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Exclusive Stories!

Frisch, frech und farbecht

Unsere legendäre Kolumne „Grüne Tomaten schlafen wütend“ feiert (endlich) Geburtstag.

Die einzigen Tomaten, die auch nach 22 Jahren noch grün sind

L!VE-Redakteur und Gemüsekolumnist Patrik Wolf (Schuhgröße 44, Rechtshänder) im Interview mit sich selbst über die nicht reifer werdenden Tomaten, die auch nach über 250 Ausgaben noch zu schmecken scheinen.

Patrik Wolf, L!VE [räuspert sich] Hallo Patrik! Schön, dass ich mir Zeit genommen habe, um mit mir über mich und meine Kolumne zu sprechen. Zweiundzwanzig Jahre „Grüne Tomaten“, d.h. nach Inhaltsverzeichnis und Impressum die Rubrik im L!VE Magazin, die am längsten überlebt hat. Ich frage mich, spricht das für oder gegen die Qualität des Stadtmagazins?

Patrik Wolf, Tomatenzüchter [lacht] Das frage ich mich auch. Aber in Qualität steckt bekanntlich auch das Wort Qual. Ich freue mich natürlich, dass ich es so lange geschafft habe, nicht von Werbeanzeigen für Hundefrisöre oder Spielcasinos verdrängt worden zu sein. Das zeigt, dass die Kolumne entweder von vielen gelesen wird, oder aber, dass niemand sie liest und nicht einmal dem Anzeigenverkauf auffällt, dass es noch potenziellen Platz gibt, den man für Werbung nutzen könnte. Vielleicht habe ich aber auch einfach nur genug kompromittierende Fotos von den L!VE-Weihnachtsfeiern der letzten 22 Jahre, bei denen leitende Redaktionsmitglieder in Saarbrücker Clubs die Hosen runterlassen…

Patrik Wolf, L!VE [scherzt] Müsste 22 Jahre altes Gemüse mittlerweile nicht eher braun statt grün sein?

Patrik Wolf, Tomatenzüchter [nachdenklich] Wenn man in Deutschlands Osten blickt, mag das dort sicherlich so sein. Bei uns hier im beschaulichen Saarland kann man nach 22 Jahren als Gemüse wie auch als Politiker durchaus noch grün sein, ohne rot, schwarz oder gar braun werden zu müssen. Wir sind hier weltoffener. Das mag vielleicht daran liegen, dass jeder von uns täglich mit einem Baguette und einer Flasche Rotwein unter dem Arm über die Trottoirs läuft und französische Chansons trällert…

Patrik Wolf, L!VE [grinst] Ich deute da auf die vielen Stereotype hin, die ich… also Du… also wir mit der Kolumne bedienen. Ist das denn alles wirklich immer meine echte eigene Meinung? Manche Anspielungen sind eindeutig nicht eindeutig!

Patrik Wolf, Tomatenzüchter [lacht wieder] Natürlich ist das meine eigene Meinung. Das solltest Du am besten wissen! Sicherlich ist vieles so gemeint, wie es geschrieben ist, anderes auch. Manches stimmt und anderes ist ganz einfach die Wahrheit. Das ein oder andere ist natürlich überzogen oder absichtlich eindeutig zweideutig. Aber in heutiger Zeit mag man ja bekanntlich Extremes. Das ist das Schöne am Schreiben: Man kann vielschichtig sein. Das schafft man in unserer so bildaffin gewordenen Instagram-Gesellschaft sonst nur noch mit einem Daumenkino oder beim Lasagne machen...

Patrik Wolf, L!VE [interessiert] Wie bin ich eigentlich damals auf den Namen der Kolumne “Grüne Tomaten schlafen wütend“ gekommen?

