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L!VE-Redaktion

Erfolg im Spiegelpalais

Das Alexander Kunz Theatre setzt auch in dieser Saison Jahr neue Maßstäbe – und das aufgrund des überwältigendem Publikumszuspruchs sogar noch länger als ursprünglich geplant! Mit Spitzenartisten aus aller Welt, mit spektakulären Darbietungen und einem 4 Vier-Gang-Gourmet-Menü wird dem Publikum Unterhaltung und Genuss vom Feinsten jetzt sogar bis Ende Februar geboten. Großartige Kulissen und Requisiten aus gewaltigen Zirkusarenen, spektakuläre Akrobatik-Inszenierungen, einzigartige Tanzeinlagen in zauberhaften Kostümen und das glanzvolle Ambiente des neu gestalteten Spiegelpalasts – all das findet sich nur im Alexander Kunz Theatre in Saarbrücken. Mehr als 80 Mitarbeiter sorgen allabendlich für ein unvergessliches Erlebnis und laden die rund 400 Gäste dazu ein, den Alltag für ein paar Stunden komplett zu vergessen. Alle Infos auf kunz-theatre.de

Alexander Kunz Theatre – Dinnershow im Spiegelpalais – noch bis 26.02. am Römerkastell in Saarbrücken

Japanische Trommelsensation in Zweibrücken

Mystischer Sound, unbändiger Rhythmus und der Herzschlag japanischer Kampfkunst. Das kann man erleben, wenn das Drum Tao Ensemble seine Show Tao – The Light zum Besten gibt. Kraftvoll und dennoch zerbrechlich, ursprünglich und trotzdem modern: Die furiosen Rhythmen, die sich zu einem aufpeitschenden Trommelgewitter steigern, dargeboten mit außerordentlicher Präzision, Wucht und Ausdauer, haben eine – im wahrsten Sinne des Wortes – durchschlagende Wirkung. Drum Tao ist mehr als ein atemberaubendes Klangerlebnis, Drum Tao ist übergeordnete Lebendigkeit und enorme Musikalität. Eine einzigartige Performance, eine Mischung aus musikalischer Meditation und wilder Kampfkunst, gekrönt von einer minutiös abgestimmten Choreografie. Drum Tao ist gleichfalls ein Wechselspiel vom tiefen Grollen der riesenhaften Taiko-Trommeln und den leisen Momenten voll lyrischer Schönheit, erwachsen aus der Philosophie des Fernen Ostens.

Tao – The Light – am 08.02. um 19.30 Uhr in der Zweibrücker Festhalle. Tickets unter www.ticket-regional.de

Fotos: Tao Entertainment | WuCo Concerts GmbH

Witz vom Olli

Oliver “Olli” Gimber, der witzigste Malermeister Deutschlands, bringt als „Witz vom Olli“ mit seinem neuen Programm “Obacht – Frisch gestrichen!” Comedyfans im ganzen deutschsprachigen Raum zum Lachen. Jetzt beschreitet er neue Comedypfade und nimmt erstmals sein Publikum mit auf eine Reise durch seinen Berufsalltag. “Was ich als Handwerker täglich erleben darf, glaubt mir manchmal keiner – geschweige denn ich selbst,” sagt Olli mit ernster Miene und fügt lachend hinzu: “Das kann ich meinem Publikum nicht länger vorenthalten.” Die Bandbreite reicht dabei, wie bei seinen Witzen, von kurios bis unglaublich, von ja bitte bis oh nein. Weder Kunden noch Mitarbeiter und er selbst kommen dabei ungeschoren davon. Wenn Olli loslegt, bleibt kein Auge und kein Pinsel trocken. Allein mit “feuchten Pinseln” könnte Olli übrigens ein ganzes Abendprogramm füllen, wie er zwinkernd zugibt.

Witz vom Olli „Obacht Frischgestrichen“ – am 26.02. um 18.00 Uhr im Theater am Ring in Saarlouis

Das magische Musik-Erlebnis Live in Concert

Die „Harry Potter“-Welt fesselt seit 20 Jahren Menschen weltweit und über Generationen hinweg. Die ikonische Filmmusik von John Williams, Patrick Doyle, Nicolas Hooper und Alexander Desplat ist ein großer Teil dessen, was die magische Saga so beliebt macht. Am 01. Februar kann eine musikalische Reise durch alle Höhepunkte der 8 „Harry-Potter“-Filme und des Theaterstücks „Harry Potter und das verwunschene Kind“ erlebt werden. Unter Leitung von Stephen Ellery wird das Ensemble der Cinema Festival Symphonics, die Zuschauer in der Rhein-Mosel-Halle nach Hogwarts entführen. Das berühmte „Hedwig’s Theme“ kann vermutlich fast jeder mitsummen – und bekommt dabei eine Gänsehaut! Schließlich bleibt kein Auge trocken, wenn Hermine mit „Obliviate“ aus dem Leben ihrer Eltern verschwindet. Das Tüpfelchen, auf dem i bei diesem wunderbaren Erlebnis sind, die besonderen Illustrationen, die dieses Erlebnis so einzigartig machen. Diese Reise in die magische Welt von Harry Potter beginnt nicht auf Gleis 9 ¾, sondern direkt im Konzertsaal!

