Rheinland-Pfalz)

14:30h Amstrong´s Ambassadors (Traditional Jazz)

14:45h Hypnagogia (Ambient-World-Jazz)

15:15h Whiskydenker (Pogo Swing)

16:45h Júlio Resende Trio (Fado Jazz)

17:00h Sandro Roy & Unity Band (Gypsy & Jazz)

17:15h Mama Shakers (Jazz & Blues)

19:00h Meret Becker en concert, Meret & The Tiny Teeth – Le Grand Ordinaire

(Varieté – Chanson und Westernsong)

www.idar-oberstein.de/jazztage

Den krönenden Abschluss gibt Meret Becker in Concert - Meret & The Tiny Teeth – mit Le Grand Ordinaire. Line-up und weitere Infos unter: www.idar-oberstein.de/jazztage

An den Festivaltagen wird zur Unterstützung des Festivals ein Solibutton für 10€
angeboten, im Vorverkauf ist dieser zu 8€ erhältlich.

Aus dem Leben eines Außenseiters

Hallo Mikrokosmonauten: Wenn ein Underdog gewinnt, dann gewinnt er für alle!

Im Grunde bin ich wie der 1. FC Saarbrücken: An mich geglaubt haben immer nur wenige, wenngleich es die Exoten, Bordsteinschleifer und komischen Vögel waren, die sich schlussendlich immer in meinen Bann ziehen ließen. In der Welt der Profis, Gewinner und echten Champions blieb ich meist nur Zaungast. Nein, als Hauptakteurin konnte ich mich mitnichten betiteln, auch wenn ich es gerne gewesen wäre. Aber wie in jedem Leben kommt irgendwann der Zeitpunkt, aus diesem Schatten rauszutreten und sich zu beweisen.

Als gebürtige Saarbrückerin nahm ich natürlich zur Kenntnis, dass sich da in Richtung Ludwigspark etwas tut. Es war etwas, was ich zuerst überhaupt nicht richtig ernst nahm, darüber witzelte, dass im Fokus erstmal ein trauriger Rasen steht und weniger eine Fußballmannschaft, die auf ihm spielt. Dass aber ebenjene Mannschaft dann sowas von an Fahrt aufnahm und es aus dem Nichts „Bäm“ machte, erstaunte mich dann doch sehr.

Kennt ihr den Underdog-Effekt?

Topdog und Underdog – zwei Begriffe, die den Unterschied zwischen „Außenseiter“ und „beliebter Quarterback“ nicht besser betiteln könnten. Underdogs sind – wie der Name schon sagt – unterlegene Hunde. Diejenigen, von denen man nichts erwartet. Diejenigen, die in der sozialen Rangordnung nicht hoch angesiedelt sind. Während der Topdog der Mädchenschwarm der Schule ist. Eben derjenige, der alles hat und augenscheinlich immer gewinnt. Underdog und Topdog bieten seit jeher den besten Stoff für Hollywood. Rocky Balboa, Karate Kid, Braveheart: Sie alle haben vielleicht nicht die Stärke, die Klasse und die Intelligenz der Favoriten – aber sie haben Herz und Leidenschaft – und das sogar im doppelten Wortsinn, denn sie können leiden. Und das zieht alle in den Bann!

Bereits 1992 untersuchte Edward Hirt von der Indiana Universität den Underdog-Effekt und beobachtete dabei das Verhalten von männlichen Basketball-Fans. Gewann deren favorisierte Mannschaft, stieg deren Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein immens an. Verlor das Team aber, waren die Testpersonen am Boden zerstört, und irgendwo in einer Lache aus Bier, Tränen und Frust tropfte auch ihr Selbstwertgefühl in den Rinnstein. Ganz anders bei den Fans von Underdogs. Sie sahen von vornherein keinem triumphalen Moment entgegen, rechneten nicht wirklich mit einem Sieg oder gar einer Prämie in einer Sportwette. Ihr Selbstwertgefühl blieb immer konstant. Gab es aber einen Überraschungssieg, war die Freude umso gewaltiger. (Quelle: Karrierebibel)

Lohnt es sich, auf Außenseiter zu setzen? In Bezug auf ausgleichende Gerechtigkeit allemal!

So wie der 1.FC Saarbrücken lange genug auf diese Sternstunde warten musste, so sind es auch wir, die irgendwann realisieren, dass wir so viel mehr können und so viel mehr sind!

