• Termine News und Wissenswertes aus Saarbrücken, dem Saarland und der Welt:

L!VE-Team

Gesicht des Monats: Wolfram Jung

Die Aktion #GeileStadtBrauchtGeileAktion war eine kleine, bunte und vielleicht auch leicht größenwahnsinnige Vision, zu der sich ein paar Saarbrücker Musiker, Gastronomen und Instagramer angestoßen vom SR-Journalisten und Filmemacher Wolfram Jung, zusammengeschlossen haben – und genau deswegen ist der Mann quasi stellvertretend unser Gesicht des Monats. Ein Ziel des Projekts war durch kleine Werbevideos und eine Crowdfunding Kampagne unter dem Hashtag #GSBGA Geld fürs Nauwieser Viertel einsammeln. Mit dem Ergebnis sind die Initiatoren im Prinzip sehr zufrieden, sagt Wolfram Jung: „Viele Menschen hatten Spaß an der Aktion, die Rückmeldung der Gastro ist super positiv, Mitte Juli hatten wir eine total verrückte und lustige Abschluss Aktion und es stehen schließlich knapp 3.000 Euro auf dem Konto. Neben dem Geld haben sich aber auch Kontakte ergeben, die helfen wollen. Der ladyscircle 66sb zum Beispiel wird bei der Organisation der Kinderbelustigung helfen, so dass dort erst gar keine Kosten entstehen. Außerdem helfen die Ladys bei der finanziellen Abwicklung, was bedeutet, wir sind jetzt offiziell gemeinnützig, können Spendenquittung ausstellen und so. Und der Circle wird wohl in Kooperation mit #GSBGA noch etwas im Viertel veranstalten, das sie komplett bezahlen. In der Planung ist noch ein Viertel-Wochenende, an dem wir das gesammelte Geld raushauen. Kinderbelustigung, Musiker, Nachwuchs DJ Wettbewerb. Dieses Wochenende soll dafür da sein, dass die Geschäfte im Viertel sich präsentieren können. Kein Fest, eher so was wie verkaufsoffener Sonntag. Klar ist schon mal, die Ladycanes werden wieder dabei sein – und es wird klein bisschen einhorny.“

Saarlouiser Festungstage mit spannendem Programm  

Die Vaubaninsel ist trotz der anhaltenden Pandemie Anlaufpunkt für Touristen, Spaziergänger und Musikfreunde. Dank des ausgefeilten Hygienekonzepts können nun aber wieder Veranstaltungen mit bis zu 200 Gästen stattfinden. Das Kulturamt konnte mit verschiedenen Kooperationspartnern ein vielfältiges Kulturprogramm für alle Musikgeschmäcker und Altersgruppen erstellen. Zu den Höhepunkten des Programms zählt die Latin Night mit De Corazon und mit Eddie Gimler an der Gitarre am 13. August. Eingebettet in ein stimmiges Gesamtkonzept aus Dekoration und kulinarischen Spezialitäten taucht das Publikum in südamerikanisches Flair und die Musik von Carlos Santana ein.  Am 18. September betreten mit Frau Wolf und Mega! Mega! die jungen Wilden die Bühne der Vaubaninsel. Singer-Songwriter-Pop trifft auf Indie-Rock, deutschsprachige Texte auf Gitarrenmusik. Beide Formationen haben ihre Wurzeln in Saarlouis und konnten das Gremium des Kulturfonds davon überzeugen, ihre Projekte zu unterstützen. Das Publikum erwarten frische Musik und Musiker die sich freuen, endlich wieder auf der Bühne zu stehen.