The Music of Harry Potter – am 01.02. um 20.00 Uhr in der Rhein-Mosel-Halle in Koblenz

Neue Cavalluna Show – Geheimnis der Ewigkeit

Nach Cavalluna – „Welt der Fantasie“ und Cavalluna – „Legende der Wüste“ folgt jetzt die neue Show Cavalluna – „Geheimnis der Ewigkeit“, bei der sich das Publikum wieder auf wunderschöne Pferde, höchste Reitkunst, überwältigende Schaubilder und gefühlvolle Musik freuen darf. Die vierbeinigen Stars verkörpern auch in der neuen Europa-Tour wieder das, was sich kaum in Worte fassen lässt und jede Show einzigartig macht: Schönheit, Natürlichkeit und tiefe Emotionen. Im Zusammenspiel mit den besten Reitern Europas verzaubern die edlen Tiere Zuschauer jeden Alters und schenken mit ihrer Eleganz und Anmut unvergessliche Erlebnisse. Bis Juni 2023 gastiert Cavalluna in über 30 Städten und setzt dabei wieder auf Kreativdirektor Klaus Hillebrecht als Autor, Komponist und Regisseur der Show. Europas beliebteste Pferdeshow begeistert mit einer fantastischen Geschichte und farbenfrohen Schaubildern und nimmt das Publikum mit auf eine abenteuerliche Reise!

Cavalluna – am 18.03. um 20.00 und 19.00 Uhr und am 19.03 um 14.00 und 18.30 Uhr in der Saarbrücker Saarlandhalle

Mr. Wyld

Autotuning, Tattoos, Modelabel und Partymacher – Hauptsache kreativ! Pascal Klein produziert Lifestyle der besonderen Art und wird damit selbst zur Marke.

Wenn es dieses obercharismatische Multitalent nicht schon gäbe, dann müsste man ihn auf jeden Fall erfinden. Aber auch das hat Pascal Klein a.k.a. Mr. Wyld schon längst selbst erledigt, denn wie alles um sich herum hat er auch sich selbst kreiert und zur unverwechselbaren Marke gemacht. Dabei entspricht der 32jährige gleichzeitig interessanterweise auch allen gängigen, bürgerlichen Klischees. Er ist verlobt, gerade eben Vater geworden und hat ein Haus gekauft, natürlich da, wo er auch selbst aufgewachsen ist: in Gersweiler. Dort hat sich seine künstlerische und kreative Ader schon früh gezeigt. Er hat als Kind viel gezeichnet, hatte schon immer ein extrem gutes Auge und so zum Beispiel auch mit Leichtigkeit Comics kopiert. Schon früh zeichneten ihn eine gewisse Ungeduld und eine kreative Unruhe aus. Als Jugendlicher dann ist er natürlich auch viel auf Partys unterwegs, trägt auffällige Brillen, stylt seine Klamotten selber um und hat großen Spaß daran, sich selber auszudrücken und aufzufallen, immer ein bisschen gegen den Strom. Da blieb wenig Energie für den Mathematikunterricht auf dem Gymnasium übrig und ein Jahres-Praktikum bei BMW in Saarbrücken hat in seinen Augen deutlich mehr Potential.

Aus dem Praktikum wird eine Ausbildung als KFZ-Mechatroniker und seine alte Begeisterung für motorisierte Zweiräder flammt wieder auf, als er feststellt, dass an denen hier noch richtig geschraubt wird, während die Autos eigentlich nur an den Computer gehängt werden. Trotzdem hatte er, wenn ein neues Auto reinkam, sofort Ideen, was er ändern oder damit anstellen würde, was ihm nach kürzester Zeit auch beim Meister den Spitznamen „Tuning“ einbrachte. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung wird er zwar übernommen, aber er will schon längst wieder etwas anderes, nämlich Geld verdienen und er geht für fünf Jahre zur ZF. Dann allerdings reizt ihn die Vorstellung, sein eigener Herr zu werden mehr und 2017 macht er sich als Tätowierer selbstständig. Und auch, wenn er ansonsten seinen Talenten auf vielen anderen Gebieten freien Lauf lässt, dem Autotuning ist er immer treu geblieben und sieht darin auch heute noch den Hauptbestandteil seines Alltags bzw. seines beruflichen Lebens.

Eines Deiner letzthin bekanntesten Projekte und echter Hingucker ist ein brasilianischer Puma GTE?

„Genau, mit dem habe ich auch beim Hot Wheels Legends Wettbewerb teilgenommen und bin gleich in die nächsten Runden gekommen, unter die letzten 64 Autos, was quasi das Halbfinale war. Dann gab es zwei Entscheidungen, zum einen online durch die Community und zum anderen durch die original Hot Wheels Designer aus den Staaten. Bei der Online Abstimmung bin ich Dritter oder Fünfter geworden, obwohl ich nur eine einzige Story von dem VW Puma gepostet hatte, während andere da so richtig Gas gegeben hatten. Durch die deutsche Jury-Entscheidung bin ich dann ins Finale gekommen, das bei den Performance & Style Days in Hannover stattfand, hab‘ dort das Rennen gemacht und wurde deutscher Champion. Damit war ich dann auch startberechtigt beim Weltfinale in Las Vegas, das dann aber wegen „Corona“ nicht stattfinden konnte. Da kann denken, was man will, aber mich kennen seitdem wenigstens auch Leute in Brasilien und taggen mich in ihren Storys, wenn sie mal einen Puma am Straßenrand sehen. Meiner ist halt der am extremsten umgebaute Puma weltweit.“

Arbeitest Du immer nur an einem Wagen oder hast Du parallel schon das nächste Projekt im Auge?

„Ganz am Anfang, hatte ich immer nur mein Hauptauto, an dem ich gearbeitet hatte. Irgendwann hatte ich dann mal einen Porsche und habe mir dann noch ein kleines Alltagsauto dazu gekauft. Das hat sich dann so weiter entwickelt, für die Firma kam dann noch ein Firmenwagen dazu, plus ein praktisches „Baustellen-Auto“, wenn ich mal was Gröberes transportieren musste, und schließlich kam zu dem Haupt-Umbauprojekt noch was Zweites dazu. Ich kaufe immer was Günstiges, mach‘ das schöner und tausche es gegen was Besseres. Das ist seitdem immer so. Und natürlich ist das Optische für mich immer am wichtigsten, nicht so sehr die Leistung und so suche ich mir ja auch meine Autos aus.“

Der nächste Scheunenfund steht also schon bereit?

