• Termine News und Wissenswertes aus Saarbrücken, dem Saarland und der Welt:

Punktsieg fürs Nauwieser Viertel

Alexander Karle ist vielleicht nicht der bekannteste Saarbrücker Künstler, dafür aber seit seinen Liegestützen in der Basilika mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der umstrittenste. Sein neuestes Projekt allerdings kommt ganz ohne Provokation aus und bringt dafür reichlich Farbe und positive Energien ins Nauwieser Viertel.

Er malt, sprüht, fotografiert, schafft Skulpturen und entwirft Stadtpläne, aber der Stadtforscher sucht auch immer wieder die Kunst im öffentlichen Raum. Manche Saarbrücker haben den Namen Alexander Karle vielleicht schon im Zusammenhang mit seinem Eintopfkochen auf dem Landwehrplatz oder seiner preisgekrönten Skulptur „Karli“ vor der Europa-Galerie gehört. Der Durchbruch in Sachen Bekanntheit war aber zweifellos die Liegestütze-Performance in der St. Johanner Basilika nebst rechtlichem Nachspiel. Seitdem hat er unter anderem Schuh-Installationen im Stadtwald gemacht, einer Trinkhalle im sozialen Brennpunkt neues Leben eingehaucht, die Toiletten seiner Lieblingskneipe zum Kunstwerk gemacht.

Aktuell bemalte er eine Fläche von 100 Quadratmeter mit bunten Punkten und machte die Wand im Nauwieser Viertel damit zu einem echten Hingucker. Bei dem Projekt ging es Karli um Farbharmonien und warme Ausstrahlung, um ein positiv Signal in einer zunehmend verrohenden Gesellschaft zu sehen. Damit die Sprayer-Szene, die dort zuhauf ihre Tags hinterlassen hatte, nicht zu verstimmen, entschuldigte er sich vorab über eine saarländische Graffiti-Seite für das anstehende Übermalen. Mit dem Okay des Hausbesitzers und allen behördlichen Genehmigungen versehen, verbrachte er Ende September auf eigene Kosten sechs Tage zumeist auf Leitern und verschönte in fast 50 Arbeitsstunden eine Wand an der Ecke Grün- und Försterstraße mit geschätzten 5.000 Punkten. Irgendwann hat er das Mitzählen aufgegeben, aber wer will kann ja jederzeit nachzählen. Bemerkenswert ist, dass es dem Künstler gelang, durch ein riesiges Graffiti, genau das Gegenteil jener Provokation zu erreichen, die das Besprayen von Hauswänden sonst für die meisten Hausbesitzer darstellt.

Gemessen an deinen Liegestützen in Basilika ist die Punktewand ziemlich harmlos. Ein Zeichen der Reue?

Seit der Sache mit den Liegestützen, habe ich vier oder fünf sehr zeitaufwendige und intensive Sachen gemacht habe, die auch in der Presse wahrgenommen wurden. Klar ist es etwas Anderes, wenn auf einmal in der Süddeutschen von dir zu lesen ist. Seitdem arbeite ich viel mehr und auch präzise, weil die Aufmerksamkeit einfach da ist. Trotzdem wird das alles nicht so wahrgenommen, wie die Liegestütze, die immer noch über allem stehen. Man könnte also sagen, ich hab’ meine Buße getan. Das war halt alles sehr verkopft und da wollte ich jetzt mal ein Gegenstück machen, das ganz einfach zu verstehen ist.

Wie kam der Gedanke mit den Punkten zustande?

Im Grunde ist die Idee entstanden, weil ich seit zwei Jahren immer wieder Workshops mit Kindern und Jugendlichen mache, an Schulen oder an sozialen Einrichtungen, wo ich denen über einen gewissen Zeitraum vermittle, wie man mit der Dose malt. Da merkt man schon, dass es wahnsinnig schwer ist mit der Dose umzugehen oder auch ein Gefühl für Farben zu entwickeln, und entsprechend oft stößt man da an Grenzen, wo ich mich frage, ob das für die Kids wirklich Spaß bringt. Aber so eine einfache, runde Bewegung, die es für einen Kreis braucht, wenn man die nur ein bisschen übt, klappt das ziemlich schnell. Dann merkt man auch, dass wenn man Farben kombiniert, dass es Kontraste oder Harmonien ergibt und dass man nur mit Kreisen und Punkten etwas schaffen kann. Besonders spannend wurde es immer dann, wenn die sich auf der ja begrenzten Fläche in die Quere kamen und dann Lösungen finden mussten, sich zu arrangieren um gemeinsam ein Ganzes zu kreieren.

