Dieser Sommer – und im Besonderen die letzten Augustwochen – waren wieder einmal ein Ausbund an geselligem Treiben in unserer kleinen Metropole. Egal ob drinnen oder draußen oder sogar auf unserem Flüsschen, wo ein Wille war, da wurde auch gefeiert und das mit richtig Schmackes, ebenso wie es sich gehört. Dabei etabliert sich der Saarbrücker Osten von St. Johanner Markt über Staden und Mainzer Kiez bis zum Osthafen immer mehr als wunderbare Startrampe in lange Partynächte und man könnte man fast meinen in einer wirklichen Großstadt zu sein. Vor allem Letztgenanntes hat sich gerade jetzt, wo es Mitte August nochmal richtig heiß wurde, zu einem tollen Treffpunkt und Fixstern im Saarbrücker Osten entwickelt. Solche Plätze hat Saarbrücken gebraucht und deswegen ist es jetzt umso schöner, dass es sie gibt. Zwar gibt es zwei, drei Locations, die immer voll sind – dann leider auch mit enormen Schlangen vor der Tür – aber dem gegenüber steht ein Mittelfeld mit vielen Clubs, in denen es immer vom Motto abhängig ist, was und vor allem wie viel da geht. Und zu guter Letzt leider auch eine ganze Reihe von eigentlich üblich verdächtigen Orten, die zumindest teilweise, wenn nicht gleich ganz die Segel gestrichen haben und Sommerpausen eingelegt haben. Bleibt nur zu hoffen, dass die im Herbst wieder alle mit am Start sind. Manchmal ist mehr nämlich wirklich mehr!
Starten wir unseren Streifzug diesmal in Neunkirchen und zwar mit einer der beliebtesten Feiereien der letzten Jahre. Durch den Umzug der Bruch Brauerei in die Hüttenstadt ist nämlich auch das BRUCH BRAUEREIFEST umgesiedelt. Die Premiere am neuen Ort hat dann auch gleich mal klar gemacht, dass es hier genauso ungebremst weiter geht wir früher in Saarbrücken! Vielleicht auch deswegen war es diesmal vom Altersmix her vielleicht noch breiter gefächert als sonst, denn der reichte vom Studentischen bis hin zum ein oder anderen Silberrücken. Ist ja auch kein Wunder, denn auf dem historischen Areal der Stahlwerke Neunkirchen war richtig viel Platz. Das war zwar beim Bruch-Brauereifest bisher kaum vorstellbar, aber so wurde dieses Fest auch am neuen Spielort ein absolutes Highlight. Den Soundtrack lieferten diesmal in Vertretung der urlaubsbedingt verhinderten Dynamic Lounge u.a. Manni Manta und Malibu Multi und machten das Ganze zu einer Angelegenheit gehobener Vergnügungsordnung. Da kann man sich zurecht schon aufs nächste Jahr freuen
Was 2024 als spontane Idee begann, hat sich längst zum festen Termin im Saarbrücker Eventkalender gemausert: Die STADEN DEL SAAR Party ist mehr als nur ein Open-Air, sie ist ein Lebensgefühl. Nach dem erfolgreichen Auftakt im Frühsommer 2025 wurde jetzt Mitte August direkt nachgelegt. Zur dritten Ausgabe Ende Juni 2025 strömten rund 2.000 Gäste an den Staden und mit ähnlich vielen Leuten feierten trotz durchwachsenem Wetter auch diesmal wieder. Denn wenn die Beats stimmen und die Sonne sich am Abend doch noch durch die Wolken kämpft, wird die Wiese am Saarufer zur Tanzfläche mit Urlaubsflair. Der Staden verwandelte sich erneut in eine urbane Strand-Oase: Liegestühle, Palmen, Beachclub-Vibes und eine Tanzfläche direkt am Wasser. Sechs DJs – darunter lokale Größen wie Frank S., Kastel und Yanick M sorgten bis 22 Uhr für den perfekten Soundtrack aus House, Afrohouse und sanftem Techno. Nebelmaschinen, Seifenblasen und sogar ein paar tanzende Kids in den frühen Abendstunden machten das Ganze zu einem bunten Spektakel für alle Generationen. Auch kulinarisch wurde nicht gegeizt: Burger, Flammkuchen, Crêpes, Eis, Cocktails und feine Weine – alles, was man für einen entspannten Sommerabend braucht. Die Mischung aus guter Musik, leckerem Essen und liebevoller Gestaltung zog ein Publikum an, das einfach Lust auf Leben hatte. Ob mit Freunden auf der Picknickdecke, barfuß tanzend im Gras oder einfach nur mit einem Drink in der Hand den Sonnenuntergang genießend – „Staden del Saar“ war schon so ein Ding, an dem der Sommer in Saarbrücken sein Herz verliert.