„Tatsächlich ist gerade mein erstes Riesenprojekt fertig geworden, was auch für ordentlich Aufsehen gesorgt hat, ein ziemlich kaputter Ferrari mit Unfallschaden. Der wird dann für 2023 nochmal extremer umgebaut, damit er so richtig viral gehen kann. Trotzdem schmiede ich insgeheim schon wieder erste Pläne für was ganz Neues. Auch wieder was sehr, sehr Günstiges, einfach weil sowas die Leute der Generation YouTube am meisten abholt. So was für drei oder viertausend Euro, was für die Abonnenten auch realistisch ist, wo die sich reinversetzen können.“

Gleichzeitig hast Du auch tätowiert, wie kam es dazu?

Schon während meiner Schulzeit hatte ich immer Nebenjobs von Pizzabäcker und Zeitungsbote bis Regale im Supermarkt einräumen, einfach alles. Bei meiner Ausbildung bei BMW hatte ich im letzten Lehrjahr gerade mal 460 Euro verdient, musste aber die Kosten für das eigenes Auto und Motorrad alles selbst tragen. Das war schon schwierig. Außerdem wollte ich noch Geld haben, für Klamotten und so. Da bot mein Vater an, mir eine Tattowier-Maschine zu kaufen, weil ich schon immer gut zeichnen konnte. Und da ich absolut kein Kopfmensch bin, sondern einfach immer nur mache, wurde die Maschine bestellt. Ich hab‘ dann eine Woche auf ‘ner Gummihaut ein bisschen geübt und eine weitere auf ‘ner Schweinehaut. Anschließend wurden direkt meine Kumpels verpflichtet, los herkommen, ich mach‘ das jetzt. Irgendwann nach meiner Ausbildung und der Arbeit bei ZF habe ich dann mein eigenes Ding gemacht. Erst habe ich zwei Jahre im Studio meines Tätowierers in Frankreich gearbeitet. Als der sich dann räumlich verkleinern wollte, habe ich einen Laden in Gersweiler gefunden und mein eigenes Studio eröffnet. Von da an war mir klar, das Tätowieren immer eine Alternative ist, weil es megaviel Spaß macht, ich mein eigener Boss bin und meine Kreativität ausleben kann.

… und gleichzeitig wird Autos geschraubt?

Das hatte ich ja schon die ganze Zeit gemacht, aber halt nicht so wirklich intensiv. Eigentlich ging das  mit der Autoszene erst 2019 richtig extrem los, als ich auf YouTube auch öffentlich geschraubt habe. Seitdem bin ich europaweit auf Autoshows dabei. Dieses Jahr stelle ich zum ersten Mal meine Autos in England aus und „muss“ inzwischen sogar Autogramme geben und mit den Leuten Selfies machen. Das ist zwar auch anstrengend, aber ich liebe es wirklich in der Öffentlichkeit zu stehen und fühle mich auch ein wenig dafür gemacht.

Aber Deine Kreativität beschränkt sich ja nicht nur auf Autotuning und Tätowiererei, zur Wyld Marke gehört ja auch noch ein Modelabel?

„Das kam so mit der Corona-Pandemie, als ich im Lockdown nicht mehr tätowieren konnte. Das war der Hauptauslöser. Da hab‘ ich angefangen weiter zu denken und zu planen. Für mich gibt es nämlich keine Probleme, sondern immer nur Lösungen. Also habe ich überlegt, was mach‘ ich, wo bin ich unabhängig und was passt trotzdem zu mir. Dann habe ich mit YouTube angefangen und mich entschieden einen Online-Shop zu machen. Da ich sowieso immer aufs Aussehen und Style achte, hab‘ ich mir gedacht, da feature ich doch einfach meinen Style, mich als Marke und produziere Sachen, die ich verkörpere und die meinen Interessen entsprechen, für die Leute, die meinen Style cool finden. Es gibt natürlich viele geile Klamottenlaben, die aber mittlerweile extrem teuer sind, und so habe ich mir gedacht, ich kann da auch und verwirkliche mich auch auf diesem Gebiet.“

Wie kam es zu dem Namen Wyld?

Es sollte ein universelles Wort sein, weil ich nichts Autospezifisches wollte. Ich wollte was Freies, was mich aber gleichzeitig auch ein bisschen beschreibt und womit sich generell die Leute identifizieren können.

Jetzt gibt es auch Partys unter dem Namen „Wyld“…

Die Idee war eigentlich meine Marke weiter zu featuren. Ich bin ja selbst mein größter Fan. Dann war die Überlegung, was gibt es denn für Events für ein junges Klientel außerhalb der Autoszene? Das sind allermeistens Musikevents. Und da es auf Konzerten nicht wirklich Sinn macht, war klar, ich muss ins Nachtleben, in die Clubs. Ich liebe Musik über alles, tanze für mein Leben gern und HipHop is‘ halt mein Ding. Dann war der Gedanke naheliegend, mir für ein erfolgreiches Marketing auch große Künstler zu buchen. Einmal in Kontakt mit den Acts, kann ich denen auch meine Klamotten geben und erzeuge so Sichtbarkeit für meine Marke, die die Leute so mit tollen Nächten und den geilsten Partys verbinden und immerhin mit so großen Namen wie Jeezy, Faroon und Summer Cem, den wirklich größten Rappern in Deutschland. Eigentlich sind die Partys schon fast zu krass für eine Stadt wie Saarbrücken. Ich muss aber ehrlich sagen, das ist genau meine Wellenlänge und so werden auch die Karten für ganz Saarbrücken neu gemischt, wovon wirklich alle profitieren.