Es war 1994, als meine Sternstunde endlich kam. Und nein, in jenem Jahr entdeckte ich nicht die Prostitution für mich. Also bitte! Nein, es passierte während der Orchesterstunde in der Schule. Ich spielte auf meiner Blockflöte und ich zitterte. Ich zitterte nicht, weil mich die musikalische Performance pubertierender Siebtklässler ergriff, sondern ich zitterte vor Nervosität, weil sich in der letzten Bank der absolute Mädchenschwarm der Schule genervt durch die blonde Lockenpracht strich, weil er Nachsitzen musste und zeitgleich unseren schiefen Tönen ausgesetzt war. Und ich saß da, in meinem Blumenpullover, meiner etwas zu klobigen Brille und meinem pinken Haarreif, der sich ständig in meine Stirn schob, sobald ich zu flöten begann. Mein Herz pochte wie wild als sich unsere Blicke plötzlich trafen. Seine Reaktion, als er mich musterte, war eine Mischung aus Mitleid und Amüsement in Form eines etwas zerstreuten Grinsens. Spürte er etwa, dass zwischen uns mehr als nur ein C-Moll war? Wie dem auch sei, ich dachte in diesem Moment, im Erdboden zu versinken.

Heute weiß ich: Ich war sein Underdog. Und es gab zu dieser Zeit weibliche Topdogs en masse an unserer Schule, denen er hätte zulächeln können, soviel stand fest! Während ich also meine schiefen Blockflötentöne von mir gab, kritzelte er weiter in seinem Heft und am Ende der Stunde schnappte er sich seine grün-weiße Baseballjacke, die ich so an ihm liebte, warf sich seinen zerschlissenen Army-Rucksack über die Schulter und strich sich wieder so unendlich sexy durch seine blonden Locken, dass ich Mühe hatte, die Flöte unter Kontrolle zu halten und nicht in Ohnmacht zu fallen.

Er kam auf mich zu. Musste er auch, um nach draußen zu gelangen, aber er wurde langsamer, je näher er auf mich zukam. Es war wie in Zeitlupe. Ich festgetackert auf meinem Stuhl, meinen Blick durch die angelaufenen Brillengläser ihn fixierend, er locker lässig auf mich zukommend, die blauen Augen auf mich gerichtet, ein Lächeln seine Lippen umspielend, forsch und trotzdem cool. Und als er schließlich vor mir stehen blieb, reichte er mir einen Zettel und sagte: „Ruf doch mal an.“.

Und nein, es war nicht mein Talent, Flöte zu spielen, was ihn so herrlich an mir verzaubert hatte. Es war mehr. Denn viel später wurden wir eines dieser verhassten Liebespärchen auf dem Schulhof, aber zuvor riss ich mir noch diesen albernen Haarreif aus den Haaren, tauschte meinen Blumenpullover durch ein Metallica-Shirt, setzte die Brille ab und verbrannte meine Flöte. Mein Underdog-Dasein war ab diesem Tag beendet. Und das nur, weil jemand mehr in mir gesehen hatte, als eine Blockflöten-Brillenschlange.

Vom Unterdrückten zum Unterdrücker?

Rocky Balboa, Karate Kid und Braveheart. Sie alle sind Kino. Seifenschaum. Im echten Leben gewinnen Underdogs seltener. Aber wir wünschen uns zumindest, es wäre so. Weil wir vielleicht irgendwann auch mal der Außenseiter sind oder waren. Und weil wir alle das Bedürfnis nach Harmonie und ausgleichender Gerechtigkeit in uns tragen. Und um die Brücke zurück zum FC Saarbrücken zu schlagen: Es ist wie in der Geschichte zwischen David und Goliath. Irgendwann muss so ein Großmaul wie Goliath einfach mal eins aufs Maul bekommen. Das haben sie jetzt schon mehr als einmal bewiesen und genau deswegen kriegen wir uns alle nicht mehr ein. Zu Recht! Wir sollten jubeln, so lange es geht.

Am Ende ist es doch so: Es ist wie bei „Cool Runnings“, der ersten Bobmannschaft aus Jamaika:

Dabei sein ist alles!

Good luck an alle Outsider da draußen!

