• Termine, News und Wissenswertes aus Saarbrücken, dem Saarland und der Welt:

Conny Plank – Pop-Avantgardist und Platin-Produzent

In seinem Studio in Köln produzierte Conny Plank in den 1970er und 1980er Jahren die ersten Alben von Kultbands wie Kraftwerk, Ultravox, Eurythmics, Kraan, Les Rita Mitsouko, DAF, Neu! und vielen mehr. Ein breiteres Repertoire ist kaum vorstellbar. Er war der erste, der sein Mischpult nicht als Medium, sondern als Instrument begriffen hat. Er hat als Musikproduzent Krautrock- und Elektrosounds seiner Zeit geschaffen als ewige Referenzsounds für alle kommenden Generationen von Bands dieser Art wie beispielsweise Depeche Mode. Er hat mit seinem Schaffen Nischen definiert und ausgestaltet und sich damit die Achtung der Szene erarbeitet. Er hat aber auch den großen Mainstream bedient und damit weltweit unzählige Preise und Trophäen eingeheimst und den Bands und Künstlerinnen und Künstlern wie Eurythmics, Ultravox oder Gianna Nannini entscheidend geholfen, Millionen von Einheiten zu verkaufen. Im Vordergrund stand für ihn stets die Authentizität der jeweiligen Künstlerinnen und Künstler, nach der er jeweils Mittel und Instrumente für die Produktion gewählt hat.

Ausstellung „Conny Plank“ – noch bis November im Sehgang im SR-Funkhaus auf dem Saarbrücker Halberg

Kunstgeschichte trifft Kammerzofe

Am 07. Juli um 19 Uhr geben sich einmal mehr die Kunsthistorikerin Dr. Jutta Schwan und die Kammerzofe alias Monika Link in der beliebten Vortragsreihe „K&K-Kunstgeschichte trifft Kammerzofe“ im Römermuseum ein Stelldichein. Gemeinsam wird die Zauberwelt des Feenschlosses auf dem Karlsberg erkundet. „Raritäten und Kostbarkeiten, Gemälde und andere Kunstschätze ergänzten sich zu einem facettenreichen Augenschmaus und spiegeln wider, wie die adeligen Häupter im 18. Jahrhundert residierten. Hier wird alles verraten. Die Zofe bei Hofe bricht ihr jahrelanges Schweigen. Es geht um verbotene Blicke hinter die Kulissen auf das extravagante Interieur herzoglicher Wohnkultur. Und obwohl das Geld schon sehr knapp war, wurden erlesene Möbel aus Paris gekauft und der Herzog erfüllte sich jeden Wunsch. Wertvolle Gläser wurden bestellt und ständig hörte man Ermahnungen auf die Bilder der herzoglichen Gemäldegalerie Obacht zu geben. Henrietta verrät der Kunsthistorikerin unter dem Siegel der Verschwiegenheit, dass das Paradebett des Herzogs aus Paris kam und später wälzten sich die Franzosen darauf. Der Vortrag bringt Spannendes, Wissenswertes wie auch Heiteres aus der damaligen Zeit zur Sprache. Ein Muss für alle Barockbegeisterte und solche, die es werden wollen!

Alle Infos auf www.roemermuseum-schwarzenacker.de oder telefonisch unter 06848/730777.

30 Jahre Filmhaus – das kommunale Kino der Stadt

Andere Filme anders zeigen – dafür steht das städtische Filmhaus in der Mainzer Straße in Saarbrücken. Dieses Jahr feiert es sein 30-jähriges Jubiläum am Standort. 1966 wurde mit dem Essener Cinema66 das erste kommunale Kino in der Bundesrepublik Deutschland gegründet. Das löste einen wahren Gründer-Boom aus, der auch die Landeshauptstadt Saarbrücken erfasste, deren Kinoaktivitäten erstmal an verschiedenen Orten in Saarbrücken stattfanden. Erst Ende der Achtzigerjahre fand man im Innenhof der Mainzer Straße 8 den idealen Standort für das Filmhaus, wie es zukünftig heißen sollte. Mit den Büros für die kommunale Filmarbeit und das Filmfestival Max Ophüls Preis eröffnete im Januar 1992 ein zentraler Kulturort an einem der lebhaftesten Boulevards von Saarbrücken. Seither bietet das Filmhaus an sieben Tagen die Woche alles, was ein kommunales Kino ausmacht: gute Filme zum Neustart, Filmreihen zu gesellschaftsrelevanten Themen, Filmveranstaltungen in Kooperation mit Institutionen, Verbänden und Vereinen, Kinobildung für Kita- und Schulkinder, Open Air-Kino, Filmdiskussionen mit Gästen. Ergänzt wird das Programm durch Vortragsreihen und Lesungen. Das gemütliche Foyer ist ein beliebter Ort für geselliges Beisammensein.

Alle Infos zum Filmhaus und das aktuelle Programm auf filmhaus.saarbruecken.de

Quelle: HBK Saar