• Termine News und Wissenswertes aus Saarbrücken, dem Saarland und der Welt:

Hallo Mikrokosmonauten: Ein Nest ist kein Käfig!

Nestbau:
Irgendwann im Leben wird sich jedes Mädchen einmal die Frage stellen: „Werde ich einsam in einer kleinen Zweizimmer-Bude mit zwanzig Katzen enden, die mich nach meinem Tod auffressen, weil keiner merkt, dass ich gestorben bin?“ Angesichts dieser Horrorfantasie beschließt fast jedes Mädchen, sich unmittelbar danach einen Mann zu suchen, der sie möglichst schnell aus der Gosse holt und in sein traumhaftes Reich entführt. Ach nein, das war Pretty woman. Also nochmal zurückgespult. Also nach der Alptraumfantasie der menschenfressenden Katzen versucht jedes Mädchen, das noch etwas auf sich hält, sich entweder als emanzipierte Frau in der harten Welt durchzusetzen (och nö, viel zu anstrengend!) oder – frisch verliebt – mit einem Mann zusammenzuziehen. Das bietet sich an. Denn Männer sind wie Hunde, also treu ergeben und quasi das Gegenteil von Kannibalen-Katzen. Im Grunde ist es auch gar nicht so schwer, einfach so in das Leben eines Mannes samt Wohnung und Privatsphäre gelassen zu werden. Im Gegenteil. Die guten Kerle lassen einen sogar bereitwillig in ihre Welt eintreten und sind zunächst mal gastfreundliche und großzügige Zeitgenossen. Davon kann Frau nur träumen. Zumindest so lange, wie ihre rosarote Brille uns noch im gleißenden Prinzessinnen-Licht erstrahlen lässt. Aber was soll ich euch erzählen: Der endgültige Schritt in ein gemeinsames Leben samt gemeinsamer Bleibe birgt natürlich auch so manche Gefahren. Entscheidet man sich nämlich zum Zusammenleben, ist die knallharte Realität in Form von dreckigem Geschirr in der Spüle und Baumwollunterhosen nicht weit entfernt. Und ehe man sich versieht, ist der Alltag da. Nestbau bedeutet nämlich in erster Linie immer eines: Die letzten Hüllen fallen! Weiterlesen

Wer’s glaubt, wird selig

Mit dem Glauben ist das so eine Sache. Eine Religion verspricht gesunden Geist und Körper durch Beten, eine andere durch Meditation und wieder eine andere durch Zahlen von Kirchensteuern. Stärker als jeder Glaube an Religionen ist jedoch derjenige, der uns vierblättrige Kleeblätter suchen und an Freitagen, die auf einen 13. fallen, am liebsten im Bett bleiben lässt: der Aberglaube. Während der Glaube Berge versetzt, schafft es der Aberglaube, ganze Welten aus ihren Angeln zu heben… Weiterlesen

Clubzone März 2017

Jubel, Trubel, Heiterkeit! Mit diesen drei vielsagenden Worte lässt sich die Partylandschaft an der Saar in den letzten Wochen am besten beschreiben. Denn wieder einmal ist es so, dass uns nicht nur die üblich verdächtigen Party-Hotspots mit reichlich Feiertreiben bespaßt haben, sondern immerhn war ja auch noch der Fastnachts-Wahnsinn zu bewältgen. Aber auch nach Aschermittwoch zeigte sich, dass das Partytreiben in unserer kleinen Metropole längst wieder so richtig an Fahrt aufgenommen hat. Auch ganz ohne Pappnasen und Kostümierungen verging kaum ein Tag ohne, dass in der Clubzone nächtliche Nägel mit Köpfen gemacht wurden. Das konnte ja nur heiter werden! Also kopfüber ins wilde Treiben der letzten Wochen und der Februar hatte so einiges zu bieten.