Patrik Wolf, Tomatenzüchter [nickend] Ich wusste, dass ich mir diese Frage stelle. Offen gestanden gibt es da einige Theorien. Die meisten sind allerdings uninteressant und die anderen lohnen nicht, dass man sie erzählt. Vielleicht findet sich ja eine Psychologie-Studentin unter den Lesern, die zu dem Thema eine Bachelorarbeit schreiben will. Darf sich gerne melden…

Patrik Wolf, L!VE [nachhakend] Ich frage mich, wie ich immer auf die Themen komme?

Patrik Wolf, Tomatenzüchter [ernst] Das ist nicht sonderlich schwer. Das Alphabet hat bekanntlich nur 25 Buchstaben – ich lasse das X bewusst weg, da es im Deutschen eigentlich nur bei der Namensfindung für Medikamente oder Großkonzerne Bedeutung hat – und sonst fast nur dazu genutzt wird, auf Wahlzetteln an falschen Stellen einen Haken zu machen. Und so ein Haken-Kreuz hat noch nie dazu beigetragen, dass am Ende etwas herauskam, was für gute Laune sorgen konnte...

Patrik Wolf, L!VE [unterbricht] Ich schweife jetzt aber ab. Zurück zu meiner Frage: Wie komme ich auf die Ideen, auf die ich komme?

Patrik Wolf, Tomatenzüchter [zurücklehnend] Die Frage habe ich mir schon oft gestellt. Meistens bringen mich Erlebnisse aus dem alltäglichen Alltag auf die Themen, die ich in den Tomaten verarbeite. Es beschäftigt mich eben, wenn sich Rentner beim Samstagseinkauf neben mir an der Wursttheke bereitstehende Probierhäppchen händeweise in die Manteltasche stecken oder eine Oma an der Kasse eine Viertelstunde lang Kleingeld abzählt und dann doch nochmal zurück in den Markt muss, weil sie Knollensellerie vergessen hat. Früher hat mich so etwas genervt, heute finde ich es amüsant, da man nichts daran ändern kann. Aktive Sterbehilfe in Kaufhäusern ist ja bekanntlich verboten...

Patrik Wolf, L!VE [Markus-Lanz-Geste] Würde ich alle meine Kolumnen noch einmal genauso schreiben? Oder gibt es Ausgaben, die ich im Nachhinein lieber vergessen würde?

Patrik Wolf, Tomatenzüchter [amüsiert] Ja und ja. Vergessen ebenso wie noch einmal schreiben. Das Schöne an meinem Alter von mittlerweile über Vierzig ist, dass ich manchmal vergesse, das ich Themen schon einmal mit mehr oder minder gelungenem Ende abgearbeitet habe und dann plötzlich auf die Idee komme, dass ebendiese Idee doch eine tolle neue Idee wäre. Vielen meiner Freunde im gleichen Alter geht das so, wenn sie zum zweiten oder dritten Mal heiraten, mir, wenn ich zum zweiten oder dritten Mal über deren Heirat eine Kolumne schreibe...

Patrik Wolf, L!VE [nachfragend] Liest auch meine Familie die Kolumne?

Patrik Wolf, Tomatenzüchter [grinsend] Nur der Teil, der noch lebt. Der andere schämt sich in Grund und Boden.

Patrik Wolf, L!VE [weiterfragend] Welche Kolumnenidee würde ich denn gerne einmal umsetzen, die schon lange in den Fingern juckt, an die ich mich aber noch nicht heran getraut habe?

Patrik Wolf, Tomatenzüchter [grübelnd] Ich würde gerne einmal eine Kolumne schreiben, die nur aus einer Hand voll gleicher Sätze besteht, die sich unterschiedlich wiederholen und den Leser stutzig machen, so dass er sich fragt, ob er das nicht schon einmal gelesen hat. So ein Déjà-vu-Ding. Traue ich mich aber glaube ich nicht…

Patrik Wolf, L!VE [interessiert] Welches waren bislang die besten „Grünen Tomaten“?