Obi et Orbi

Auf ewig bis ans Lebensende mit dem gleichen Mann ist für viele Frauen kein Problem. Aber mit ihm auch nur einmal samstags zusammen in den Baumarkt? Da hört die Liebe auf!

Jeder hat schon einmal vom Paradies gehört. Ob nun als Creme, Vogel oder Ort, an den all diejenigen kommen, die fleißig Kirchensteuer zahlen. Während Verkäufer im TV-Shopping die Ansicht vertreten, dass allein der Kauf eines Staubsaugers ausreicht, um den Himmel auf Erden oder zumindest den Teppich zu bringen, sind die meisten anderen der Meinung, Glückseligkeit warte erst, wenn man das Irdische hinter sich hat und dem hellen Licht entgegentritt. Wer schon einmal das Ende des Tunnels erblickt hat, sich dann aber doch noch einmal für den Rückweg entscheiden durfte, widerspricht dieser Erwartung: Am Ende des Tunnels warten nicht Adam und Eva, sondern lediglich Perl und Cattenom…

Das wahre Paradies jedoch findet sich gar nicht im Jenseits, sondern mitten unter uns im Diesseits. Das dürfte nun diejenigen enttäuschen, die sich für einen Suizid entschieden haben und vorher nur noch kurz diese Kolumne lesen wollten. Der Himmel ist nah, nicht aber die Apokalypse, wie es die Zeugen Jehovas prophezeien. Insofern besteht auch kein Grund, an der Haustüre in ein Abonnement für deren Erlöserzeitschrift zu investieren, die für Klopapier zu glatt und für einen wackeligen Tisch zu dünn ist. Statt Geld in bar in eine Sekte zu stecken, lohnt es sich vielmehr, Geld in einer Bar in Sekt zu stecken. So ist es später auch leichter zu verdauen, wenn Gott beim jüngsten Gericht kocht…

Der paradiesischste Ort auf Erden ist keine Kirche, dennoch aber ein Tempel gottgleichen Werkens. Während der Herr die Welt in sieben Tagen erschuf, kommen hier Jünger zusammen, die Ähnliches an nur einem Wochenende vollbringen wollen. Statt schnöder Holzkreuze gibt es hier Holzzuschnitt nach Maß. Anstelle harter Kirchenbänke findet man hier gepolsterte Terrassenliegen und statt kalter Taufbecken beheizbare Gartenpools. Dazu Werkzeuge für jeden Gebrauch, die sogar Jesus am Berg Golgatha gefallen hätten. Die Rede ist von der heiligen Stätte am Stadtrand, zu der Gleichgesinnte pilgern, um Inspiration zu finden und ihre Sorgen und Frauen hinter sich zu lassen: der Baumarkt...

Baumärkte sind für uns Männer das Paradies auf Erden. Hinter der Himmelspforte aus Glasschiebetüren warten göttliche Gaben aus der Bibel eines jeden Heimwerkers, dem wöchentlichen Werbungsfaltblatt. Was könnte für einen Mann nach einer Woche im Büro, in der sich die handwerkliche Betätigung auf Hosentaschenbillard beim Anblick der Praktikantin beschränkt hat, befriedigender sein als samstags den Blaumann anzuziehen und sich auf zum Baumarkt zu machen? Wer stolzer Besitzer eines Autoanhängers ist, führt diesen dabei stets mit sich, auch wenn er nur eine Schachtel Schrauben kaufen will. Denn mit Anhänger parkt man wie ein Heimwerkergott ganz vorne…

Schon seit der Bauecke im Kindergarten überkommt uns Männer regelmäßig der Drang, Dinge auf-, ab- oder umzubauen zu wollen. Da kann es schon einmal zum spontanen Einreißen einer tragenden Wand oder zum Einbau eines Dachfensters in der Kellerwohnung kommen. Nicht lange fackeln, sondern ran an den Bohrhammer und Fakten schaffen. Die Bretter, die die Welt bedeuten, sind für einen Mann zehn Millimeter dick und aus Holzfurnier. Seit jeher beschäftigen Männer sich lieber mit Werkzeugen als mit Kinderzeugen. Daher sollten Frauen auch akzeptieren, wenn es zum Valentinstag vom Liebsten statt roter Rosen einen pinkfarbenen Akkuschrauber gibt …

Neben Urinieren im Stehen gibt es kaum etwas Männlicheres als in die endlosen Weiten der Paletten und Hochregale eines Baumarkts abzutauchen und sich inmitten betörender Lösungsmitteldämpfe darüber zu informieren, welche Fortschritte die Welt der Kombizangen und Gipskartonplatten seit dem letzten Besuch vergangene Woche gemacht hat. Ein echter Handwerker würde eher auf seine Niere verzichten als auf seinen Werkzeugkasten. Wäre es erlaubt, Männer würden ihren Nachwuchs Makita oder Metabo nennen und ihnen zur Geburt statt eines Sparbuchs eine Kundenkarte für den Baumarkt besorgen. Stets in der Hoffnung, ihre späteren Ehepartner hießen mit Nachname Bosch oder Einhell...