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Clubzone Februar 2018

Kaum zu glauben, aber wahr: 2018 hatte bis jetzt schon mehr zu bieten als irgendein Monat im Vorjahr. Leider gehört da nicht nur Positives dazu, wie einem sofort klar wird, wenn man mal überlegt, was denn so das meistdiskutierte Thema im Januar in Sachen Nachtleben und Partykultur war. Zweifelsohne dürfet das die ausverkaufte MALLORCA PARTY goes APRÉS SKI im E-WERK gewesen sein, beziehungsweise deren unrühmliches Ende. Zwei Dinge geraten bei aller berechtigter Kritik und dem ganze Wehklagen in den Hintergrund, die wir uns trotzdem vor Augen halten sollten. Zum Einen ist es wirklich lobenswert, wenn neue Veranstalter unter beträchtlichen Risiken solche Megaevents an den Start bringen. Klar hätten sie vieles anders machen können oder müssen, aber den Mut so was auf die Beine zu stellen, muss man erst mal haben. Zum Anderen sollte jetzt allen Besserwissern und Haarspaltern mal klar werden, wie hervorragend organisiert üblicherweise Riesenpartys in Saarbrücken sind. Zum Beispiel die 90ER LIVE in der Saarlandhalle, die jetzt schon ein paar Mal bei restlos ausverkaufter Saarlandhalle gezeigt hat, wie reibungslose Logistik auch bei Großveranstaltungen funktionieren kann. Bevor also das nächste Mal ausgiebig über Kleinigkeiten gemeckert wird, einfach mal dran denken, wie das so ist, ohne Jacke bei null Grad im Freien zu stehen. Weiterlesen

Fastnacht für Fortgeschrittene

Normalerweise braucht der Saarländer an sich keinen besonderen Anlass zu ausgiebigen Feiern, aber die Faasenacht ist schon eine Angelegenheit höherer Vergnügungsordnung. Wie die fünfte Jahreszeit zum echten Feier- & Partyhighlight wird, dazu hätten wir ein paar Ideen. Mitmachen natürlich auf eigene Gefahr.

Worauf sich die meisten beim Thema Fastnacht am heftigsten freuen, sind ganz klar die vielen Sitzungen und Partys, vor allem zwischen Fettem Donnerstag und Aschermittwoch. Und genau so klar stehen hier „PreMaBüBa“ und „Weiberfastnacht“ mit verschiedenen Live-Bands und DJs auf mehreren Floors, ohne jeden Zweifel an erster Stelle. Diese zwei Events in der Congresshalle, dieses Jahr unter dem gemeinsamen Motto „Partystern Gaga-lactica“, gehören längst zu den größten Fastnachtsveranstaltungen im südwestdeutschen Raum und sind fraglos ein Pflichttermin.

Ebenfalls Riesentreiben und garantiert einen Besuch wert sind die „Wilde Faschingsnächte auf der Alten Schmelz“ in St. Ingbert. Nach den überaus erfolgreichen Veranstaltungen in den letzten beiden Jahren wird auch 2018 wieder im Event-Haus kräftig gefeiert. Die Besucher erwartet am fetten Donnerstag sowie am Faschingssamstag ein buntes und abwechslungsreiches Partytreiben mit Live-Musik, DJs, Männerstrip und weiteren Specials. Im Vergleich dazu eher klein und fein ist das „Hirsch Konfetti“ im Theater Blauer Hirsch. Die explosive Kombination der komödiantischen Urgesteine Helene Rauber, Willi Fries und Schorsch Seitz bietet ein Programm voller verrückter Ideen, verbaler Höhepunkte, menschlicher Abgründe und durchgeknallter Songs.

Sparkasse stürmen!

Auf keinen Fall zu kurz kommen dürfen bei der Faasenacht natürlich auch nicht die klassischen Prunksitzungen und Umzüge. Die größten und beliebtesten Sitzungen sind die der „M’r sin nit so“ am zweiten und dritten Februar in der Saarbrücker Saarlandhalle. Auf keinen Fall weniger spaßig ist die Prunksitzung der Burbacher „Mir sin do“ am neunten Februar im Bürgerhaus Burbach. In dem Zusammenhang darf man nicht unerwähnt lassen, dass die Burbacher Faasebooze mit ihren Traditionen sehr flexibel umgehen. Da es nämlich kein Burbacher Rathaus mehr gibt, wird hier jedes Jahr die Sparkasse gestürmt. Wenn das mal nicht einer falsch versteht.