Da Du ja augenscheinlich für alles Talent hat, wann können wir uns auf deine erste Musik-Produktionen freuen?

Produzieren eher nicht, aber ich kann immerhin Schlagzeug spielen. Und einer meiner Gast-Tätowierer, der Joey aus Amsterdam, ist tatsächlich Rapper und ich habe schon ein, zwei Texte geschrieben, um vielleicht mal als Feature bei ein paar Tracks von ihm dabei zu sein.

Mumienschieben

Es ist schon einige Zeit her, dass ein unachtsamer Neandertaler versehentlich in die Lagerfeuerglut trat und damit das Tanzen erfand. Seit damals gehört rhythmisches Körperbewegen auch außerhalb des Betts zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Jede Generation hat ihren Favoriten, wenn es darum geht, Hüften in Schwung zu bringen. Bei Mutti und Vati war es amerikanischer Rock’n’roll, bei Großtante und Großonkel Wiener Walzer und bei Oma und Opa polnischer Einmarsch. Jede Zeit hatte ihre Einfälle. Heutzutage heißt es zurück zu den Ursprüngen. Weg von festen Schrittfolgen, hin zum individuellen Tanzstil, der stark an das Gezappel und Gegröle damals auf der Glut erinnert…

Jedes Wochenende strömen Tanzwütige wie Ameisenvölker von cooler Musik und warmen Getränken angelockt in die Clubs, um den Stress der letzten Woche und das Gehalt des letzten Monats hinter sich zu lassen. Auf der Tanzfläche oder über der Toilette gilt es aus dem eigenen Körper rauszuholen, was sich an Energie oder Wodka-Energy angestaut hat. Zwischen frühreifen 15 und überreifen 55 ist unter den Besuchern alles zu finden. Wie Fliegen an einer Klebefalle winden sich alle auf der Tanzfläche, um dem anderen Geschlecht das Herz zu brechen oder zumindest die Füße. Der Mensch ist von seinen körperlichen Fähigkeiten her nicht fürs Fliegen gemacht. Fürs Tanzen aber auch nicht…

Aus dem Disco-Fever wird bei vielen ein regelrechter Fieberwahn. Sehen und gesehen werden, lautet die Devise im Club. Und das genau ist das Problem. Die Körperbewegungen, die die Blicke auf sich ziehen wie ein Hundehaufen die Fliegen, reichen von parkinsonähnlichem Zucken über Schüttelfrost bis zum epileptischen Anfall. Als Onkel Ede damals vergeblich versuchte, die Wespen von der Hauswand zu entfernen, bewegte er sich kaum anders. Das Kinn von John Travolta oder den Hintern von Jennifer Lopez zu haben, reicht eben nicht aus, um ein Tanzgott zu sein. Auch ich habe gleich viele Füße wie Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo und bin dennoch nicht so fußballbegabt…

Wer irgendwann einmal eine Tanzschule in der Hoffnung besucht hat, das dort Gelernte in einer Disko nutzen zu können, wird ebenso enttäuscht wie derjenige, der dem Mathelehrer in der Schule glaubte, dass man ohne Differenzialgleichungen nicht durchs Leben kommt. Pottwale wissen um ihre fehlende Tanzbegabung und bleiben Diskotheken daher meist fern. Anders ist das bei ähnlich übergewichtigen Metzgereifachverkäuferinnen nach der Firmenweihnachtsfeier und dem fünften Glas Prosecco. Auch wenn deren Foxtrott eher Elefantengetrampel ähnelt und die Eleganz beim Walzer der einer Walze gleicht. So lange niemand ernsthaften Schaden dabei nimmt, sei es jedem vergönnt…

Wer sich als Ü40er wie ich letztens nach Ewigkeiten und ein paar Bier zu viel in einen Club verirrt und überzeugt ist, an die eigenen dortigen Glanzzeiten anknüpfen zu können, der wird schlagartig nüchtern und vor die Frage gestellt: Ist man am Eingang irgendwo falsch abgebogen und auf einem Schulfest gelandet? Und wer ist dieser DJ Guetta, der scheinbar DJ Bobo aus der Playlist verdrängt hat? So müssen sich meine Eltern damals gefühlt haben, als sie an meinem achten Geburtstag auf meine durch Malzbier und Brausepulver aufgeputschten Freunde und mich getroffen sind. Nur dass es hier echtes Bier ist und das weiße Pulver nicht nach Waldmeister schmeckt…

Ich habe mich früher gefragt, wann der Punkt kommt, ab dem man sich erwachsen fühlt. In diesem Moment wusste ich zumindest, wann der Punkt gekommen ist, ab dem man sich alt fühlt. Als einer der nicht nur gefühlt Ältesten fällt es einem in einem Club sogar schwer, mit Alkohol Spaß zu haben. Sich Mädels schön saufen, damit hat man zwar gute Erfahrungen gemacht. Aber Mädels älter saufen? Wie soll das gehen? Wie bei Weinen in Discountern kommt man zwar auch bei Frauen in Diskotheken an junge Abfüllungen günstiger ran, als an ältere Jahrgänge mit Geschmack, für die man schon was investieren muss. Aber die Zeiten, in denen man nur Billiges aufgerissen hat, sind eigentlich vorbei…

Egal ob Wein oder Frau, manche sind süß, kleben dann jedoch zu viel an einem. Andere sind zu kühl, verbittert oder riechen muffig und sind daher ungenießbar. Wiederum andere hinterlassen unschöne rote Flecken auf der Esszimmertischdecke oder einen Pelz auf der Zunge. Menschen wie ich, die ihre Zwanziger schon im letzten Jahrtausend begonnen haben, finden sich heutzutage in Clubs irgendwie nicht mehr wohl. Wir sind es noch gewohnt, in einer Disko wegen des Zigarettenqualms nicht atmen zu können und nicht wegen des Schweiß- oder Parfumgeruchs. Dazu kommt das Problem, dass ein Großteil der Besucher die eigenen Kinder sein könnten und es ein Teil wohl auch wirklich ist…