Doch auch im Herzen der City unterstütze das SEVEN mit tollen Getränke- und Eintrittsspecials vielfältigste Partyaktivitäten nur allzu gerne und sorgte somit dafür, dass auch in tropischen Sommernächten die Kehlen nie trocken bleiben. Der Club mausert sich sowieso mehr und mehr vom Geheimtipp zur amtlichen Party-Hot-Spot. Mit wechselnden Mottos wurde für Abwechslung gesorgt, sodass es nie langweilig wurde, vor allem auch weil, anstatt sich auf den bisher erreichten Lorbeeren auszuruhen, neue, spannende Konzepte im SEVEN auf den Weg gebracht wurden. Schönes Beispiel hierfür ist die niegelnagelneue Qualitäts-Bespassung namens VIRAL, die gleich mal alle Anwesenden mit massiven Specials eindeckte. Beste mixed Music von Sing Along, Club Beats und Charts holten den maximalen Feierfaktor aus dem Laden heraus. Aber auch „altgediente“ Partykonstanten wie die ORANGE sorgten für reichlich Eskalation im bisher heißesten Monat im Saarbrücker Nachtleben 2025. Und es steht zu „befürchten“, dass die im SEVEN auch im nahenden Herbst wieder richtig steil gehen. Mitfeiern dringend empfohlen!
Dass die Saarbrücker Clubszene im Sommer nicht so gut besucht wird, ist wohl in den letzten Wochen vielerorts nachhaltig als Märchen enttarnt worden, denn auch das EGO hat Woche für Woche das Gegenteil bewiesen. Unter dem Zeichen der tief schwingenden Hüfte hieß es bei heißesten Temperaturen ging es gleich am ersten August-Wochenende bei der MALI besonders heiß her. Dafür wurden weder Kosten noch Mühen gescheut. Jede Menge Specials für die Gäste und massive Deko wurden zur maximalen Spaßeskalation organisiert. Die Vorfreude war somit riesig und alle Erwartungen wurden mehr als erfüllt. Volle Hütte, grandiose Musik, ein fantastisches Publikum, literweise kalte Getränke und die ausschweifende Stimmung machten den Abend trotz Hitze zu einem vollen Erfolg. Mitfeiern war dringend empfohlen! Aber auch bei den regelmäßigen Partys haben Heerscharen von Partypeople und Artverwandtem den Laden nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen. Aber das ist hier ja schon normal. Wunderschöne Girls & Boys, gutgelaunte Barkeeper eine eskalierende Crew und jede Menge kühle Drink – da wächst die Club Community zusammen und aus Fremden Freunde werden!
Die KUFA ist schon längst wieder eine ganz eigene und sehr erfolgreiche Marke. Seit ein paar Monaten feierten hier zu ausgesuchten Events wieder ganze Heerscharen Vergnügungswilliger als gäbe es kein Morgen und die Location bietet ja nun wirklich alles, was es für eine amtliche Partynacht braucht. Gleich auf mehreren Floors gab es ein mitreißendes Spektrum unterschiedlichster Musikstile und dazu noch eine Wahnsinns-Cocktailbar, so konnte man es sich hier im August gut gehen lassen. Allein schon die Liste der Special Acts die den Laden in den letzten Wochen auf den Kopf gestellt haben, spricht Bände und überzeugt jeden, dass in der Location immer beste Unterhaltung garantiert ist, wie unlängst die wirklich oberfette RUSSIAN INVASION FESTIVAL die massiv unter Beweis gestellt hat, dass man auch heute noch wie früher feiern kann – oder sogar noch härter!