Die zweite Säule der klassischen Faasenacht ist natürlich der Straßenkarneval mit seinen Umzügen. Diesbezüglich können wir gleich in Burbach bleiben, denn hier gibt es auch den größten Umzug im Lande, der am Rosenmontags vom Dammtor Luisenthal bis zum Burbacher Stern führt. Ein schönes Motto haben sie sich auch in St. Wendel einfallen lassen. „Die Straße lebt – St. Wendel bebt“ heißt es schon am Faschings-Sonntag beim großen Umzug in der Innenstadt. Ebenfalls am 11.02. startet auch der Fastnachtsumzugin der St. Nikolauser Straße in Naßweiler. Am Rosenmontag wird dann auch in Dorf im Warndt der Umzug gestartet, während Grossrosseln und Lebach erst am Faasend-Dienstag um die Häuser ziehen.

Der etwas andere Wahnsinn

Selbst für Fastnachtsverweiger und Anti-Faasebooze bietet das Faschings-Wochenende reichlich außergewöhnliche Veranstaltungen und Partys. Denn tatsächlich werden an diesen Tagen auch die Karnevalsgegner besonders kreativ und bieten außergewöhnliche Veranstaltung jenseits des Pappnasen-Mainstreams an.

So ist schon am Fetten Donnerstag mit Ausnahmezuständen im Apartment Number One zu rechnen, obwohl oder gerade weil hier kein extra Fastnachtsaufheben gemacht wird. Die Afterwork Party ist sowieso in schöner Regelmäßigkeit eine der besten Partys der Stadt. Am Faasend-Freitag schlägt die Stunde einer wirklich abgefahrenen Location, der Kastanie Night. Nicht wirklich als Tanzdiele bekannt, werden hier im eher skurrilen Ambiente die 80er Pop & Wave Hymnen der Waver, Popper, Punks und New Romantics zelebriert. Das wird mit Sicherheit ganz schön schräg. Ganz weit ab von saarländischer Fastnacht ist mit Sicherheit auch am Samstag dann die „The Noc“ Party im Gloria Stages positioniert. Hier wird eher zu polnischen Hits gefeiert, dafür aber garantiert schunkelfrei. Ganz was anders bietet, ebenfalls am 10.02. das „Lady*fest“ im Garellyhaus in der Eisenbahnstraße. Besonders interessant wird hier abends das DJ-Set von die DJ Kathrin, die normalweise als Bassistin und Sängerin der New Faces und Drummerin der Speedgirls von sich reden macht.

Kleider machen Leute

Auch wenn man durchaus an einem beliebigen Wochentag in jeder Fußgängerzone im Saarland, den Eindruck gewinnen könnte, die meisten Leute wären doch verkleidet, tatsächlich sind Kostüme und Maskierungen das Ding der Fastnacht. Mit einer gelungenen Verkleidung ist einem die Aufmerksamkeit, gerade auch des anderen Geschlechts sicher, aber umso mehr gilt hier die Maxime: Augen auf bei der Kostümwahl!

Eine gute Idee war auch schon 2017 das Einhorn, allerdings in der männlichen Version nur MIT Kostüm, und das Trend-Fabelwesen wird auch dieses Jahr ganz vorne mit dabei sein. Ganz generell werden Ganzkörperkostüme sehr angesagt sein und die helfen bei der Straßenfastnacht auch noch gegebenenfalls gegen die Kälte. Das gilt besonders für Fellkostüme und so wird wohl in dieser Session wieder allerlei Getier unterwegs sein. Angesagt sind außerdem sogenannte „Carry-Me“-Kostüme, bei denen es so aussieht, als würde man von einem Zwerg, Affen oder ähnlichem auf den Schultern getragen werden. Bei eher zurückhaltenden Verkleidungen steht ein Comeback der 1970er und 1980er zu befürchten mit Schulterpolstern, schrillen Farbe und wenn’s ganz dumm kommt auch mit Vokuhila. Muss also nicht unbedingt sein, ist aber alles immer noch besser als die zu befürchtende Masseninvasion von Donald Trump Doppelgängern. Der geht nun wirklich gar nicht, auch nicht als Kostüm.

Wer auf Nummer Sicher gehen will, wendet sich rechtzeitig an erfahrene Berater bei den Kostüm-Verkäugern und –Verleihern in unserer Region. Wir empfehlen Kostümverleih Schikofsky in Köllerbach (06806-952682), Kostüme & Co DIFA in Dillingen (06831-976897), Kostümverleih Hoffmann in St. Ingbert (06894-52126) und für ein gutes Kostüm kann man auch mal in die direkt benachbarte Pfalz zu den VABO Kostümprofis (06331-46061) nach Pirmasens fahren.

