Das saarländische Duo Perlregen startet mit neuem Album ins neue Jahr.

Stell Dir vor, Du schaust nichtsahnend deine Lieblingssoap im Privatfernsehen und auf einmal läuft da deine Musik! Bei Perlregen war es sogar noch skurriler, denn selbst hatten die das gar nicht mitbekommen, sondern mussten erst von Fans via Social Media darauf aufmerksam gemacht werden, dass sie den Soundtrack für GZSZ geliefert hatten. „Wir haben keine Ahnung wie wir da reingerutscht sind“, ist alles was die Band zur Aufklärung beitragen kann.

Die Band ist Perlregen, eine Deutschpop-Duo aus Saarbrücken, das seit einigen Jahren die regionale Musikszene bereichert und längst auch über die Grenzen des Saarlands hinaus Aufmerksamkeit erregt. Gegründet wurde die Band 2018 von Martina Schlaucher, deren klare und emotionale Stimme den Sound prägt, und Thomas Lapp, Gitarrist und Produzent, der für die musikalische Basis sorgt. Ursprünglich waren sie sogar zu viert in der Band, aber nach dem ersten Erfolgsalbum „Meine Welt“ stimmte die Chemie in der Band nicht mehr so wie früher. Kreative Differenzen wurden größer und schließlich fiel die bis dahin schwerste Entscheidung der Bandgeschichte und sie trennten sich vom Schlagzeuger und Bassisten. Ein Schritt, der weh tat, aber nötig war. Doch das war nicht das Ende, sondern ein ganz neuer Anfang! Martina & Thomas, die beiden Herzen der Band, entschieden sich, ihren Weg als Duo weiterzugehen. Und damit war klar: „Zu Zweit“ wird nicht nur ihr neues Motto, sondern auch der Titel ihres nächsten Albums!

Die Reduzierung auf ein Duo, hat sich längst als der zweifellos richtige Weg herausgestellt. Gemeinsam erschaffen sie Songs, die zwischen eingängigen Melodien und tiefgründigen Texten balancieren. Musikalisch bewegt sich Perlregen im Spannungsfeld von klassischen Pop-Balladen und modernen Deutschpop-Produktionen, in klarer Abgrenzung zum Schlager. Ihre Stücke erzählen von Liebe, Mut und Zusammenhalt, aber auch von gesellschaftlichen Themen. Besonders eindrucksvoll ist ihr Song „Gegen Hass“, der zeigt, dass Popmusik nicht nur unterhalten, sondern auch Haltung transportieren kann. Andere Titel wie „Sternenkind“, „Diamantenregen“ oder „Du selbst zu sein“ greifen persönliche Erfahrungen auf und verwandeln sie in universelle Botschaften, die viele Hörerinnen berühren.

 

Leben im Hotel

Die Band ist fest in der saarländischen Szene verankert: Auftritte bei lokalen Festivals, Benefiz-Veranstaltungen und Clubkonzerten gehören ebenso zu ihrem Alltag wie die Präsenz in regionalen Medien. Darüber hinaus boten langfristige Engagements Top Hotels wie dem Brenner’s Park Hotel Baden-Baden oder dem Eden Rock in Ascona (CH) fantastische Bühnen und die Möglichkeit interessante Menschen zu treffen ganz besondere Kontakte zu knüpfen. Thomas ergänzt: „Und wir haben vor allem eine unglaubliche Routine und Übung erarbeiten können. Wenn Du 20-mal in der Woche spielst, das ist eine Erfahrung, da kannst Du Dir im Proberaum nicht erarbeiten. Und wir haben natürlich auch lustige Sachen erlebt unglaubliche Leute getroffen, wie zum Beispiel Jason Orange von Take That. Der saß in einem unserer Konzerte und bei dem Song „Mr. Bojangles“ kam lautstark Jubel und Applaus aus dem Publikum und er blickte um die Ecke und feierte den Song mit den Worten: „That’s my jam!“

Obwohl das Duo Privates gern privat lässt, können sie Pläne zu ihrer Verehelichung in diesem Jahr nicht so ganz abstreiten und natürlich spielt auch diesbezüglich ein Treffen im Hotel eine Rolle. Martina räumt ein: „Wir werden aber nicht groß feiern, nur eine standesamtliche Trauung und dann schütten wir im Garten ein bisschen Sand auf und stellen eine Aufblaspalme dazu.“ Ganz so einfach wird es dann aber wohl doch nicht bleiben, denn einen Hochzeits-Sänger haben sie auch schon, wie Thomas ausplaudert: „Eigentlich haben wir die Zusage von Robert Hart, dem legendären Sänger von Manfred Mann’s Earth Band, auf unserer Hochzeit zu singen. Den haben wir auch im Hotel bei einem Fotoauftrag kennengelernt und der war supersympathisch und wir haben den ganzen Abend zusammengesessen. Da haben wir ihn einfach gefragt: „Robert, singst du auch auf unserer Hochzeit? ‚Could you be loved‘ von Bob Marley. „Yes, it’s a date!“ war seine Antwort.“ Beim Namedropping kann Martina noch einen draufsetzen, wenn auch nicht ganz so sympathisch: „Zu den witzigen Begegnung gehörte zu Beispiel auch Ralph Siegel. Das war sogar ein geplanter Termin, um Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszuloten, aber wir haben gleich nach ein paar Augenblicken entschieden, das passt nicht. Der hatte ernsthaft eine Vision wie wir mit zwei weißen Gitarren und weißen Hüten singen – und als er dann noch erklärte „Der Name ist scheiße“ war es dann für uns vorbei.“

