Herzlich willkommen im Reich von unheiligem Spaß mit lauter Musik, eitlen Auftritten und übler Nachrede! Bekanntermaßen widmet sich diese Rubrik ja nur den positiven und unterhaltsamen Aspekten des Nachtlebens im schönsten Bundesland der Welt. Manchmal, aber wirklich nur manchmal, kommen auch wir dann aber nicht um ein ernstes Wort drumherum, was zugegebenermaßen in den letzten gut 30 Jahren jetzt erst zum zweiten Mal der Fall ist. Wer ein bisschen aufmerksam die Geschehnisse nach Sonneneuntergang – oder den entsprechenden Widerhall in den sozialen Medien, wahlweise auch unserer letzten Tageszeitung – verfolgt hat, kann sich schon denken worum‘s geht. Da wurde also am Markt in einer Bar mit „Toujours l’amour“ von einem DJ ein Song lautstark zu Gehör gebracht, der seit Monaten eine recht unrühmliche Bekanntheitsgrad erlangt hat. Jener Song an sich ist ja nichts Schlechtes, mal abgesehen davon, dass es sich um ein grausames Stück End-90er Kommerz-Eurohouse handelt, aber da gibt es ja viel Schlimmeres. Mehr als fragwürdig ist nur, wofür er spätestens seit den Vorfällen auf Sylt steht, bzw. genutzt oder meinetwegen sogar missbraucht wird. Wer aber behauptet, nichts gehört oder gesehen zu haben oder sowieso nichts mitbekommen zu haben, gleich ob prinzipiell oder am konkreten Abend, stellt sich in eine ganz komische Ecke. Wenn das einer spielen will, soll er’s doch einfach tun, sich aber hinterher nicht über aktuell vorhersebare Reaktionen bei Teilen des Publikums und die Folgen beschweren. Im Zweifel hilft’s auch, die eigenen Videos mal genauer zu „untersuchen“ bevor man sie postet und dann gleich wieder löscht.
Aber jetzt geht‘s mit Gebrüll ins pralle Nachtleben, um mal nachzuschauen, was der Januar sonst so an Ausnahmezuständen bereit gehalten hat. So schnell kann’s gehen, schon ist ein Zwölftel des neuen Partyjahres schon wieder dahin. Aber das ist ja auch kein Wunder, dass hier die Zeit scheinbar fliegt, denn die gesamte Club- und Partyszene hat immerhin genau so flott weitergefeiert wie im letzten Jahr. Wer da eine Pause braucht hat schon verloren, schließlich sind wir ja alle nicht zum Spaß hier. Die Zeiten in denen der Januar eher als Feiermonat mit angezogener Handbremse von sich reden machte, sind – Gott sei Dank – längst vorbei. Auf geht‘s …
Das SEVEN im Birnengässchen ist ohne den Hauch eines Zweifels eine der spannendsten Örtlichkeiten der Saarbrücker Clublandschaft. Doch schon in den ersten Wochen diesen Jahres hat sich Laden wieder in die Herzen der Deejays und Nachtschwärmer gespielt. Schließlich wurde im SEVEN auch in den letzten Wochen wieder praktisch ein Partymonster nach dem anderen ausgepackt. Besonders die VIRAL und AYOKA Nächte haben ein Level erreicht, dass in dieser Qualität und Dichte in unserem Städtchen bisher unbekannt war. Richtig brutal was da abging und der Laden sorgt so langsam aber sicher für ein fettes Ausrufezeichen in der saarländischen Clubszene!
Nur einen Katzensprung entfernt in der Kaiserstraße ist ja schon Monate vor dem Jahreswechsel eine Ära angebrochen. Das MINT feiert seit der Eröffnung im Oktober eine brutale Party nach der anderen, wobei den Anfang machten dann auch gleich zu Beginn Januar die Ausnahme Party TURKISH MASHUP NIGHT und der LA PUISSANCE, gefolgt von der MÄDELS SPECIAL und und und. Die haben sich einfach richtig was einfallen lassen und es sieht nicht danach aus als würden denen die Ideen ausgehen Bleibt also einstweilen die Vorfreude auf weitere exklusive Partys des MINT Teams und einen ersten Höhepunkt dürfte im Februar die ALBANIAN ROYAL Nacht abliefern.
Im M CLUB haben die Macher und ihre Crew in den letzten Wochen gezeigt, was für ein hohes Partylevel im ehemalige Kno an der Trierer Straße inzwischen längst Normalität geworden ist. Hier ist längst etwas entstanden, das sich nur als Freundeskreis aus Gästen, DJs, Veranstaltern und Thekenteam beschreiben lässt. Freunde des gepflegten Ausnahmezustands kamen natürlich auch im Januar voll auf ihre Kosten. Nach den ungebremsten Champagne & Lingerie Night und FOREVER gleich Anfang des Monats ging es bei allen bei Veranstaltungen, wie bei den Knallerfestivitäten wie PRE-EXAM-PARTYund ABI-FINANZ-Party massiv durch die Decke! Einfach von allem das Beste! Nicht nur erprobte Stammgäste, sondern auch neue Freunde und feierten als gäbe es kein Morgen. Alle unterschiedlichen Konzepte sorgten Woche für Woche für eine ausgelassene Stimmung und das M-CLUB DJ Team ließ die feiernde Meute auf der Tanzfläche richtig abgehen. Unbedingt selber vorbeikommen, denn es ist wirklich schwer, diese Eskalation in Worte zu fassen.