Was natürlich immer geht und vor allem auch die eigene Kreativität hervorhebt, ist so Papier-Einweg-Overall wie ihn Maler und Lackierer benutzen. Kostet nur ganz kleines Geld und ist im Handumdrehen mit Wasserfarbe oder Spraylack in ein buntes Irgendwas verwandelt. Damit sieht man dann auch nicht bekloppter aus als alle anderen Kostümierten, hat aber immerhin den großen Vorteil, dass man das Teil nach der Party ruckzuck entsorgen kann, zur Not mit einem Feuerzeug. Dass das Mitführen eines aktuellen L!VE Magazin selbstverständlich auch während der Faasenacht immer von Vorteil ist, erkennt man spätestens dann, wenn man mit seiner blonden Perücke doch lieber schnell nochmal nach den Nummern der Kostümverleiher gucken will.

Fluchtziel Fastnacht

Alles hat ein Ende, aber für gewitzte Fassebooze lässt sich die fünfte Jahreszeit durchaus fühlbar ausbauen. Nur ein paar Reisestunden entfernt wird andernorts auf Hochtouren gefeiert, während in unseren Gefilden der schnöde Alltag regiert. Traumziel ist ganz klar der Karneval in Rio de Janeiro, der wahrscheinlich der größte und zügelloseste Karneval der Welt. Der brasilianische Ausnahmezustand begann als sehr bürgerliche Veranstaltung, bei der es vor allem um Bälle und Maskerade ging und ist heute pure Lebens- und Sinnenfreude. Eine kostenlose Riesenparty mit unzähligen Partys, Shows und so viel Samba, dass man gar nicht hinterher kommt mit dem Tanzen. Doch heftige Festivitäten finden sich auch in Nordamerika. Der Mardi Gras in New Orleans geht sogar über zwei ganze Wochen und lockt in dieser Zeit mehr als eine Million zusätzliche Besucher in die Kapitale Louisianas. Täglich ziehen Paraden durch die Straßen, alles tanzt, singt und wirft mit Konfetti um sich. Besonders ansehnlich hierbei der Brauch der weiblichen Zuschauer, um ein paar billige Modeschmuckketten zugeworfen zu bekommen, „obenrum“ blank zu ziehen.

Aber so weit reisen müssen Fastnachtssüchtige gar nicht, denn auch beim Fasching im belgischen Binge wird geworfen. Auch Paraden ziehen eine nach der anderen durch die Straßen, die gepackt sind mit aufwändig verkleideten Einwohnern. Nur auf eines sollte man aufpassen: die sogenannten „Gilles“ suchen sich unschuldige Zuschauer aus der Menge heraus und bewerfen sie in unbeobachteten Momenten mit Blutorangen. Das kann dann durchaus sogar auch mal schmerzhaft werden. Da empfiehlt sich dann doch eher ein Abstecher nach Ecuador. Hier wird schlechte Laune stellvertretend in Form von farbenfrohen Figuren auf riesigen Scheiterhaufen verbrannt. Dann allerdings läuft man auch hier Gefahr zum Ziel von Wurfgeschossen zu werden, glücklicherweise aber nicht mit Südfrüchten, sondern mit prall gefüllten Wasserbomben. Da zahlt sich dann auch wieder die etwas längere Anreise in die Tropen aus, weil hier dann alles in der Sonne trocknen kann.

Wer den Schaden hat …

Zum Abschluss noch ein paar Tipps, für den Fall, dass bei geballter Feierlaune mal was kaputtgeht und was man im Umgang mit Chefs beachten sollte. Wenn bei Karnevalsumzügen oder Sitzungen massenweise Kamelle und Schokoladentafeln in die Mengen geworfen werden, sind Platz- und Schürfwunden keine Seltenheit. Wer von einer Pralinenschachtel getroffen wird und eine Verletzung davonträgt, hat jedoch keinen Anspruch auf Schmerzensgeld. Das ist der Faschingstradition geschuldet, denn das Werfen von Süßwaren gehört eben dazu und Besucher müssen sich entsprechend darauf einstellen. Gleiches gilt auch, wenn bei Bällen und Partys viele Menschen dichtgedrängt auf begrenztem Raum zusammenkommen. Schnell geht beim Hardcore-Schunkeln an Kleidung oder Ausstattung was kaputt oder ein Faasebooze gießt dem anderen Bier über das teure Kostüm. Aber wenigstens greift, zumindest solange der Schaden nicht vorsätzlich verursacht wurde, die Privat-Haftpflichtversicherung des Verursachers.