 

Der Name ist scheiße

Name hin, Name her, es gelingt ihnen auch so, durch Streaming-Plattformen und Radiosender auch ein überregionales Publikum zu erreichen. Ihre Alben – darunter „Meine Welt und Drei“ – zeigen die Entwicklung von einem ambitionierten Duo hin zu einer festen Größe im deutschen Pop-Kosmos. Was Perlregen besonders macht, ist dabei die Verbindung von Authentizität und Professionalität. Sie schreiben Texte, die nah am Leben sind, und kombinieren diese mit einem Sound, der sowohl intim als auch kraftvoll wirkt. Damit schaffen sie eine Brücke zwischen Saarbrücker Clubkultur und der großen Deutschpop-Welt – und beweisen, dass aus der Region heraus Musik entstehen kann, die weit trägt. Jetzt ist zum Jahresende ihr neues, viertes Album „2 Seiten, 2 Welten“ erschienen, und das sogar ganz klassisch auch als CD, wie Martina berichtet: „Tatsächlich haben wir gar nicht mit einer Nachfrage für CDs gerechnet, aber nach den Konzerten standen die Leute mehr und mehr in einer Schlange und wollten CDs kaufen. Das hat vielleicht auch ein bisschen was mit unserer Zielgruppe zu tun. Wir haben zwar auch junge Fans so ab Mitte 20 oder 30, aber im Wesentlichen hören uns Leute mit einem erwachsenen Mindset, die schon ein bisschen was erlebt haben – und eben dieses Haptische mögen.“

Gleich ob nur digital in der Cloud, das neue Album hat aktuell natürlich einen ganz besonderen Stellenwert für das Paar. Martina beschreibt den Weg dahin: „Das war halt eine Entwicklung. Wir haben uns immer mehr mit Musik auseinandergesetzt. Bedingt durch die Corona Zeit haben wir ja auch unser Studio gebaut, mit Eigenproduktionen angefangen und dann auch für andere produziert, wo Du Dir ja immer auch was mitnimmst für Dich selbst. Wenn Du immer nur Deine eigene Band im Fokus hast, dann droht Dir auch so eine Art musikalische Betriebsblindheit. Wenn Du dann für andere arbeitest, beginnst Du Dich in einem ganz anderen Licht zu sehen, was Dir dann hilft weiterzukommen.“ Thomas führt weiter aus: „Am Anfang arbeitet man nur so in seinem Sicherheitsbereich, seiner Comfort-Zone. Dann experimentiert man ein bisschen mehr, wenn man beispielsweise ein neues Programm beherrscht, dann wagt man sich an neue Sachen heran.“ Das ist den Beiden ganz offensichtlich beeindruckend gelungen, doch damit geht nicht automatisch der große Erfolg einher, fügt Thomas hinzu: „Das alles ändert nichts daran, dass er sehr schwierig ist unsere Musik am Markt zu positionieren. Wir hatten jetzt mit fast allen großen Labels schon Kontakt und wirklich alle fanden unsere Musik super. Gescheitert ist die Zusammenarbeit dann nur an unserem Alter. Das würde nicht mehr passen.“ Martina versucht aufzuklären: „Unsere Texte sind halt zu erwachsen. Das Einzige, was uns bliebe und was wir uns vorstellen könnten, wäre das wir selbst zum Sublabel werden oder den Vertrieb übernehmen.“

Vielleicht wäre es da doch einfacher, sich der Industrie zu ergeben und mit dem „Schlagerstrom“ zu schwimmen, Martina?: „Ich bin mit Schlager aufgewachsen, dem guten alten Schlager, den meine Eltern gehört haben, mit dem Siegesmund, der nicht dafür kann, dass er so schön ist und Co. Das war mein Eindruck von Schlager. Dann wurde Schlager zu halb Techno, halb Ballermann und davon möchte ich mich ganz klar abgrenzen. Dabei fehlt halt auch irgendwo einen klare Linie, die Deutschpop von Schlager abgrenzt und dann kommt die Altersgruppe ins Spiel und ruckzuck wirst Du beim Schlager verortet – und das ist eben nicht unser Ding. Dazu sind uns auch unsere Themen zu wichtig und soziales Engagement, insbesondere wenn es um Kinder geht!“

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