Weitere spannende und abwechslungsreiche Veranstaltungen auf der Vaubaninsel auf www.facebook.com/SaarlouiserFestungstage

Das Wetteifern um die beliebten Pfannen kann beginnen

Aller guten Dinge sind 12, zumindest in der Kleinkunst. Denn genau so viele handverlesene Künstler werden beim Wettbewerb um die heiß begehrten Pfannen antreten. Bei der St. Ingberter Pfanne vom 4. bis 10. September erwartet die Zuschauer in der Industriekathedrale auf der Alten Schmelz die neuesten Highlights der Kleinkunstszene. Los geht es am Samstag mit Matthias Reuter und „Wenn ich groß bin, werd‘ ich Kleinkünstler“. Im Anschluss bewegt sich Annika Blanke facettenreich von lauter Komik bis hin zu nachdenklichen Tönen. Den dritten und letzten Auftritt des Eröffnungsabends bestreitet Amjad mit „Radikal witzig“. Am zweiten Wettbewerbstag wird die Welt zwar nicht geschönt, aber dennoch schöner mit Uta Köbernick und „Ich bin noch nicht fertig“. Danach steht ein alter Bekannter, Jan van Weyde mit seinem Solo-Programm „Große Klappe die Erste“ auf der Bühne. Anne Folger kommt anschließend mit ihrem Programm „Fußnoten sind keine Reflexzonen“ daher. Nach einem Tag wohlverdienter Pause geht es musikalisch mit Tanja Silcher weiter. „Mutige Gedanken“ werden frech, provokant oder ironisch präsentiert. Danach gehört die Bühne Kathi Wolf, die nicht nur Bachelorette der Psychologie ist, sondern auch preisgekrönte Schauspielerin und leidenschaftliche Kabarettistin. Den dritten Wettbewerbsabend beenden Fischer & Jung und sorgen mit „Innen 20, außen ranzig“ für strapazierte Lachmuskeln. Den vierten und letzten Pfannentag eröffnet ein Meister des Poetry-Slam. Artem Zolotarov wird mit seiner „Adoptivsprache“ das Pfannenpublikum abgrundtief mitreißen. Danach lassen Schnaps im Silbersee mit ihrem „Synapsensilvester“ ein unerwartetes Klangfeuerwerk los. Der Wettbewerb endet mit Mia Pitroffs Erkenntnis „Wahre Schönheit kommt beim Dimmen“.

Alle Infos auf st-ingbert.de. Der Vorverkauf der Abonnements ist bereits gestartet.

Encore … Kultur am Ufer

„Encore… Kultur am Ufer“ heißt ein neues Festivalprojekt des Regionalverbandes Saarbrücken. Namensgebend ist die neue schwimmende Bühne, die vom 14. August bis 4. September entlang der Saar „Volkstheater“ im besten Sinne in die Stadt bringt. Vorwiegend mit Künstlerinnen und Künstlern aus der Region finden mehr als 30 Veranstaltungen an insgesamt 13 Tagen statt: Straßentheater, Tanz, Akrobatik, Jonglage, Musik, Poetry Slam, Lesungen, Kindertheater, Zauberei, Walking Acts, Wasserstraßentheater und Straßenmusik. Los geht es am Samstag, den 14. August, mit Blasmusik auf Stöckelschuhen. Das „Mademoiselle Orchestra aus Frankreich steht für schräge Musik-Comedy der knallbunten Art. Kurioses verspricht eine Handstandartistin, die schräge Einblicke in das Leben von Akrobaten gibt. Die „Theaterkumpanei“ stemmt sich mit dem „Kleinen Prinzen“ gegen die Herzenskälte. Mitglieder der Deutschen Radio Philharmonie und des Saarländischen Staatsorchesters laden zum Zuhören und Träumen ein. „Destino Tango“ huldigen in ihrem Programm den Tango Nuevo à la Astor Piazzolla. Ob Akrobatik, Kindertheater, Musik, Feuerkünstler, Clowneskes oder eine „himmlische Sonderbohrung nach Erkenntnis“… Das Festival-Programm ist vielversprechend, weckt die Sinne und steht für Kultur und Unterhaltung mit hohem Entertainmentfaktor.