Etwas vorsichtiger sollte man dann schon im Umgang mit Vorgesetzten während der tollen Tage sein, auch wenn die größtenteils eigentlich ganz normale Werktage sind. Das Krawatte-Abschneiden am fetten Donnerstag ist ein gutes Beispiel. Hier kommt es darauf an, ob man in einer Region arbeitet, wo dieser Brauch üblich ist und natürlich auf die Frohnatur des Chefs an sich. Wer als Mainzer oder Kölner an Weiberfastnacht mit Binder ins Büro geht, muss damit rechnen, dass dies als stillschweigende Einwilligung angesehen wird. Dann muss auch der humorloseste Vorgesetzte davon ausgehen, dass einer der Lohnabhängigen zur Schere greift. Aber Vorsicht in weniger karnevalistisch geprägten Regionen: in Essen wurde eine Arbeitnehmerin dazu verurteilt, für eine abgeschnittene Krawatte Schadenersatz zu zahlen.

Was nun, wenn man sich wegen ausufernder Feiertätigkeit am Aschermittwoch krankmelden muss? Wirklich ideal ist das verständlicherweise nicht. Arbeitsrechtlich sind Faasebooze aber tatsächlich geschützt. Erkältungskrankheiten sind auch nach Feiern in luftiger Verkleidung bei kalten Temperaturen als unverschuldete Arbeitsunfähigkeit anerkannt. Wenn man bei einem durch Wurfmaterial verletzt wird oder sich als Tanzmariechen den Fuß verstaucht, liegt ebenfalls kein Verschulden vor. Eigentlich gibt es kaum Fälle, in denen man bei einem fastnachtsbedingten Ausfall wirklich mit Ärger rechnen muss. Außer vielleicht man hat sich schon vorher krankgemeldet und wurde dann trotzdem beim Feiern erwischt. Abers selbst dann gibt es Tipps, nur die schreiben wir hier garantiert nicht hin, solange unsere Chefs mitlesen. In diesem Sinne: Allez Hopp!

Hallo Mikrokosmonauten: Auch Zukunftsangst?

Aus uns ist nichts geworden

Wir schreiben das Jahr 2018. Und unsere Generation – die Generation Y – wie sie gerne genannt wird, gibt nach wie vor alles. Und verliert doch immer wieder den Überblick. Wir Millennials sind zwischen 1980 und 1990 geboren. Wir feiern uns für unser durchschnittliches Studium, und dass wir irgendwann mal sechs Monate durch Australien getourt sind oder ein Praktikum in den USA gemacht haben. Wer gegen uns ist, ist ignorant und die Generation vor uns sind eh alles Langweiler, Spießer und Systemangepasste. Wir haben irgendwie die Ansicht gepachtet, dass nur wir selbst wissen, wie die Welt funktioniert. Oder? Weiterlesen

Abends Katze, morgens Kater

Sich zu tarnen, hat sich im Tierreich als durchaus cleverer Schachzug erwiesen, der das Flüchten vor Feinden und das Hetzen nach Beute entbehrlich macht. Wer beneidet als Mensch nicht die Fähigkeit der Chamäleons, sich unsichtbar zu machen, wenn man wieder einmal den Zeugen Jehovas oder der Exfreundin mit ihrem neuen Partner begegnet. Seit jeher eifern wir Menschen der Natur in Sachen Tarnung nach, was beim Militär zu Tarnkleidung und im Büro zu tristen Anzügen geführt hat, die das gleiche Ziel verfolgen wie das weiße Fell des Polarhasen, nämlich nicht wahrgenommen zu werden… Weiterlesen

Bösewichte

Hallo Mikrokosmonauten, kommt Zeit, kommt Rache!

Meine Mutter fragt mich oft, warum ich eigentlich so fies bin? Nachtragend wäre ich und außerdem ein Racheengel. Es gäbe kaum jemanden auf der Welt, der es mir irgendwie dauerhaft recht machen könne. Und am Ende würde ich immer auf Rache sinnen und abrechnen. Es wäre demnach kein Wunder, dass ich irgendwann als Wasserleiche in der Saar enden würde. Und ich frage mich: Hat sie recht?

