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Titelstory

PLEASURE – Made in Saarland

Meerora ist Sabrina Kleinas und Sabrina Kleinas ist Meerora – und dennoch ist beides nicht dasselbe.

Die Saarbrücker Künstlerin Sabrina Kleinas ist von Mutter Natur reicht beschenkt worden. Sie hat nicht nur ein ungemein attraktives Äußeres, sondern ist auch mit vielen, unterschiedlichen Talente gesegnet. Ihre Karriere begann sie mit einer eher unspektakulären Ausbildung zur Bürokauffrau, startete dann als Model und Fotografin durch und pendelt seither zwischen Saarbrücken, Paris und anderen Metropolen hin und her. Mit ihrer Reihe „Women in Explosion“, die Frauen während des Orgasmus‘ unter Wasser zeigt, erreichte sie vor drei Jahren einen beachtlichen Bekanntheitsgrad, arbeitet aber längst an neuen Projekten. Jetzt präsentiert das Multitalent zusätzlich ihre musikalische Begabung in Form ihres Alter Ego „Meerora“, einer Fusion aus den Worten „Meer“ und „Ora“, dem hebräischen Begriff für Licht, das für sie eine wichtige Rolle spielt. Dieser Charakter ist eigentlich nur die stimmige Weiterentwicklung ihres künstlerischen Kosmos rund um die Werte, für die sie bereits mit ihren fotografischen Arbeiten steht. Jetzt hat sie ihren ersten Titel „Pleasure“ veröffentlicht. Der Release des höchst sehenswertem Videos war bereits Anfang Juli, und lässt nur einen Schluss zu: Wer kann, der soll!

L!VE: Ein so außergewöhnliches Talent wie Du hat doch bestimmt auch eine spannende Lebensgeschichte zu bieten?

Meerora: Nicht wirklich. Ich bin ganz normal auf dem Winterberg geboren. Ich ging zuerst in Frankreich zur Schule und bin dann später auf eine weiterführende Schule nach Saarbrücken gewechselt. Anschließend habe ich mich für eine Ausbildung im kaufmännischen Sektor entschieden, einfach nur, weil ich schnell selbstständig sein wollte. Mit dem Modeln habe ich auch schon sehr früh angefangen, zuerst parallel zur Ausbildung und eher hobbymäßig. Tatsächlich war ich auch schon vor genau zehn Jahren schon mal auf euren Cover. Damals habe ich auch recht schnell angefangen mit dem Fotografieren, was ich noch spannender fand als das Modeln. Ich bin bis heute auch als selbständige Fotografin tätig.

 

L!VE: Für die größte Aufmerksamkeit hat dann Dein Unterwasser-Orgasmus-Projekt „Women in Explosion“ gesorgt, weit über die Grenzen Deutschlands hinaus?

M.: Stimmt, das hat mich wirklich um die Welt gebracht. Das war eine tolle Erfahrung. Zudem ging es ja um ein sehr tiefgründiges Thema, das oft mit einem Tabu behaftet ist, mir aber trotzdem schon lange am Herzen lag. Meine persönlichen Highlights waren, dass in Paris mein erstes Bild von Multimilliardär Laurent Dassault gekauft wurde, und dass auf der „Photo L.A.“ in Los Angeles dem Ex-GNTM-Juror Thomas Hayo meine Bilder gefielen.

 

L!VE: Gibt es schon weitere Arbeiten in Planung über die Du schon etwas verraten kannt?

M.: Aktuell wenig, ganz einfach, weil ich mich im Moment auf meine Musik konzentriere und zum Beispiel an sehr vielen neuen Texten arbeite. Da tut sich auch deswegen richtig viel, weil auch der nächste Track so gut wie fertig ist, der dann im Herbst rauskommt. Der ist mit einem neuen Produzenten entstanden, der aus Halle kommt und sehr jung, talentiert und sehr frisch ist. Aber mehr möchte ich da jetzt noch nicht ausplaudern.

 

L!VE: Wo kommt eigentlich dieser kosmopolitische Einschlag bei allen Deinen Arbeiten her?

M.: Ich bin schon vielfältig und interkulturell aufgewachsen. Meine Familie ist ein bunter Haufen aus Deutschland, Frankreich, Litauen und Algerien mit vier unterschiedlicher Religionen. Von klein auf inspirierten mich Reisen jedes Mal aufs Neue. Besonders geprägt hat mich Rio de Janeiro wegen der Lebensfreude trotz Armut. Entsprechend bin ich vielen Themen gegenüber sehr aufgeschlossen, weil ich mich eben immer wieder gerne aufs Neue mit den unterschiedlichsten Themen verknüpfe.