Patrik Wolf, Tomatenzüchter [denkt nach] Am besten gefallen mir persönlich immer die Kolumnen, deren Honorarrechnung von der L!VE-Buchhaltung zeitnah gezahlt werden. Zurückliegend betrachtet, gefallen mir da dann wohl doch gar nicht so viele. Gut finde ich jedoch stets Ausgaben, für die es Feedback von Lesern gab. Früher gab es fast monatlich eindeutige Offerten per E-Mail. Das hat aber abgenommen, seitdem ich aus den Dreißigern raus bin und Frauen, die mir schreiben, in den Vierzigern sind. Deren Post landet unverständlicherweise meist im Spam-Ordner. Liegt wohl am Mailprogramm…

Patrik Wolf, L!VE [unterbricht] Ist bei mir nicht anders. Habe ich denn schon einmal darüber nachgedacht, die Kolumnen gesammelt als Buch herauszubringen? Damit soll man ja eine Menge Geld machen können. Vielleicht könnte man dann auch einen Film daraus machen, wenn man noch irgendwo ein Känguru als Sidekick einbaut?

Patrik Wolf, Tomatenzüchter [achselzuckend] Mit Büchern ist das in heutiger Zeit so eine Sache. Der Trend zum Zweitbuch ist vorbei und es gibt nur noch wenige Tischbeine, die zu kurz sind und ein Buch gebrauchen können. Wenigstens hierbei haben Hörbücher und E-Reader herkömmlichen Druckerzeugnissen noch nicht den Rang abgelaufen. Aber ein Buch? Man(n) sagt bekanntlich nie nie. Das mit dem Känguru schließe ich aber aus. So aus rechtlichen Gründen und weil es sowas glaube ich schon gibt. Wenn, dann eher etwas, was noch nie da war. Ein sprechendes Auto als Partner vielleicht…

Patrik Wolf, L!VE [fragend] Immer wieder taucht unser vermeintlicher Zwillingsbruder Ulf in der Kolumne auf. Gibt es Ulf wirklich? Oder sind wir schizophren?

Patrik Wolf, Tomatenzüchter [verwundert] Mit der Frage von mir hätte ich jetzt nicht gerechnet. Ich denke, die Antwort ist klar. Natürlich ist Ulf existent! Genauso wie Du und ich. Er ist meine Nachgeburt, die es geschafft hat, zehn Minuten nach mir auf die Welt zu kommen und es dort über vierzig Jahre auszuhalten, ohne jemandem zu nützen. Er ist all das, was ich nicht bin: Er ist dicklich, schlecht rasiert, hat dünnes Haar und mit Frauen nichts am Hut. Dafür lüge ich ab und zu. Er aber auch…

Patrik Wolf, L!VE [weiterfragend] Welche Kolumnenidee würde ich denn gerne einmal umsetzen, die schon lange in den Fingern juckt, an die ich mich aber noch nicht herangetraut habe?

Patrik Wolf, Tomatenzüchter [grübelnd] Ich würde gerne einmal eine Kolumne schreiben, die nur aus einer Hand voll gleicher Sätze besteht, die sich unterschiedlich wiederholen und den Leser stutzig machen, so dass er sich fragt, ob er das nicht schon einmal gelesen hat. So ein Déjà-vu-Ding. Traue ich mich aber glaube ich nicht…

Patrik Wolf, L!VE [abschließend] Letzte Frage: Glaube ich an Außerirdische?

Patrik Wolf, Tomatenzüchter [ohne nachzudenken] Wenn ich mir die Leute in der L!VE-Reaktion ansehe, kann ich nicht anders.