Als die Welt noch analog war, war man nach einer heißen Diskonacht der festen Überzeugung, beim Knutschen einen guten Fang gemacht zu haben und bereute es, nicht nach der Nummer gefragt zu haben. Der Schlag traf einen damals erst dann, wenn man mit dem Aufriss von einem Diskofotografen eingefangen wurde und feststellen musste, dass zwischen Erinnerung und Foto zwei Promille und zwanzig Kilo liegen. In heutiger Zeit ist man Dank sozialer Netzwerke schneller auf einem Selfie verlinkt, das von Eltern und Freunden kommentiert wird, als man die Facebook- oder Instagram-Freundschaft wieder löschen und bereuen kann, nach der Nummer gefragt zu haben…

Vor allem Männer Ü40 sollten Clubs allenfalls noch in homöopathischen Dosen konsumieren. Für die Tanzfläche ist ihr Blutalkoholgehalt sowieso entweder zu gering oder zu hoch. Außerdem hat man in diesem Alter eh irgendwas an der Bandscheibe und sollte das mit dem Tanzen sein lassen. War man in jungen Jahren der Hahn im Korb, ist man jetzt das Chamäleon an der Wand und hängt in irgendeiner Ecke rum. Wer auf Partnersuche ist, sucht in diesem Alter sowieso lieber Singles und Akademiker mit Niveau im Internet, um nicht Gefahr zu laufen, jemanden im Club anzusprechen, mit dessen Mutter man altersmäßig schon im Bett gewesen sein könnte oder wahrscheinlich sogar war…

Ü30er- oder Ü40er-Partys können dieses Risiko zwar meist verringern, allerdings machen diese Feten so viel Spaß, wie statt beim Neuwagenhändler auf dem Schrottplatz nach einem Auto zu suchen. Warum Männer über Vierzig überhaupt noch in Diskos gehen? Warum denn nicht! In den Vierzigern geht es doch erst so richtig los. Das war mit Deutschland im letzten Jahrhundert auch so. Bis Samstag im Club. Mumienschieben… gruenetomaten@live-magazin.de.

Patrik Wolf

P.S. Muss man eigentlich eine Karriere als Kirmesboxer oder Zuhälter hinter sich haben, um in einer Disko Türsteher zu werden? Oder reicht dafür ein Hochschulabschluss aus?

Das Rotkehlchen

Hallo Mikrokosmonauten: Das Gute liegt so nah

Ich frage mich seit jeher, warum manche Menschen auf die Frage, wie es ihnen geht, mit: „Du weißt doch, schlechten Menschen geht es immer gut!“ antworten? Denn in den allermeisten Fällen kommt diese Antwort von denjenigen, die eigentlich herzensgut sind. Warum also sehen sie sich als schlecht an? Warum ziehen sie überhaupt in Erwägung, schlecht zu sein? Und selbst wenn sie es ironisch meinen: Wie kommen sie darauf, gerade in dieser Antwort ironisch zu sein? Ich könnte mir vorstellen, dass der ein oder andere von ihnen tatsächlich böse und schlecht ist, aber dann frage ich mich auch in diesem Falle:

Was war zuerst? Das Böse oder der Mensch?

Diejenigen, die mich kennen wissen, dass ich weder ein Menschenfreund bin, noch sonderlich charmant mit meinen zweibeinigen Artgenossen umgehe. In der Vergangenheit gab ich den meisten nicht mal den Hauch einer Chance. Warum das so ist, kann ich gar nicht sagen. Eventuell, weil ich Menschen bis heute nicht so ganz begreife. Ihre Handlungen, ihre Taten, ihre Gedanken. Social skills ist etwas, was ich bis heute mehr oder weniger erfolglos studiere. Den Master werde ich darin wohl nie machen. Darüber hinaus empfinde ich es auch viel einfacher, der Spezies Mensch den Stempel „Böse“ aufzudrücken und im Zweifelsfalle einer Handvoll von ihnen das Prädikat „nett“ zu verleihen. Mehr geht nicht. Allerdings kann ich derzeit etwas an mir beobachten, und ich beobachte es auch da draußen, was mich zu einer Revision zwingt. Okay, vielleicht war es auch schon immer da, aber erst jetzt bekomme ich ein Gespür dafür. Das Gespür für Menschlichkeit. Zwar ist Weihnachten und dieses ganze damit verbundene kitschige Nächstenliebe-Getue vorbei, aber ich verspüre zurzeit ein subtiles Zusammenrücken und ein wenig mehr Sanftmütigkeit und Einsicht unter meinesgleichen. Fast so sieht es aus, als hätte sich ein Weichzeichner über alles gelegt. Und ich mittendrin und damit verbunden ganz viele neuartige Gefühle, die ich nicht eruieren kann. 