Der Hauseigentümer wusste diesmal also, was da mit seiner Wand passiert?

Ja natürlich. Ich hatte im Humpty gelesen, dass jemand gesucht wird, der diese Wand gestaltet. Allerdings hatte der Eigentümer die Vorstellung, dass Künstler in ihrer Arbeit derart aufgehen, dass sich schon jemand finden wird, der sich dort verwirklichen will, ohne jede Form der Entlohnung oder wenigstens Kostenerstattung zu erhalten. Deswegen passierte erstmal nix. Aber ich sitze oft vorm Schrill, bin oft da vorbeigegangen und finde diese sehr alte Kopfsteinpflastergasse an sich schön. Unheimlich ruhig mit einer sehr friedlichen Atmosphäre, die aber durch die Ästhetik dieser Wand sehr zerstört wurde, die eine sehr negative Aura verbreitet hat. Ich dachte mir schließlich, diese Ecke liegt im Herzen des Viertels und wir haben genug Probleme in der Gesellschaft im Moment, was Konflikte zwischen Menschen und Volksgruppen angeht, so dass es mir wahnsinnig wichtig war, dass dort eher positive Energie entsteht. Dann hab’ ich meine Gedanken geordnet, zwei Monate dran gebastelt, wie ich das vermittle und den Hausbesitzer angerufen und gefragt, ob ich darf.

Haben bei der Gestaltung auch Kinder oder Jugendlichen mitgemacht?

Nee, bei meinem letzten Workshop dachte ich mir schon, so was würde ich sehr gerne mal mit Erwachsenen machen. Es ging mir ja auch darum, so ein bisschen das eigene Ego zu überwinden, also nicht seinen Namen darunter zu schreiben oder seinen Tag, sondern in Absprache mit anderen ein Muster zu erzeugen, das eine gewisse Wirkung hat und jeden der daran beteiligt ist, froh macht und noch die drum herum außerdem. Tatsächlich haben dann in der Grünstraße ein paar Kinder mitgemacht, aber nur einfach so, nicht organisiert.

Also warst du bei der Realisierung auf dich alleine gestellt?

Ich hätte schon gerne gehabt, dass beispielsweise die Initiative Nauwieser Viertel ein bisschen mehr Teil des Ganzen wird und natürlich hätte ich mir gewünscht, dass die Stadt Saarbrücken etwas dazugibt. Deswegen hatte ich diesen „persönlichen Topf“ von Oberbürgermeisterin Charlotte Britz angefragt wegen 300 Euro Sachkostenbeteiligung, für meine Arbeit wollte ich keinen Lohn. Die haben nach zwei Tagen abgesagt, weil sie das im Moment nicht stemmen könnten. Ich hab’ in den sauren Apfel gebissen und privat alles zusammengekratzt was ging. Außerdem hab’ ich über Social Media und die Innitiative Nauwieser Viertel kommuniziert, dass jeder vorbeikommen, mich unterstützen und mitmachen kann oder im Humptys Geld für Dosen einzahlen kann oder gleich welche vorbeibringen, in Farben, die ihnen gefallen. Letztlich kamen dadurch 120 Euro zusammen und ich hab’ halt die 180 draufgelegt. Aber es sind auch Leute da gewesen, die beispielsweise Leitern vorbeigebracht oder mich auf andere Art unterstützt haben. Leider ist dann in der Berichterstattung etwas schiefgelaufen und als viele Leute vorbeigekommen sind, um an einer noch „unbepunkteten“ Wand mitzumalen, war die schon dreiviertel fertig, was schon für Enttäuschung gesorgt hat. Unterm Strich habe ich 98 % der Punkte selbst gemalt und bis zuletzt Kinder mitmachen lassen, auch wenn ich dann hier und da hinter einiges noch mal ausbessern musste, weil das Ganze ja auch eine Wirkung haben sollte.