Der Baumarkt ist ein Einkaufsparadies ganz nach Männergeschmack: mit einer Schuhabteilung ohne Sandälchen und Stiefeletten, dafür mit Sicherheitsschuhen und Gummistiefeln, sowie mit einer Kosmetikabteilung ohne Lidschatten und Lippenstift, dafür mit Acryllack und Rallyespray. Um Männerherzen höher schlagen zu lassen, braucht es keine Teelichter, Räucherstäbchen oder Meditationsmusik, sondern Halogenstrahler, Schmierölgeruch und den Klang einer neuen Kettensäge. Man könnte vor Glück heulen, wenn man nicht ein Mann wäre. Wie in jedem Paradies hat Mann auch in einem Baumarkt nur eines zu fürchten: Schlangen…

Bei aller männlichen Sentimentalität kann es schon einmal sein, dass selbst gestandene Heimwerker sich von ihren Gefühlen leiten lassen, wenn sie die passende Axt zu ihrem Holzfällerhemd finden oder sich die neuste Generation Arbeitshandschuhe toll anfühlt. Schnell verliebt Mann sich da auch einmal in einen fabrikneuen Aufsitzmäher mit Kehrfunktion, den man direkt gegen den alten Besen eintauschen würde, mit dem man verheiratet ist. Wenn die Partnerin schon glaubt, Anrecht auf einen Saugroboter zu haben, steht einem Mann doch erst recht ein Mähroboter zu. Selbst wenn das Zuhause statt eines Gartens nur vier Quadratmeter Balkon hat…

Um im Kaufrausch nicht die Kontrolle zu verlieren wie Frauen in Schuh- oder Drogerieläden, gelten für Männer in Baumärkten drei goldene Regeln: (1.) Es wird nur gekauft, was auch wirklich gebraucht wird. Und vielleicht noch das ein oder andere mehr, was irgendwann einmal gebraucht werden könnte. Auch wenn man noch nicht weiß, wann oder für was. (2.) Artikel im Sonderangebot oder solche, die weniger als 10 Euro kosten, werden doppelt gekauft. Denn so billig kommt man an diese sicherlich nie wieder dran. Zumindest nicht diese Woche. Und (3.) Messer, Klebeband und Kabelbinder kann Mann nie genug haben. Das hat man schließlich als Kind von MacGyver und dem A-Team gelernt…

Dennoch: Egal wie viele Werkzeuge und Eisenwaren man als Mann im heimischen Keller auch hat, sicher ist, dass beim Aufhängen eines Bildes nächsten Samstag wieder irgendein überlebenswichtiger Nagel fehlt. Und so wird es auch dann wieder heißen: „Schatz, ich fahr‘ mal kurz in den Baumarkt!“ und danach bis zur Sportschau dauern, bis Frau den Vermissten wiedersieht. Er gehe derweil mit Gottes Sägen oder wie der Lateiner sagt: Obi et Orbi… gruenetomaten@live-magazin.de.

Patrik Wolf

P.S. Warum gibt es in Baumärkten eigentlich Tiernahrung? Eine Zoohandlung führt doch auch keine Rasenmäher!

Bild von Adobe Stock: Datei: # 264650955

Bildunterschrift: Auf ewig bis ans Lebensende mit dem gleichen Mann ist für viele Frauen kein Problem. Aber mit ihm auch nur einmal samstags zusammen in den Baumarkt? Da hört die Liebe auf!