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Bitte warten

Im Laufe der Zeit hat sich bei uns Menschen die Ansicht darüber, wann eine Gegend bewohnbar und wann sie lebensfeindlich ist, grundlegend verändert. War für Neandertaler noch die uneingeschränkte und schnelle Verfügbarkeit von Nahrung bestimmend dafür, wo sie sich ansiedelten, ist es mittlerweile eher die uneingeschränkte und schnelle Verfügbarkeit von Breitbandinternet. Die 1G-Abdeckung, die einem die Erdanziehung flächig liefert, sorgt heutzutage bei niemandem mehr für Höhenflüge. Es müssen schon 4G oder 5G sein und so steht der Homo sapiens des 21. Jahrhunderts mit dem Smartphone lieber irgendwo draußen in der Kälte, wo er Empfang hat, als irgendwo drinnen im Warmen zu sitzen, wo selbiger fehlt und er Gefahr läuft, sich unterhalten zu müssen…. Weiterlesen

Clubzone Januar 2018

Kommen sie näher, treten sie ein, willkommen im Jahre des Herrn 2018. Das gilt zumindest für den Moment in dem diese Zeilen gelesen werden, denn die beschäftigen sich natürlich auch im neuen Jahr wie gewohnt erstmal mit dem wilden Treiben im Vormonat, was in diesem Fall bedeutet, wir reisen zurück ins vergangene Jahr. (Solltest Du, lieber Leser, zu den wenigen Glücklichen gehören, die bereits ein oder zwei Tage vor Silvester eine Ausgabe ergattert haben, dann einfach das eben gelesene nicht beachten oder noch besser durchstreichen, damit es niemand anderes mehr lesen kann.) Es geht also um Partys, Feste, Feiereien im Dezember und abgesehen von unzähligen Weihnachts- und Firmenfeiern, hat es auch in den üblich verdächtigen Locations aufs Positiveste gerappelt und ein Highlight jagte das Nächste. Hier unsere kleine Rundreise durchs überraschend verschneite Partyland an der Saar.

Eines dieser Weihnachtshighlights war, wie schon im Vorjahr, die CRAZY X-MAS Edition der HEARTBEATS im APARTMENT die What a holy night!!! gab es. Was sich hier bereits zum zweiten Mal abspielte, ist kaum in Worte zu fassen. Bereits kurz nach Eröffnung war die Tanzfläche schon am beben und das Konfetti schoß aus allen Löchern. Das DJ-Trio um Splash, Stereotonie und Snow zeigte sich auch wieder von seiner besten Seite und zeleberierte ein musikalisches Feuerwerk auf dem Mainfloor! Da das feierwütige Volk mit ausreichend „Luft“ versorgt wurde, hielt die Tanzkondition auch bis zum Morgengrauen. Besonders angesagt war auch wieder das House-Classics-Special der „Disco Boys“ Mokanix und Phil Good in der Lounge, die das gute alte 6NULL3 wieder aufleben haben lassen!! Das Publikum war wie immer bunt gemischt, dazu ein Feuerwerk aus LED – mega, kann man nur sagen! That’s HEARTBEATS! Schon jetzt darf man sich auf das nächste Event freuen, auch wenn das erst im März im APARTMENT steigt.

Einen wirklich beachtlichen Partymarathon hat das gute, alte BLAU hingelegt. Sage und schreibe 20 Veranstaltungen haben den blauen Schwitzekellern in seinen Grundfesten erfreulich erschüttert. Highlight, neben der neuen REMMIDEMMI 90er Party mit Mayze und der MIEZ MIEZ Mädelssause war ganz klar die THEKERRUNDE. Die Party für Gastronomen, also nur für diejenigen die sonst an zig Nächten im Jahr auf der anstrengenderen Seite der Theken stehen müssen. Rein ging’s nur mit Einladung und nur so viel darf an die Öffentlichkeit gelangen: gab’s erst zum dritten Mal und ist bereits jetzt schon eine Legendenparty. Hier geht alles. Schmankerl bei dieser Ausgabe: Ron Schatte aka Dr. Lobster in der Lounge. Schon vorletztes Jahr fielen hier alle Hemmungen und unter Anderem ging es auf der Bassbox heiß her, horizontal sozusagen. BLAU halt! Das LUV Revival am Ende des Monats brachte die ganzen alten Hits mit den alten Hasen DJ Frank S., DJ Moh und Hausherr Kaste las himself. Der Nachwuchs wurde auch gefördert an dem Abend. In der Lounge fand die beliebte DEEP BLUE Reihe ihre Fortsetzung mit den blauen Nachwuchs-DJs Maicykel, Schmittsches Theorem und Alex_L. Wollen wir mal nur hoffen, dass es das Ganze Jahr so schön BLAU weitergeht!