Bei diesem Projekt war dir Harmonie wichtig. Eine verfrühte Form von Altersmilde?

Ich versuche generell in meiner Arbeit immer eine Balance zu finden. Ich mache ja sehr verschiedene Sachen, die alle zusammen eine Verbindung ergeben, aber man kann ja auch mal was ganz anderes machen. Bürger zu motivieren, ihre eigene Stadt anzumalen, ist glaub’ ich auch nicht ganz so konservativ (lacht). Und es kann ja auch noch weitergehen. Der Idee war ja, der Hausbesitzer und die Stadt geben ihr okay, das Ganze spricht sich rum, in Saarbrücken, in Deutschland, in der Graffiti- und Kunstszene, dass da ein Muster ist, das sich ständig weiterentwickelt werden kann. Also irgendwelche Leute kommen dahin, gucken sich das an, gehen ins Humpty direkt nebenan, kaufen sich ein paar Dosen und fangen an. Machen hier drei Punkte und da zwei und gehen wieder. Dann kommt ein vielleicht ein anderer und denkt sich, das könnt man so und so machen – und so weiter halt.

Aber die kleine Spitze mit dem Namen konntest Du Dir nicht verkneifen?

Selbstverständlich bezieht sich der Name Nauwieser Artwalk 3.0 auf den Urban Artwalk, aber das soll keine Kritik sein. Ich stehe ja auch in Kontakt mit den Leuten die das organisiert haben und bin ja eh’ für Synergien zu haben. Das Einzige was mir vielleicht ein bisschen fehlt beim Artwalk, ist die fehlende Interaktion mit den Bürgern der Stadt. Ich finde es super, dass weltberühmte Leute hierhergebracht worden sind, die unter besten Bedingungen arbeiten konnten, aber bis auf zwei Sprayer ist die Region nicht vertreten. Das wollte ich einfach ein bisschen ergänzen. Und außerdem geht die Wand an der Stelle ja auch noch acht Meter hoch, da ist noch sehr viel freie Fläche. Da wäre also mehr als genug Platz weiter zu machen, zum Beispiel mit einer großen Figur, die dann irgendwann mit den Beinen in den Punkten steht. Nur das müsste man dann in einem anderen Rahmen realisieren.

Was glaubst Du wie lange die Punkte zu bewundern sein werden?

Was mich wundert ist, dass nach mittlerweile drei Wochen noch keiner rein getagt hat, was wirklich was Besonderes ist. Aber irgendwann wird das natürlich passieren. Es gibt da ein, zwei Jungs, die mich auf dem Kieker haben. Da werden auch ständig meine Bilder auf der Wall an der Saar übermalt. Oder es kommt ein Auswärtiger, der weder mich noch das Projekt kennt, der nur denkt, wow, was ein toller Hintergrund und loslegt. Aber das ist okay, das ist öffentlicher Raum und das gehört dazu. Es geht halt immer weiter.

Willst du noch was loswerden?

Ich danke allen Unterstützern, egal ob fürs Leihen von Kamera oder Leitern, fürs Mitmalen, Kaufen von Farbe, nächtliches Unterstellen meines Krams, Kritik und Resonanz – und die Schüssel voll Geheiradeter. Und natürlich der Graffiti-Szene für ihre Nerven!

Endstation Ehe

Letztens zauberte die Presse wieder eine obskure Sekte aus dem Hut, die zum Jahresende den Weltuntergang prophezeit. Als wäre das nicht Anlass genug, sich Gedanken über das Leben, das Universum und den ganzen Rest zu machen, flatterte mir zur gleichen Zeit auch noch eine Hochzeitseinladung ins Haus. Heiraten, das ist wie das Geschlecht wechseln und Veganer werden, eine Entscheidung, nach der das Leben nie mehr sein wird, wie es war. Es mag Zufall sein, dass mich beide Nachrichten gleichzeitig erreichten, aber ich glaube nun einmal zufällig nicht an Zufälle… Weiterlesen