Clubzone April 2024

Eines muss von Anfang klar sein: macht bitte alle genau so weiter! Denn gleich ob heftigste Regenfälle oder schwer nachvollziehbare neue Verkehrsregelungen, das gesellige Club- und Partytreiben in unserer kleinen Metropole kannte auch im März kein Halten. Mag sein, dass in anderen Städten, in benachbarten Landstrichen oder Bundesländern der ein bisschen frostig geratene Frühlingsbeginn den Ausgehspaß ein klein wenig ausgebremst hat. Bei uns war aber davon in den letzten Wochen kaum was zu spüren. Klar, an dem ein oder anderen Abend war es schon aufgrund der Regenmassen ein bisschen kniffliger mit dem Auto die Partylocation der Wahl zu erreichen, aber trotzdem war die saarländische Partymeute allenorts praktisch vollzählig angetreten. Jetzt aber auf zu unserer gewohnten Runde durch die meistenteils nächtliche Gemeinde – und ab geht die wilde Fahrt ...

   Der erste Halt dieser Tour ist gleich etwas besonderes, denn in der Kaiserstraße wird gefeiert, als ob es kein Morgen gäbe. Eine neue Dimension der Eskalation wurde im März definitiv im LOOSE erreicht. Die LOOSEN UP: HOUSE BUNKER hat ja schon ahnen lassen, dass hier ein neues Partylevel angestrebt wird, aber was diesen Monat abging, ist kaum zu beschreiben. Exzessive Stimmung, tolle Getränke, viel Konfetti und die besten Gäste der Stadt sorgten Freitag für Freitag für Partys, die wir so schnell nicht vergessen werden. Komplettiert wurde das Ganze von den Partys an den Samstagen - mit immer wechselnden Mottos bringt das LOOSE hier eine tolle Abwechslung, so dass es nie langweilig wird! Hier war die ZEITSPRUNG die wohl heftigste musikalische Reise, die der Laden seit langem erlebt haben. Das LOOSE DJ-Team brachte aus allen Jahrzehnten das Beste auf die Tanzfläche und sorgte bei allen Beteiligten für einen unvergessenen Abend! Vor dem April kann man da fast schon ein bisschen Angst kriegen…

   Eigentlich war das Clubleben aus heutiger Sicht im März ja noch fast vollkommen normal und entsprechend ungebremst ging es natürlich auch im EGO zur Sache. Dass der EGO SATURDAY legendär in Saarbrücken ist, ist allseits bekannt, aber was da noch Anfang März bei der TWERK LIKE THIS abging, ist kaum zu beschreiben. Exzessive Stimmung, tolle Getränke, viel Konfetti und natürlich twerkende Ladies sorgten für eine Party, die wir so schnell nicht vergessen werden. Komplettiert wurde der Partywahnsinn mit einer echt abgefahrenen Ausgabe der FINESAAR Party mit DJ Francus  aus London und jeder Menge Afrodance, Dancehall Crews, Confetti, Welcoming Shot und Candybar. Kurz die Jungs haben richtig in die Trickkiste gegriffen und nix ausgelassen. Mit immer wechselnden Mottos bringt EGO eine tolle Abwechslung, so dass es hier echt nie langweilig wird! Dem stand schließlich auch die 66&FRIENDZ Nacht in nichts nach, zumal man den Eindruck gewinnen konnte, dass für dieses Event halb Köln als Performer gebucht worden war. Mehr Party konnte man unmöglich in einen Monat packen, aber zum Glück kommt ja jetzt eine neue Runde im April.

      Im APARTMENT hat man in den letzten Wochen natürlich auch bis in den Morgen gefeiert. Mit OLDSCHOOL gabs zum Einstieg direkt ein neues Partyhighlight, das alle Mega Hits der 90er und 2000er aus HipHop, RnB von Thomas & Friends auf dem Mainfloorund und House mit Special Guest Kasimir in der Lounge präsentierte und die Nacht zum Kochen brachte. Mit der dritten Ausgabe der FLAWLESS wurde nur eine Woche später, mit der Unterstützung von DJ Code aus FFM, gleichnochmal das Pedal durchgetreten. Der komplette Abschuss erfolgte dann am Geburtstagswochenende, denn da wurde gleich zwei Tage hintereinander das sechste Wiegenfest des APARTMENT gefeiert – und wie!