Wieder auferlebt, wenn auch nur für einen Nacht ist eine von Saarbrückens kultigsten Locations der späten Achtziger. Die Rede ist natürlich vom GLORIA PALAST und dem großen Jubliäums REVIVAL, das zur Feier des 32. Geburtstages dieser Legende begangen wurde. Dieses Mal, und das machte die Sause zu etwas ganz Besonderem, sogar am Original-Schauplatz an der Ecke Trierer und St. Johanner Straße. Der Nach-Nach-Nachfolger GLORIA STAGES hat’s möglich gemacht und so kam es zur ersten „Heimkehr“ nach vielen Jahren. Zur alljährlichen GLORIA PALAST Geburtstagsfeierei, die ja seit Jahren auch im Exil, sprich dem APARTMENT NUMBER ONE ausgiebig eskaliert wurde, kehrten die gloriösen Ehemaligen in die etwas anderen Achtziger zurück. In der Erinnerung seiner Gäste und des ehemaligen Personals lebt die ehemalige Kultdisco ungemein vital bis heute weiter, wie eben auch diese Party außer Rand und Band unter Beweis stellte. Sehr unterhaltsam auch die Gesichter einiger aktuelle GLORIA STAGES Gäste, die sich hierher verirrt hatten und eine „normale“ 80er und 90er Party erwarteten. Denn spätestens beim ersten Pogo auf den „Nellie the Elephant“ oder den „Irish Rover“ war klar, hier ist etwas sehr Spezielles am Start. Von Chartmüll war genau wie in den originalen Jahren keine Spur, dafür gab’s Independent Mucke und Gitarren Mucke auf die Gehörgänge gemischt mit ein bisschen frühem House und New School Hip Hop. Eben exakt jene unheilige Mischung, der diese Party ihren legendären Ruf verdankt. Wenn das so weiter geht, werden bald auch dieses Revivals fast so legendär wie der einstige Disco-Palast sein. Wir wären dabei!

Auch die ALTEN SCHMELZ hat im Dezember noch einen Gang zugelegt. Dort wo sonst die vielgefeierte Ü30 PARTY längst auf dem Weg zum Partykult ist, gab’s die zweite Ausgabe der NIGHT OF THE DJs. Eigentlich sollten mit den DJ Heroen Foggy und Kasimir auch noch DJ Senad aus der KUFA,der ja auch schon bei der Premiere im April mit am Start war, den Laden auf die Hinterbeine stellen, aber der musste in letzter Sekunde krankheitsbedingt absagen. Da die Veranstalter in der ALTEN SCHMELZ aber immer hochprofesionell zu Werke gehen, gelang es durch eine Blitz-Verpflichtung von keinem Geringeren als DJ Higheffect das Trio wieder zu kompletieren. Was dann begann, wird wohl in die St. Ingberter Partyanalen (das hat übrigens nichts mit Anal-Sex zu tun) eingehen. Von einem richtig satten Fundament aus aktuellen Grooves und ewigen Dancefloor-Hymnen aus, wagten die drei Kopfhörer Helden zunehmend abwechslungsreichste Ausflüge in ungezählte Jahrzehnte Popmusik. Da ging es dann auch mal für diese Location ungewohnt rockig oder latinomässig zur Sache und auch Techno- und Raveklassiker wurden stürmisch gefeiert. Das Sahnehäubchen auf dem i-Tüpfelchen waren dann drei Moment, die dem Ganzen die Krone aufsetzten – und nebenbei auch unter Beweis stellten wie stilistisch vielfältig hier abgegangen wurde. Das erste Ausrufezeichen setzten viele hundert Kehlen, die sogar schon relativ früh in dieser Nacht Mark Forsters „Chöre“ stimmgewaltig zu einem Gänsehautmoment machten. Dem stand auch Höhepunkt Nummer zwei in nichts nach, denn der neue eSquire Groove Mix von DJ Foggys zeitlosem Meisterstück „Come into my Dream“ hat die ganze Halle verzaubert und auf das Mitreißendste den Ausnahmestatus dieser Produktion, die jetzt im Januar in den Handel kommt, unter Beweis gestellt. Der absolute Knaller Nummer drei war aber, als eben jener Foggy dann recht spät mit dem hier garantiert noch nie gespieltem „Fresh Prince of Bel Air“ sogar die Jungs von Licht und Videotechnik zu spontanen Rapeinlagen mit bemerkenswerter Textkenntnis hinriss. Chapeau, Momente wie den, muss man echt feiern und das hat die ganze Schmelz ja auch ausgiebig getan. Was man aber ebenso immer wieder erwähnen muss, gleich welche Party auf dem Main Floor der ALTEN SCHMELZ zelebriert wird, Disocfox-Maniac DJ Günni auf seinem Floor ist wirklich eine nicht zu unterschätzenden Säule des Erfolgs und nach wie vor echte Partygrante, der zuverlässig immer für die richtige Stimmung sorgt. Ein Abstecher, in diese im positivsten Sinne „andere Welt“, hat auch dieses Mal einfach dazugehört, denn diesen Spaß sollte man sich nicht entgehen lassen – auch wenn gerade keine Freestyle Runde läuft.