Festival „Encore… Kultur am Ufer“ vom 14.08. bis 04.09. an der Saar in Saarbrücken

Mein Lieblingsding: Das Skelett

Die 27jährige Christina Gros ist von Haus aus gelernte Physiotherapeutin und beendet demnächst noch eine Ausbildung zur Osteopatin. Die gebürtige Homburgerin teilt ihr Leben mit gleich zwei Lieblingen, wobei die Nummer Eins dabei ganz klar ihr Freund Florian ist, denn der ist aus Fleisch und Blut. Im Gegensatz dazu ist ihr Lieblings-Ding nur aus Kunstsoff, zum Glück, denn es handelt sich um ein ausgewachsenes Skelett in Originalgröße. Der knochige Geselle, der klaglos auf immer wechselnde Namen hört, hat seinen Weg in ihrem Haushalt berufsbedingt gefunden, denn er diente während der Ausbildung als Anschauungsexemplar beim Lernen. Mittlerweile hat er aber auch andere Anwendungsgebiete erobert, wie zum Beispiel Halloween-Partys, bei denen er gerne seinen dekorativen Beitrag leistet. Kennenlernen können Saarbrücker den wortkargen Zeitgenossen allerdings erst nächstes Jahr, wenn sich Christina selbstständig macht – und dabei darf er natürlich nicht fehlen.

Wasting my young years

Hallo Mikrokosmonauten: Lasst uns zurückkehren zur Unbeschwertheit! 

Sommer 1994. Ich hoffte, er ginge nie zu Ende. Meine Cousine hatte gerade den Führerschein frisch in der Tasche und wir düsten mit dem alten Kadett ihres Vaters durch unsere Hood. Sie war damals neben Alicia Silverstone aus den Aerosmith-Videos mein absolutes Vorbild. Wir liebten Holzfällerhemden und schnitten die Hosenbeine unserer ausgemusterten 501er so kurz es ging und es für unsere Mütter moralisch noch im Rahmen war. Unser Bewegungsradius begrenzte sich auf etwa 15 Kilometer. Für mich bedeutete eine Fahrt von meinem Heimatort nach Saarbrücken fast eine Weltreise. Ich ließ mir heimlich ein Nasenpiercing stechen und nahm es zum Sonntags-Besuch bei Opa immer raus. Gelegentlich gab es einen  Jungen, den ich in einer dunklen Ecke küsste. Und immer wieder Freibad, zelten und Pizza beim Lieblings-Italiener. Natürlich zum Mitnehmen und an einem verlassenen Ort essen. Gerne an einer Lichtung zwischen zwei Wäldchen. Letztendlich war dies die schönste Zeit meines Lebens, wenngleich es auch damals schon schöne und weniger schöne Tage gab. An den weniger schönen rief niemand an oder das Wetter war schlecht. Oder der süße Junge aus dem Schwimmbad lächelte nicht zurück. Oder mein geliebtes Joghurt-Eis war aus. Andere Probleme gab es nicht. Weiterlesen

Überleben unter Kollegen

Wer kennt die Momente nicht, in denen man sich mit lauter nackten Models auf seiner Luxusyacht räkelt, kühlen Champagner aus heißen Bauchnabeln schlürft und Delfine bei deren Luftakrobatik beobachtet, bevor man sie mit der Harpune zum Essen einlädt. Augenblicke, von denen ein Mann sich wünscht, sie würden nie enden. Was sie jedoch abrupt tun, wenn einen der Wecker aus der sonnigen Traumwelt reißt und in die düstere Realwelt zurückholt. Plötzlich ist alles nur noch halb so erotisch, wenn einem im Halbschlaf bewusst wird, dass da die ganze Zeit keine heiße Mieze am Ohr knabberte und zu einem ins Bett wollte, sondern bloß der eigene Hund…

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PLEASURE – Made in Saarland

Meerora ist Sabrina Kleinas und Sabrina Kleinas ist Meerora – und dennoch ist beides nicht dasselbe.