Clubzone Oktober 2017

Herzlich willkommen im Partytreiben deiner Wahl! Dieser Satz hätte durchaus als Motto für das Feiergeschehen hierzulande in den letzten Wochen gelten können. Die ganze Palette an Feiermöglichleiten war im Angebot und gleich ob angestammte Locations oder neuerlich „eroberte“ Territorien, gefeiert wurde an allen Ecken und Enden und zwar so, dass es nur so eine Freude war. Drinnen, draußen, auf der Erde auf dem Wasser und … okay, in die Luft ging es in den letzte Wochen noch nicht, aber bei der Kreativität unserer Partyveranstalter und Konzeptmacher kann das ja nur eine Frage der Zeit sein. Neben dieser ausgelassen Feierei gab’s auch reichlich lustige Nachreden und Tratschgeschichten und ein, zwei Skandälchen. Alles in allem also perfekte Voraussetzungen für eine prall gefüllte Klatschspalte. Also, auf geht’s mit Gebrüll ins pralle Nachtleben! Mal schauen, was die letzten Wochen so an Ausnahmezuständen bereit gehalten haben. Weiterlesen

Zeitreise

Hallo Mikrokosmonauten! Ab in die Zeitmaschine!

Während ich diese Zeilen schreibe, steht die Bundestagswahl noch bevor. Ich bin mir ja fast schon in wahrsagerischer Weisheit sicher: Es bleibt alles, wie es ist. Merkel bleibt Kanzlerin und es gibt wohl wie immer unzählige motzende Menschen in der Social-Media-Welt und vor den Haustüren der Republik, die sich darüber beklagen. Dass wir aber auch immer wieder an einen Punkt kommen, an dem wir bereits gestanden haben, wie der Trauernde an der Klagemauer. Und klagen können wir wahrlich gut. Zetern und toben übrigens auch. Aber die Fähigkeit und Muße zum Ändern haben augenscheinlich die wenigsten. Entweder verstummen die irgendwann oder sie toben so lange, bis sie im Sarg liegen. Und zetern im Jenseits wahrscheinlich noch weiter. Zwischen Akzeptanz und Aggression liegt jedenfalls ein breites Spektrum aus Frust, Wut und Zeitverschwendung. Aber im Endeffekt komme ich am Ende immer zum selben Schluss: Das hat es alles schon immer gegeben. Weiterlesen

KINGS OF KICKS & KLICKS

Mehr YouTube geht nicht! Über 1,7 Milliarden Views – da haben auch die allgegenwärtigen Lifestyle-Influencerinnen und Let’s-Player das Nachsehen. Die absolute Nummer Eins der deutschen YouTube-Channels ist mit 5,8 Millionen Abonnenten der Fußball-Kanal „freekickerz“ – und damit auch ein junger Mann aus dem saarländischem Fürth. Weiterlesen

Menschenskinder

Von Tieren können Menschen bekanntlich einiges lernen. Von Eseln die Beharrlichkeit, Ansichten treu zu bleiben, auch wenn man an der kurzen Leine gehalten wird… von Hunden, dass man sich seinem Frauchen am besten unterwirft, wenn man den pelzigen Bauch gestreichelt bekommen möchte… von Katzen, dass man sich tagsüber besser unauffällig verhält, wenn man nachts um die Häuser gezogen ist… und von Walen, dass man sich auch mit Übergewicht neben dünnen Heringen an den Strand trauen kann! Was das Thema Erziehung des eigenen Nachwuchses betrifft, gehen die Meinungen über geeignete Vorbilder im Tierreich allerdings weit auseinander… Weiterlesen