Clubzone April 2022

Endlich! Viel länger hätten wir auch nicht nehr warten wollen. Und tatsächlich ist das Club- und Nachtleben hier an der Saar vom Start weg gleich wieder richtig steil gegangen. Wer dachte, dass sich der Ansturm nach dem ersten Wochenende gleich wieder legt, hat weit gefehlt. Denn es ging genauso ungebremst zur Sache. Einziger Wermutstropfen bei der ganzen Geschichte ist die fehlende Rücksicht mancher Locations in den letzten Wochen der Restriktionen. Da wurde nämlich aus mancher Bar und manchen Restaurant de facto ein Club mit richtiger Tanzfläche, Discolicht und DJs, nur weil die „echten“ Clubs noch nicht wieder öffnen durften. Klar wollte so manche Location eigentlich legitimerweise ihre Pandemie-Verluste wieder ein bisschen gutmachen und natürlich ist auch das Publikum zu verstehen, die wirklich endlich mal wieder abrocken wollten, nur wirklich fair ist das nicht. Da hätte man stattdessen vielleicht versuchen sollen, als Branche zusammen zu halten und zumindest temporäre Kollaborationen einzugehen. Aber gut, jetzt is‘ eh zu spät und wir wollen hoffen, dass uns eine ähnliche Krise erstmal erspart bleibt. Also auf geht’s jetzt ins Getümmel und hier die Highlights der letzten Wochen ...

Gleich als Erstes geht’s ins ONE ELEVEN, dem ehemaligen Club SEVEN im Birnengässchen zwischen Futter- und Dudweiler Straße. Obwohl der Laden zu den neuesten Errungenschaften im Saarbrücker Nachtleben zählt, waren viele Leute noch garnicht da gewesen, weil dank Covid auch dieser Club geschlossen bleiben musste. Das hat sich jetzt hart geändert und der Laden ging beim Restart brutal durch die Decke. Nach dem Re-Opening ließ auch die nächste fette Premiere nicht lange auf sich warten und die Erstausgabe der HNY Party mit den geilsten Tracks aus Hip Hop, Rn&B und Latino geriet zur absolut unvergesslichen Nacht! Schuld daran hatten natürlich vor allem die DJs Jess, RSX und der einzig wahre Greg 51.

„Wir sind wieder hier - und zwar so als wären wir nie weg gewesen" So beschreiben die Jungs aus dem APARTMENT die Zeit nach dem Re-Opening. Klar war das erste Wochenende nach der Wiedereröffnung rappelvoll, das konnte man erwarten. Aber auch danach: Jeder Öffnungstag eskalierte wie sonst nur Silvester. Die Schlange vor der Tür bildete sich meist schon eine Stunde vor Öffnung und um zum Beispiel eine Lounge im Apartment zu reservieren, sollte man schon einen ganzen Monat vorher angefragt haben. Die Betreiber können sich das nur so erklären: durch die lange Zeit der Zwangspause gibt es statt nur einer inzwischen zwei Generationen von Gästen, die gerade erst 18 geworden sind und noch nie in einem Club waren. Durch das Konzept: "In our Apartment we are all equal" hat das APARTMENT zudem, einen safe Space für alle geschaffen, die aufgrund von ihrer Sexualität, ihres Geschlechts oder ihrer Herkunft zu einer Minderheit gehören. Im APARTMENT selbst hat sich seit der letzten Schließung auch so einiges geändert: Eine neue (und zugegebenermaßen leicht übertriebene) Anlage in der Lounge, sowie ein neues DJ-Pult, machen klar wer die Nummer Eins ist. Davon konnten sich auch die vielköpfigen Feiergäste beim Neustart der AFTER WORK PARTY im  APARTMENT überzeugen. Statt Tequila für alle gab's beste Beats von DJ Kasimir und Hausherr DJ Thomas im flotten Wechsel. Als hätte es die Monate der Zwangspause nicht gegeben, wurden auf dem auf dem Mainfloor von einer wunderbar abwechslungreich gemischten Crowd die schönen Seiten des Feierabends zelebriert und mit einer Mischung aus allerlei Tanzbarem für die richtige Stimmung gesorgt. Damit hat das APARTMENT auch donnerstags nahtlos an vorpandemische Zeiten anschliessen können.