„Hier geht’s richtig zur Sache“ so beschrieb der Mitbegründer vom APARTMENT und Legende des saarländischen Nachtlebens DJ Thomas den August in seinem Stadtwohnzimmer beschreiben. Und tatsächlich, der August 2025 ließ kein T-Shirt trocken! Es gab aber auch wirklich jede Menge andere Dinge, Events, die hier richtig zur Sache gingen. Die MEMORIES zum Beispiel ging in der zweiten Woche richtig steil an die Decke, genauso wie die neue Partyreihe BLÜMCHEN richtig fett abräumte. Alle Abende waren natürlich speziell dekoriert und die ganzen Räumlichkeiten des APARTMENT umgestaltet. Und es wurde freitags sowie samstags zügellos getanzt, angeschaut, verliebt, geküsst, gestritten, getrennt, wieder gefunden und zu guter Letzt auf ein neues Verliebt. Im APARTMENT wird gelebt und heiß geliebt, dann wird das auch ein heißer Herbst.
Das eine Sommerpause nicht wirklich ereignislos sein muss, bewies das STUDIO 30 eindrucksvoll am letzten Augustsamstag. Denn hier gab es trotz „Sommerpause“ direkt wieder gute Musik auf die Ohren. Nachdem zuletzt Authority Zero + The Corps in der Mainzer Straße zu Gast waren und mit melodischen Vocals und treibende Gitarren sorgten für ausgiebige Moshpits sorgten, war es jetzt die ALS WÄRS DAS LETZTE MAL Party für Fans der dunklen Szene. Die Gothic Party mit elektronischer und rockiger Gothic Musik ließ die Sounds des HEAVEN in der Brebacher Landstrasse wieder aufleben. Zum Glück ist jetzt im September die (Nicht-)Sommerpause dann auch offiziell Geschichte und die Saison startet mit einem vollständigen Programm inkl. TANZPALAST und vielem mehr!
Aber nicht nur in Saarbrücken wussten sie, wie man die Nacht mit Nachdruck zum Tage macht. Jetzt kann die Gemeinde Püttlingen zwar nicht unbedingt mit einer lebendigen Clubszene aufwarten, um es vorsichtig zu umschreiben, aber dafür haben die Einwohner von Köllerbach das WEINFEST in der BURG BUCHERBACH. Das ist jedes Jahr ein mehr als adäquater Ausgleich und strotzt vor brutaler Partypower. Von der Stimmung, die so Jahr für Jahr mit Leichtigkeit generiert wird, sollten sich so manche Altstadtfeste in wesentlich größeren Ortschaften ruhig mal eine Scheibe abschneiden. Allein die oberfette Bühne mit Monsteranlage, die da wieder hingestellt wurde, war mal wieder eine wahre Pracht und wahrscheinlich war DJ Kasimir noch bis weit hinter Heusweiler zu hören. So geht Open Air Sommer und wir freuen uns jetzt schon auf nächstes Jahr!
Zum guten Schluss noch ein kurzer Abstecher an die Jägersburger Weiher. Das Pizzeria – Ristorante IL LAGO ist eher für seine Küche und die tolle Seeterrasse bekannt und offen gestanden weniger als Party Hot-Spot. Aber da gab es im Mitte August eine Ausnahme und was für eine! Bei der feierte das Partyvolk, als gäbe es kein Morgen. DJ Fonz, der gefühlt in letzter Zeit nur noch in Restaurants auflegt, tat sein Bestes den Floor zu rocken, allerdings anfangs mit ein paar technischen Schwierigkeiten. Die Anlage wollte einfach nicht richtig klingen, der Feierspaß drohte ein Loch zu bekommen und Fonz schien schon der Verzweiflung nahe. Doch da kam zufällig die Rettung in Form des Veranstaltungstechnik-Guru Armin E. (u.a. N8WERK, SEVEN, APARTMENT) auf einer Entspannungsrunde um den Weiher vorbei geradelt. Fonz klagte ihm sein unüberhörbares Leid und der Technik-Flüsterer sah mal geschwind nach dem Rechten. Schnell waren Kabelverbindungen und Einstellungen überprüft – mit beeindruckendem Erfolg, denn jetzt klang die Anlage plötzlich mindestens so gut wie sie aussah. Es geht doch eben nichts über kompetente Nachbarschaftshilfe ungeachtet etwaiger Konkurrenz-Gedanken, denn eigentlich ist Armin E. für die Geschicke des OPEN AIR BISTRO auf der anderen Seite des Teichs verantwortlich. Auf jeden Fall eskalierte die Feier dann ratzfatz und Jägersburg setzte wieder ein fettes Ausrufezeichen auf die Partylandkarte des schönsten Bundeslandes der Welt.
In diesem Sinne, take care
J.K.T





