 

L!VE: Eines der Themen die sich durch alle Deiner Arbeiten zieht ist Sinnlichkeit und Körperlichkeit. Von den orgasmischen „Women“ bis zu „Pleasure“ ist nur ein kleiner Schritt?

M.: Dieser Themenkreis hat mich mitgenommen, weil es einfach ein Teil von mir ist. Aber als ich „Pleasure“ geschrieben habe, während des ersten Lockdowns, ging es mir auch um die Herausforderungen, die diese besondere Zeit mit sich bringt. Gerade jetzt denke ich, ist es besonders wichtig, sich immer wieder kleine Momente zu gönnen, mit der Zeit um Freude zu haben. Egal um welche Freude es sich handelt oder wie jemand für sich Freude erlebt. Das kann auch einfach sein, sich in die Sonne zu legen oder auf einer Wiese zu tanzen. Ich möchte etwas Positives ausstrahlen.

 

L!VE: Wie lange ist denn Musik schon ein Thema für Dich gewesen. Und wie viel Zeit ist vergangen zwischen dem ersten Gedanken und der fertigen Platte?

M.: Musik zu machen war anfangs nur eine verrückte Idee, aber ich hab’s durchgezogen. Hab‘ dann auch gleich Plattenfirmen angeschrieben und schon die Erste hat mich unter Vertrag genommen. Die haben Dependancen in Düsseldorf, Köln, Berlin und gleich meinen ersten Song produziert, mein Text war ja ohnehin schon fertig. Das hat super geklappt. Die einzige Verzögerung, die sich ergab, war dem Corona-Einschränkungen geschuldet. Alles in allem hat es aber tatsächlich noch nicht mal ein Jahr gedauert, bis „Pleasure“ nun rauskommen konnte – mit Video. Ich verfolge meine Träume sehr gradlinig und wenn ich eine klare Vision habe, eine Botschaft, die ich nach außen tragen will, dann geb‘ ich mit meiner Kunst mein Bestes, um das zu verwirklichen. Das muss nicht bedeuten, dass das jeder so sieht wie ich. Ich biete den Menschen meine Sicht der Dinge und bin dann immer auch gespannt auf ihr Feedback.

 

L!VE: Wie wichtig war Dir die visuelle Umsetzung Deiner Musik im Video, welchen Einfluss hast Du genommen?

M.: Das war mir natürlich sehr wichtig, aber praktisch verantwortlich war Stan Rey-grange, der das Ganze nach meinen Ideen und Inspirationen umgesetzt hat, gleich ob vom Licht oder vom Vibe her, und dass es wirklich was Frisches wird. So ganz einfach war das nicht, denn bei den Dreharbeiten kam dann auch noch ein Sturm auf, aber wir musste an dem Tag fertig werden. Ich hatte aber auch supertolle Unterstützung von der Crew, von den Tänzern. Daher geht mein besonderes Dankeschön an Filmemacher Stan Rey-grange und die Choreographen Crocifissa Coniglio (Trainerin und Jugendwartin des TSC Royal Völklingen) und Melody Adjdadi (Vorsitzender BBoy World Germany).

 

L!VE: Deine Produktionen haben massives Potential live auf die Bühne gebracht zu werden. Ist diesbezüglich auch schon was angedacht?

M.: Ich würde schon gerne, denn das ist genau das, was ich machen und wofür Meerora stehen soll! Elektro-Pop auf den man eben auch richtig gut tanzen kann. Und auch mein nächster Titel geht wieder genau in die gleiche Richtung und trotzdem wird es sehr, sehr spannend. Im Moment gibt es wegen der Corona-Entwicklung noch keine fixen Termine. In jedem Fall jedoch, habe ich vor auf meinem Insta-Account live zu singen, wegen der Verbindung zu meinen treuen Anhängern und einfach was zu bieten. Außerdem bin ich bei einem Saarbrücker Radiosender noch im Rennen um einen Newcomer-Wettbewerb, dessen zehn Finalisten sich auf einer großen Bühne präsentieren können. Das wäre natürlich ganz toll.

Vor zehn Jahren war an Meerora noch nicht zu denken, aber als Model machte Sabrina Kleinas auf unserem Cover schon eine überaus gute Figur.

 

 

 

 

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