Aber ganz von vorne. Angefangen hat nämlich alles mit einem Rotkehlchen. Unter meinen Kollegen bin ich dafür bekannt, dass ich Tiere liebe und alles für sie tun würde. Man kommt regelmäßig auf mich zu, wenn mal wieder ein Vogel gegen die Scheibe geflogen ist. Manchmal sind sie bereits tot. Aber bevor sie zwischen Kippenstummel und Brotresten in einer Mülltonne ihre letzte Ruhestätte finden, informiert man mich, damit ich sie würdevoll beerdige. Es kommt allerdings auch immer mal wieder vor, dass das Tier noch lebt und so begab es sich auch neulich, als ein Kollege mich aufsuchte und mich bat, mit nach draußen zu kommen. Das Bild, was sich mir bot, passte nicht in mein Mel-typisches menschenverachtendes Muster und mein Gehirn hatte massive Schwierigkeiten, diese Art von Situation richtig zu deuten. Ich sah einen LKW mit offener Türe. Vor dem Fahrzeug befand sich ein großer, bulliger Kerl in Warnweste. Er trug Mütze und Vollbart. Es konnte nur der Fahrer sein. In seinen Händen hielt er etwas, als wolle er es beschützen. Aber es passte für mich rein gar nichts zusammen. Bulliger LKW-Fahrer hält etwas schützend in der Hand? Er kam auf mich zu, er kam näher und dann sah ich es. Er hielt einen kleinen Vogel in seinen Händen und da ich gut zu Vögeln bin, übergab er ihn mir. Dieser große Kerl, von dem man annahm, dass er allenfalls eine Dose Bier so fürsorglich behandeln würde. Ich nahm den Vogel an mich, konnte noch nicht mal mehr etwas zu ihm sagen, aber nahm von meinem Kollegen noch wahr, dass der Vogel wohl kurz zuvor gegen eine Scheibe geflogen war und der LKW eine Vollbremsung hinlegen musste, um das Tier nicht zu überfahren, das ohnmächtig auf der Straße liegen geblieben war. 

Zurück in meinem Büro legte ich den Vogel, ein Rotkehlchen, behutsam in meine Wollmütze und wartete ab. Währenddessen rasten meine Gedanken und Gefühle. Wie konnte es sein, dass ein arbeitender Mann des Volkes, dem ich allenfalls bei den Fußballergebnissen Emotionen zugetraut hätte, ein Herz für Tiere hatte? Und ich begann mich auf einmal richtiggehend zu schämen. Für meine vorurteilsbehaftete Denkweise. Für meine Annahme, alle Menschen seien böse und gefühlskalt. Und für meine Arroganz, in Schubladen zu denken. Ich wollte Rotkehlchen fragen, aber es schaute mich nur ratlos mit seinen schwarzen Äuglein an und kackte in die Mütze. Immerhin. Es lebte. 

Gut und Böse sind Grundtendenzen unserer Existenz. Wenngleich es rein psychologisch gesehen keine bösen Menschen gibt, sondern man dort vielmehr von Persönlichkeitsstörungen oder Narzissmus spricht. Psychopathen, Tierquäler, Killer – sie alle mögen das Böse verkörpern, die Diagnose lautet jedoch immer, dass sie ein hohes Maß an Sadismus besitzen, um ihren Selbstwert zu erhöhen. Aber wie dem auch sei haben die Menschen seit jeher die Wahl. Und in den meisten Fällen sind wir bestrebt, Gutes zu tun und gut zu sein. Und letztendlich musste ich es mir eingestehen: Das Gute im Menschen existiert.

Hilfsbereitschaft. Nächstenliebe. Rücksicht. Ich frage mich, ob es immer Krisen bedarf, dass Menschen sich wieder annähern. Oder dass sie zumindest feinfühliger werden. Dass wir erstmal so richtig durchgeschüttelt werden müssen, um zu begreifen, was wirklich zählt im Leben. Zwar schüttelte es mich neulich nicht, aber es gab einen ordentlichen Bumms, als ich schnellen Schrittes um die Ecke bog und auf glatter Straße den Halt verlor. Ich knallte gegen die Hauswand, kippte zur Seite weg und blieb rücklings auf dem Asphalt liegen. So daliegend erinnerte es mich an meinen Griechenland Urlaub und zu viel Ouzo, einer Flucht aus einem Taxi und einem anschließenden Asphalt-Nickerchen, weil der sich so schön kühl anfühlte. Nun war ich aber nicht in Griechenland, sondern in Saarbrücken und ehe ich mich versah, reichte mir ein langhaariger Asiate die Hand, half mir auf und fragte, ob alles in Ordnung sei. Wäre dies eine Romantic-Comedy, hätte ich mich Hals über Kopf in diesen hilfsbereiten Menschenfreund verknallt und wir wären auf ewig glücklich gewesen. In Wahrheit überragte ich ihn jedoch um fast einen Kopf und er guckte mich nicht gerade so an, als sei ich seine Königin Conztantia, und außerdem eilte mir mein Freund nach, der gerade mit Parkschein ziehen fertig war und rügte mich für meinen Sturz, als wäre ich ein kleines Kind. 

Am Ende ist es doch so: Es ist nie ein Mensch so schlecht, dass er schon wieder in irgendeiner Art gut sein könnte. Ich glaube, ich habe schon vielen Leuten in meinem Leben Unrecht getan, die eigentlich besser waren, als ich annahm. Ich war zu schnell und zu hart in meinen Urteilen, habe mich zu selten überzeugen lassen, vergab kaum zweite Chancen. Und ich schaute nicht so genau hin. Ich würde den LKW-Fahrer gerne wissen lassen, dass das Rotkehlchen überlebt hat. Dass es nur dank ihm wenig später aus meiner Mütze gehüpft kam, ich es auf meinen Handrücken setzte und das Fenster öffnete. Bevor es davonflog schaute es mich mit seinen Knopfaugen ein letztes Mal an, legte den Kopf schief und zwinkerte, als wolle es Danke sagen. Dann kackte es mich zum Abschied an und weg war es. 

Und einfach so kam die Zuversicht in mein Leben. Das Vertrauen in das Gute in jedem von uns. 