Auch nach dem Ende der Covid-Beschränkungen immer einen Abstecher wert ist THE LOFT am Fuße des Eschbergs. In erster Linie zwar als Schauplatz von Firmen-Events und größeren privaten Feiern bekannt und geschätzt, werden da jetzt die Maßstäbe in Sachen Abfeiern zu Live-Musik ganz neu definiert. Schuldig, im positivsten Sinne, sind Elmar Federkeil und seine Loft Allstar Band, die auch während der Corona-Maßnahmen monatlich einmal die LOFT SOULNIGHT in Brand setzten. Hierbei präsentiert der bekannte Schlagzeuger und Bandleader Sänger & Sängerinnen aus allen Teilen Deutschlands und setzt ausschließlich auf höchste Qualität. Das Konzept ist nicht ganz neu, wurde so schon im KUNSTWERK und im HIRSCH gefeiert, konnte sich dort allerdings trotz – oder gerade wegen – großem Zuspruchs, nicht durchsetzen. Im THE LOFT wurde hier in den letzten Wochen, zu den Sounds von Andrew, Flo Stone, Elmar F, & Phil. sowie den mitreissenden Gastkünstlern Jay Gomez und Ron Jackson endlich wieder auch ohne Abstand und Masken auf den Tischen getanzt. Nicht nur für Freunde von handgemachter Msik ein echter Pflichtermin!  

Apropos Feierei auf höchstem Niveau: Freunde des gepflegten Ausnahmezustands kamen natürlich auch im EGO bei demgroßen REOPENING auf ihre Kosten. Wer nicht selbst da war, sollte sich unbedingt das geile Aftermovie auf der FB-Seite vom EGO anschauen, um zu sehen, was er verpasst. Härter wurde nirgends in der Stadt gefeifert! Aber auch bei dem Mege Event RAP KAVIAR mit einen Live-Act von NIMO und dem brechend vollen Black Circus wurde nicht weniger eskaliert. Wahnsinn!

Selbstredend wurde auch im SOHO ordentlich gefeiert. Egal, ob bei HIP HOP HOORAY oder bei WYLD. Einfach von allem das Beste! Nicht nur erprobte Stammgäste, sondern auch neue Freunde und natürlich die SOHO Frischlinge feierten als gäbe es kein Morgen. Das SOHO DJ Team ließ die feiernde Meute auf der Tanzfläche richtig abgehen. Die Eskalation lässt sich kaum in Worte fassen.

Zum guten Schluß werfen wir noch einen Blick über den Gartenzaun ins Epizentrum der britschen Partykultur, nach London. Genau dort konnte nämlich Anfang März mit CARSTN ein Vertreter der saarländischen DJ- und Producer-Garde seinen ersten großen internationalen Auftritt feiern – und das vor satten 5000 Menschen. Der TROPICAL MOUNTAIN FESTIVAL Resident hat mittlerweile über 20 Veröffentlichungen, die zusammen auf bereits über 70 Millionen Streams auf Spotify kommen. Jetzt stand er im ausverkauften Londoner PRINTWORKS mit keinem Geringerem als GoldFish auf der Bühne. Begleitet von drei Freunden aus dem Saarland genoß er die Atmosphäre in der laut DJ Mag Nr. 7 unter den 100 besten Clubs der Welt. Die Crowd feierte, als hätte es kein Corona gegeben und man hat den Menschen angesehen, dass die einfach richtig Bock hatten wieder zu feiern, nach Aufhebung der ganzen Restriktionen. Der März also ein Ausnahme-Monat für CARSTN, denn Ende des Monats veröffentlichte er noch den offiziellen Jubiläums-Remix für „Anastacia“ mit ihrem Welthit "I'm Outta Love“.

Take care!