Die Saarbrücker Künstlerin Sabrina Kleinas ist von Mutter Natur reicht beschenkt worden. Sie hat nicht nur ein ungemein attraktives Äußeres, sondern ist auch mit vielen, unterschiedlichen Talente gesegnet. Ihre Karriere begann sie mit einer eher unspektakulären Ausbildung zur Bürokauffrau, startete dann als Model und Fotografin durch und pendelt seither zwischen Saarbrücken, Paris und anderen Metropolen hin und her. Mit ihrer Reihe „Women in Explosion“, die Frauen während des Orgasmus‘ unter Wasser zeigt, erreichte sie vor drei Jahren einen beachtlichen Bekanntheitsgrad, arbeitet aber längst an neuen Projekten. Jetzt präsentiert das Multitalent zusätzlich ihre musikalische Begabung in Form ihres Alter Ego „Meerora“, einer Fusion aus den Worten „Meer“ und „Ora“, dem hebräischen Begriff für Licht, das für sie eine wichtige Rolle spielt. Dieser Charakter ist eigentlich nur die stimmige Weiterentwicklung ihres künstlerischen Kosmos rund um die Werte, für die sie bereits mit ihren fotografischen Arbeiten steht. Jetzt hat sie ihren ersten Titel „Pleasure“ veröffentlicht. Der Release des höchst sehenswertem Videos war bereits Anfang Juli, und lässt nur einen Schluss zu: Wer kann, der soll!

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Gemeinsam für die #Kinoliebe!

Endlich können die saarländischen Kinos nach über einem halben Jahr der Schließung ab 1. Juli wieder öffnen. Die sinkenden Infektionszahlen stimmen die Kinomacher zudem optimistisch, die Kinos auch dauerhaft geöffnet zu halten. Die saarländischen Betreiber waren in den Monaten der „Zwangspause“ nicht untätig, haben ihre Zusammenarbeit intensiviert, sich regelmäßig in Online-Konferenzen ausgetauscht, um die Wiedereröffnungen gemeinsam anzugehen. Schon Ende Januar wurde dafür beschlossen, eine bundesweit einzigartige, gemeinsame Aktion für das Saarland ins Leben zu rufen. 21 inhabergeführte und kommunale Kinos aus dem ganzen Land starteten eine Kampagne mit gemeinsamer Webseite und Social Media Präsenzen, um die Kinoliebe zu teilen und mit verschiedenen Aktionen Lust auf den nächsten Kinobesuch zu machen. Unter dem Motto „Gemeinsam für die #Kinoliebe“ soll deutlich werden, wie sehr sich alle freuen, endlich wieder Gäste empfangen zu können, wieder ein abwechslungsreiches Programm zu bieten und Filme dort zu zeigen, wo sie hingehören: auf der großen Leinwand! Auf der Webseite kinoim.saarland wird in den kommenden Wochen Lustiges und Informatives rund um den Ort Kino zu finden sein, aber auch mehr über die Personen, die mit Leidenschaft diese Kinos betreiben. Alle Kinos verfügen natürlich als Veranstaltungsstätten über Lüftungsanlagen und die bewährten Hygienekonzepte und werden alles tun, um ein sicheres, aber auch entspanntes Kinoerlebnis zu ermöglichen – Filme wieder erleben, statt sie einfach nur zu sehen!

Alle Infos und Links zu gemeinsamen Social Media Präsenzen und den teilnehmenden Kinos auf kinoim.saarland

Over the Rainbow …

In unserer Rubrik Perspektivwechsel betrachten wir Themen und Fragestellungen aus dem Blickwinkel queerer Menschen. Die letzten beiden Monate waren gesellschaftlich stark geprägt von der Fußballeuropameisterschaft und dem internationale „Pride Month“ im Juni. So fand auch die „Sport Pride“ statt, mit dem Ziel Sichtbarkeit und Akzeptanz von LGBTQ (Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen) in Amateur- und Profisport zu fördern. Diesem Aufruf folgte unser Nationaltorwart Manuel Neuer und ging bei der Fußballeuropameisterschaft mit leuchtendem Beispiel voran, indem er mit seiner Regenbogen-Armbinde ein klares und unmissverständliches Zeichen dafür setzte.  Dieses klare Statement von Manuel Neuer war der Auftakt einer Reihe kontroverser, zum Teil entlarvender Diskussionen, rund um die (nicht) Haltung der UEFA (Union of European Football Associations).

Diesen Monat spricht unser Autor Marc Kirch über all diese Ereignisse mit Christian Rudolph, dem offiziellen Beauftragten für Vielfalt des DFB (Deutscher Fußball Bund) und LSVD-Vorstand:

Hier gehts zum Interview mit Christian Rudolph