Die Jungs und die Mama der APARTMENT Crew haben im Dezember mal wieder ihren Leitsatz bewiesen: SKY IS THE LIMIT. Der Satz, der schon 2015 auf den ersten Plakaten der Crew zu lesen war, war damals noch eher Wunschvorstellung. Wie alles, was jemals durch die Decke ging, hat auch Apartment mal klein angefangen. Mit 150 Gästen auf der ersten Party. Vor mittlerweile fast 3 Jahren. Eigentlich nur als eine einmalige Party geplant, entwickelte sich schnell ein Freundeskreis. Zwischen Veranstaltern, DJs und vor allem Gästen. Man kennt sich eben im APARTMENT. Das was so winzig und familiär angefangen hat, ist mittlerweile die Adresse in Saarbrücken für eskalatives Rumspringen und Konfettigewitter geworden. Abseits der schnöden, immer gleichen Partylandschaft gibt es im APARTMENT immer wieder neue und Verrückte Dinge zu bestaunen. Trotzdem bleibt es sich selbst und den Gästen Treu. Laut Informationen des APARTMENT Teams ist die Zahl der Follower der Facebook-Seite “Apartment Club Saarbrücken“ allein im Jahr 2017 um ganze 94% gewachsen. Und nein, am 01.01.17 gabe es schon mehr als nur einen Folower. Da kann man wirklich gespannt sein, was die APARTMENT Gang, so nennen sie sich selber scherzhaft, dieses Jahr noch so an Überraschungen für unser Städtchen bereit hält. Wir bleiben dran!

Seinen fulminaten Jahreabschluss feierte schon Anfang des Monats das HELLWIGSTADION im SOHO. Das Motto dieses Mal passend zum Termin: NIKOFETZ! Wie erwartet fetzig ging es dann auch vor Ort zu. Schnell war die Hütte voll bis unters Dach und die Gäste feierten in dem weihnachtlich geschmückten Ambiente mit der obligatorischen Nikomütze und der Red-Nose, die es for free am Eingang gab völlig ausgelassen auf beiden Floors. Auf dem Mainfloor schallten Hits aus den 90ern und allem was grandiose Stimmung garantiert aus der PA. Im Apres-ski-Keller feierten Apres-ski-Klassikern fröhliche Urständ’, garniert mit der einen oder anderen Köllschen Stimmungsbombe der frisch eingeläuteten Ski-Saison. Fazit des Abends: Die DJs Snow, Enzo, Stereotonie und Else verwandelten das SOHO erneut gnadenlos in ein Tollhaus, das bis in die frühen Morgenstunden nicht anders zu bezeichnen war. Erst um sechs Uhr morgens war die Feierlust halbwegs erloschen. Das neunjährige Jubiläum des Hellwigstadions, das uns im Februar erwartet lässt erfreulicherweise ganz ähnliche Zustände erwarten!

In diesem Sinne, take care….. J.K.T.