Leben in der Schublade, überragende Perspektiven und praktische Tipps

Neben dem Kleinkunstwettbewerb um die St. Ingberter Pfanne präsentiert die Reihe „Comedy & Kabarett“ im Laufe des Jahres besondere Höhepunkte der aktuellen Kleinkunstszene. Auch 2022 stehen fünf Abende auf dem Programm, zwei davon werden von Künstlern bestritten, die bereits einen der begehrten Preise der St. Ingberter Pfanne erhalten haben. So bringen die Künstlerinnen und Künstler in diesem Jahr einen wilden Mix aus kreativem Wahnsinn, authentisch-unaufgeregtem Klamauk, humoristischer Musikalität, überragenden Perspektiven und rasanter Musik-Performance auf die Bühne der St. Ingberter Stadthalle. Den Auftakt macht am Freitag, 22. April, Eva Eiselt mit ihrem Kabarett-Programm "Wenn Schubladen denken könnten". Für die Pfannengewinnerin 2020 ist das Leben eine riesengroße Schrankwand, doch ein Brett vor dem Kopf hat Eva Eiselt ganz bestimmt nicht. Vielmehr krempelt sie einfach mal den handelsüblichen Laden auf links. Ausmisten, durchlüften und die Dinge des Lebens in die Freiheit entlassen. Erleben Sie Eva Eiselt, ein Universalgenie, eine Klasse für sich! Weiter geht es am Freitag, 20. Mai, mit dem Gewinner des Preises der Kultusministerin 2021 Jan van Weyde und "Große Klappe die Erste". Er ist mit Leib und Seele Stand-Up Comedian, und das kann Jan - Ein Mann, ein Mikro. Er begeistert das Publikum authentisch-unaufgeregt mit seinem großartigen Slapstick-Talent! Zwischen Kunst und Kommerz, Kameras und Klamauk, Kinderbettchen und Kackastrophen - seine große Klappe ist seine größte Waffe. Und die verspricht einen sauwitzigen Abend! Danach kann sich das Publikum am Freitag, 10. Juni, erneut auf Musik-Comedy mit Carrington-Brown freuen. Das in Berlin lebende Künstlerpaar sorgt international für Furore mit Auftritten in den USA, Kanada, Südafrika, Russland und ganz Europa. Rebecca und Colin teilen mit ihrem Publikum ihre Höhepunkte, Meilensteine und natürlich ihre Liebe zur Musik und Comedy. Wie immer von den beiden brillant, charmant und witzig präsentiert. Freuen Sie sich auf ein einzigartiges "Best of"-Erlebnis! Am Freitag, 21. Oktober, tritt David Kebekus "überragend" auf die Bühne der Stadthalle. Überraschend anders zeigt er, wie interessante Comedy funktionieren kann. In seiner angenehm ruhigen und doch schmerzfreien Art unterhält er sein Publikum über große Theorien bis hin zu den kleinen Kämpfen des Alltags. Hierbei gelingt es ihm immer, eine Verbindung zur Gesellschaft und aktuell diskutierten Problemen herzustellen. Handgemachtes Material, auf Open Mics erarbeitet, ausgefeilt und mit Selbstironie und Herzblut befüllt. Die reinste Form der Unterhaltung! Als krönender Abschluss sind am Donnerstag, 8. Dezember, Bidla Buh, drei ungleiche Brüder aus Hamburg, zu Gast. Mit „Advent, Advent, der Kaktus brennt…“ gerät die Adventszeit zu einer rasanten und aberwitzigen Schlittenfahrt durch das weihnachtliche Liedgut. Die Hamburger Jungs präsentieren sich als klassischer Knabenchor oder Blockflöten-Terzett, verblüffen mit einer spritzigen Stepp-Einlage und zelebrieren den weihnachtlichen Festschmaus als virtuose Performance auf Tellern und Töpfen. Zudem warten die patenten Kerle mit einigen praktischen Tipps für die Feiertage auf. Weihnachten mit Bidla Buh, was für eine Bescherung!

Alle Veranstaltungen finden in der Stadthalle St. Ingbert statt. Beginn jeweils um 19:30 Uhr bei freier Platzwahl.