Clubzone Januar 2023

Kommen sie näher, treten sie ein, willkommen im Jahre des Herrn 2023. Das gilt zumindest für den Moment in dem diese Zeilen gelesen werden, denn die beschäftigen sich natürlich auch im neuen Jahr wie gewohnt erstmal mit dem wilden Treiben im Vormonat, was in diesem Fall bedeutet, wir reisen zurück ins vergangene Jahr. (Solltest Du, lieber Leser, zu den wenigen Glücklichen gehören, die bereits ein oder zwei Tage vor Silvester eine Ausgabe ergattert haben, dann einfach das eben gelesene nicht beachten.) Es geht also um Partys, Feste, Feiereien im Dezember und in den üblich verdächtigen Locations hat es selbstredend aufs Positivste gerappelt und ein Highlight jagte das Nächste. Hier unsere kleine Rundreise durchs tatsächlich hier und da tiefgefrorene Partyland an der Saar.

   Also egal, was die machen, scheinbar machen sie sehr viel sehr richtig! Das SEVEN im Birnengässchen ist ohne den Hauch eines Zweifels derzeit eine der spannendsten Örtlichkeiten der Saarbrücker Clublandschaft. Allein schon die Idee, wenn die Massen vor der Tür wieder Rekordmarken aufstellen, da einen Pizzawagen vor die Tür zu stellen, ist ein Geniestreich, der sich ohne Zweifel anschickt, das Nachtleben unserer Gemeinde auf die Hinterbeine zu stellen. Vollkommen zu Recht hat sich auch im Dezember der superaufwendig gestaltete Laden, der zudem ständig weiter gepimpt wird, mit seiner brachialen Anlage in atemberaubender Geschwindigkeit, in die Herzen der Deejays und Nachtschwärmer gespielt. Schließlich wurde im SEVEN auch in den letzten Wochen wieder praktisch ein Partymonster nach dem anderen ausgepackt. Aber die DRIPPIN WYLD Nacht mit Summer Cem, Vogue und Billa Joe hat ein Level erreicht, dass in dieser Qualität und Dichte in unserem Städtchen bisher unbekannt war. Richtig brutal was da abging und der Laden sorgt so langsam aber sicher für ein fettes Ausrufezeichen in der bundesweiten Clubszene!

    Selbiges Satzzeichen setzte zum Jahresabschluss auch das STUDIO 30. Der Laden stellte mal wieder eindrucksvoll unter Beweis, dass es neben wirklich erste Sahne Konzerten hier auch extrem geile Party zu feiern gibt. Neuestes Beispiel war die HELLWIGSTADION NIKOFETZ Sause mit Special House Classics-Floor und zahlreichen Gimmicks & Geschenken sowie vielen Deko-Specials on top. Das Team vom TANZ IM HELLWIGSTADION ließ die Mauern des ehemaligen 6NULL3 erbeben, dass es nur so eine Pracht war.  Dies ging einerseits auf die Kappe der grandiosen DJs Stereotonie, Enzo, Franky S. (LuV) und Blank die jedes Kompliment verdient hatten. Andererseits kann man dafür aber auch das herrlich wütende Hellwigvolk verantwortlich machen, das wieder 110% in die Waagschale warf! Bitte jetzt schon rot im Kalender anstreichen: 2023 wenn’s mit dem Hellwigwahnsinn weitergeht, wird’s noch eine Spur heftiger!

   Wieder auferstanden, wenn auch nur für eine Nacht, dafür aber mit sensationeller Partyeskalation, ist eine von Saarbrückens kultigsten Locations überhaupt. Die Rede ist natürlich vom GLORIA PALAST und dem großen Jubiläums REVIVAL, das zur Feier des 37. Geburtstages dieser Legende begangen wurde. Dieses Mal, und das machte die Sause zu etwas ganz Besonderem, in einer selbst oberkultigen Location, der GARAGE. Klang schon im Vorfeld nach Ausnahmezustand und ging dann auch massiv durch die Decke. Zur alljährlichen GLORIA PALAST Geburtstagsfeierei, die ja seit Jahren auch im Exil, von CLUB NUMBER ONE über KUFA, CONGRESSHALLE und BEL ETAGE, ausgiebig eskaliert wurde, kehrten die gloriösen Ehemaligen in die etwas anderen Achtziger zurück. In der Erinnerung seiner Gäste und des ehemaligen Personals lebt die ehemalige Kultdisco ungemein vital bis heute weiter, wie eben auch diese Party außer Rand und Band unter Beweis stellte. Sehr unterhaltsam auch die Gesichter einiger aktuellen GARAGE-Gäste, die sich hierher verirrt hatten und eine „normale“ 80er und 90er Party erwarteten. Denn spätestens beim ersten Pogo auf den „Nellie the Elephant“ oder den „Irish Rover“ war klar, hier ist etwas sehr Spezielles am Start. Von Chartmüll war genau wie in den originalen Jahren keine Spur, dafür gab’s Independent Mucke und Gitarren Mucke auf die Gehörgänge gemischt mit ein bisschen frühem House und New School Hip Hop. Eben exakt jene unheilige Mischung, der diese Party ihren legendären Ruf verdankt. Wenn das so weiter geht, werden bald auch dieses Revivals fast so legendär wie der einstige Disco-Palast sein. Wir wären dabei!