Eine Melange aus HipHop und Rock

Mit der EP „Fast Unfassbar“, einer ausverkauften Release-Show, Auftritten beim heimischen „Halberg Open Air“ und der Kultshow „Circus HalliGalli“ sowie dem „New Music Award in Berlin“ legten Tiavo im letzten Jahr schon ordentlichen vor. Dieses Jahr kam dann die vorläufige Krönung mit einem Gig an der Seite von Genetikk auf der Main-Stage des legendären Splash-Festivals. Kein Wunder, dass für alle Homies die Single „Huckleberry Finn“ dank Heavy-Rotation-Airplay längst die heimliche Saarbrücken-Hymne ist. Diesen Herbst steht nun der erste Long-Player an. Grund genug für L!VE, die beiden „hottest kids in town“ zu treffen und dem Phänomen „Tiavo“ nachzuspüren. Das Interview führte Marisa Winter im gerade wieder eröffneten „Ubu le Roi“ im Nauwieser Viertel. Leandros und David kamen lässig gechillt und gänzlich allürenfrei daher, einzige Bitte „Lass uns doch draußen sitzen“. Weiterlesen

Hallo Mikrokosmonauten. Bleibt stark!

Wo auch immer wir sind, müssen wir kämpfen. Sei es im Job, in der Beziehung, mit der Schwiegermutter oder in der o2-Hotline. Fast täglich stehen wir nahezu in der Pflicht, dass wir uns in Kampfstellung begeben, sobald wir nur schon zur Haustüre raus sind. Warum? Weil wir sonst gnadenlos platt gemacht werden von Wichtigtuern, Provokateuren und Fallenstellern. Diejenigen unter uns, die eine pazifistische Lebensphilosophie pflegen, werden jetzt zwar milde lächeln und sagen: „Was für’n Quatsch!“. Aber ich erinnere diese Menschlein daran, dass sie sich gewiss auch schon in Situationen wiedergefunden haben, in denen sie es mit der unerbittlichen Härte kriegstreibender Querulanten zu tun bekommen haben und nur mit offenem Mund dastehen konnten. Ich meine, es kann ja wohl kein Zufall sein, dass irgendwie immer genau dort Beef ist, wo Mensch auf Mensch trifft, oder? Und schlimmer noch: Ich höre das unweigerliche Zeitbomben-Ticken, das von ihnen ausgeht. Bis es irgendwann „Boom“ macht! Und dann stelle ich mir mal wieder die Frage:

„Warum bekriegen wir uns eigentlich immer wieder?“ Weiterlesen

Clubzone September 2017

Na, das kann ja wirklich lustig werden! Wenn wir die Geschehnisse der letzten Wochen mal Revue passieren lassen und dann noch mit ins Kalkül nehmen, was die Gerüchteküche so im August offenbarte, wird es auch im September genauso ungebremst und mit ordentlich Partyschmackes weiter gehen. Da war aber auch wirklich alles dabei: jede Menge Freiluft-Bespaßlichkeiten, ungezählte Festival-Afterhours, und die geballte Vorfreude auf Feier-Hot-Spots, die ins Nachtleben unserer kleinen Metropole zurück finden werden. Es gab sie immer wieder, diese kleinen Momente reinen Glücks, zu Tage gefördert durch ungebremste Schadenfreude. Meistens sind die Protagonisten solcher Geschichten unter unseren männlichen Mitmenschen aus zu machen, denen auch nach jahrtausende langem hartem Training der öffentliche Umgang mit Alkohol in größeren Mengen doch immer noch nicht unerhebliche Schwierigkeiten zu bereiten scheint. Aber genug des Vorspiels, wir starten lieber gleich in unsere kleine Rundreise durch den Party-Sommer an der Saar. Weiterlesen

Gefällt mir

Früher konnte es vorkommen, dass man beim Wochenendeinkauf zufällig einen alten Freund trifft, den man ewig nicht gesehen hat, und sich beim Austausch von Neuigkeiten verquatscht bis einem die gerade gekaufte Eiskrem auf die Schuhe tropft. Dank medialer Errungenschaften wie Facebook und Twitter ist das Risiko, dass Tiefkühlware einem das Schuhwerk versaut, erheblich reduziert worden. Seitdem über Smartphone und PC ständig und überall über das Leben der Anderen informiert wird, bleiben einem lästige Unterhaltungen von Angesicht zu Angesicht glücklicherweise oft erspart. Statt Erzählungen über Haus, Auto und Kind im Supermarkt, bringt man Freunde nun über spontan getippte Zweizeiler von der Toilette aus auf den neusten Stand, was im eigenen Leben gerade so läuft… Weiterlesen