Alle Infos unter kultur@st-ingbert.de, Tel. 06894-13 515 oder auf www.st-ingbert.de

Die Fotoprinzessin

Take a closer look, there is so much more

Genau hingucken lohnt sich auf jeden Fall, nicht nur bei der ungemein attraktiven Fotografin Jennifer Prinz selbst, sondern insbesondere bei ihren Fotografien. Kaum zu glauben, dass sie erst seit knapp zwei Jahren „ernsthaft“ durch den Sucher schaut. Umso mehr ein wirklich guter Grund hier mal einen ganz aufmerksamen Blick zu riskieren – oder zwei!

Ganz viele junge Menschen träumen von einem Job als Fotograf, genau das wäre aber für die gebürtige Püttlingerin das exakte Gegenteil ihres Wunschtraums. Für Jennifer Prinz steht der Spaß an erster Stelle und für den braucht sie vor allem künstlerische Freiheit, die sie durch die Zwänge eines Broterwerbs mehr als gefährdet sehen würde. Ihre Fotografie soll auf gar keinen Fall in Stress ausarten und unbedingt immer noch Spaß bleiben. Gelernt hat sie mal Hotelkauffrau in einem durchaus renommierten Haus in Saarbrücken, betreibt aber mittlerweile gemeinsam mit ihrer Mutter eine kleine Kette von Dampfläden und bietet dort alles rund um E-Zigaretten, Dampfen und e-Liquids.

Ihre „Fotokarriere“ war von Beginn an ein Selbstläufer und ein Schritt ergab sich immer aus dem vorherigen, ohne dass sie viel dafür tun musste. Angefixt vom Vater ihres Verlobten, der ihr erste Tipps gab, hatte sie angefangen mit Makroaufnahmen, die es ihr schon immer angetan hatten, genau wie Landschaftaufnahmen. Beides nicht unbedingt typische Themen für viele junge Fotokünstler, aber eben genau ihr Ding. Dann kamen schnell die Leute auf sie zu und fragten nach Portraits, dann nach Hochzeitsbildern und so kam eins zum anderen. Für sie in jedem Fall wichtig, ist immer die Stimmung, aus der heraus ihre Aufnahmen entstehen. Gerne ist Jennifer Prinz auch mit einer Gruppe Gleichgesinnter unterwegs und mit denen sitzt dann auch mal stundenlang in der Gegend rum und wartet auf einen Sonnenaufgang.

L!VE: Seit wann machst du „ernsthaft“ Fotos?

Jennifer Prinz: „Ich habe schon immer gerne fotografiert, allerdings vor ein paar Jahren einfach so, mit wenig Ahnung und ‘nem alten Handy, so richtig ernsthaft fotografiere ich seit Herbst/ Winter 2020.“

L!VE: Wie kam es dazu?

J. P.: „Meine künstlerische Ader habe ich auf jeden Fall von meiner Mutter geerbt, die, seit ich denken kann, alles bemalt und dekoriert, was ihr in die Finger kommt. Jedoch war mein Schwiegervater in spe schuld am Kauf meiner ersten richtigen Kamera. Er hat früher häufiger für Online- Magazine fotografiert und als ich das erste Mal seine Kamera in Händen hielt, war es um mich geschehen!“

L!VE: Hast Du einfach losgelegt und Dir Deine Skills selber beigebracht?

J. P.: „Mein Schwiegervater in spe hat mir alle wichtigen Basics, um eine Kamera überhaupt manuell bedienen zu können, beigebracht. Meine beste Freundin hat sich dann Gott sei Dank auch häufig als Model zur Verfügung gestellt. Der Rest kam dann von allein, Stück für Stück.“

L!VE: Welche Kamera war Dein Einstieg und womit fotografierst Du aktuell am liebsten?

J. P.: „Meine erste Kamera war eine Panasonic Lumix GX80, dann kam die Lumix G9, die ich heute noch für meine Makroaufnahmen benutze. Aktuell fotografiere ich hauptsächlich mit der FUJIFILM X-T4. Ziemlich retro, mit vielen kleinen Rädchen und Knöpfchen und eigenem Kopf. Die liebe ich so sehr, dass ich sie jetzt als Tätowierung auf meinem Oberschenkel trage.“

L!VE: Welche Einflüsse sind wichtig für Dein heutiges Arbeiten?