   Wer dachte, dass Feiern ganz unter Frauen langweilig ist, konnte sich bei der GLAMOUR Nacht auf der FROHSINA vom Gegenteil überzeugen. Das „Girls only“ Konzept wurde mit großer Begeisterung angenommen und die Ladys konnten gelöst und ausgelassen feiern. Auch die tolle Location mit edlem und gemütlichem Ambiente und die Atmosphäre auf dem Schiff, das zu diesem Anlass stylisch und mit Liebe zum Detail dekoriert war, wusste von Beginn an zu überzeugen. Positive Vibes und Networking unter Frauen sowie sympathische und freundliche Gastgeberinnen machen den Abend zu etwas Besonderem. Das Ganze eine gelungene Mischung aus Dancefloor, wo die DJane ordentlich eingeheizt hat, und gemütlichem Loungebereich mit Candybar für die Naschkatzen zum Austauschen, Networking und Plaudern als Gelegenheit, die Specials zu genießen. Definitives Highlight war die Anwesenheit der Stylistin in der Beauty Lounge, welche den ganzen Abend in Anspruch genommen wurde, genauso wie die Instagram Wand. Gefeierter Abschluss war der Auftritt eines Strippers und die Verlosung eines Umstyling-Gutscheins. Anschließend ging die fantastische Partystimmung auch auf den Weg mit dem Partybus ins Ego nicht verloren. Jetzt sind partywillige Frauen und Sponsoren für die nächste Ausgabe gesucht, aber das sollte ein Leichtes sein!

   Das STUDIO 30 zeigte auch in den letzten Wochen mal wieder wo der Hammer hängt! Der HOUSE OF ELECTRO RAVE eröffnete den Partymonat. Bei der TANZRITUAL Gothic Party mit DJ Gerdi gab es dann feinste The Last Club Night, Wave, Gothic, Mittelalter- und Elektro Sounds auf die Ohren und bei der ALLES AUF RAUSCH kamen Punkrock Fans auf ihre Kosten. Auch das Konzertprogramm konnte offensichtlich überzeugen. Die ausverkauften Show von SOCIETY IS FALLING, NOT AVAILABLE als auch der fulminante Monatsstart mit den furiosen SKAVER hat gezeigt wie Live-Konzerte auch im Clubkontext funktionieren. Doch eine Party muss unbedingt noch Erwähnung finden. Die GLORIA PALAST REVIVALS gehören mittlerweilezu den allerheftigsten Feiereien, egal ob sie in der GARAGE, dem LOOSE CLUB oder wie jetzt wieder im März im STUDIO 30 an den Start gehen. Was da regelmäßig von einer kaum zu bremsenden Partymeute veranstaltet wird, ist an Eskalationspotential kaum zu überbieten. Das war auch diesmal keinen Deut harmloser, als im STUDIO 30 die „kleine Schwester“ der Geburtstagsfeierei föhliche Urständ feierte. Und als partytechnische Kirsche auf der Sahnehaube wurde mit dem CAFÉ FUTURE gemeinsame Sache gemacht. So kehrten auf gleich zwei Etagen die gloriösen und futuresken Ehemaligen lautstark und ungebremst in die etwas anderen Achtziger zurück. Von Chartmüll war genau wie in den originalen Jahren keine Spur und stattdessen bohrte sich Independent Mucke und Gitarren Mucke in die Gehörgänge, gemischt mit ein bisschen frühem House und New School Hip Hop. Eben exakt jene unheilige Mischung, der beide Läden ihren gleichermaßen legendären Ruf verdanken. Wenn das so weiter geht, werden bald auch dieses Revivals fast so legendär wie der einstige Disco-Palast sein. Wir wären dabei!  

   Absoluter Party-Höhepunkt der Herzen war aber trotz jeder Menge Partyalarm in der Innenstadt ohne jeden Zweifel eine Sause im SILODOM am Osthafen. Die Rede ist natürlich vom WINTER-MOA feat. SILODOM. Zwar musste die Feierei aufgrund des ausgebliebenen Klimawandels zum Teil nach drinnen verlagert werden, aber das gab nochmal den Extrakick. Keine Geringeren als die Creme de la Creme der Saarländischen Techno Szene um Elo Bck, Ron Schatte, Dörty Ördi und A wie Endlich – kredenzten ein buntes Sound-Sträußlein mit reichlich Bass untenrum. Es war eine mehr als rauschende Ballnacht und eine angemessene und wohlverdiente Party, immer noch so ein kleines bisschen im Andenken an MAGNET Master MInd Klaus Apex R., der bestimmt wieder von oben mitfeierte…

Take care   

J.K.T 

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