Silvester war auch im BLAU die absolute Partygranate, äh Verzeihung Rakete, denn RAKETE lautet seit Jahren der Name der Feierei. Aus dem Schwitzekeller ist man ja so einiges gewohnt, aber die diesjährige Silvesterparty war wirklich Bombe, was von den Gästen mit dauerhafter Eskalation dankend angenommen wurde. Nach drei Jahren ohne BLAUes Silvester wurden wieder ordentlich die Korken knallen gelassen. Frei von eingeschürten musikalischem Konzept wurde ungebremst und mit Anlauf ohne Scheuklappen ein schwungvolles Potpourri aus 80ern, 90ern, 2000ern House, HipHop, Pop, Disco & R&B zelebriert mit DJ Enzo als Kirche auf der Torte mit Hiphop in der Lounge. Mit genau diesem Partyfeeling ging es dann auch gleich weiter in einen massiv befeierten Party-Januar und ein Highlight, von STUDINIGHT und ALLSTARS bis ARCHIV und MISCHMASCH CLUB und vor allem natürlich dem BLAUen Donnerstag. Der Laden ist einfach seit inzwischen 23 Jahren ein absolutes Feier-Phänomen. Und womit? Mit Recht!
Mit dem STUDIO 30 ist vor dreieinthalb Jahren eine hochinteressante Mischung aus Studio und Livemusik-Club an den Start gegangen. Seit dem haben dort eine ganze Reihe toller Konzerte und Partys stattgefunden und der Laden hat einen festen Platz im Saarbrücker Nachtleben gefunden. Nach dem ausverkauften Jahresabschlusskonzert von „Lumbematz“ am Tag haben sie sich dort am ersten Januarwochenende eine lange überfällige Verschnaufpause gegönnt, aber nur um es am 09.01. mit frischen Kräften krachen zu lassen. Der NEUJAHRSTANZ vom Tanzritual und der NEUJAHRSEMPFANG 2026 haben mit einer energiegeladenen Partys auf beiden Ebenen gezeigt wo der Hammer hängt. Nur einen Tag später gab es dann bei der HEAVY NEW YEAR Party das Beste aus Gothic, von gleich vier Bands live auf die Ohren. Mitte Februar ging dann der DICHTERDSCHUNGEL: POETRY SLAM an den Start und zum Monatsende feierte dann der Metal Sampler SAALAND UNDERGROUND seinen 20. Geburtstag
Im APARTMENT wurde natürlich auch im neuen Jahr wieder bis in den Morgen gefeiert und gleich mit der Blaulicht Party WIR SIND HELDEN ein Ausblick auf die anstehenden elf Monate geboten. Mit NOIR und COUCOU gabs zum Einstieg direkt zwei neue Partyhighlights, die mit allen Mega Hits aus House, Pop, Black und Mixed Music die Nächte zum Kochen gebracht haben. Weil zwei neue Events nicht gereicht hatten, konnten wir gleich Mitte des Monats die ebenso brandneue ONE LOVE des Apartment, die deutlich, dass unter dem Motto künftig jede Mange Spaß wartet. Die anderen Wochenenden wurden mit altbekannten Partgranaten wie THE GREATEST TIME oder CLUB LATINO. Die Woche über erfuhr die begierige Fangemeinde alle DJs, Infos und Party News und hatte immer wieder die Möglichkeit, mit wechselnden Specials den Abend noch krasser werden zu lassen. Am letzten Wochenende wurde es dann bei MIAMI POP so richtig wild und die heißesten Moves führten zu noch heißeren Flirts und am Samstag wurde dann bei der Girls NIght AMOUR nochmal ganz klar, warum das APARTMENT eine der Top Adressen im Saarbrücker Nachtleben ist.
Der MAUERPFEIFFER startete ins neue Jahr mit einem deutlichen Statement: Der komplette Januar war eintrittsfrei – sowohl freitags in der U‑Bar als auch samstags im Club selbst. Die Botschaft dahinter war klar und ungewöhnlich offen formuliert: Zwischen steigenden Kosten, Gagenwahnsinn und dem immer härteren Hype‑Druck wollte der Club zeigen, dass echte Underground‑Kultur nicht vom Geldbeutel abhängen darf. Stattdessen soll der Fokus wieder dort liegen, wo er hingehört: auf Musik, Atmosphäre und Gemeinschaft. Passend dazu liefen die ersten Wochen 2026 Wochen unter dem Label „Viva La Underground“, ein bewusst reduziertes Konzept mit unannounced Line-ups. Keine großen Namen, keine Marketing‑Feuerwerke, keine Headliner‑Jagd. Wer kommt, kommt wegen des Sounds – nicht wegen des Posters. Die Nächte zogen sich wie gewohnt bis in den Morgen, roh, direkt und ohne Schnickschnack. Genau das, was den MAUERPFEIFFER seit Jahren ausmacht. Und dieses „seit Jahren“ ist wörtlich zu nehmen: Der Club hat gerade seinen 16. Geburtstag gefeiert – ein Meilenstein, der in der schnelllebigen Clublandschaft alles andere als selbstverständlich ist. Zum Jubiläum gab es erstmals Filmaufnahmen aus dem Inneren des Clubs, ein kleiner Blick hinter die Kulissen eines Ortes, der sonst lieber im Halbdunkel bleibt. Ein Zeichen dafür, dass der MAUERPFEIFFER zwar älter wird, aber nicht leiser.
In diesem Sinne, Alleh Hopp und take care J.K.T






