J. P.: „Schwer zu sagen, es gibt viele Künstlerinnen auf Instagram und Co., die ich sehr beeindruckend finde. Am wertvollsten und lehrreichsten sind für aber immer noch die Fototouren mit Freunden, bei denen wir uns austauschen und einfach irgendwo an Spots rumsitzen, mit einem kühlen Bier in der Hand, um dann auf den „perfekten“ Sonnenuntergang zu warten.“

L!VE: Hast Du eine spezielle Motivation?

J. P.: „Alles geht in der heutigen Zeit so schnell, Bilder werden in Sekundenschnelle konsumiert und ich möchte, dass Leute bei meinen Fotos vielleicht kurz im „Scrollrausch“ innehalten und die eingefangene Stimmung auf sich wirken lassen.“

L!VE: Hast Du irgendwelche bevorzugten Stilrichtungen oder Lieblingsmotive?

J. P.: „Da bin ich ganz frei. Ich liebe Naturaufnahmen, Makros, Portraits, Familienshootings und Hochzeiten. Am wichtigsten ist es für mich, echte Momente festzuhalten. Wenn die Mutter des Bräutigams während der Zeremonie ein paar Tränchen vergießt, wird eben draufgehalten, komme was wolle!“

L!VE: Noch kurz zur Technik die Gretchenfrage: digital oder analog?

J. P.: „Digital! Ich mag den analogen Look zwar sehr, aber die Möglichkeiten in der schnellen Nachbearbeitung, direkt nach dem Shooting sind für mich einfach essenziell.“

L!VE: Was nimmst du für die Nachbearbeitung?  

J. P.: „Ich nutze fast ausschließlich Lightroom. Die Nachbearbeitung spielt schon eine große Rolle, ich verändere meine Bilder nie grundlegend, aber ein bisschen Sättigung hier und ein bisschen mehr Schärfe da, können schon einiges bewirken. Das Ganze auch mal gerne in der abgespeckten Version auf dem iPad, einfach weil das Arbeiten mit einem Stift schon richtig cool ist.“

L!VE: Welche Rolle spielt Social Media bei der Veröffentlichung Deiner Bilder für Dich?

J. P.: „Ich poste meine Bilder seitdem ich ernsthaft fotografiere, sowohl auf Facebook als auch auf Instagram. Beides dient mir als Portfolio und ich mag es die Leute auf meiner fotografischen Reise mitzunehmen und zu schauen wie die Reaktionen sind.“

Mehr Foto-Prinzessin auf foto-prinzessin.jimdosite.com und @foto.prinzessin

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Lenas Theke – Landtagswahl Spezial

Wer ist Anke Rehlinger? Was will Tobias Hans im Saarland besser machen? Wie kam Lisa Becker zur Politik? Diese Fragen beantwortet Lena Ziegler im Gespräch mit den Spitzenkandidatinnen und -kandidaten zur Landtagswahl im Saarland an der Theke im #UnionSquare im Haus der Union Stiftung.  „Lenas Theke“ heißt das Talk-Format der Union Stiftung, das regelmäßig auf dem YouTube Kanal der Union Stiftung erscheint. Vor der Landtagswahl im Saarland am 27. März hat Lena die Spitzenkandidaten der großen Parteien eingeladen, um mit ihr über Politik und die Zukunft des Saarlands zu sprechen. Zu Gast sind u.a. Ministerpräsident Tobias Hans (CDU), Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD), Lisa Becker (Die Grünen), und Angelika Hießerich-Peter (FDP). Moderatorin und Gastgeberin ist Lena Ziegler. Sie macht seit Mai 2021 ihr Volontariat bei der Saarbrücker Zeitung.

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