   Im APARTMENT haben im Dezember Hausherr DJ Thomas und seine Crew mal wieder ihren Leitsatz bewiesen: WIR FEIERN BIS WIR ERWACHSEN SIND. Hier ist längst etwas entstanden, das sich nur als Freundeskreis aus Gästen, DJs, Veranstaltern, DJs und Thekenteam beschreiben lässt. Man kennt sich eben im APARTMENT. Das was so winzig und familiär angefangen hat, ist mittlerweile eine der Top-Adressen in Saarbrücken für eskalatives Rumspringen und Konfettigewitter geworden. Abseits der schnöden, immer gleichen Partylandschaft gibt es hier immer wieder neue und verrückte Dinge zu bestaunen. Selbst in der verhältnismäßig kleinen Lounge ging’s auf dem zweiten Floor immer wieder richtig rund, denn dort gab’s beispielsweise ein neues DJ-Pult, dass jetzt zentral im Raum steht und von zwei Laser-Diskokugeln umschmeichelt wird. Also eins muss man den Jungs von APARTMENT NR. 1 echt lassen: An Ideen fehlt es ihnen nicht! Trotzdem ist man hier sich selbst und den Gästen immer treu geblieben. Da kann man wirklich gespannt sein, was die APARTMENT Gang, so nennen sie sich selber scherzhaft, dieses Jahr noch so an Überraschungen für unser Städtchen bereit hält. Wir bleiben dran!  

   Wow, wer hätte das gedacht, dass der MAUERPFEIFFER trotz der ganzen Corona-Strapazen am Ende doch so ein geiles Jahr mit uns feiern konnte! Dazu gehörte auch die neue oberfette, neue Anlage auf dem Mainfloor der Ebene Zwo und einer fetten Einweihungsparty im neuen Jahr steht jetzt nichts mehr im Wege! Aber, was war das bitte für ein irrer Monat im MAUERPFEIFFER! Der erste Advent wurde trotz der kalten Jahreszeit mit einer überaus heißen CADMIUM standesgemäß unchristlich eingeleitet. Schöne Menschen in schönen Outfits war hier das Stichwort! In der zweiten Woche bescherten uns die Jungs des Weitweitweg Kollektivs aus Trier mit Heinz Music Labelchef Marcus Meinhardt eine melodisch angehauchte Nacht der Extraklasse. Am dritten Wochenende des Monats kamen Techno sowie Hardtechno Fans mit der STRAIGHTFORWARDTECHNO und der STARK voll auf ihre Kosten! Zum Heiligen Abend spielte Karotte traditionsgemäß ein legendäres 8h Set auf Ebenezwo, immerhin kommt er mittlerweile schon das zehnte Jahr infolge an Weihnachten an den Kreisel – Familie eben! Frisch beschert ergänzte die ADAPTER das Menü des zweiten Weihnachtstages im MAUERPFEIFFER mit einem Hauptgang der seinesgleichen sucht. Gleich zwei Headliner des momentan angesagtesten Berliner Trendlabels BCCO konnten mittels ihrer durchweg treibenden Sets von Anfang bis Ende für pure Ektase auf dem Dancefloor sorgen. Der Rest ist Geschichte!

   Ein Highlight, auf dessen Wiederholung wir aus bekannt tragischem Grund lange warten mussten, wurde ging jetzt endlich am zweiten Weihnachtsfeiertag wieder an den Start, höchstwahrscheinlich ganz im Sinne des Urhebers. Gemeint ist natürlich die Neuauflage der MOA WINTER EDITION im wunderschön-eisigen Vorgarten des SILODOM. Wer früher im BÜRGERPARK RONDELL schon mal mit dabei war, wusste genau, was in hier erwartete: jede Menge feierwütige Menschen, beste technotische Vibes von A wie Endlich, Denis Keiner bXb Römisch111, Viktor bXb Flosse u.a. und das alles in einer hinreißenden Atmosphäre. Kurz: Open Air vom Feinsten nach dem inoffiziellen Motto: „Endspiel? Welches Endspiel?“! Das hat garantiert allen gefallen, auch denen die von oben zugeschaut haben!

  Quasi um die Ecke vom Bürgerpark wurde im EGO selbstredend auch wieder heftigst gefeiert und eskaliert. Ob bei der Clubshow mit LOREDANA oder der schönes italienischen Nacht – im Dezember herrschte an jeden Öffnungsabend Ausnahmezustand bis in den Morgen hinein. Ob das an den zahlreichen Flaschen lag, bei denen die Korken knallten oder hierfür die feiernden Menschenmassen verantwortlich waren, wird sich wohl nie aufklären. Denn als guter Gast kann man sich entweder nicht erinnern oder man behält die schönen Erinnerungen einfach für sich…

Take care    J.K.T

Ausbildung in der saarländischen Stahlindustrie – der Boost für junge Talente!

Mit rund 500 Azubis in bis zu 19 Berufen bilden Dillinger und Saarstahl zusammen den größten Ausbildungsbetrieb im Saarland. Wer hier lernt, lernt mit Tradition – schließlich gingen hier schon viele unserer Eltern und Großeltern in die Lehre. Heute stehen die beiden Stahlpartner mehr denn je für Ausbildung auf höchstem Niveau, sei es in technisch-gewerblichen wie auch in kaufmännischen Berufen.

Und das ist wichtig, denn die Transformation zur CO2-neutralen Stahlproduktion geht mit vielen Neuerungen einher. Insbesondere in den technischen Berufen stellt der Fachkräftenachwuchs den Schlüssel für die erfolgreiche Einführung neuer, innovativer Technologien dar und ist somit direkt am Wandel hin zur Digitalisierung und Industrie 4.0 beteiligt. Aber auch in anderen Berufsfeldern genießen die Azubis von Dillinger und Saarstahl eine High-End-Ausbildung, was ihnen im Hinblick auf die Zukunft viele Perspektiven eröffnet.

Der Erfolg einer Ausbildung hängt dabei nicht unbedingt von guten Schulnoten ab – Talent spielt oft eine viel entscheidendere Rolle. Das macht auch die aktuelle Kampagne „Boost Your Talent“ deutlich: Sie ermutigt junge Menschen dazu, bei der Berufswahl auch auf persönliche Talente zu setzen und diese im Rahmen einer Ausbildung weiter auszubauen. Infos zu allen Ausbildungsberufen sowie zur Bewerbung 2023 gibt’s online unter www.boost-your-talent.com.